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@Pax
Das ist relativ einfach:
Es ist von den Vertretern dieser Art der Bibelauslegung der erste Schritt, die Bibel als eindeutig Gottes Wort gegenüber einer Evolutionstheorie zu "verteidigen". Es ist ein quasi paralleler Schritt, was im Islam mit dem Koran gemacht wird.
Hatte dieser Tage mal wieder so ein nettes Gespräch mit einem dieser Vertreter: Jegliche Annahme, die "gegen" diese bibl. Darstellung spricht, wird schlichtweg als Lüge abgetan. Auch die Wissenschaft irrt hier in deren Augen. Die Bibel als das A und O. So einfach ist das!
Gruß
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Ich möchte keinen neuen Thread aufmachen, sondern habe mehrere Fragen zum eigentlichen Thema.
Das Leben von Jesus ist in der Bibel beschrieben.
Ganz zu Beginn Hatte LPAH folgendes geschrieben:
| Zitat: |
| Der Islam behauptet ja nicht das er 600 Jahre nach Christus (durch Mohammed) entstand, sondern er behauptet das es die einzige Religion ist, die alle Propheten von Adam - Mohammed verkündet haben. Es gab nur Islam und jeder (Prophet) hat seinem Volk die Botschaft überbracht. Besser, ein Prophet konnte sich nicht aussuchen welche Botschaft er überbringt, er war ja "nur" ein Link zwischen Gott und dem Menschen. |
Wenn das so ist, dann muß doch auch die Bibel sozusagen zum Fundus des Islam gehören. Und selbstverständlich auch die Thora, bzw. die entsprechenden jüdischen Schriften.
Soweit ich es bisher mitbekommen habe, wird von Muslimen behauptet, die Bibel sei gefälscht. Dennoch muß sie einmal Wahrheit enthalten haben, sonst könnte sich der Islam doch nicht in dieser Tradition sehen.
In welchem Umfang betrachtet ein Muslim die Bibel als gefälscht? Oder kann ein Muslim nur die Deutungen der Christen nicht gutheißen? Wenn es so wäre, dann müßte es doch für ihn eine mögliche Quelle der Wahrheit sein, in der Bibel zu lesen.
Ich erlebe immer wieder, daß von Muslimen mit Zitaten aus dem NT argumentiert wird. Ich würde manchmal gerne etwas dazu sagen, aber kann ich mit einem Muslim auf der Basis der Bibel überhaupt diskutieren? Denn mir erscheint diese Wahl, entweder aus der Bibel oder dem Koran zu zitieren, sehr beliebig.
Wenn ich aus der Bibel belegen kann, daß im Koran Lügen stehen, dann müßte das einem Muslim doch zumindest zu denken geben. Dann aber höre ich, daß der Koran das einzige wörtliche und wahre Wort Gottes ist, das dem Propheten Mohammed durch Gabriel, -den heiligen Geist- inmittelbar direkt gegeben worden ist.
Wenn ich aber aus der Bibel nachweisen kann, daß Gabriel niemals der heilige Geist sein kann?
Die Katze beißt sich immer wieder in den Schwanz.
Sind die Berichte vom Tod und der Auferweckung Jesu gefälscht? Das läßt sich sehr leicht behaupten, und in den vergangenen Zeiten konnte auch niemand diese gegensätzlichen Behauptungen überprüfen. Wir leben aber im 21ten Jahrhundert. Wir reden miteinander. Wir wollen voneinander lernen. Aber auf welcher Basis reden wir miteinander? Gibt es in der islamischen Welt eine "Urform" der Bibel? Soweit ich weiß, ist das nicht der Fall. Also haben wir doch nur die "gefälschte" christliche Bibel. Wie kann aber ein Muslim daraus zitieren, wenn er doch glauben muß, daß diese gefälscht ist? Aus welchen Quellen schöpft sich also das Wissen der Muslime über Jesus Christus?
Und, die Gretchenfrage an die Muslime:
Der Koran ist das unverfälschte Wort Gottes, und kann nicht gefälscht sein, weil es den Menschen nicht möglich ist, das Wort Gottes zu verändern.
Die Bibel war einmal unbestritten das unverfälschte Wort Gottes. Wenn dieses nun von den Christen geändert werden konnte, denn es ist ja angeblich geändert, wieso kann dann der Koran nicht geändert sein?
Und ich meine jetzt nicht die offizielle Version, die wissenschaftlich überhaupt nicht belegbar ist, sondern ich stelle diese Frage an das Herz jedes Muslimen: Das, was die Muslime für ihre heilige Schrift beanspruchen, sollten sie das nicht auch auf die vorhergehenden heiligen Schriften anwenden? Wenn dieses Prinzip für eine heilige Schrift gilt, dann muß es für alle heiligen Schriften gelten. Oder es gilt überhaupt nicht. Wer Jesus als den Gesalbten Gottes bezeichnet, der muß auch die Schrift anerkennen, die über diesen Gesalbten Gottes berichtet. Und wenn er diese Schrift als heilige Schrift anerkennt, dann muß er sie genauso heilig sehen wie den Koran. Denn sie war es einmal gewesen. Also im Prinzip durch Menschen nicht veränderbar.
Was ist nun die Begründung der Muslime, daß von diesem Prinzip überhaupt abgewichen werden konnte?
Wissen Muslime überhaupt, was in der Bibel steht? Wissen Muslime überhaupt, daß die Grundlage des christlichen Glaubens Jesu Tod und seine Auferweckung durch Gott am dritten Tag ist?
Mit einem Halbwissen über Jesus kann man mit diesen Widersprüchen zurechtkommen, man nimmt sie gar nicht wahr.
Aber das Wort von Paulus steht in der Bibel:
1Kor 15,17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist,
dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden,
18 und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren.
19 Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben,
sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen.
Was in aller Welt soll ich von einem Islam halten, der Jesus anerkennt, aber den Kern der Erlösung bestreitet? Wer Jesus anerkennt, der muß auch die Auferweckung anerkennen, da ein christlicher Glaube erst durch diese Tatsache die Wahrheit bekam, durch Gott selbst bezeugt. Denn hier hilft keine menschliche Macht, sei sie auch noch so groß.
Ich habe jetzt nicht über die Göttlichkeit Jesu gesprochen, ich habe nur die Tatsache der Auferweckung als Grundlage der Erlösung angeführt. Ohne Auferweckung wäre unser Glaube sinnlos, denn morgen sind wir tot. Ohne Auferweckung wäre unsere Hoffnung nichts als ein Trug, von Menschen selbst ausgedacht. Die Auferweckung ist das Siegel Gottes für die Wahrheit, die Jesus Christus verkündet hat. Ohne die Auferweckung sind seine Worte nichts als fromme Weisheiten.
Trug.
Ja, meine muslimischen Freunde, das mutet ihr einem Christen zu, wenn ihr die Auferstehung als Irrlehre bezeichnet. Ihr sprecht ihm die Grundlage seines Glaubens ab.
Wenn aber Christus auferweckt wurde, dann irrt der Koran.
Es kann eine Verständigung zwischen den Religionen nur geben, wenn der Islam den Schritt wagt, daß der Koran nicht das unmittelbare Wort Gottes sein kann, und wenn das Christentum von diesem in unseliger Weise personifizierten Gottesbild Abstand nimmt.
Das ist im Augenblick meine Sicht der Dinge.
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@positiv
Also der Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde der TU-München, hat mir mal gesagt , dass die Evolutionstheorie eigentlich sogar biblisch verankert ist. Gerade eben mit dem symbolischen Ausdruck der Erschaffung in mehreren Stufen (symbolisch 6-7 Tagen).
Er selber als katholischer Pfarrer versteht es nicht, warum so viele Menschen den Kreationismus lehren. Es sei ohnehin ein Unwissen und Religion und Wissenschaft sind deswegen auch nicht widersprüchlich. So sprach er
Ich denke, dass es da verschiedene Meinungen gibt. Auch gibt es einige Muslime, die in vielen Versen des Korans die Evolutionstheorie sehen.
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Nun macht halt nicht so ein Aufleben...
Was heißt Moslem?
Darauf gibt es zwei Antworten:
1. Ein Muslim ist ist jemand der sich Gott hingibt (arab. muslim = "sich (Gott) hingeben").
2. a) Ein Muslim ist ein Mitglied des Islams. Islam ist die Hingabe an Gott (arab. islám = "Hingabe (an Gott)".
2. b) Ein Muslim ist ein Mitglied der sozialen Gruppierung Islam. Unterwirft sich also, je nach Richtung, dem Koran und den weiteren Gesetzen.
Auf Jesus trifft 1. und 2. a) zu, jedoch nicht 2. b).
Liebe Grüße, Tobias
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@Rahiym
Richtig, ist sie auch....
Nur will davon der Papst und die tradidionelle Christenheit kaum etwas von hören..
Was sagst Du nu?
Gruß!
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