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Der Kampf um die Mitte












Neues Buch von Olaf Henkel.

http://www.amazon.de/Kampf-um-die-M.....qid=1193604685&sr=8-1

Rezension:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Der 18. September 2005 versetzte Henkel in tiefe Niedergeschlagenheit. Nicht nur er hatte bei der Wahl zum Bundestag mit einem Triumph des bürgerlichen Lagers gerechnet. Denn damit "würde wieder Vernunft in die Politik zurückkehren". Seitdem müssen Deutschland und Henkel mit einer schwarz-roten Koalition leben. Mit dieser und allgemein mit der „neuen Mitte“, die sich im Gefolge der 68er deutlich links von der eigentlichen Mitte positioniert habe, rechnet Henkel ab – in den klaren Worten, für die ihn seine Leser schätzen.

"Wohin treibt die Bundesrepublik?" Der Autor zitiert die Frage Karl Jaspers, die der Philosoph 1966 in einer ganz anderen politischen Wetterlage und mit dem Blick auf die Parteienallmacht gestellt hatte. Henkel darauf 2007: "Die Bundesrepublik treibt weg von der Mitte, weg von der Vernunft, weg von den Erwartungen der überwiegenden Mehrheit der Bürger - hin zur Utopie einer gleichgeschalteten Gesellschaft, die in den Köpfen aller Politiker zu spuken scheint. Sie nennen sie die Mitte."

Hans-Olaf Henkel hat seine ganze Enttäuschung in die 400 Seiten seines nunmehr vierten Buchs geschrieben. Er polemisiert, spitzt zu, schweift manchmal ab und bleibt nahe dran an der Tagespolitik. Doch er formuliert dezidiert, welche Gesellschaftspolitik das Land braucht, was er dazu von der Politik und den Parteien einfordert. Diese Überlegungen sind auch das Ergebnis persönlichen Erlebens und seines beruflichen Weges. Er entstammt dem bürgerlichen Hamburg der Kriegszeit und brachte es in der Bundesrepublik nacheinander an die Spitze des Computerkonzerns IBM Deutschland, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Leibniz-Gemeinschaft.

Nun rechnet der Honorarprofessor mit der politischen Klasse ab. Denn was jetzt betrieben werde, sei der Ruf nach mehr Staat und weniger Bürgerfreiheit, nach mehr Vorsorge und weniger Selbstverantwortung. Das sichere Gefühl für die Mitte, das heißt für den Ausgleich extremer Positionen, habe sich in eine "gefühlte Mitte" verwandelt, die links liege. Diese Desorientierung wurde, so ist zu lesen, durch die Wahl 2005 nicht korrigiert, sondern verstärkt. "Merkel und Beck drängeln sich dort, wo sie behaupten, dass die Mitte sei." De facto hat Deutschland heute, so Henkel, die Wahl zwischen zwei sozialdemokratischen Parteien. Die eine heißt SPD, die andere CDU/CSU.

Verantwortlich für diese Misere seien nicht nur die derzeit Regierenden und die Medien. Die Achtundsechziger speziell seien Schuld, ihre geistigen Vorreiter und Begleiter, die linken Philosophen, Historiker und Literaten, dazu Rot-Grün natürlich und vor allem Gerhard Schröder. Dabei hätte dem Buch streckenweise etwas mehr Gelassenheit und Souveränität, vielleicht das eine oder andere selbstkritische Wort gut getan. Denn prinzipiell ist gegen den Ruf nach mehr bürgerlichen Tugenden und der Hoffnung auf den Sieg der Vernunft ja wirklich nichts zu sagen. -- Hans Jürgensen, Literaturtest


Weitere Rezensionen siehe Link.
An diesem Buch wird man sich reiben. Es hat schon begonnen.

http://www.welt.de/wirtschaft/artic....._gehen_die_Ideen_aus.html
Globalisierung
Hans-Olaf Henkel gehen die Ideen aus
Hans-Olaf Henkel rechnet in "Der Kampf um die Mitte" mit der politischen Klasse ab. Dabei scheint er nicht wahrzunehmen wie sehr sich das Land verändert hat. Sein neues Buch ist durch und durch verkniffen, verbissen, schlecht gelaunt.

http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de

Zitat:
http://www.single-generation.de/kritik/debatte_normalfamilie.htm

Debatte
Der Kampf der Lebensstile
Die Normalfamilie der Neuen Mitte



Die Themen des Essays
Zitat: aus Michel Houellebecq (1999): "Ausweitung der Kampfzone"
Der Kampf der Lebensstile: Drei Szenarien
1) Die Entwicklung zur "vollmobilen Single-Gesellschaft"
2) Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
3) Die refeudalisierte Hausfrauenfamilie der neuen Mitte
Die Gründe für die steigende Attraktivität dieser Familienform
Abschied vom Ziel der Vollbeschäftigung
Spaltung in Sozialstaatsgenerationen
Die Aufwertung der Hausfrau
Die Aufwertung der Ehe
Die Aufwertung der Mutterschaft
Der Erfolg von Michel Houellebecq als Indikator
Der Kampf der Lebensstile als Verteilungskampf
Die Singles zwischen den Fronten des Kulturkampfes
Die Akteure des Verteilungskampfes
Fazit: Die Verlierer im Verteilungskampf
Zitate aus dem Kampf der Lebensstile
weiterführende Literatur zu den Positionen
weiterführende Links
Forum -> Literatur


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