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Jesus doch ein Moslem?












Jesus setzte keinen Heiligen Vater (Pabst) als seinen Stellvertreter ein.

Im Gegenteil: Er lehrte: "Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist." (Matthäus 23, 9).

Und er hielt es mit den Propheten (z. B. Jesaja 6, 3) und dem Seher Johannes (Offenbarung 15, 4), wonach Gott allein "heilig" ist und nicht ein Mensch.

Wenn Jesus vom "Heiligen Vater" sprach, dann meinte er seinen Vater im Himmel (Johannes 17, 11).

Auch setzte er keine Hierarchie der Amtsträger ein, sondern hob hervor: "Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern]" (Matthäus 23, . Eine Unterwerfung unter einen Menschen lehnt Jesus deshalb strikt ab.
Hallo Inri,

Was hat das jetzt mit dem Thema zutun? demnach könnte Jesus kein Muslim sein, weil Muslime Gott nicht Vater nennen dürfen.
Ich lehne es auch ab, den Papst "Heiliger Vater" zu nennen, weil nur einer unser Vater ist, Gott.
Schönen guten Abend Freunde!

Ich finde das Thema war '"Jesus doch ein Moslem?" eigentlich doch ein paar Gedanken wert. Von Natur aus kann er keiner gewesen sein, denn Mohammed lebte erst 600 Jahre nach ihm.

Da Mohammed Propheten vor ihm selber anerkennt und auch aufzählt, rechnet er diese gewisserart zu den gerechten Muslimen. So sagt er von Christus: "Wahrlich, der Messias Jesus, der Sohn Marias, ist der Gesalbte Gottes." (Ich weiß leider nicht, wo!)

So gesehen könnte die muslimische Welt ohne viel Aufhebens alle Anhänger Jesu Christi als gute, wertvolle Brüder der denkenden Muselmanen empfinden. Sie tun es auch vielleicht.

Doch leider gibt es da Hemmnisse, die wiederum aus der Schrift auftauchen. Sie sind oft unüberwindlich. Obwohl Jesus eindeutig als Messias gekennzeichnet wird, geht die innere Sicht und Vision Mohammeds nicht bis dahin, in Jesus zunächst einmal als Gottes Sohn zu erkennen, oder mehr noch, in Jesus das Licht der Welt zu empfinden.

So sagt Mohammed, Gott, Allah kann nicht in Jesus auf der Welt gewesen sein. Jesus Christ ist nicht der Sohn Gottes und viel weniger Gott, Allah, selbst. Dessen Erhabenheit und ewige Unendlichkeit seien zu groß, um in einem Menschen räumlich Platz zu finden.

Gott kann höchstens durch einen berufenen Mund sprechen - und er, Mohammed sei eben der höchste, auserwählte Prophet. (Ich weiß nicht, ob ich das sinngemäß richtig ausdrücke)

So sei es von Jesus nicht richtig, bzw. eine Sünde gewesen zu verkünden, er sei der Herr - er sei Sohn, weil er spreche, was der Vater sagt. Er sei das Licht der Welt. Er, Jesus und der Vater seien eins. Wer ihn sieht, sieht den Vater. Das ist laut Mohammed alles falsch.

Mit Vater ist nämlich Gott, Allah zu verstehen. Und Jesus war nicht Allah. Das zu glauben ist Sünde oder Glaubenslosigkeit, die ....

Oh ja, das trennt gewaltig. Dabei spricht Allah als eine Persönlichkeit mit Mohammed und mit vielen anderen Mystikern des Islam. Hier wird irgendwo nicht der Sprung geschafft, dass das Persönliche in Allah auch zu einer menschlichen Persönlichkeit gehört. Und das wiederum ist der Mensch in Gott.

Oder: Gott, Allah, ist in seinem Zentrum, im Kern seiner Wesenheit eigentlich Mensch, die reine Urform des Menschen. Nach ihr sollten Ebenbilder heranwachsen.

Man muss annehmen, dass Mohammed alte jüdische Überliefungen kannte, aber nicht alles. Sonst hätte er irgendwie Bezug auf den Willen Gottes genommen, sich Ebenbilder zu schaffen.
(Viellicht gibt es doch irgendwo einen Bezug)

Das als religiöses Ziel zu erkennen ist sowieso schwer. Eher hat man das Gefühl, dass die Schöpfung und mit ihr die Welt nur eine missratene Geburt sind. Aber Achtung: Ein kleiner Maßstab passt hier nicht.

Ist das einige Gedanken wert? reinwiel
@ reinwiel

Hallo,

nun aber einige Gemeinsamkeiten (ob sie nun von Jesus oder Mohammed stammen) erkenne ich darin. Und zwar, dass sowohl Jesus als auch Mohammed (die restlichen Propheten denke ich mal auch) einen Personenkult um die eigene Person vermeiden wollten. Der/Das einzige um den es bei dem ganzen Spektakel geht, Gott (alias Allah, alias Elohim, alias JHWE...) ist und weniger die Gesandten.

Dieser Aspekt wird im Islam besonders hervorgehoben und ich meine sogar das dies im Christentum auch der Fall ist, wenn man die Bibel nicht durch die katholisch/europäische Brille liest und versteht. Auch die Geschichte mit Gottes Sohn etc. kann ja eine Fehlübersetzung sein (wie z.B. das man aus junge Frau eine Jungfrau macht) und Vater ist vielleicht nicht mit unserem Vaterverständnis konform.

Der Islam behauptet ja nicht das er 600 Jahre nach Christus (durch Mohammed) entstand, sondern er behauptet das es die einzige Religion ist, die alle Propheten von Adam - Mohammed verkündet haben. Es gab nur Islam und jeder (Prophet) hat seinem Volk die Botschaft überbracht. Besser, ein Prophet konnte sich nicht aussuchen welche Botschaft er überbringt, er war ja "nur" ein Link zwischen Gott und dem Menschen.

Islam ist nur der arabische Begriff für "Die Hingabe zu Gott" od. "Frieden mit Gott" und der Titel ist Programm - haben das nicht alle Propheten vermittelt.

Statt sich um die Unterschiede zu streiten sollte man die gemeinsamkeiten hervorheben - denkt ihr nicht auch?
Zitat:
** Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. **


Zu diesem Spruch übrigens: den kann man eigentlich so lassen. Das Problem ist jedoch, dass die meisten den Spruch durch Anbetung Jesu praktizieren. Wie er (Jesus) jedoch richtig wiedergibt bezeichnet er sich als Weg (oder heute könnte man das durchaus Konzept nennen). Das heißt nur durch sein Konzept (bezeichnen wir auch als Religion) kommen wir zu Gott. Mohammed hätte Ihm da nicht widersprochen, würden die Menschen nicht daraus eine Anbetung der Person verstehen.
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