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Muhammad (a.s.) wurde um das Jahr 570 n.Chr. in der Stadt Mekka in Arabien
als Mitglied des angesehenen Stammes der Quraisch geboren. Seine
Abstammung geht auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams, zurück. Die
Quraisch hatten in jener Zeit auf der Arabischen Halbinsel die einflussreichste
Position unter den Arabern inne, weil in Mekka das Heiligtum der Kaaba, das
Abraham mit seinem Sohn errichtet hatte, stand. In vorislamischer Zeit war die
Kaaba ein Wallfahrtsort für die damals mehrheitlich polytheistischen Araber.
Muhammads (a.s.) Vater starb schon vor dessen Geburt und seine Mutter, als er
sechs Jahre alt war. Er wurde, wie in jenen Tagen häufig, von einer Amme
aufgezogen, später dann von seinem Großvater und danach von seinem Onkel
aufgenommen. Sie waren Kaufleute und so wurde auch Muhammad (a.s.)
Kaufmann. Zwar besuchte er keine Schule, aber durch die praktische Ausbildung,
die mit zahlreichen Reisen verbunden war, erwarb er sich umfassende
Kenntnisse. Von seiner Jugend an war er als rechtschaffener Mensch bekannt,
was ihm unter seinen Landsleuten den Beinamen al-Amin (der
Vertrauenswürdige) einbrachte. Als er älter geworden war, arbeitete Muhammad
(a.s.) für eine reiche Kaufmannswitwe namens Khadidscha. Beeindruckt von
seinen Fähigkeiten, besonders auch von seinen Charaktereigenschaften und
seiner tadellosen Lebensführung, bot ihm Khadidscha die Ehe an. Sie war zu
diesem Zeitpunkt etwa vierzig Jahre alt und Muhammad (a.s.) fünfundzwanzig.
Sie heirateten und bekamen vier Töchter und zwei Söhne2, wovon einer kurz
nach der Geburt verstarb. Die Überlieferungen berichten, dass sie von da an eine
sehr glückliche Ehe führten.
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