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@Leer,
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Hitler sah sich selber als Christen, genauer als Katholik, und als Vollstecker des göttlichen Willens oder als Teil einer göttlichen Vorsehung. Er hatte was gegen Paulus, der sei Bolschewik gewesen, aber Jesus war für ihn der Heiland, dessen Ermordung durch die Juden es zu rächen galt. |
Junger Mann,
es kann niemand das Gegenteil beweisen. Insofern ist diese Behauptung unwiderlegbar.
Aber, ich hätte Bedenken, solche Aussagen hier einzubringen.
Bernhard
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Unwiderlegbar wären sie nicht, es gibt Notizen aus seinen Tischgesprächen, in denen er sich negativ äußert - die hat soviel ich weiß jemand vom Personal notiert. Der Ausspruch über Paulus stammt aus eben jenen.
Aber kann gerne noch mal die Auszügen aus einer Rede und der Aussage eines Historikers zitieren, die ich schonmal zitiert habe:
| Zitat: |
n seinem Buch Adolf Hitler schreibt John Toland über Hitlers religiöse Einstellung zur Zeit der »Endlösung«:
Obschon er die kirchliche Hierarchie verabscheute, war er doch ein guter römischer Katholik und wusste, dass die Kirche die Juden als Mörder Christi betrachtete. Er konnte also ohne Gewissensbisse die Massenmorde an den Juden anordnen, war er doch weiter nichts als die rächende Hand Gottes, vorausgesetzt, die Morde wurden nicht grausam, sondern gleichsam unpersönlich aus geführt.
Hitler 1922 in einer bemerkenswerten Rede, in der er mehrmals betonte, er sei Christ:
Mein christliches Gefühl weist mich hin auf meinen Herrn und Heiland als Kämpfer. [ ... ] Es weist mich hin auf den Mann, der einst einsam, nur von wenigen Anhängern umgeben, diese Juden erkannte und zum Kampf gegen sie aufrief, und der, wahrhaftiger Gott, nicht der Größte war als Dulder, sondern der Größte als Streiter: In grenzenloser Liebe lese ich als Christ und Mensch die Stelle durch, die uns verkündet, wie der Herr sich endlich aufraffte und zur Peitsche griff, um die Wucherer, das Nattern- und Otterngezücht, hinauszutreiben aus dem Tempel: [ ... ] Seinen ungeheueren Kampf aber für die Welt, gegen das jüdische Gift, den erkenne ich heute, nach zweitausend Jahren, in tiefster Ergriffenheit am gewaltigsten an der Tatsache, daß er dafür am Kreuz verbluten mußte. [ ... ] Als Christ habe ich nicht die Verpflichtung, mir das Fell über die Ohren ziehen zu lassen, sondern habe die Verpflichtung, ein Streiter zu sein für die Wahrheit und für das Recht. [ ... ] Wenn aber irgendetwas mir Beweis ist für die Richtigkeit unseres HandeIns, dann ist es die täglich sich steigernde Not. Denn als Christ habe ich auch eine Verpflichtung meinem eigenen Volk gegenüber. |
Warum sollte ich Bedenken haben? Klar, es ist eine Rede und Politiker versprechen und erzählen viel in Reden, aber es ist ein weit verbreitetet Argument gegen Atheisten : "Hitler und Stalin waren doch Atheisten" - Hier ein wenig 'Munition' für eben jene
Obwohl mich eigentlich nur Sakons Aussage geradezu herausforderte (und amüsierte)
EDIT: Das erste Wort sollte nicht 'Widerlegbar' sein, sondern 'Unwiderlegbar'
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Ich denke, ich hab dich verstanden.
Vielleicht bin ich selbst noch nicht cool genug.
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| Hm... wie soll ich das nun verstehen?
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Daß ich allein das Posten der Behauptung, Hitler habe sich selbst für einen Christen gehalten, als Angriff gegen das Christentum sehe. Nicht als Angriff gegen meinen Glauben, sondern gegen die Gemeinschaft, als deren Teil ich mich sehe. Es gibt irgendwelchen Leuten wieder Munition, unqualifiziert über das Christentum abzulästern.
Aber, deine Feststellung mit dem Atheismus, und den selben unqualifizierten Angriffen, hat meine Augen geöffnet, und meinen Denkhorizont erweitert.
Danke
Bernhard
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