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Warum zeigt sich Gott nicht?












Gabriele:

Zitat:
Fipps, woran glauben Scientologen ?


Die glauben daran, dass jeder Mensch ein geistiges Wesen sei, das einen Fleischkörper bewohnt. Daher auch der gelegentlich und scherzhaft gebrauchte Ausdruck "raw meat" für Scientology-Anfänger, die sich noch für einen Körper halten. Dieses geistige Wesen nennen sie "Thetan". Deshalb sagen die Scientologen grundsätzlich niemals: "Ich habe einen Thetan", sondern immer: "Ich bin ein Thetan".

Dieser Thetan sei unsterblich, aber er sei inzwischen in die Bredouille geraten, weil er sich zu sehr mit seinem Körper und allen möglichen anderen Dingen identifiziere. Das schien mir damals eine recht eingängige Vorstellung.

Mit "Gott" haben es die Scientologen weniger. Er taucht gelegentlich unter der Bezeichnung "8. Dynamik" auf, aber das bleibt vage. Es wird ausdrücklich gesagt, dass dieser Bereich offen bleibt, weil wir nichts Genaues darüber wissen.

Außerdem glauben die Scientologen an das, was anderswo "Karma" heißt. Wenn einem etwas Unerfreuliches passiert, beispielsweise man wird gefoltert und ermordet, dann weiß der Scientologe, dass er so etwas in einem früheren Leben selber mit jemand anderem gemacht hat.

Dann gibt es da noch die Theta-MEST-Theorie. Theta ist so etwas wie eine allumfassende geistige Grundmasse, aus der alle Thetans irgendwie abgestrahlt wurden. MEST ist kurz für "Matter, Energy, Space and Time" also das physikalische Universum. MEST wurde und wird von Thetans geschaffen und aufrecht erhalten, und es gibt allerhand Interaktionen zwischen beidem.

Nur haben die Thetans fast alles vergessen und befinden sich in einer Art Falle, die sie sich selbst geschaffen haben -- unter "freundlicher" Mitwirkung anderer Thetans.

Und dann glauben die Scientologen auch noch, dass L. Ron Hubbard Mittel und Wege gefunden habe, wie die Thetans wieder aus der Falle herauskommen und ihre inzwischen verlorengegangenen Fähigkeiten wiedergewinnen können.

Was nun das Definieren von Begriffen angeht, da sind die Scientologen ganz groß. Ein grundlegendes Prinzip in der scientologischen Studiertechnik besteht darin, alle Wörter in Texten genau zu klären. Missverstandene Wörter werden als DIE Ursache falscher Handlungen und unzähliger Schwierigkeiten angesehen.
naja, erwähnte ich doch schon mal. Daß Ron Hubbard sich aus vielen Bereichen was entnommen hat und dann aus seiner Sicht umgewandelt hat.
Kannte er nicht auch Franz Hartmann, den Theosophen ?

Zitat:
http://www.pewid.ch/SCI/wurzeln3.html

Mystik und Geheimwissenschaft

Wohl aufgrund der Popularität futuristischer Sujets im Amerika der späten
40er Jahre präsentierte der als Science-fiction-Autor eher unbedeutende
Hubbard seine Weltdeutungs- und Verschwörungstheorien mit Vorliebe als
kosmische Enthüllungsstories. Nicht selten ließ er seiner Fantasie dabei
freien Lauf: So habe "Xenu, ein Herrscher aus einer fremden Galaxie", als
er vor 75 Millionen Jahren auf die Erde gekommen sei, unzählige böse
Geister, die "Body Thetans", hinterlassen, die sich seither "an den
Körper de

r Menschen anheften" (1). Auf dem Wege der Seelenwanderung durch
Reinkarnation seien sie seit Äonen verantwortlich für unvernünftiges
Verhalten, Kriege und viele Krankheiten.


So astrein war Ronny nicht, denn er hat gern:


Zitat:

Schwarze Magie
Den Bezug zur Wirklichkeit hatte der Möchtegern-Messias aus Nebraska
spätestens Mitte der vierziger Jahre verloren, als er sich einem Ableger
des O.T.O. in den USA anschloß und sich mit Hingabe der Praxis "schwarzer
Magie" widmete. Um diese Neigung deuten zu können, ist eine Diskussion
der von Jon Atack in Hubbard and the Occult aufgestellten Thesen
notwendig: Atack geht davon aus, daß Scientology eine Art
verwissenschaftlichtes, systematisiertes Liber Al vel Legis (20)
darstellt - sozusagen eine angewandte Magie nach Crowley. Als Beleg führt
er unter anderem die dokumentierten Versuche Hubbards an, gemeinsam mit
dem O.T.O.-Mitglied Jack Parsons (21) sexualmagische, homophile Rituale
zu vollziehen. Diese von Atack ausführlich beschriebenen Praktiken (22)
entsprechen dem in Crowleys Buch Magick in Theory and Practice
geschilderten "geheimen Ritual des VIII. Grades", dessen Zweck es sei,
eine Frau herbeizurufen, mit der dann - im Ritual des IX. Grades - ein
Homunculus, ein halb göttliches, halb menschliches Wesen, gezeugt werden
solle.


Dies ist zwar eine sehr kritische Seite, aber Satire wird wohl sehr groß geschrieben, wenn der Mensch über etwas lästern will.

Ob das nun alles so der Wahrheit entspricht, weiß ich nicht, aber als Kritiker muß man sich mit allem genau beschäftigen, denn bei Unwahrheit droht Klage seitens der Betroffenen. Also - irgendwie liegt in allem ein Körnchen Wahrheit.
Zitat:

Hubbard, dessen ideologische Wurzeln in demselben Boden wuchsen wie die
der esoterischen Nationalsozialisten, griff bei der Auswahl der Insignien
für etliche Unterorganisationen seines Apparats ebenfalls auf Bekanntes
aus der mystisch-völkischen Szene zurück, weil er sich der vermeintlich
"magischen Anziehungskraft" der Symbole bewußt war: So ist das
scientologische Kreuz nahezu identisch mit dem von Crowley verwendeten,
und das Scientology-Logo (zwei charakteristisch überlagerte
gleichschenklige Dreiecke, die von dem Buchstaben S durchzogen werden)
ist vermutlich in Anlehnung an ein schwarzmagisches Symbol gestaltet
worden, das eine S-förmige Schlange mit zwei solchen Dreiecken zeigt.
Analog zu einem auf dem Kopf stehenden christlichen Kreuz symbolisieren
die beiden Dreicke einen demontierten Davidsstern und sollen die
Teufelsanbetung versinnbildlichen. (72) Das Theta-Symbol von Scientology
wurde vom Ordo Templi Orientis für die Darstellung des Wortes "Thelema"
benutzt, das in Crowleys Schriften den Begriff "Willen" ersetzt.
Auch die von den Nationalsozialisten verwendete Sig-Rune taucht bei
Scientology auf: etwa im Logo der "Scientology International Management
Association", einem roten Quadrat, in dessen Mitte ein weißer Kreis
steht, der von vier Sig-Runen begrenzt wird. In dem Kreis befindet sich
das Scientology-Logo. Außerdem werden im Signet des "Religious Technology
Centers", der 1981 inkorporierten Organisationszentrale mit Sitz in Los
Angeles, Sig-Runen als Gestaltungselemente verwendet.


Tja - und so sind wir wieder auf der Suche nach der Wahrheit und den schönen Dingen, die wir gern idealisieren. Ich denke, wir sollten alles anschauen - die hellen Seiten und auch die dunklen, damit man die Unterscheidung lernt. Es wäre leichter, den Kopf wegzudrehen von dem, was man als "böse" an sieht, aber damit hilft man nicht einmal sich selbst.
Nicht mal die Nacht ist böse, weil dunkel, denn in ihr hat man die Chance, dem Körper wieder die Kräfte durch Schlaf zu geben, den er benötigt. Und außerdem ist die Nacht nur auf der einen Seite der Erdkugel zu finden - in anderen Ländern ist dann Tag. Wie schön

quelle: http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Wobei - von Franz Hartmann findet man sehr schöne Seiten.

Zitat:
http://www.ullrich-verlag.de/hartbhag.html
Das Bhagavad-Gita-Werk Franz Hartmanns

I "Die Bhagavad Gita oder das Hohe Lied, enthaltend die Lehre der Unsterblichkeit"
In poetischer Form nach Edwin Arnolds Sanskrit-Übersetzung ins Deutsche übertragen von Franz Hartmann
Diese erhabene Dichtung – ein Gespräch zwischen dem Herrn des Himmels und dem Sohn der Erde –, die aus indischer Philosophie und Yoga-Lehre schöpft, verkündet die höchsten religiösen Erkenntnisse in einer Klarheit, wie sie sonstwo kaum zu finden ist. Sie handelt von der Wiedervereinigung der Menschenseele mit ihrem göttlichen Ursprung.
Große Philosophen der vergangenen Jahrhunderte waren von der Weisheit der Bhagavad Gita begeistert, unter ihnen Arthur Schopenhauer, Wilhelm von Humboldt und Graf Hermann Keyserling. W. v. Humboldt dankte "Gott dafür, daß er ihn lange genug habe leben lassen, um die Gita noch kennenzulernen". 137 Seiten.


Aber irgendwie ist immer alles miteinander verbunden. Je weiter man sich alles so anschaut, was es so gibt.
Wobei die Erklärung nicht unbedingt mit "gängigen" Erklärungen deckungsgleich war.
Dinge, die nicht greifbar sind, sind nicht unbedingt "zu erklären" und jeder Mensch stellt sich etwas anderes darunter vor. Ist ja auch ok.
Nehmen wir als Beispiel eine Fee. Jeder stellt sie sich anders vor. Und dann kommen Leute und sagen: Jetzt definieren wir eine Fee mal ganz genau. Sie sieht so aus: Zwei Flügel, 3 cm groß usw...
Ist das nicht ziemlich willkürlich?
Und so hat Scientology praktisch eine eigene Sprache entwickelt, zwar mit unseren Wörtern, aber meinen tun die manchmal etwas ganz anderes.
@Gabriele

Zitat:
Wohl aufgrund der Popularität futuristischer Sujets im Amerika der späten 40er Jahre präsentierte der als Science-fiction-Autor eher unbedeutende Hubbard seine Weltdeutungs- und Verschwörungstheorien mit Vorliebe als kosmische Enthüllungsstories. Nicht selten ließ er seiner Fantasie dabei freien Lauf: So habe "Xenu, ein Herrscher aus einer fremden Galaxie", als er vor 75 Millionen Jahren auf die Erde gekommen sei, unzählige böse Geister, die "Body Thetans", hinterlassen, die sich seither "an den Körper der Menschen anheften" (1). Auf dem Wege der Seelenwanderung durch Reinkarnation seien sie seit Äonen verantwortlich für unvernünftiges Verhalten, Kriege und viele Krankheiten.


Ach du lieber Himmel!
Hubbards SF-Romane sind heute nicht mehr sonderlich gängig, aber sie lesen sich sehr spannend, wie ich in meiner Science-Fiction-Phase vor ein paar Jahrzehnten feststellen konnte. Ich wusste nichts von Scientology, als mir mal zwei SF-Romane von Hubbard auf Norwegisch in die Hände fielen. Ich hielt es lange Zeit für Dänisch, nur die Orthographie kam mir ungewöhnlich vor.

Der böse Xenu kam nicht aus einer fremden Galaxie, sondern aus der "Marcab Confederacy", einem Imperium mit mehreren Sonnen in unserer unmittelbaren Umgebung, und die Body Thetans sind keineswegs "böse Geister", sondern selbst hilflose Opfer einer gigantischen Katastrophe. Sie sind auch nicht seit Äonen verantwortlich für "unvernünftiges Verhalten, Kriege und viele Krankheiten". Das ist mehr die eher indirekte Ursache jener oben genannten, von Xenu in Gang gesetzten Katastrophe. Es gibt ehemalige Scientologen, die vermuten, Hubbard selbst sei jener Xenu gewesen.

Tolle Story, was?

Normale Scientologen hören aber nichts von Xenu, denn diese Geschichte ist einem höheren Grad (OT III) vorbehalten, den nur wenige erreichen. Weit überwiegend befasst man sich mit näherliegenden Dingen.
@Astrella

Zitat:
...aber meinen tun die manchmal etwas ganz anderes.


Die Scientology-Wörter stammen alle aus den frühen 1950er Jahren.
Seine Hauptquelle für viele Scientology-Vorstellungen war Alfred Korzybski mit seiner "Allgemeinen Semantik" (könnt ihr in der Wikipedia nachlesen).

Und zusammenphantasiert hat er wirklich so allerhand. Aber das, was auf Korzybski zurückgeht (der schwer lesbar ist), hat durchaus Hand und Fuß.
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