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Das leben wird mir einfach zu viel












hallo,
ich bin eigentlich wegen google auf die seite gestossen, weil hier jemand geschrieben hat das der vater verstorben ist. finde das thema nur nicht mehr wieder.

bei mir geht momentan alles drunter und drüber.
mein vater ist im januar diesen jahres gestorben. nach einer 6jährigen krankheit wurde er "erlöst" er hatte einen seltenen hautkrebs der in der hornhaut im auge zum erstenmal entdeckt wurde. nach vielen hoch und tiefs, wurde das auge rausgenommen und es schien als würde die krankheit besiegt... nur das letzte jahr zeigte das gegenteil. die ärzte stellten mehre tumore in der leber fest. er hatte eine besonder chemo bekommen..und es ging ihn wieder besser. er sollte sogar wieder arbeiten gehen. doch dann wurd es schlagartig schlechter. über weihnachten wurd er dann zum pflegefall. er konnte nichts mehr. hatte morphium gegen die schmerzen bekommen. die ärzte haben ihn schon nicht mehr gesagt das sein körper von tumoren überseht waren. an einem samstag ist er dann eingeschlafen.

hinterlassen hat er seine mutter, meine mutter , meine schwester und mich. für uns alle ist es sehr schwer. er fehlt überall. wir haben einen hof der viel arbeit kostet. ich selber leide seit dem tot über schweren depressionen und finde nicht oft die kraft meine mutter zu unterstützen. meine oma macht sie nur noch fertig und wirft ihr vor das sie angeblich mit anderen männern was anfängt. was natürlich nicht stimmt. meine schwester ist 15 jahre alt. und kommt nicht aus sich raus. heute hat sie sich mit ihrem freund betrunken. sie war so betrunken das sie sich nicht mehr auf den beinen halten konnte. ihr zimmer war voller erbrochenen. und ich hab sie auch noch dumm angemacht deswegen. was mir jetzt super leid tut. ich bin 11 jahre älter als meine schwester..und so zusagen hab ich sie mit erzogen. ich hab sie gefragt warum sie es gemacht hat..und sie sagte weil sie papa vermisst. ich hab sie in den arm genommen und sie weinte. ich hab sie dann ins bett gebracht und nun schläft sie ihren rausch aus. ich hab mich noch etwas mit meiner mutter unterhalten..und sie macht sich grosse sorgen das sie auf eine falsche schiene gerät. glaub sie ist auch mit allem überfordert. aber ich kann auch keine kraft mehr aufbringen. mir wächst alles über den kopf. ich weiss nicht wie ich helfen soll..ob meine schwester bestraft werden soll oder nicht..wie die strafe aussehen soll. bin total durch einander und verzweifle weil ich langsam sauer auf meinen vater bin, weil er so früh gehen musste. mittlerweile denke ich schon an selbstmord weil ich einfach nicht mehr kann. aber der gedanke das meine mutter und meine schwester dann ganz alleine sind. hält mich davon ab. aber wären die nicht...wär ich auch schon längst nicht mehr. ich bin in behandlung und gehe auch im november zur kur..aber ich will meine mutter nun auch nicht alleine lassen...ich weiss einfach nicht mehr was ich tun soll.

ist bissel lang ausgefallen aber für tipps oder erfahrungsberichte, bin ich sehr dankbar!
Das nachfolgende ist meine Meinung, wenn ich zum Beispiel "du musst" oder sowas schreibe, ist das nicht als Befehl/Aufforderung oder so gemeint, sondern ein Rat und ne Idee von meiner Seite, die ich auch nur aufgrund deiner kurzen Situationsanalys geben kann. Jegliche Richtigkeit meiner Aussagen möchte ich mich entheben, obwohl ich versichere, dass sie in Rahmen meiner Mächte ernst gemeint sind und ich mir Mühe gegeben habe, dir irgendwie zur Seite stehen zu können.

hallo mandy1982,
dein Post berührt mein Herz und füllt dieses mit Mitleid. Es fällt mir sehr schwer einen geeigneten Anfang für meine Antwort zu finden, falls es überhaupt eines solchen geben sollte.
Ich umarme dich im Geiste und hoffe Dir irgendwie Trost und Hoffnung schenken zu können.
Ich denke ihr vier Frauen müsst euch zusammentun, irgendwie habe ich das Gefühl, das jeder sein eigenes Trauersüppchen kocht und euch gegenseitig eher behindert dann fördert.
Vielleicht wäre eine Gruppentherapie für Großmutter, Mutter und euch zwei Töchtern angebracht, um besser mit dieser Situation und mit euch umgehen zu können! Du gehst ja anscheinend schon in eine Art Betreuung, aber eine Person kann das wohl kaum alleine leisten. Ihr vier müsst an einem Strang ziehen und Weichen für die Zukunft stellen. Ihr braucht emotionale Klarheit über den Verlust eines gemeinsammen sehr wichtigen Menschen von euch, auch besonders in Hinsicht auf euren Hof.
Ich habe das Gefühl, dass dieser eine Schlüsselrolle spielen könnte für eure/deine Zukunft...
ich wünsche euch/ dir Kraft und Stärke und meld dich dochmal hier wieder.
lg
Hi Mandy,
ich wünsch Dir auch ganz viel Kraft und Mut, und es werden wieder hellere Tage kommen.
Versucht, von einer Bestrafung deiner kleinen Schwster abzusehen, setzt euch lieber mit ihr zusammen. Es ist manchmal gut, auch einem Teenager gegenüber seine Ängste zu formulieren.
Deine Wut deinem Vater gegenüber - es ist eine Phase, die zeigt, daß Du anfängst, den Verlust "gut" zu verarbeiten, auch wenn sich solche Gefühle wie Wut und Zorn und Enttäuschung sicherlich nicht schön anfühlen.
Daß Dein Vater gestorben ist, ist schlimm genug - aber ihr seid am Leben. Macht euch euer leben nicht noch gegenseitig schwer.
Es ist manchmal schwer, Verständniss für Gefühle und Ängste im Zusammenhang mit der Trauer bei anderen (Deiner Großmutter z. B) entgegenzubringen, aber wenn ihr vorher einen guten Draht hattet und miteinander sprechen konntet, werdet ihr auch diese Probleme in den Griff kriegen.
Fühl Dich gedrückt, und - irgendwann wirst auch Du mal wieder aus vollem Herzen lachen können und die schwere Zeit wird zwar eine Narbe hinterlassen haben, aber es wird geheilt sein.
Astrella
Sakina

Zitat:
finde das thema nur nicht mehr wieder.


Wenn du oben in dem hellblauen Feld auf Suche tippst kommt die Auswahl im Internet oder auf Geistige Nahrung suchen.
Vater gestorben eintippen.ergibt leider viele Treffer.

Könnt ihr eure Arbeit reduzieren. Tiere abgeben oder Felder verpachten?

Bei zuviel Alkohol ist es gut wenn man genügend Vitamin B im Blut hat.
Kein Scherz. Dann liegt man wenigstens nicht besinnungslos in seinem Erbrochenen.
Was vieleicht auch hilft ist Sport.-Man kann normalerweise nur eine Sache gleichzeitig tun oder denken.
Ich spiele zB Tischtennis währenddessen habe ich wirklich keine Zeit an etwas anderes als an diesen dofffen Ball zu denken.

mfffgggg gnostik
vielen dank für eure lieben worte! das hat mir sehr geholfen!
mitlerweile habe ich ein gespräch mit meiner schwester geführt. es hat sich einiges geklärt aber für mich war das auch eine art hilfeschrei, also werde ich mehr mit ihr unternehmen damit sie das gefühl hat das sie nicht alleine ist. obwohl sie das eigentlich weiss. aber ich denke das tut uns beiden gut. und wir wachsen noch mehr zusammen.

ich glaube an vitamin b hat sie in diesem moment nicht gedacht. aber danke für den tip
Forum -> Leben nach dem Tod


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