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Jesus doch ein Moslem?












Hallo Isa,


Ich sitze jetzt schon 10 Minuten hier, und ringe um die passenden Worte. Also schreib ich jetzt los, wie es mir in den Sinn kommt.
Mir wurde warm ums Herz. So miteinander zu reden macht Hoffnung. Das ist der Weg des Friedens.
Ich freue mich.

Wie du sagst, ist niemand verdammt, der Jesus nicht kennt.
Paulus beschreibt im Römerbrief 2,14-16 genau diese Situation, die du angesprochen hast.
14 Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
15 Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich -
16 an jenem Tag, an dem Gott, wie ich es in meinem Evangelium verkündige, das, was im Menschen verborgen ist, durch Jesus Christus richten wird.

Die Definition des Gesetzes, das ins Herz geschrieben ist steht im
Röm 13,10 Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.
Welch wunderbare frohe Botschaft für die ganze Welt.

Ich richte nicht über Gott.

Röm 1,25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

Über den richte ich, wenn überhaupt, denn auch das steht mir nicht zu.
Über diesen sagt Jesus:
Joh 8,44 ... Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.

Es würde dir viele Schmerzen ersparen, wenn du diesen Gedanken zulassen könntest.

lg Galater
Zitat:
Ich richte nicht über Gott.


Zitat:
Über den richte ich, wenn überhaupt, denn auch das steht mir nicht zu.


Warum kommt man auf den Gedanken Gott zu richten - Weil es da etwas nach menschlichen Maßstäben zu richten gibt. Wer sagt, man solle nicht richten - Gott (wenn auch indirekt)

Wer sagt, dass Gott die Wahrheit sagt? Wer sagt, dass es nur ihn gibt und das er der Gute ist?
@_Leer_

Dem möchte ich vollinhaltlich zustimmen -- mit der zusätzlichen Bemerkung, dass "Gott" ein ebensolches Gummiwort ist wie "Liebe", also alle mögliche Bedeutungen haben kann. Da Juden, Christen und Muslime sich einen persönlichen Gott, eine Art Super-Überwesen, vorstellen, bekommen sie auf der Stelle allerhand Probleme im Umgang damit -- und viel Gezänk untereinander.

Die Juden haben die längste Erfahrung mit so einem Gott, und sie wenigstens argumentieren auch schon mal mit ihm.

Die Pantheisten haben es da besser:

Zitat:
Pantheismus (griechisch pan = „alles, ganz“; theós = „Gott“) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche“ in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (Allgottglaube). Somit vertritt der Pantheismus die Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott ist.

Anhänger des Pantheismus glauben an keinen persönlichen oder personifizierten Gott; sie sehen die ganze Welt vom Makro- bis zum Mikrokosmos als „göttlich“ an. Ein Vertreter des Pantheismus war Baruch Spinoza, der seine Sicht auf die Formel Substanz = Gott = Natur (Deus sive natura, „Gott oder die Natur“) reduzierte. Auch viele Erscheinungsformen des Atheismus sind eigentlich pantheistisch, da das gottlose Weltbild mit religiösen Gehalten versehen wird.
(Wikipedia)

Jesus hat sich seinem Gott völlig unterworfen und war daher, arabisch gesagt, ein Muslim.

Und hier sehen wir wieder einmal, wie gefährlich es ist, wenn jemand seine Begriffe ungenau definiert. Wenn "Muslim" eine Bezeichnung für einen Mohammedaner ist, dann sollten wir die Muslime bei uns natürlich, wie früher, ausschließlich als "Mohammedaner" und den "Islam" als "Mohammedanismus" bezeichnen. Denn die Mohammedaner sind dann nicht die einzigen Muslime, wie ja in diesem Strang schon mal jemand klargestellt hat.

Also liebe Mohammedaner: Nicht ärgern, Ihr seid von lauter Muslimen umgeben, und auch Christen- und Judentum sind reinster Islam, sofern nach Bibel und Thora etc. wirklich gelebt. Aber eben nicht eure Variante des Islam. Und das sollte man nicht so eng sehen.

In Anlehnung an den ersten Absatz des Johannesevangeliums möchte ich feststellen: "Im Anfang allen Gezänks war das Wort".

Ach, es ist schon ein Kreuz mit diesen personifizierten Gottheiten!
@_Leer_

Ich habe mich darauf eingelassen, daß die Bibel Wahrheit enthält. Natürlich sagt Gott nicht: Du sollst nicht richten. Wie sollte das auch möglich sein. Gott handelt. Gott spricht nicht mit einer für das Ohr hörbaren Stimme. Ich halte alle diesbezüglichen Berichte für fromme Märchen. Die letztendlich nur etwas besonderes ausdrücken wollen, die eine besondere Situation hervorheben wollen.
Gott wirkt in Menschen, die sich vorbehaltlos auf ihn einlassen.

Röm 14,10 Wie kannst also du deinen Bruder richten? Und du, wie kannst du deinen Bruder verachten? Wir werden doch alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen.
Das schreibt Paulus zum Thema "richten".
Ich nehme das als Wahrheit an.

Jesus sagt:
Joh 4,24 Gott ist Geist
Joh 3,34 Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.

Es ist also immer zuerst einmal das Wort eines Menschen, das ich höre. Wenn dieser Mensch aber von Gott gesandt ist, - ich sage ausdrücklich "wenn", dann kann ich davon ausgehen, daß es Gottes Worte sind. Und auf dieses Wagnis habe ich mich eingelassen. Es könnte sich ja alles als eine große Illusion herausstellen.
In meinem Herzen aber weiß ich, daß es Gott gibt. Er hat es mir auf vielfältige wunderbare Art und Weise gezeigt.

@Fipps

in dieser Diskussion waren wir gearde dabei gewesen, das Gemeinsame zu betrachten. Dein Beitrag trennt jedoch, da er schon wieder menschliche Schlagworte in den Raum wirft. Diese Polarisierung ist es doch, was überwunden werden muß.
Selbst das banale Wort Pantheismus ist trennend. Weil es einen Unterschied impliziert, der oft nicht gegeben ist. So hat Spinoza aus den Briefen des Paulus zitiert. Um zu belegen! Also sah Spinoza in Paulus einen "Pantheisten"? Was er durchaus auch war. Aber Paulus war Christ.
Wieso soll ein Christ nicht Pantheist sein können?
Weil es die Definition des Wortes nicht hergibt?
Wird unser Leben von Wiki definiert?

Ich bin jetzt wieder in eine Form des "Gezänks" zurückgefallen.
Aber vielleicht hattest du die vorhergehenden Beiträge nicht ganz aufmerksam gelesen. Denn nach meiner Auffassung war es gerade nicht das weit verbreitete "Gezänk", das wir hier betrieben haben.
Sondern wir warem auf dem Weg gewesen, gearde das Gegenteil zu tun.

Und da würde ich gerne weitermachen.
Danke.
@galater 319

Stimmt, mir sind diese Texte mit ihren langen Zitaten und verweisen oft etwas zu mühsam.
An anderer Stelle hatte ich schon ausgeführt, dass es bei Juden, Christen und Moslems immer auch die Gruppen gibt, die Gott nicht personifiziert sehen.

Nein trennen möchte ich eigentlich nicht, wenn mir aber doch eine Äußerung unterläuft, die so ein Element enthält, dann kann ich nur um Nachsicht bitten. Ich ärgere mich halt manchmal über sturen Dogmatismus, und dann passiert es mir selber, wo es vielleicht gerade nicht angebracht ist. Und zum Schluss geht es mir so wie vielen Menschen: Ich möchte meinen Senf halt auch noch dazu geben.

Zum Pantheismus: Er postuliert eine nichtpersonifizierte Gottheit. Das scheint mir ein wichtiger Punkt zu sein. Ich würde allen Christen, Juden und Muslimen wünschen, auch Pantheisten zu sein, soweit das möglich ist.
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