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Es gibt eine Reihe wesentlicher Punkte, in denen sich der Islam ganz deutlich
vom Christentum unterscheidet. So wird beispielsweise im Islam die Institution
der Priesterschaft energisch abgelehnt. Es wird immer wieder betont, dass der
Mensch keines Mittels bedarf, um zu Gott zu beten und Ihn um Hilfe zu bitten.
Im Koran heißt es: Gott ist dem Menschen "näher als seine Halsschlagader"
(Sure 50:16), und "Wo immer ihr euch hinwendet, da ist Gottes Angesicht" (Sure
2:115) oder an anderer Stelle: "Und Er (Gott) ist mit euch, wo immer ihr sein
möget." (Sure 57:4). Zur Verrichtung des Gebets ist auch kein geweihter Platz
notwendig. Der Prophet hat einmal gesagt: "Die ganze Erde ist zu einer Moschee
für uns gemacht." Wird das Gebet gemeinschaftlich verrichtet, so kann jeder, der
richtig zu beten versteht, der Vorbeter oder Imâm sein, ohne dadurch eine
besondere Stellung einzunehmen.
Wir Muslims glauben an Jesus Christus als einen der hervorragendsten aus der
langen Kette der Propheten Gottes, und wir ehren und achten Maria, die Mutter
Christi, doch schreiben wir beiden keinerlei göttliche Eigenschaften zu. Es wäre
undenkbar und absolut unvereinbar mit dem strikten Monotheismus im Islam,
wenn wir Jesus oder Maria anbeten oder ihnen irgendeine Mittlerrolle zuschreiben
würden.
Ebenso wendet sich der Islam entschieden gegen die Lehre von der Erbsünde
und vom Sühneopfer durch einen "Erlöser". Nach islamischer Auffassung kommt
der Mensch mit reiner Seele zur Welt. Nur wer sich einer üblen Tat voll bewusst
ist, wer wissentlich etwas nach göttlichen Maßstäben Böses tut, begeht eine
Sünde. Doch ist er danach von aufrichtiger Reue erfüllt und bittet Gott inständig
um Verzeihung, so darf er mit Seiner Gnade rechnen. Auch die Sünde, die Adam
begangen hatte, wurde ihm von Gott verziehen. Im Koran heißt es: "Doch
diejenigen, die bereuen und sich bessern und offen (die Wahrheit) bekennen, zu
denen kehre Ich Mich mit Verzeihen, denn Ich bin der Vergebende, der
Barmherzige." (Sure 2:160). Immer wieder weist uns der Koran auf diese
wundervollste der göttlichen Eigenschaften hin, in der alle anderen
eingeschlossen sind: "Und Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge." (Sure
7:156). Dies besagt, dass sie auch die Gesetze der Belohnung und Bestrafung
einschließt.
Wenn christliche Theologen behaupten, dem Islam fehle das Element der
göttlichen Liebe, Allah sei ein Gott der Rache und der Willkür, so beweisen sie
damit nur ihre eigene mangelnde Sachkenntnis. Im Koran finden wir den Vers:
"Und sucht eures Herrn Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein
Herr ist barmherzig, liebevoll" (Sure 11:90), oder: "Und Er ist der Verzeihende,
der Liebreiche." (Sure 85:14). Es würde den Rahmen sprengen, hier die ganze
Sure Ar-Rahmân (Sure 55, "Der Gnadenreiche") vorzutragen. Sie ist ein
lebendiger Beweis für die unendliche Güte Gottes, für Seine grenzenlose Liebe zu
Seinen Geschöpfen, mit der Er sie mit Seinen Wohltaten überhäuft. Lassen wir
hier noch eine Muslima der Frühzeit des Islams, Rabia al-Adawiyya, zu Wort
kommen, die sagte: "Oh mein Herr, wenn ich Dir diene aus Furcht vor der Hölle,
so verbrenne mich darin. Wenn ich Dir diene in der Hoffnung auf Dein Paradies,
so verbanne mich daraus. Aber wenn ich Dir diene aus Liebe zu Dir, so entziehe
mir nicht Deine ewige Schönheit." Eine Religion, die zu solcher Liebe zu
inspirieren vermag, kann selbst nicht hart oder lieblos sein.
Der Islam stellte und stellt noch heute eine permanente Revolution dar. Er
befreite den Menschengeist aus der Umklammerung hemmender Traditionen und
von den Fesseln des Aberglaubens. Er förderte freiheitliches Denken und
persönliche Urteilsbildung. Und er betonte stets die enge Verbindung zwischen
Gott und Mensch.
In der Geburtsstunde des Islams begann auch eine Revolution gegen
überkommene Engstirnigkeit und Intoleranz. So finden wir im Koran den Vers:
"Wahrlich, die Gläubigen (Muslime) und die Juden und die Christen und die
Sabäer - wer immer (unter diesen) wahrhaft an Gott glaubt und an den Jüngsten
Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und
keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern" (Sure 2:62) Oder:
"Es ist kein Zwang im Glauben." (Sure 2:256). Finden sich im Alten oder Neuen
Testament Verse, die dem Vergleich mit einem Konzept von derartiger
Weitherzigkeit standhalten können? Im Islam dagegen ist eine solche
Aufgeschlossenheit, eine so freiheitliche Einstellung der Gottesverehrung
gegenüber geradezu eine Selbstverständlichkeit, denn wir Muslime erkennen alle
Propheten Gottes an und verehren sie. Im Koran wird uns aufgetragen:
"Sprecht: Wir glauben an Allah und was uns offenbart worden ist, und was
Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seinen) Kindern offenbart wurde,
und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was (allen anderen) Propheten
von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen keinen Unterschied zwischen
ihnen; und Ihm ergeben wir uns." (Sure 2:136). Aus diesem Grunde ist es dem
Muslim auch durchaus gestattet, eine der christlichen oder jüdischen Religion
angehörenden Frau zu heiraten. Dabei wird ausdrücklich betont, dass der Frau
die Ausübung ihrer Religion völlig freigestellt bleiben muss und dass der Mann
kein Recht hat, sich in irgendeiner Form einzumischen. Was für ein krasser
Gegensatz zur christliche Einstellung diesen Dingen gegenüber. Von einem
gewissen Pastor Pfannschilling stammen die Worte: "Ich würde mir nur eine
evangelische Frau heiraten."
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Bei so viel selbstgefälliger Arroganz bekomme ich ja sogar als Nicht-Christ einen Lach-Koller
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hallo INRI
Unterschiede:
1. Institution der Priesterschaft
2. Trinität
3. Erbsünde
Mit freundlichen Grüßen
Keno
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| Zitat: |
| 1. Institution der Priesterschaft |
Ist ein Imam nicht irgendwas wie ein Priester?
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| Imam ist vollig was anderes imam ist ein vorbeter aber kein mittel wie ein priester. wir dürfen kein imam als mittel nehmen aber einen prister nimmt man als mittel. z.B wenn man seine sünden beischten geht.
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