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Jesus doch ein Moslem?












Schönen guten Abend!

Liebe/lieber Galater, ich habe mich bemüht, dir meine "Erkenntnisse" zur Propaganda religiöser Aussagen zu erläutern. Beim Absenden erschien plötzlich: Seite kann nicht angezeigt werden. Und alles ist dahin.

Hier nur ganz kurz: Ich stütze mich auf diverse Veröffentlichungen. Ebenso bei der Erkenntnis der heutigen Psychologie, dass die Propheten eigentlich Medien waren, die vielfach ihren eigenen "Saft" redeten. Die Erkenntnis von medialen und mystischen Aussagen sei geprägt von der Zeit, den Ansichten, der Bildung, der Kenntnis, der Reflexion und dem Einflusswillen des einzelnen Mediums bzw. Mystikers.

So ist es nicht immer ratsam, alles für bare Münze zu nehmen. Das heißt nicht, alles ablehnen, sondern alles auf das Wertvolle hin filtern.

Wertvoll ist, was den Geist vertieft, gut vor allem für die Mitmenschen ist. Liebe Grüße - reinwiel
Hallo reinwiel,

und wie kommst du zu dem Schluß, daß das für mich etwas grundlegend Neues ist?

Und weshalb sollte diese Schwachheit unsere Aussagen abwerten?
Sind es nicht die vermeintlich "Starken", die keinen Zugang zu Gott haben?

Ist es nicht die irdische Stärke, die uns von Gott trennt? Mk 10,17-25
Ist es nicht das Bewußtsein unserer Schwachheit, die uns öffnet? Lk 22,54-62 Phil 2,5-8 2Kor 12,5-10

Hat nicht auch schon ein Irenäus ganz offensichtlich "Politik" getrieben?
Haben nicht Mose und Aaron ganz offensichtlich Politik getrieben?
Auch die Richter haben ihr persönliches Süppchen gekocht.
Von David und Salomon ganz zu schweigen.
Und die Propheten ließen sich einspannen, zumindest die meisten.

Die Geschichte des AT ist doch die Geschichte von Intrige, Mord, Totschlag und selbstsüchtigem Handeln, und immer begründbar mit "Gott". Geschrieben von denen, die Recht behielten. Von den Mächtigen. Von den Profiteuren dieses Systems. Ein Volk, welches Angst vor Gott hat, rebelliert nicht gegen diejenigen, die von Gott eingesetzt sind.

Dieses System wurde doch weitergepflegt.
- Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist - Das war der Anfang,
- Kaiser aus Gottes Gnaden - ........

Was ist mir neu?

Paulus redete oft von sich selbst. Öfter als die Theologen vermuten. Er hat seine eigenen Ängste und ungelösten Fragen in seinen Briefen behandelt. Er war nicht der Lehrer, der über allem stand, sondern er steckte mittendrin. Er hat aus der Mitte heraus geschrieben. Aus seiner eigenen Erkenntnis der eigenen Schwachheit, der eigenen Unwürdigkeit, der eigenen Erlösung durch Gott.
Wer, wenn nicht so ein Mensch, kann die treffenderen Worte finden?

Die Erkenntnisse der Psychologen in diesem Zusammenhang möchte ich nicht kommentieren. Die sollen sich um die Propheten in den psychiatrischen Kliniken kümmern. Da haben sie genug zu tun. Und wenn sie es schaffen, einen Menschen wieder gesund zu machen, dann sollen sie sich freuen, denn sie haben etwas sehr Seltenes vollbracht.
Hallo reinwiel!

Zitat:
Isa ist ehrlich bemüht, Klarheit zu schaffen. Doch sie argumentiert trotz größter Offenheit aus der Rechtschaffenheit des Koran. Obwohl nicht unrichtig, ist es nicht jedermanns Sache, einem stark geprägten Glauben mit seinen Aussagen zu folgen. Z.B.: Gott ist der EINIG EINZIGE - das gilt einseitig nur für den, der diesem Gefühl folgen kann. Für Menschen mit anderen Voraussetzungen muss bei Gottesvorstellungen eine gewaltige Spannbreite offen bleiben, die eine persönliche Auffassung und einen höchst perönlichen Zugang zu Gott erlaubt. Der "Einig Einzige" schränkt ein, leider.

Man muss oder sollte dabei offen lassen, dass man Gott z.B. sowohl transzendent als auch immanent erfahren kann, ebenso als eine persönliche Gestalt, in der alle Göttlichkeit zusammenfließt. Ich weiß, dass es bei tief mystischen Menschen eben zu all diesen höchst unterschiedlichen Gotteserfahrungen gekommen ist.


Ich möchte Dir dafür danken, dass Du meine Ehrlichen Bemühungen erkennen kannst. Ja ich argumentiere hier aus dem Heiligen Koran. Und ich denke, wenn ich schreibe der EINZIG IN SICH EINIGE- (Transzendenz), so heißt dies, das Er gleichzeitig Alles- (Immanenz) ist.
So kann man auch sagen es gibt nichts außer IHM. Es steht in der Heiligen Schrift auch geschrieben, das WIR (Gott) sind Dir näher ist als Dein Bulzschlag, welches schon sehr viel über die Immanenz aussagt. Weiter steht geschrieben, das es so viele Wege Zu IHM führen wie es Menschen gibt, welches eine höchstes maß an Pluralität des EINEN voraussetzt. Und im dritten steht im Heiligen Koran, das überall wo auch immer Du hinschaust in MEIN (Gottes) Antlitz blickst. Nun wenn das nicht eine, neben den unzähligen andern stellen im Koran gewaltige Spannbreite für den Zugang zu dem EINEN bietet. Auch soll der Gläubige an alle SEINE Offenbarungen glauben, welches die Torah und das Evangelium ist. Nun wenn ich als Ermahnung und Pflicht dazu aufgerufen bin, setze ich mich selbstverständlich dann auch mit SEINEN Offenbarungen und Propheten auseinander. Und schon allein daraus gibt es schon für mich im Glauben an den Einen unzählige Zugänge zu IHM. Dazu kommt dann noch des Leben selbst, in dem man nicht nur Reflektieren kann, sondern IHN Tag täglich erlebt. Wenn man die Schriften, in das eigene Herz aufgenommen hat, dann braucht man sie im eigentlichen nicht mehr, weil man dann im glauben EINS ist mit dem Leben und der Liebe, welches wiederum der EINE ist.

LG Isa
Hallo Leer!

Du schreibst:
Zitat:
Der Glaube an das Gute im Menschen, kann sogar recht wichtig sein, der Glaube daran, dass der Mensch eine Würde besitzt.


Ich möchte mich hier nur mal auf die Würde des Menschen beziehen. Ich tuhe dies einfach mal aus dem Koran, die Bibel lass ich hier mal außen vor, da das den Rahmen des Beitrags sprängen würde.

Ehre und Würde .. sogar den Gebeinen!
Menschenwürde im Islam

“Es war ein langer mühsamer Weg, den die Menschheit hinter sich bringen mußte, bis sie zu der Formulierung der Menschenrechte gelangte. Ein Weg voller Leiden und Qualen vor allem für die Schwächsten der Schwachen in jeder Gesellschaft, deren Würde durch die Jahrhunderte hinweg von den Mächtigsten mit Füßen getreten und deren elementaren Rechte mißachtet und verleugnet wurden. Einen weiteren langen Weg hat die Menschheit noch vor sich, bis sie diese Formulierungen in die Tat umsetzt und den Ehrenkodex zu gelebter Normalität umwandelt.

Dabei hätte die Menschheit diese Erkenntnis leichter erreichen können, gab ihr doch ihr Schöpfer die dafür nötige Rechtleitung direkt zu Anfang mit auf den Weg!

Den langen Weg der Umsetzung vor sich kann sie verkürzen und sich viel Leid und Qual ersparen, wenn sie ihrer Vernunft und den Weisungen ihres Schöpfers und ihrer Offenbarungsreligionen folgen würde.


Mit Ehre und Würde vollendete Gott Sein Werk an den ersten Menschen und ließ Ehre und Würde unter seinen Nachkommen als unantastbar gelten. Er zeichnete die Menschen im Vergleich zu dem Rest Seiner Schöpfung durch die Vernunft und den Verstand aus, mit dem sie eben diese Würde gegenseitig respektieren und schützen sollten.
»Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen, Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen einiges von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir geschaffen haben eindeutig bevorzugt.« (Koran 17/70)

Die erste und folgenschwerste Verfehlung des Menschen war jedoch die Verletzung der Würde des anderen, die Mißachtung des Rechts des eignen Bruders, das Vergießen seines Blutes.

Die unheilvolle Entwicklung nahm ihren Lauf.


Auch wenn die Ermordung eines Menschen nicht die gesamte Menschheit vernichtet, so gilt bei Gott und bei den vernünftigen Menschen die Verletzung dieses Prinzips als prinzipielle Vernichtung der gesamten Menschheit.
»Aus diesem Grund haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben, wenn einer jemanden tötet, jedoch nicht wegen eines Mordes, oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es, als hätte er alle Menschen getötet. Und wenn ihn jemand am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhalten hätte.« (5/32)

Auch die Verletzung der Ehre und Würde eines einzigen Menschen gilt demnach prinzipiell als Entwürdigung und Entehrung der gesamten Menschheit.


Der Islam betrachtet den Grundsatz der Menschenwürde als eine allgemeingültige Verpflichtung und als einen wichtigen Teil des Glaubens. Der Koran begrenzt dieses Prinzip nicht auf die Muslime, sondern spricht allgemein von den Kindern Adams, denen Gott Ehre und Würde erwiesen hat.

Im Islam zählt die Würde des Menschen mehr als jedes Heiligtum auf Erden. Abdullah Ibnu ‘Umar, ein Gefährte des Propheten, erblickte die Ka’ba, das Zentrum des Gebetes und des Glaubens für die Muslime, und sagte: »Bei Allah, du bist würdig und du bis ehrenvoll. Und bei Allah, der Mensch ist noch würdevoller und ehrenvoller als du.«


Der Respekt dieser Würde geht über die von Menschen geschaffenen Grenzen der Abstammung und Rasse, der Hautfarbe und Sprache, der Völker und Nationen hinaus.
»O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch.« (49/13)

Diese Regel bekräftigte der Prophet Muhammad in seiner Predigt bei der Pilgerfahrt in Mekka mit den Worten:
»Weder wird der Araber vor dem Nichtaraber, noch der Weiße vor dem Schwarzen bevorzugt, es sei denn durch seine Tat.«

Die Würde des Menschen soll unabhängig von seinem Geschlecht gewahrt werden, denn »Die Frauen sind Zwillingsgeschwister der Männer« wie es in einem Spruch des Propheten heißt. Sie soll auch unabhängig von der Religion eines jeden geschützt und respektiert werden, geht der Islam von der Freiheit des Glaubens und der freien Religionsausübung aus. »Euch eure Religion und mir meine Religion.« (109/6)


Der allgemeine Schutz des Lebens, der in der Rede des Propheten bei seiner Pilgerfahrt ausdrücklich mit den Worten erwähnt wurde:
»O ihr Menschen, euer Vermögen, eure Ehre und euer Leben ist unter euch so heilig wie dieser Tag und dieser Monat und dieser Ort.«, wird im Koran als Merkmal der Gläubigen bezeichnet:
»Und die, die neben Gott keine andere Gottheit anrufen und den Menschen nicht töten, den Gott für unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung und die keine Unzucht begehen.« (25/68 )


Das Recht auf Leben gilt in der islamischen Gesellschaft für jeden Menschen, wie die Praxis im Khalifat von Medina, Damaskus und Bagdad zeigte. Nach der Hanafitischen Rechtsschule, die im Osmanischen Reich Jahrhunderte das geltende Gesetz darstellte, galt bei der Tötung eines Nichtmuslims die gleiche Strafe, wie bei der Tötung eines Muslims. Gleiches gilt für das Vermögen und den Besitz von Nichtmuslimen.


Die Wahrung der Würde der Verstorbenen wurde zu einer gesellschaftlichen Pflicht im Islam erhoben. Friedhöfe gelten für immer als ”Wakf” d.h. Stiftung ewiger gemeinnütziger Natur, die nicht zweckentfremdet werden darf.

Dieser Schutz der Würde des einzelnen nach seinem Ableben hat auch seine verpflichtende Gültigkeit in Bezug auf Nichtmuslime. So lautet es in dem Werk ”Al-Bahr Al-Raík”:
»Auch die Gebeine der toten Nichtmuslime müssen geachtet werden wie die Gebeine der Muslime. Man darf sie nicht entweihen. Denn wenn der zu gewährende Schutz der Nichtmuslime uns verbietet, sie schlecht zu behandeln, so ist es ebenfalls unsere Pflicht, nach ihrem Ableben ihre Gebeine zu schützen.«


Das oben genannte Verbot der Antastung der Ehre anderer erweitert sich im Islam zum Schutz der persönlichen häuslichen Sphäre:
»O ihr, die ihr glaubt, betretet nicht Häuser, die nicht eure eigenen Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht habt...« (24/27) und verbietet gleichzeitig jede Verletzung des Ansehens und Rufes der anderen:
»O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen. Manche Mutmaßung ist Sünde. Spioniert nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander.« (49/12)

Dieser Schutz der Ehre und Rufes erstreckt sich auch auf Schutz der Ehre von Nichtmuslimen und drückt sich im Verbot jeder Antastung ihres Rufes und Verletzung ihrer Ehre aus. So heißt es im Hanafitischen Rechtswerk ”Ad-Durr Al-Mukhtar”:
»Die Verleumdung ist verboten, ob es sich um einen Muslim oder um einen Nichtmuslim handelt.«


In unserer heutigen Zeit muß der Umgang mit der Würde der schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft als Indiz für das Humane und Zivile in der jeweiligen Gesellschaft gelten. Das Humane liegt nicht nur darin, Notleidenden und Bedürftigen zu helfen, es liegt besonders darin, dies auf eine menschlich würdige Weise zu tun. Arm sein darf nicht ehren- und würdelos bedeuten. »Freundliche Worte und Vergebung sind besser als Almosen, dem Beleidigungen nachfolgen...«
»O die ihr glaubt, macht nicht eure Almosen durch Vorhaltungen und Beleidigungen zunichte.«
(2/263 und 264)


In diesem Zusammenhang ist auf die Würde der Alten, Kranken und Behinderten hinzuweisen, die im Gewirr der individualistischen Konsumgesellschaft sehr oft mißachtet wird.

”Menschen würdig pflegen!” lautete deshalb die Aktion des Caritas-Verbandes, die auf diese Schieflage in der Gesellschaft aufmerksam machen will.

Diese Gruppen verdienen unsere volle Unterstützung und unseren vollen Schutz. Sie sind aber leider nicht die einzigen in unserer heutigen Gesellschaft, denen wir mehr an menschenwürdige Behandlung und menschlichen Umgang schuldig geblieben sind.

Die Rückbesinnung auf unsere Religionen und die Hochschätzung der eigenen Würde können uns mit Sicherheit zu größerem Respekt vor der Würde der anderen verpflichten.“(vgl. Dr. Nadeem Elyas)

Die Werte auf die sich der Deutsche Staat z.B. im Grundgesetz bezieht, sind nicht von Ihm produziert worden. Dies werte Kommen aus dem Religiösen. Und jede Religion hat die Werte der Menschenwürde in seinem Kern als Botschaft.

LG Isa
Hallo Galater!

Zitat:
Das was du über das Wesen Gottes schreibst ist sehr eindrucksvoll. Aber glaubst du wirklich, daß Gott gezwungen war, Kompromisse zu machen?
Galubst du wirklich, daß dieser ewige einzige Gott sich von irgendwelchen armseligen Menschlein zu Kompromissen zwingen ließ?

Das hinterfrage ich auf diese Weiße nicht. Die Antwort bleibt bei IHM. Aber warum musste ER dann Jesus Christus Opfern? Ist das nicht ein Kompromis an die kleinen Menschen?

Zitat:
Zitat:
Du negierst Deine Eigene Geschichte und somit Jesus Christus selbst.
Weist Du überhaupt wie fatal Fundamentalistisch Deine Aussagen sind. Du spaltest die Gläubigen der alten Bünde und neuen Bünde. Isa

Ich hatte geschrieben: Paulus war sich bewußt, daß es unversöhnlichen Haß zwischen den Menschen, den Anhängern des neuen Weges und den konservativen Juden gegeben hätte, ...
Vielleicht ist die Welt heute weiter als zu der damaligen Zeit.
Hoffe ich zumindest. Hoffen ist ja erlaubt. Galater


Das war nicht meine Aussage. Ich sagte indem Du dem Heilsweg seine Entwicklungsgeschichte absprichst und somit die Basis des Heranreifens des Geistes im Menschen in der Beziehung Mensch-Gott-Gott-Mensch,bis zu Jesus Christus, der es dem Schöpfer erst möglich machte sich durch ihn als Liebe zu offenbaren, negierst Du die Liebe als GOTTES GEIST in Jesus Christus und somit im Menschen.

Zitat:
Selbstverständlich bin ich das nicht, genausowenig wie Paulus einer war.

Ich denke Paulus war ein Eiferer. Das zeigte sich schon als er mit Inbrunst die Christen verfolgte und ausrotten wollte. Und wer sich in dieser einseitigen Form auf Paulus bezieht, wirft bei mir bedenkliche Fragen auf.
Aber ich nehme Deine Antwort in Deiner Wahrhaftigkeit, Deines Gottgegebnen Wesens an und glaube Dir das Du kein Eiferer also Radikaler bist.

LG Isa
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