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Ja, in die Richtung geht es. Wäre eine Gnade Voraussetzung, so würde dies wiederum den freien Willen unterwandern und ihn letztendlich ad absurdum führen.
Eine solche Unterwanderung ist aber von den entstandenen "kirchlichen" Gemeinschaften bewußt herbei geführt worden, da sie zugleich als Werkzeug der Kontrolle und einer aus verschiedenen Interessen begründeten Wegweisung diente. Somit konnte macht über die Menschen erreicht werden, außerhalb jeglichen Glaubensanspruches.
Eltern würden zu einem Kind sagen: "Wenn du das und das machst und mir ein Küßchen dazu gibst, weil Du mich ja so gerne hast, dann bekommst Du das und das zur Belohnung".
Dieses Verhalten hat sicherlich nichts mehr mit der bedinnungslosen Liebe zu tun, die dieser Jesus gelehrt hat!
Gruß
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@galater
<i>Paulus sagt aber, daß Gott die Menschen nur und ausschließlich aus Gnade auserwählt hat.
</i>
richtig. Wenn Du die weitere Versaussage als Negierung siehst, gut. Für mich ist dies kein Problem. In diesem Falle würde ich auf jeden Fall in den Evangelien nachlesen, was Jesus selbst zu diesem Thema sagte. Man kann und sollte die Bibel immer mit sich selbst auslegen. Vieles erschließt sich erst dann in ganzer Größe.
Fazit: Paulus obige Aussage ist einzig richtig.
KEIN Werk taugt zur Gottseligkeit - allein aus Gottesgnade sind wir erlöst.
Warum ist dies so schwierig nachzuvollziehen?
Vielleicht weil aus menschlicher Sicht unglaublich?
Grüße
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Vielleicht, weil das Austeilen der Gnade wahllos erscheint (und auch ist). Es ist ja nicht die Rede davon, daß alle erlöst werden.
Also ist eigentlich egal was wir machen - Gott schmießt die Lottomaschine an und erlöst - oder auch nicht - ohne Ansehen des Lebens und der Taten und der Intention...
Und was daran ist NICHT unglaublich?
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@Aida
Wenn Paulus sagt, "aus Gnade, nicht mehr aufgrund von Werken" dann ist es eine Aussage, die eine Erlösung durch Werke grundsätzlich ausschließt.
Da gibt es nichts zu deuteln.
Selbst mit den größten theologischen Kunststückchen.
Wenn aber unmittelbar folgt: "wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk."
dann ist aus der vorhergehenden Aussage der Inhalt genommen.
Durch das "Wenn". Denn dies schließt die grundsätzliche Möglichkeit ein.
Somit haben wir jetzt ein wunderschönes theologisches Rätselspiel:
Man kann sich fragen, wie ist das mit Gnade, wie ist das mit Werken.
Und schon kann man die Erlösung zweiteilen.
In einen göttlichen Teil, die Gnade.
Und in einen menschlichen Teil, das Werk.
Und man kann behaupten. daß die Aufgabe des Menschen das Werk ist.
Und dann folgt Gott seiner Aufgabe mit der verheißenen Gnade.
Aber damit ist kaschiert, was Paulus wirklich gesagt hat.
Und wenn ich die Aussage eines Briefes verstecke und nicht mehr erkennbar mache, dann negiere ich sie.
Ich will sie nicht so drin stehen haben.
Das lese ich aus dieser nachträglichen Änderung.
das ist für mich ein typisches Beispiel, wie mit den Briefen des Paulus umgegangen wurde und noch wird.
Und es ist ein Beispiel dafür, daß das schon in allerfrühesten Zeiten begonnen hat.
Marcion war es aber mit Sicherheit nicht, den er hatte Röm 10,5 -11,32 vollständig verworfen.
Somit haben wir an dieser Stelle 3 Möglichkeiten.
Überhaupt keine Aussage -> Marcion
Einfache Aussage -> Paulus?
Gedoppelte Version -> ?
Tertullian beschreibt Gott in seinem Apologeticum folgendermaßen:
| Zitat: |
| daß ein einziger Gott sei, welcher alles erschaffen, welcher den Menschen aus Erde gebildet hat - er ist nämlich der wahre Prometheus, welcher für den Lauf der Welt die Ordnung festgestellt hat in der bestimmten Einteilung und dem Ausgang der Zeitalter -, sodann, welche Zeichen seiner erhabenen Richterwürde er gegeben habe durch Wasserfluten und Feuerflammen, was er als sittliche Ordnung, wodurch man sich sein Wohlgefallen gewinnen könne, festgesetzt, was er als Vergeltung für deren Nichtachtung und Übertretung und für ihre Beobachtung vorher bestimmt habe. |
http://www.unifr.ch/bkv/kapitel92-17.htm
Also schon bei Tertullian ist von Gnade nicht einmal mehr die Rede.
Wie gesagt, die Aussagen des Paulus wurden selbst von seinen Zeitgenossen nicht verstanden.
Daß dann der TR diesen Zusatz enthält, verwundert mich überhaupt nicht.
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@galater
<i>Wenn aber unmittelbar folgt: "wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk."
dann ist aus der vorhergehenden Aussage der Inhalt genommen.
Durch das "Wenn". Denn dies schließt die grundsätzliche Möglichkeit ein.
Somit haben wir jetzt ein wunderschönes theologisches Rätselspiel:
Man kann sich fragen, wie ist das mit Gnade, wie ist das mit Werken.
Und schon kann man die Erlösung zweiteilen.
In einen göttlichen Teil, die Gnade.
Und in einen menschlichen Teil, das Werk.
Und man kann behaupten. daß die Aufgabe des Menschen das Werk ist.
Und dann folgt Gott seiner Aufgabe mit der verheißenen Gnade.
</i>
Nein, das sehe ich nicht so. Jesus sagt eindeutig, dass wir nicht durch Werke errettet sind, sondern nur durch Gnade.
Der Ausspruch "wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk."ist für mich nicht widersprüchlich, denn das Werk kann ja nicht mit Gnade gleichgestellt werden.
Der Glaube ist allerdings ebenso Gottes Werk (Johannes 6,29), und alle Werke, die ich im Glauben und als Antwort auf Gottes Liebe vollbringe, sind ebenfalls Gottes Werk (Epheser 2,10; Philipper 2,12f). Ich lebe mein Glaubensleben in jenem Handeln, das Gott vorbereitet hat und zu dem er mich befähigen wird. So ist letztlich alles Gnade (sola gratia): die Errettung ebenso wie die Auswirkung der Errettung in meinem Leben.
Grüße
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