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| Diese 'Fehler' sind dadurch entstanden, dass es einen kleinen Wiederspruch gibt. Die Messias sollte nach jüdischem Glauben in Bethlehem geboren werden, Jesus sollte eben dieser Messias sein, wurde dort aber nicht geboren. Guck im Original-Faden nach, da stehen die Bibelzitate. Also musste man die Bibel so anpassen, als wäre er dort geboren worden - du nennst es Fälschung.
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Sakina für alle.
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Auf der Suche nach den Ursprüngen
Wie lange nun schon ziehen Bibelforscher aus, um nach den historischen Grundlagen des Christentums zu suchen. Aber statt handfester Details, die unsere Sicht über den Menschen Jesus aus Nazareth komplettieren könnten, finden sie nichts als jüdische Theosophie, apokalyptische Menschensohnphantasien, alexandrinische Logosphilosophie und immer wieder Gnosis, Gnosis, nichts als Gnosis. Statt endlich des ersehnten Porträts des historischen Predigers aus Nazareth ansichtig zu werden, werden uns "gnostische Phantasien" wie jene zugemutet, die wir in dem Judas-Evangelium finden, wo Jesus seinen Jüngern als kleines Kind erscheint (33.20f - ein bekanntes gnostisches Motiv: sog. Polymorphie des Erlösers). Da kann dem rationalistischen Bibelerklärer auch keine Deutung im Stile der jüngsten "Blitzeis-Exegese" helfen.
Vielleicht wäre es an der Zeit, endlich daraus lernen und sich die Frage zu stellen, worin unsere "Enttäuschung" denn eigentlich ihre Ursachen hat? Vielleicht meinen wir ja nur deswegen wieder einmal nichts Entscheidendes gefunden zu haben, weil unsere Erwartungen bezüglich des Aussehens des Fundes auf falschen Annahmen basierte? Vielleicht ist es ja so, daß wir nur deswegen das Gesuchte nicht finden und überhaupt niemals finden werden, weil es das gar nicht gibt. Oder positiv gewendet, vielleicht haben wir das Gesuchte - ohne es zu wissen - ja schon längst gefunden, weil jüdische Theosophie, hellenistische Mystik und Mysterien, Gnosis und Apokalyptik tatsächlich die einzige geschichtliche Grundlage für das neutestamentliche Jesus-Bild sind - und sonst nichts. Dann aber wäre es für die Kirchen und viele theologische Kollegen, die sich an den Ergebnissen der Radikalkritik bisher seltsam desinteressiert zeigten, an der Zeit, einmal prophylaktisch ihr Verhältnis zur christlichen Gnosis und Mystik zu überdenken, bevor sie in einigen Jahrzehnten feststellen müssen, daß in bezug auf das überlieferte Bild des Christentums kein Stein mehr auf dem andern steht und sie angesichts der Lücke, die der vorbildliche historische Sozialarbeiter aus Nazareth hinterlassen hat, nicht mehr wissen, was sie noch predigen sollen.
http://www.radikalkritik.de/Judas_Ev.htm |
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Eine Parallele: Marcions Apostel Paulus und die Zwölf
Zu dem ganzen Vorgang gibt es eine interessante Parallele: Marcion und dessen Apostel Paulus. Ebenso wie die gnostischen Judasanhänger besaß der 144 n.Chr. als "Ketzer" aus der Kirche ausgeschlossene Marcion und dessen Anhänger ihren Lieblingsjünger: den Apostel Paulus. Während die übrigen Urapostel, also die Zwölf (die hier wiederum synonym für die Überlieferungsbasis der katholischen Christen stehen), die von Christus mitgeteilte Botschaft nach Meinung Marcions nicht verstanden hatten und weiterhin (wie die 12 Apostel des Judas-Evangeliums) dem von Christus verworfenen Judengott dienten, galt ihnen Paulus als wahrer "Christusversteher" und somit als echter Jünger Jesu. Die in seinem Namen überlieferten Schriften waren mithin Garanten für die Reinheit und Authentizität der paulinisch-marcionitischen Verkündigung. Erst mit der allmählichen Katholisierung des Marcionitismus und der katholischen Bearbeitung der Paulusbriefe ist der ursprüngliche Gegensatz aufgeweicht und in die Synthese: "Zwölf Apostel und Paulus" überführt worden (Näheres in meinem "Gefälschten Paulus").
http://www.radikalkritik.de/Judas_Ev.htm |
@Sakon Vieleicht ist dir schon aufgefallen das die Bibelkritik nicht von Moslemischer Seite kommt.Denn so ernshafte Geschichts und Textanalyse ist nicht ihr Ding.Ich kann dir empfehlen auf radikalkritik.de mal in aller Ruhe ein paar Artikel durchzulesen und die verschiedenen Thesen, die sich durchaus auch wiedersprechen,mit deinem Verstand zu beurteilen
Mfffggg gnostik
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.......spielt auf die Kosmogonie der Gnosis an. Das regt zu einer Reflexion über die zentrale Rolle der Gnosis für die Konstitution des Christentums an. Dabei wird deutlich werden, wie viel Material fremder Religionen die Gnosis und mit ihr das Christentum aufgesogen hat. Es ist für uns ein verwirrendes Gefühl, uns vorzustellen, daß unsere innigstes Zentrum des Glaubens, die Erlösungslehre, sich mehr vedischem Erbe und dem Zoroastrismus verdankt als dem Wirken Jesu, der kein Hellenist war.
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Michael.Luetge/gnosis.htm |
Ich wollte auch mal zur allgemeinen Verwirrung beitragen.
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Sakina für alle
@galater319
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| Ich wollte auch mal zur allgemeinen Verwirrung beitragen |
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Michael.Luetge/gnosis.htm
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| In Wort und Tat implantiert die Kirche die Vision des grandiosen Imperators mundi.(408) Daß er sich kreuzigen ließ und dann weiterlebt, unverwüstlich ist, macht ihn zum Supergott, nicht zum Menschen. |
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| Psychoanalytisch ist Gnosis paranoide Dissoziation des Ichs von der feindlichen Welt. Sie ist in sich so geschlossen wie das Wahnsystem Schizophrener. Paranoia wird ja selten vererbt. Was also hat die Leute motiviert, ein System für plausibel zu halten, was die Welt als böse Feindmacht beschreibt? Es muß psychischen Bedürfnisse befriedigt haben, die Welt als Finsternis zu fürchten: Verortung des Bösen außerhalb des Ichs. |
Ich kann dem nur zustimmen.Deswegen ist es m.E. wichtig zu wissen was Gnostik ist und wo sie sich weiterentwickelt hatt.
Zum Glück sind die Texte aus Nag Hammadi aufgetaucht und veröffentlicht.
http://wwwuser.gwdg.de/~rzellwe/nhs/nhs.html
Das erleichtert die Kenntnis der Zusammenhänge.
mffffgggg gnostik
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Hallo gnostik,
ich gestehe, daß der Begriff "Gnosis" für mich immer noch einige Unklarheiten beinhaltet. Sogar viele Unklarheiten.
Wenn ich mir die Wiki-Definition ansehe, stehen diese Aussagen schon in einem Widerspruch zu anderen Quellen. Was ist nun wahre Gnosis?
Da wir uns hier über Paulus unterhalten, ist es nicht verwunderlich, daß wir bei der Gnostik gelandet sind. Denn die "Gnostiker" haben in den Briefen des Paulus viele gnostische Elemente erkannt.
War Paulus im Kern "Gnostiker"?
Nach meiner Meinung war er es nicht. Man kann das Motiv des Demiurgen erkennen. Und das Motiv des guten und höchsten Gottes.
Diesen guten und höchsten Gott verkündet Paulus.
Den "Demiurgen" aber bezeichnet Paulus als "Mensch".
Es gibt keine Stelle in den Paulusbriefen, aus denen eine "Göttlichkeit" des Demiurgen hergeleitet werden kann.
Das sind nur subjektive Interpretationen des Lesenden.
Der Lesende weiß, daß Paulus über JHWH schreibt.
Und er weiß, daß JHWH Gott ist.
Folglich schreibt Paulus letzten Endes über zwei Götter.
Der eine ist im Grunde böse, also JHWH der Demiurg.
Der andere ist der gnädige Gott, der im unerreichbaren Lichte wohnt.
Wenn nun beweisbar ist, daß Paulus JHWH nicht als Gott sieht, ist eine gnostische Vereinnahmung des Paulus unmöglich.
Und im letzen Schluß ist die Gnostik dann auch nicht mehr notwendig.
Weil es den "bösen" materiellen Gott nie gegeben hat.
Röm 1,25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers.
Wenn man bereit ist, den Gedanken zuzulassen, daß Paulus hier JHWH als Lügner bezeichnet, dann erschließen sich die Briefe des Paulus auf eine vollkommen neue Art und Weise. Und auch die Frage der Verfälschung der Paulusbriefe erscheint in völlig neuem Licht, weil auf einmal bisher verborgene Zusammenhänge erkennbar werden, die sich in ihrem logischen Aufbau nicht an Marcions Korrekturen halten. Marcion hat Dinge herausgenommen, aber er hat nicht erkannt, daß er Zusammenänge auseinanderriss. Und ein Korrektor, der einen Zusammenhang herstellt, den er gar nicht kennt, der müßte schon die direkte Eingebung Gottes gehabt haben.
Ich möchte es an einem bildhaften Beispiel erläutern.
Da gibt es irgendwo eine "Schatzkarte". Die ist aber zerrissen gewesen, und wieder zusammengesetzt worden. Die Leute haben gestritten, ob es die originale Schatzkarte sei, oder ob da vielleicht nicht doch nachträglich etwas gefälscht sei. Weil sie den entsprechenden Schatz nicht finden konnten.
Jetz kommt einer, und interpretiert diese Schatzkarte ganz neu.
Und findet den Schatz.
Bingo!
Schau dir zuletzt mein Avatar-Bild an. wenn man etwas daran ändern würde, ohne den Inhalt erkannt zu haben, dann würde unweigerlich der Inhalt verfälscht. Es ist so wie mit der Schatzkarte. Mein Avatar-Bild zeigt lediglich 10 Delphine. Hattest du sie gesehen? Wenn du an dem Bild etwas "verbessert" hättest, um etwas zu verdeutlichen, hättest du den wahren Inhalt verändert. Auf einmal wären da nicht mehr nur 10 Delphine, sondern andere undefinierbare Dinge gewesen. Deine "Verbesserungen" eben. Die offensichtlich dargestellten Figuren wären klarer herausgekommen, aber der wahre Inhalt, die Delphine, wären verändert.
Und wenn du die Delphine erkannt hast, sind auf einmal viele Fragen geklärt, was die manchmal seltsame Darstellung der "Personen" betrifft.
Alles erscheint in neuem Licht.
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