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Hallo Isa,
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| Dein altes pessimistisches Lied von Gruppendynamik, Massenpsychologie, welche die Menschen zu Gehirnlosen Zombis abstempelt und einen nicht Veränderungsfähigen bösen Islam Probagieren soll, mag auf Deine Sicht der Dinge zutreffen. |
Gehirnlosen Zombis? Nein, eher ein hochentwickeltes Saeugetier, ein Produkt einer Evolution, hoch komplex aber eben mit Limitations. Diese sind alle ganz wertneutral (sie betreffen ja mich genauso wie dich) und ebenso einfach nachweisbar, wie optische oder akustische Taeuschungen.
Nicht veränderungsfähiger böser Islam? Nicht veränderungsfähig - Ja, boese - nein.
Nicht veränderungsfähig deshalb, weil Religionen im Kern immer auf Glauben und Dogmen beruht. Auf Dingen, die sich einer wissenschaftlichen Nachweisbarkeit entziehen. Die Inhalte solcher Glaubensaussagen bleiben in eben diesem Kern immer gleich. (Ein "Paradies" existiert ebenso wie ein Gott und ist immer und von allen menschen erstrebenswert und Menschenrechte haben aus gleichen Gruenden kein Platz in Religionen wie dem Islam).
Das sich marginale Inhalte durch moderne Interpretationen aendern, mag sein, ist aber fuer eine Gesamtbetrachtung zu vernachlaessigen.
Boese? Gut und boese sind relative, hoechst individuelle Begriffe. Sie sind in einer neutralen Betrachtung "sinnlos".
Das, was von Reformern (zu denen du dich zaehlen magst) oft als Meilenstein empfunden wird, sind in einer Gesamtbetrachtung nur Randerscheinung.
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| ...Du als pseudo Islam Kritiker, der im eigentlichen ein Religionshasser zu sein scheint , |
Nicht Religionshasser sondern Religionsinteressierter. Stelle dir Menschen wie mich als Ausserirdischer vor, der das Phaenomen Religion zum ersten mal sieht und untersucht warum es sie gibt und wie sie funktioniert. Ganz wertneutral.
1. Hypothese (nach Blume): Religionen sind Folge der morphogenetischen Entwicklung des Menschen. Sie sind notwendiges Produkt der Entwicklung des vorderen Stirnlappens des Grosshirns. Deshalb tendieren alle Menschen dazu eine (Ersatz-)Religion zu adaptieren.
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| ...wühlst nun mal gerne im religiösen Dreck des Vergangenen und nennst es dann Religionsgeschichte, |
Selten, denn Religionsgeschichte interessiert mich (inzwischen) relativ wenig.
Ich greife lediglich ab und zu mal einen Teil auf, um ihn auf Plausibilitaet hin zu pruefen. Nicht mehr als eine kleine Fingeruebung.
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| ...um es dann als Zukünftige Realität des Bösen zu verkaufen. |
Auch wenn ich den Begriff "boese" nicht mag, so glaube ich, das alle emotional (und eben nicht rational) gesteuerten Handlungen des Menschen latent auch immer Boeses (und natuerlich auch Gutes!) beinhalten.
Eine rein rationale Aussage ist dies nicht, denn sie beschreibt Tatsachen und schliesst ausschliesslich auf Basis der Aussagelogik.
Beispiele fuer rationale Aussagen:
Aussage 1: "Dieses Auto ist rot (rot gemaess Definition der RGB Farben), deshalb ist es nicht grau"
Aussage 2: "Die Winkelsumme im planen Dreieck betraegt 180 Grad."
Aussage 3: "Im Iran werden die Menschenrechte verletzt."
Aussage 4: "Das WTC in New York existiert nicht mehr."
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| Und meine Sein im Islam ist keine persönliche Meinung, diese teile ich mit der Basis des Glaubens, welche auch die Eliten in den Hochschulen der ganzen Welt im Denken erreicht hat. Evtl. solltest Du Dich auch mal mit den folgenden Islamischen Denkern auseinandersetzen... |
Ich habe mir deinen Link angesehen. Dortige Aussagen entsprechen in Etwa dem, was du schreibst.
Insofern revidiere ich meine Aussage diesbezueglich und neige nun eher dazu, deine Interpretation als die einer vermutlich relativ kleinen (islamischen) Sekte zu klassifizieren.
LG
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Hallo Solution!
Den link finde ich uninteressanter, als die aufgeführten Namen der Islamischen Denker. Und in diesem Zusammenhang kann von einer Sekte nicht die Rede sein. Denn falls Du dich mal mit diesen Muslimen beschäftigst, wirst Du feststellen, dass diese aus den unterschiedlichsten Rechtsschulen und Strömungen des Islams kommen. Ich hätte da noch einen Beitrag für Dich und die hier interessierte leser. Und dieser Gelehrte ist nun wirklich in keine Islamische Sekte einzuordnen.
Glaube, Freiheit und Vernunft von Mohammad Schabestari
Freiheit als Bedingung für wahren Glauben
“Neben der spirituellen Dimension betont Schabestari noch einen weiteren Aspekt des Glaubens. Er beruht ihm zufolge nämlich auf einem freien Willen, der zu den Wesensmerkmalen des Menschseins gehört.
Zugleich aber ist der Mensch auch ein unvollkommenes Wesen, er ist weder allmächtig noch allwissend oder gar unsterblich. Der Glaube ist die Suche nach Erlösung der eigenen Unvollkommenheit in der Vollkommenheit Gottes.
Der Glaube ist eine bewusste Entscheidung für den Halt in Gott, die auf der inneren Freiheit des Menschen beruht. Hierbei handelt es sich nicht um eine einmalige Entscheidung, die auf Dauer Bestand hätte, vielmehr muss sie in Anbetracht sich stets verändernder Lebensumstände immer wieder erneuert werden.
Der oder die Gläubige muss daher immer wieder reflektieren, was zum Glauben gehört und was nicht. Das bedeutet, er oder sie muss sich bewusst machen, was auf seiner/ihrer freien inneren Entscheidung beruht und mit einer spirituellen bzw. religiösen Erfahrung einhergeht und was letztlich rein äußerliche Nachahmung von religiösen Handlungen und Floskeln ist.
Dafür ist es nötig, sich ernsthaft und offen mit der Kritik am religiösen Denken – ob von muslimischer oder nicht-muslimischer Seite – auseinander zu setzten. Schabestari verbindet somit einen hohen selbstkritischen und emanzipatorischen Anspruch mit dem Begriff des Glaubens.
Allgemeine Menschenrechte im Sinne des Islam
Der inneren Freiheit des Menschen muss auch eine äußere Freiheit entsprechen. Denn die innere Entscheidung für Gott kann dem Menschen nicht von außen aufgezwungen werden.
Sämtliche religiöse Dogmen, die dem Menschen vorschreiben, was er zu glauben habe und was nicht, sind daher keine Wegweiser zum wahren Glauben, sondern Barrieren, die die freie Entfaltung des Glaubens behindern.
Sobald eine Gruppe, zumal wenn sie über großen politischen und gesellschaftlichen Einfluss verfügt, das Unterscheidungsmonopol dessen, was im religiösen Sinne wahr und was falsch ist, für sich beansprucht und somit eine offizielle Lesart der Religion entsteht, wird die Religion instrumentalisiert und ihres Kerns, des Glaubens, beraubt.
Vor diesem Hintergrund wird Schabestaris Argumentation für die Anerkennung allgemeiner und universeller (eben nicht spezifisch islamischer) Menschenrechte durch die Muslime und sein Plädoyer für ein demokratisches politisches System verständlich:
Menschenrechte und Demokratie sind im Sinne des Islam, nicht weil sie bereits durch Koran und Prophetentradition vorgegeben oder durch die Scharia legitimiert sind, sondern weil sie eine vernünftige und zeitgemäße Deutung von gerechter Herrschaft sind.
Ihre Verwirklichung ermöglicht es, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen ein freier und mithin wahrhafter Glaube gefördert und nicht behindert wird. Demokratie und Menschenrechte dienen also dem Islam weit mehr als jedes "islamische" aber autoritäre System.“
Den gesamten text könnt ihr unter diesem link lesen: http://www.qantara.de/webcom/show_a...../_c-578/_nr-3/_p-1/i.html
Solution, Du wirst hoffentlich verstehen, das ich mich auf Deine sich im kreis drehendes Argumentations- geplänkel nicht einlassen möchte. Ich find das lenkt zu sehr vom eigentlichen Thema ab und dient letztendlich nur dem Ego. Ich möchte in meinem Geist offen bleiben und mich durch solche Diskussions- schamützel nicht vom eigentlichen Ziel ablenken lassen.
LG Isa
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Hallo Isa,
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| Sobald eine Gruppe, zumal wenn sie über großen politischen und gesellschaftlichen Einfluss verfügt, das Unterscheidungsmonopol dessen, was im religiösen Sinne wahr und was falsch ist, für sich beansprucht ..., wird die Religion instrumentalisiert und ihres Kerns, des Glaubens, beraubt. |
Ich denke, hier besteht eine recht einseitige Sichtweise.
Die meisten Gläubigen wünschen sich Rechtleitung. Also eine Leitung, sprich Fremdbestimmung, auf oder zum rechten Weg.
Eigeninitiative, Selbstreflektion und Eigenverantwortung ist doch genau das, was Gläubige versuchen zu vermeiden.
In sofern will und braucht die weit überwiegende Zahl der Gläubigen Menschen genau solche Vorschriften, was im religiösen Sinne wahr und was falsch ist.
Diese Letargie der Menschen ist es, die es ermöglicht, das Machtverhältnisse erst entstehen.
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| Menschenrechte und Demokratie sind im Sinne des Islam, nicht weil sie bereits durch Koran und Prophetentradition vorgegeben oder durch die Scharia legitimiert sind, sondern weil sie eine vernünftige und zeitgemäße Deutung von gerechter Herrschaft sind. |
Statt "sind", sollte hier der Konjunktiv "wäre" stehen. Anderenfalls wäre hier ein Nachweis notwendig.
LG
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Das "Haus des Krieges" schlägt zurück.
Hier ein Hinweis auf eine Radiosendung im SWR2 (23.11.07):
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20.03 SWR2 Feature
"Bete und Gott wird 1000 Engel an deiner Seite kämpfen lassen"
Militärgeistliche im Kampf gegen den Terror
Von Marc Thörner (Produktion: DLF/SWR)
Armeen von Engeln eilen bedrängten Kriegern in der Schlacht zur Hilfe?
Eine Verheißung, die der Gedankenwelt der Taliban oder der al Kaida
entstammen könnte. Tatsächlich findet sie sich auf einem
Plastikbeutel, in den ein Rosenkranz aus Kunststoff eingeschweißt
ist, einer von einem guten Dutzend "Battle Sets", wie sie auf dem
Tisch eines US-Militärgeistlichen im Irak ausliegen. Immer wieder
stoßen die meist 18- bis 30-jährigen Soldaten in den Camps des
"Krieges gegen den Terror" auf religiöse Elemente.
US-Kirchenorganisationen schicken tonnenweise Katechismen, Bibeln,
religiöse Literatur und füllen zu einem Gutteil die Bibliotheken der
Militärbasen. Verhilft der "Krieg gegen den Terror" einem neuen
christlichen Rigorismus zum Aufschwung, womöglich in Wechselwirkung
zu einem Islam, der sich aus Sicht der Militärs vor allem in seinen
kriegerischen Elementen zeigt? Welche Rolle spielen die
Militärgeistlichen? - Marc Thörner berichtet aus dem Irak. |
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„ICH“ BIN DER NEUE KRIEGER; DER NEUEN ZEIT. Schlagt mir den Kopf ab und ich Lebe weiter, den mein Geist der nicht meines ist, lässt sich nicht töten. Nicht mit Worten und nicht im Physischen.
Der Feind ist die Illusion des EIGENEN Dämons, der das Ich ist und dieser Projektiert sich von innen nach außen.
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