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Entstehung der Bibel













    Das Alte Testament
    Wie herausragende christliche Autoren schreiben, stand zu Anfang der Bibel eine
    volkstümliche Überlieferung der Israeliten, die sich nur auf das menschliche
    Gedächtnis stützte.
    Hinzu kamen Aussprüche der Propheten des Volkes Israel, die im Laufe der Zeit
    immer weiter fabelähnlichen Charakter annahmen. Erst viel später kam es - wie
    der bekannte französische Professor Edmond Jakob in seiner Studie beschreibt -
    zu der allmählichen Niederschrift dieser Sammlungen. Es kamen im Laufe der
    Jahrtausende die vielfältigsten Ereignisse des Volkes Israel hinzu, die von ihnen
    niedergeschrieben und mit den Aussagen der Propheten vermischt wurden, bis
    zuletzt eine objektive Unterscheidung nicht mehr möglich war. Dies ist
    zusammengefasst das Ergebnis vieler führender christlicher Theologen und
    Wissenschaftler, was das alte Testament anbelangt. Auch christliche Geistliche
    kommen zu diesem Ergebnis, wie folgender Schlusstext des 2. Vatikanischen
    Konzils (1962-1965) zeigt: „In Anbetracht der Situation der Menschheit, bevor
    Christus das Heil brachte, lassen die Bücher des Alten Testaments jeden
    erkennen, wer Gott ist und wer der Mensch ist, aber auch die Art, wie Gott in
    seiner Gerechtigkeit und seiner Barmherzigkeit mit den Menschen handelt.
    Wenngleich diese Bücher Unvollkommenes und Hinfälliges enthalten, sind sie
    doch Zeugnisse einer wahrhaft göttlichen Erziehungslehre.“
    Hier zeigt sich nun erstmalig der große Widerspruch in Bezug auf das alte
    Testament: Wenn ein Text „Unvollkommenes“ und „Hinfälliges“ enthält, wie kann
    er dann das heilige Wort Gottes sein, an das wir bedingungslos zu glauben haben
    und aus dem wir unsere Rechtleitung beziehen sollen, so z.B. unsere
    Informationen über Paradies und Hölle, über die Schöpfung, über die Propheten,
    die „zehn Gebote“ und andere elementare Teile eines Glaubens? Doch vielleicht
    sind die Kirchenmänner in ihrem Innersten doch von der vollkommenen
    Hinfälligkeit des Alten Testaments überzeugt, setzen sich sie doch mit
    unglaublicher Leichtfertigkeit über das klare Bilderverbot in den Zehn Geboten
    hinweg und schrecken sogar nicht davor zurück, selbst anstößige Bilder in ihren
    Kirchen und Kapellen aufzuhängen, bis sie sogar in unglaublicher Ignoranz
    „Bilder“ von Gott (!) anfertigen ließen! Diesen Tatbestand der Manipulation und
    Verfälschung der Bibel einschließlich des Alten Testamentes, versuchen
    apologetische Schriften extremer christlicher Gruppierungen, die blind die
    Unverfälschtheit der Bibel verkünden (obwohl dies den Aussagen ihrer eigenen
    Kirchenoberen widerspricht) mit langen Artikeln über vermeintliche Fehler
    anderer Religionen (wie dem Islam beispielsweise) zu vertuschen und sich somit
    getreu dem Sprichwort „Angriff ist die beste Verteidigung“ aus dieser Zwickmühle
    zu befreien. Wir werden noch sehen, dass diesen Apologeten auch nichts anderes
    mehr übrig bleibt, da angesichts der erschlagenden Probleme - Manipulationen
    und Verfälschungen der Bibel - eine überzeugende Verteidigung dieser Schrift
    nicht mehr möglich ist. Somit ist der blinde Angriff auf den Koran nur ein Zeichen
    der Schwäche und kann darüber hinaus nicht von Vorteil selbst für diese
    Apologeten sein.

    Das Neue Testament
    Das Neue Testament mit dem Evangelium nach „Matthäus“, nach „Markus“, nach
    „Lukas“ und nach „Johannes“ gilt im Gegensatz zum Alten Testament unter den
    Christen als glaubwürdiger und authentischer. Es enthält eine biographische
    Darstellung des Lebens von „Jesus Christus“, die je nach Autor unterschiedlich
    und damit widersprüchlich beschrieben wird. Jesus (a.s.) selbst hatte keinen
    Anteil an der Entstehung der Bibel, erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurden zum
    ersten Mal volksmündliche Überlieferungen schriftlich fixiert.
    Betrachtet man die Entstehung der Bibel, so drängen sich viele Fragen auf: Wer
    waren die Autoren der Bibel und in welchem Verhältnis standen sie zu Jesus
    (a.s.)? Waren sie Zeitgenossen seines Wirkens oder auf welche Quellen stützten
    sie sich bei der Anfertigung ihrer Schriften? Inwieweit entsprechen ihre Berichte
    der Wahrheit und inwieweit sind sie vertrauenswürdig?
    Wie die Autoren der Ökumenischen Bibelübersetzung (1971) erklären, entstand
    das Neue Testament zunächst als mündliche Überlieferung des Volkes, unter dem
    Einfluss der Predigt der Schüler Jesu (a.s.) sowie anderer Prediger. Inwieweit
    diesen Predigten Gerüchte und volkstümliche Erzählungen hinzugefügt wurden,
    ist nicht genau bekannt, doch weisen die oftmals phantasievollen Erzählungen
    und Mythen darauf hin, dass der Einfluss dieser unüberprüften Gerüchte groß
    war. Es kam danach zur Bewahrung dieses Stoffes, der sich schließlich in den
    Evangelien durch Predigt, Liturgie und Unterrichtung der Gläubigen wiederfindet.
    Die Evangelisten griffen dabei auf diese diversen schriftlichen Formen als auch
    auf Gegebenheiten der mündlichen Überlieferung zurück, um Texte zu schaffen,
    die „sich den verschiedenen Milieus anpassen, den Bedürfnissen der Kirchen
    entsprechen, Reflexionen über die Schrift ausdrücken, Irrtümer richtig stellen
    und gelegentlich auf die Argumente der Gegner antworten. So haben die
    Evangelisten gemäß der ihnen entsprechenden Perspektive das gesammelt und
    niedergeschrieben, was ihnen die mündlichen Überlieferungen gaben." Zu einem
    ähnlichen Ergebnis kommt auch Oscar Culman in seinem Buch „Das Neue
    Testament“. Er schreibt, dass die Evangelisten nur die „Wortführer der
    frühchristlichen Gemeinde waren, welche die mündliche Überlieferung festhielt.
    Dreißig oder vierzig Jahre existierte das Evangelium fast ausschließlich in
    mündlicher Form; die mündliche Tradition hat nur Worte und einzelne Berichte
    weitergeben. Die Evangelisten haben dann – jeder auf seine Art, entsprechend
    seiner Persönlichkeit und seiner jeweiligen theologischen Absicht – die Berichte
    und Worte verknüpft, die sie in der Überlieferung ihrer Umgebung fanden. Die
    Anordnung der Worte Jesu (a.s.), sowie die Aneinanderreihung der Berichte mit
    ziemlich vagen Verbindungsformeln wie „danach“, „sogleich“, etc., kurz: der
    „Rahmen“ der Synopse, ist also rein literarischer Art und entbehrt einer
    historischen Grundlage.“


    Geschichte der Entstehung des Neuen Testaments: Zeittafel (aus:
    www.bibel-online.net/geschichte.html):

    Umstände der Entstehung der Bibel
    Die frühesten Schriften des Neuen Testaments sind die Briefe des Apostels
    Paulus. Die Worte Jesu und die Erzählungen über sein Wirken wurden zunächst
    mündlich weitergegeben; erst als der zeitliche Abstand zu den Ereignissen
    wuchs, entstand das Bedürfnis nach schriftlicher Aufzeichnung. Auf diesem Weg
    sind die Evangelien entstanden. Fast alle neutestamentlichen Schriften wurden
    noch im 1. Jahrhundert n.Chr. verfasst. Damals wie auch später gab es daneben
    noch eine Vielzahl von Schriften, die im Titel vorgaben, Evangelien,
    Apostelgeschichten oder Jüngerbriefe zu sein, jedoch die Botschaft von Jesus
    Christus oder die Lehre der Apostel aus eigener Sicht wiedergaben. Deshalb
    musste die frühe Kirche eine Entscheidung fällen, welche Schriften als verbindlich
    galten. Dabei gab es, durch örtliche oder personelle Gegebenheiten bestimmt,
    Unterschiede in der Auswahl. Am Ende des 2. Jahrhunderts n.Chr. stand jedoch
    das Neue Testament im wesentlichen in seinem heutigen Umfang fest. Die
    Auseinandersetzungen der Folgezeit führten im 4. Jahrhundert zur endgültigen
    Festlegung eines "Kanons" (d.h. wörtlich "Richtschnur") von 27 Schriften, der
    seitdem in allen großen Kirchen Geltung hat. In den 27 Schriften des Neuen
    Testaments wird entfaltet, was Jesus Christus für den einzelnen Menschen und
    für das Heil der ganzen Welt bedeutet.
    Dieses Zitat aus einer christlichen Seite führt uns direkt in das Herz des Problems
    hinein – der Umstände der Entstehung der Bibel. Wie dieses Zitat richtig
    erwähnt, gab und gibt es viele Schriften, welche die Lehre Jesu (a.s.) und seiner
    Jünger „aus eigener Sicht“ wiedergeben. Doch danach geht der Text davon aus,
    dass die heute als verbindlich festgelegten Schriften als „authentisch“ gelten.
    Inwieweit dieser Anspruch der Wahrheit entspricht, wird sich auf den folgenden
    Seiten noch zeigen.

    Auf Wunsch folgt die Fortsetzung (die ist aber lang)
Du nimmst Islamische Quellen.

Zitat:
Jesus Christus“, die je nach Autor unterschiedlich
und damit widersprüchlich beschrieben wird. Jesus (a.s.) selbst hatte keinen
Anteil an der Entstehung der Bibel, erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurden zum


Das sieht man hier. Geht das auch mit neutralen Quellen? und was willst du damit andeuten, mit denen Themen, die du erstellst? die sind solang, die liest bestimmt keiner durch.
Hi Keno,

die 27 Schriften des EVAngeliums als Neues Testament - finden doch eine Verknüpfung als Richtschnur mit dem Alten Testament - und dem Heiligen Gral im Buch Genesis 2.7 als - LebensAtem GOTTES.

DU siehst trotz Jahrhunderte und mündlicher Überlieferung ist das Wort GOTTES wahrheits getreu überliefert worden.

Das EVAngelium verbindet uns mit den StammEltern des Paaradies - also Adam&Eva - der Namenstag ist am 24.12 - wo ja auch die Geburt JESU gefeiert wird!

Der Geist GOTTES ist doch Allmächtig - und unverfälscht!

biogral-micha&Team
Lieber Sakon,

zumindest das Jesus die Bibel nicht selbst geschrieben hat, das stimmt. Er wird in der Bibel von seinen Anhängern theologisch, nicht historisch, beschrieben. An vielen Stellen zitieren diese ihn auch. Die Bibel ist ein von Gott inspiriertes Buch und dieser lässt auch nicht zu das seine Wahrheit daraus nicht mehr erkennbar ist. Aber das direkte Wort Gottes ist sie nicht.


Liebe Grüße, Tobias
Hallo Tobias,

wieso nicht historisch?
Forum -> Judentum und Christentum


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