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Bernhard, da hast du aber wieder weit ausgeholt köstlich - ja , es stimmt, daß man Paulus auf jeder Seite im Internet anders beschreibt, wahrscheinlich so, wie man ihn sieht oder sehen möchte.
Was die Reinkarnationslehre betrifft, da suche Dir die aus, die ernsthaft angelegt ist, nicht solche, die nur auf Show aus sind. Ein sehr ernst zu nehmender Autor ist Dr. Phil. A. Gosztonyi, schon im hohen Alter und mit Jahrzehnte langen Erfahrungen. Habe ihn einmal kurz kennen gelernt. Kein Draufgänger, kein sich in die Öffentlichkeit besonders hervorhebender Mensch - schlicht und einfach - seine Arbeit ist ihm wichtig und er möchte den Menschen seine Erfahrungen mitteilen. Mehr nicht. Wenn es um die Reinkarnationstheorie geht, dann darf man auch die indische Weisheit von den Seelen nicht vergessen - und was inkarniert überhaupt - welcher Teil der Seele - ich glaube auch, daß Paulus das wußte , aber in seiner Zeit eher verschlüsselt anbrachte, so daß man es nicht gleich sehen kann - denn als Intellektueller dürfte er auch die Schriften vieler Philosophen gelesen haben. Ebenso dürfte er im Wissen um die Mythologie Bescheid gewußt haben - das sind alles Faktoren, die wir außer acht lassen. Übrigens - als Person sind wir nur einmal da - das wird oft verwechselt,daß wir als Person noch mal kommen - das ist ein entscheidender Irrtum. Es ist die unsterbliche Seele, die sich wieder - nach einer Schulung in der anderen Welt - zur Inkarnation bereit stellt, selbst, wenn sie schon vorher weiß, daß sie und wie sie kommt und geht. Es gibt da ein so schönes Gedicht darüber.
http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/mensch.htm
Mir selbst kommt vieles entgegen, was aus der Theosophie kommt.
Aber da sich auch innerhalb dieser Geisteswissenschaft mehrere Richtungen entwickelt haben und diese mit den Klassikern nicht mehr so sehr konform gehen, kann ich allen Aussagen nicht mehr zustimmen. Aber das ist sicher auch das Leben - es fordert immer wieder Neues - und eines baut auf dem anderen auf.
Die 2000 Jahre des Christentums waren sicher prägend, aber die Welt bestand und besteht ja nicht nur aus diesen 2000 Jahren - sie hatte vorher schon Jahrtausende auf dem Buckel und wird es auch weiter haben - und wieder wird Neues entstehen und gerade das Wassermann-Zeitalter mit seinem verstärkten Bezug zur Technik - da wird Jesus allmählich einer unter vielen sein. Alle alten Heiligen Bücher werden genau untersucht werden und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft - was nicht mehr wichtig ist, wird verworfen oder erst einmal wieder zurück gestellt - die Zeit eilt vorwärts - die Tierarten sterben aus und die Natur wird zugunsten kalten Betons zerstört und wenn wir so weiter machen, wenn wir alles einebnen, wird es uns schaden - das Steinbockzeitalter wird uns wie die Gemsen von Berg zu Berg eilen lassen - - alles dreht sich weiter - und hier spiele ich mal die Zeitalter der Veden ein - alles verhält sich wie die Sinus -Kurven - oder waren es die Cosinus - Kurven - lang ist es her - die Schulzeit - was man so alles vergißt - mein Prüfthema der 10. war das Wurzelgesetz - also zum Abschluß noch mal Paulus - ich denke, er hat viel gewußt und es war für seine Zeit noch nicht reif, wie es auch bei Leonardo da Vinci war - der baut auch vieles, wofür seine Zeit noch nicht reif genug war, es überhaupt umsetzen zu können - Visionäre hat es schon immer gegeben.
http://www.google.de/search?hl=de&a.....isches+Denken&spell=1
Hier gibt es auch ein paar Seiten, wo es um Paulus ging.
Das nur für heute.
Gruß Gabriele
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Hallo Gabriele,
| Zitat: |
| Die 2000 Jahre des Christentums waren sicher prägend, aber die Welt bestand und besteht ja nicht nur aus diesen 2000 Jahren - sie hatte vorher schon Jahrtausende auf dem Buckel und wird es auch weiter haben - |
Einst war die Geschichtsschreibung eine universale.
Sie erklärte den Menschen alle Fragen.
- Woher kommen wir,
- wohin gehen wir,
- was ist der Sinn usw.
Diese Geschichtsschreibung baute auf den Kenntnissen der damaligen Zeit auf.
Sie verarbeitete auch die Geschehnisse der damaligen Zeit.
Daraus bastelten die Menschen dann Religionen.
Das erklärt die vielen oft überraschenden Ähnlichkeiten, die als reine Zufälle schwer erklärbar sind.
Was ich meine: Dargestellt wurde ein Weltbild, in welches alle damaligen Erkenntnisse eingebettet waren.
In der Zwischenzeit aber sind unsere Erkenntnisse umfangreicher geworden. Die Religion aber meint, an den Feststellungen einer lange vergangenen Epoche festhalten zu müssen. Denn sie hat Angst, - das habe ich schon mal geschrieben -, denn sie hat Angst, sich aufzugeben, einen Damm niederzureissen, der dann alles hinwegfegen würde.
Arme Religion, wenn die Inhalte so auf Sand gebaut sind.
Das betrifft alle Religionen, die es nötig haben, ihre Schriften als "heilig" zu bezeichen.
| Zitat: |
| da wird Jesus allmählich einer unter vielen sein |
Mit Verlaub, das denke ich nun gerade nicht.
Bernhard
Beim nochmaligen Durchlesen ist mir aufgefallen, daß ich auf einige deiner Aussagen nicht eingegangen bin. Nicht weil ich nichts dazu zu sagen hätte, sondern weil ich dir dann eine Wahrheit entgegenschleudern müßte, die dich verstören könnte, und von der ich selbst nicht einmal sagen kann, daß es die Wahrheit ist. Ist "meine" Wahrheit "die" Wahrheit?
Und, oft ist es nur ein unnützes Geplänkel um Worte oder um unsere irdischen Vorstellungen.
Ich glaube nicht an Reinkarnation. Ich kann diesbezüglich der Argumentation von Irenäus zustimmen,der argumentiert, eine Läuterung durch Wiedergeburt mache nur dann Sinn, wen sich die Seele dieses Zustandes bewußt sei.
Aber bei allem Geplänkel hat das keine Auswirkungen auf mein Leben. Ob ich wiedergeboren werde oder ob ich in das Reich Gottes eingehen werde, das ändert nichts an meiner irdischen Sterblichkeit und an meiner irdischen Aufgabe, mein Leben auf Gott hin auszurichten.
Irenäus sagt auch über Paulus: Andere sagen, Paulus allein, dem das Geheimnis der Offenbarung anvertraut wurde, habe die Wahrheit erkannt.
Es war schon immer so, daß Paulus die Menschen in seinen Bann zog. Das ist absolut nicht neu, und schon Petrus bezeugt, daß Paulus oft schwer zu verstehen ist. 2Petr 3,16
Und das ist die Folge daraus, daß Paulus eben nicht alles klar und deutlich niederschrieb, sondern sich mit Andeutungen begnügte. Ich habe das an anderer Stelle schon ausführlich belegt.
So kann es auch geschehen, daß man Paulus den Glauben an die Reinkarnation zu unterstellen vermag.
Mir ist eine Frage gekommen.
Ist es ein Zufall, daß ich diesen Thread mit diesem Thema eröffnet habe?
Wollte ich damit Antworten für mich selbst?
Ist die Frage in Wirklichkeit:
Ist Galater ein Erleuchteter oder ein Besessener?
hm hm hm
Dieser Thread hat mir in dieser Frage schon weitergeholfen.
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Bernhard, ich habe noch mal schnell was für Dich, ehe ich weiter eile
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http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/szczesny_g.htm~main2
Die germanischen Völker haben den Schritt vom Mythos zur Naturphilosophie niemals machen können, da das, was ihre Vielgötterei ablöste, der Ein-Gott des Christentums war. Verhältnismäßig spät erst haben sie die antike Philosophie und auf diesem Umweg ihre eigene philosophische Art und Begabung wiederentdeckt. Auf diese gewaltsame Unterbrechung der eigenen geistigen Tradition dürfte das gestörte Verhältnis der westlichen und nördlichen europäischen Völker zu ihrer Vergangenheit zurückzuführen sein. Da das, was ihnen als eigene vorchristliche Vergangenheit erscheint, die barbarische Frühzeit ist, entwickelt jeder Philo-Germanismus immer die Tendenz zum bewußten Rückfall ins Barbarische, während jeder Anti-Germanismus ein Ressentiment ist, das auf der Identifizierung dieses Barbarischen der Frühzeit mit der germanischen Wesensart schlechthin beruht. Jene Entwicklungsphase, die der entspricht, in der die germanischen Völker vom Christentum zivilisiert werden, ist bei allen Völkern barbarisch. Eine der tiefsten und verborgensten Quellen des Anti-Christianismus der nördlichen Völker ist gewiß der Schock der gewaltsamen Konversion und das Gefühl, um die eigene Entwicklung betrogen worden zu sein. |
| Zitat: |
http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?t=3940
Die Schriften von Philon sind der eindeutige Beweis, dass es unmittelbar vor dem Entstehen der Evangelien einen Menschen gab, der auf den allegorischen Schriftsinn des Alten Testaments hinweisen wollte. Und kurze Zeit später entstanden die Evangelien,
- die selbst einen allegorischen Schriftsinn enthalten
- die permanent auf das Alte Testament Bezug nehmen („damit die Schrift erfüllt werde“)
- die von den frühen Theologen und Kirchenvätern mit den Ideen von Philon in Verbindung gebracht werden. |
Gabriele
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Gabriele, kein Wunder, daß du immer in Eile bist, wenn du auf so vielen Seiten herumeilst.
Die germanischen Völker haben ein normales Verhältnis zu ihrer Vergangenheit. Die Geschichte wird nun mal von den Siegern geschrieben. Jede Kultur hat auch ihre Schattenseiten, und mir sind die die mediterranen lieber.
Ich bin kein Germanentumablehner, aber auch kein Römerverdammer.
Denn die Christianisierung und der Kontakt mit der römischen Kultur waren nicht zeitgleich. Zumindest nicht in dem Teil Deutschlands, wo ich wohne. Insofern hat der vor dir zitierte Artikel da schon etwas verallgemeinert. Ha, ich komme aus dem Süden, und bei uns waren die Römer schon Jahrhunderte, bevor die Christianisierung begann.
Ätsch, ich habe kein germanisches Allerböseweltstrauma.
Der Name Philos ist mir nicht bekannt. Was er aber aussagt ist gerade dieser gefährliche, wenn auch nett anzuhörende Weg, das Christentum in der Kontinuität des Judentums einzuordnen. Damit läuft man in Gefahr, die alten Schläuche nicht wegzuwerfen, weil sie ja so wertvoll sind und man sich an sie gewöhnt hat, sondern auch noch den neuen Wein hineinzufüllen. Jesus hat gesagt, dann wird beides verderben.
Nicht einmal als Allegorie mag ich das AT sehen. Ein niedliches Wort, welches aber bedeutet, daß im AT Wahrheit in allegorischer Form stecken muß. Das tut es zweifelsohne. Wer aber findet die Lüge?
Paulus schreibt, daß er das, wofür er einst gelebt hatte, jetzt als Dreck ansieht. - Als Unrat. Als Müll. Phil 3,8
In den Evangelien wird in hohem Maße auf das AT Bezug genommen. Indes, die Briefe des Paulus sind älter. Paulus zitiert wesentlich seltener aus dem AT, da er ja der Meinung ist, daß die Lüge einen zu großen Einfluss hatte. So zitiert er hauptsächlich über Abraham und die Verheißung.
Es ist interessant zu sehen, welche Schriften zitieren und was sie zitieren.
Und zwar genau unter diesem Aspekt, daß Paulus gewußt haben könnte, daß JHWH ein Lügner war.
Bei den Briefen des Paulus ist das Bild eindeutig. Er zitiert nichts, was von JHWH stammen könnte.
Der Hebräerbrief, ehemals Paulus zugeschrieben, aber nachweislich nicht von ihm, ist eine Zitatenorgie.
Petrus bezieht sich oft auf das AT, er legt Wert auf die Kontinuität.
Wo Paulus mit der Verheißung Gottes an Abraham argumentiert, da schreibt Petrus vom auserwählten Volk, von der königlichen Priesterschaft usw.
Siehst du den Unterschied?
Oder erkenne nur ich etwas, was so gar nicht existiert?
Die Evangelien wieder zitieren mit unterschiedlicher Intention.
Lukas zitiert nur insofern, daß die Eingebundenheit Jesu in die jüdische Verheißung erkennbar ist. In dem Bereich der Lehre Jesu sind AT-Zitate absolute Mangelware.
Bei Matthäus hingegen wird durch Zitate die Eingebundenheit der Lehre Jesu in das AT demonstriert.
Dieser ganze Bereich wäre einmal eine Untersuchung wert. Und zwar unter dem Aspekt, aus welchen Büchern und welche Inhalte des AT von den einzelnen Verfassern zitiert werden.
Bernhard
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| Bernhard: Oder erkenne nur ich etwas, was so gar nicht existiert? |
Je mehr ich von Seite zu Seite eile,desto gelassener sehe ich alles. Es gibt so viele Schreiber, die eine Sache anders beschreiben und wie sollen sich die Menschen, die sicherlich nicht alle das nötige Grundwissen haben, sich da zurecht fitzen ? Fitzli-Fatzli der Alltag fordert die Menschen oder die anschwellende Not der Menschen im finanziellen Sinne - alles ist belastend - der Lärm der Sraßen, die Meldungen in den aktuellen Berichten und der tägliche Streß - und dann soll der Mensch sich noch mit schwierigen intellektuellen Fragen beschäftigen - die Familie fordert, die Freunde und Bekannten wollen dich nicht missen und der Tag hat nur 24 Stunden - Naja - vielleicht magst Du persönlich Paulus sehr und magst ihn nicht negativ sehen - wer weiß das schon ? Ich wünschte mir auch, daß ich es spirituell erfahren - sich die Personen, um die es geht, sich mir in meinen Träumen vorstellen, ich mit ihnen sprechen kann, dann wüßte ich die endgültige Wahrheit - aber damit wir uns ein bißchen den Kopf machen - da will Gott, daß wir es nicht wissen - sie sich uns nicht vorstellen, sondern wir sollen aller Wahrscheinlichkeit nach lernen, uns Wissen aneignen und weiter herum rätseln, wer nun etwas geschrieben hat und wie und ob es wirklich die Wahrheit ist, die endgültige Wahrheit. Und wer eben rätselt, der schult halt ein bißchen seine kleinen Gehirnzellen - auch was Gutes, was dabei heraus kommt oder kommen soll.
An manchen Tage suche ich und an manchen Tage ist mir alles egal - dann lebe ich einfach - es muß schon ein Reizthema sein, auf das ich aufspringe. Dabei lerne ich, indem ich suche und alle Seiten - ! wer kann die lesen !
Es vergeht so schon beim Suchen viel Zeit und man staunt, wer so alles im Internet schreibt.
Du hast wieder einmal wunderbar geschrieben und ich freue mich über Deinen Schreibstil, den ich sehr bewundere. Bei mir ist das wie mit dem Fotografieren - ich drücke los, wenn ich ein gutes Gefühl habe und ich schreibe flüssig, wenn ich voller Interesse bin - ansonsten kommt nicht viel dabei heraus und meistens lasse ich es dann, wenn ich merke, es werden unmögliche Sätze - Naja - und jetzt ist für heute Internet Zeit abgelaufen -
Gruß Gabriele
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