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Über Mohammed, lasst unser Urteil gerecht sein












Warum? Lesen wird doch wohl hier jeder können, oder irre ich mich jetzt da?

Ich persönlich glaube, dass menschen immer mehr zu der erkenntnis kommen werden, dass institutioneller Glaube sich selber überholen wird. Es wird meines erachtens ein Relikt der Vergangenheit werden. Ob die vorhandenen oder zukünftig noch entstehenden Religionsgemeinschaften das in sich verstehen, sei dahin gestellt, aber die menschen wachen auf. Den Gegenpol, medienwirksam vertreten, sieht man am Zuwachs der Sekten!
Lieber positiv,

Zitat:
Habe Dich in diesem Posting so verstanden, dass Du Fipps Idee für unpraktikabel hälst.


Richtig.

Zitat:
Aber wenn ein Mensch aus solcher Synthese eine für sich praktikable Lebensauffassung zusammenbaut, die auch tatsächlich keinen Egoismus sondern die Liebe zum Mitmenschen, ja der Umwelt in sich trägt, finde ich das für den Menschen schon ok.


Die Frage ist nur ob das wirklich geht.

Zitat:
Lebe ja auch aus einem "Mischmasch" von Jesu und Buddhas Lehre. - Natürlich ist für viele Menschen eine solche Einstellung mit Loslösung von vertretenden Institutionen nicht so richtig vorstellbar. Teilweise wird es abgelehnt, weil das Institutionelle für die meisten Menschen offensichtlich einfach dazu gehört, weil so gelernt oder aus Tradition. - Aber das sehe ich nicht so eng!


Jaja, das typisch anarchistische Gedankengut, welches die Menschen in unserem wohlbehüteten Staat so von sich geben....

Ich frage mich nur was wäre, wenn wirklich eine Anarchie enstehen würde?

Zitat:
Die Freiheit sollte Freiheit bleiben, mit oder ohne einen (Schöpfer)-Gott.


Die Frage ist was Freiheit ist.



Liebe Gabriele,

zu früh gelacht.

Zumal man an der Neutralität deiner Quelle zweifeln könnte, geht es doch um etwas ganz anders. Du hast hier den Begriff "Allokation" gefunden, wie er in der Wirtschaftswissenschaft genutzt wird. Ob die Thesen um ihn nun richtig oder falsch sind, das will ich hier nicht näher anschneiden.

Ich meinte den Begriff Allokation wie er in der Politikwissenschaft benutzt wird. Er wurde eingeführt durch den Politikwissenschaftler David Easton, welcher sich besonders mit der Systemtheorie beschäftigte.

Seiner Thesen nach können sich politische System in der Welt, welche aus einem Wechsel aus Stabilität und Wandel besteht, nur behaupten und effektiv sein, wenn sie für die Gesellschaft eine Allokation von Werten vornehmen können und die Gesellschaft dann auch dazu bringen können diese Allokation oder am Besten die Werte selbst zumindest zu akzeptieren oder am besten anzunehmen. Wenn ein politisches System dies nicht schafft wird es ineffektiv und/oder wird scheitern.

Allokation heißt hier also mehr vermitteln als verteilen, hinzu kommt das die Werte ja nicht begrenzt sind, sondern ja als Ideen materiell gesehen ja nicht existieren und somit "unendlich" sind. Was jedoch ähnlich ist das es darum geht sie klug auszuwählen und zu verteilen.


Liebe Grüße, Tobias[/quote]
Hallo lieber Tobias!
Zitat:
Die Frage ist nur ob das wirklich geht.


Ja, warum denn nicht? Das mach doch gerade den freien Willen aus, zu entscheiden, was will ich. Ehrlich, mich nervt diese Schwarz-weiß Brille! Braucht der Mensch wirklich überall Verordnungen, oder hat er nicht doch soviel Hirn, auch selbst entscheiden zu können!

Und vielleicht werfe ich das auch insgeheim den Religionsgemeinschaften vor:
Die Aberkennung freien Denkens, bloß nicht, ja richtig, an Verhaltensmuster klemmen - aber damit klein gehalten, bloß nicht die nutzbare Freiheit auch ausnutzen, nämlich zum (wirklichen) Wohle der sozialen Umwelt. Welcher Kleingeist herrscht hier, Menschen in irgendeiner Form beherrschen oder kontrollieren zu wollen?

Ist das der Wink vom/zum Kleinkapitalismus, von diesem Kuchen etwas abzubekommen? Den Menschen bloß nicht "zu viel" Freiraum zu gewähren, er könnte sich ja "außer Kontrolle" entwickeln!

Dieses Phänomen haben bislang alle Religionsgesellschaften nach 3-4 Jahrhunderten ihres Entstehens in wundersamer Weise erfolgreich entwickelt.

Der Islam ist bestens dabei, sein eigenes Strickmuster zu entwickeln. Was die Bahai nach entsprechender Entwicklung machen, sei dahin gestellt. sie sind definit noch zu jung, da fehlt noch der Faktor der Bestandswahrung!

Aber diverse christl. und isl. Sekten, die diese Erfahrung hinter sich haben, zeigen doch die gleichen Muster auf. Was machen wir uns da vor?

Glaube - ade, Interessenwahrung - vor!

Gruß
Lieber positiv,

Zitat:
Ja, warum denn nicht? Das mach doch gerade den freien Willen aus, zu entscheiden, was will ich. Ehrlich, mich nervt diese Schwarz-weiß Brille! Braucht der Mensch wirklich überall Verordnungen, oder hat er nicht doch soviel Hirn, auch selbst entscheiden zu können!


Nein, der freie Wille macht aus sich Entscheiden zu können und dies zwischen Alternativen, da der Mensch nicht allwissend ist, hat er nämlich nie alle Optionen im Verstand.

Zitat:
Und vielleicht werfe ich das auch insgeheim den Religionsgemeinschaften vor:
Die Aberkennung freien Denkens, bloß nicht, ja richtig, an Verhaltensmuster klemmen - aber damit klein gehalten, bloß nicht die nutzbare Freiheit auch ausnutzen, nämlich zum (wirklichen) Wohle der sozialen Umwelt. Welcher Kleingeist herrscht hier, Menschen in irgendeiner Form beherrschen oder kontrollieren zu wollen?


Wenn der Mensch jede soziale Regel und jede Zurückhaltung aufgibt, dann ist er anscheinend nach deiner Definition frei. Du hoffst das er dann seine Freiheit zum Wohle ausnutzt, dabei gehst du jedoch gewaltig auf den Leim, diese Idee ist nämlich deiner Logik zufolge schon eine Einschränkung, sich Tugendhaft zu verhalten ist nämlich schon, nach deiner These, eine Einschränkung.

Zitat:
Ist das der Wink vom/zum Kleinkapitalismus, von diesem Kuchen etwas abzubekommen? Den Menschen bloß nicht "zu viel" Freiraum zu gewähren, er könnte sich ja "außer Kontrolle" entwickeln!


Hä? Du weißt das neoliberaler Kapitalismus gerade auf dem Abbau der deiner Meinung nach bösen Zwänge basiert? Dann kann sich nämlich die Effektivität der Unternehmungen so richtig entfalten.

Nur wie du siehst geht es der Gesellschaft dadurch nicht besser und nachweislich auch den Unternehmen nicht wirklich.

Zitat:
Dieses Phänomen haben bislang alle Religionsgesellschaften nach 3-4 Jahrhunderten ihres Entstehens in wundersamer Weise erfolgreich entwickelt.


Beweis?

Zitat:
Der Islam ist bestens dabei, sein eigenes Strickmuster zu entwickeln. Was die Bahai nach entsprechender Entwicklung machen, sei dahin gestellt. sie sind definit noch zu jung, da fehlt noch der Faktor der Bestandswahrung!


Die Bahá'í-Religion wird auch nicht viel älter als 1000 Jahre werden, dann kommt nämlich die nächste Offenbarung.

Zitat:
Aber diverse christl. und isl. Sekten, die diese Erfahrung hinter sich haben, zeigen doch die gleichen Muster auf. Was machen wir uns da vor?


Nun frage dich mal warum diese Sekten entstanden sind! Vielleicht weil die Werte der christlichen Religion nicht mehr erfolgreich allokationiert werden konnten?


Liebe Grüße, Tobias
Lieber Tobias, soweit ich die Begrifflichkeit "Allokation" bei google durchgeblättert habe, ist sie nicht direkt eingegrenzt und es obliegt der Interpretation des jeweiligen Benutzers, wie er sie definieren möchte.

Was positiv dort anführt - junge Religion - Entwicklung noch anstehend - hat was für sich.

Das Christentum in China z.B. ist zur Zeit in starkem Werden , innerhalb des Islam vollziehen sich Veränderungen, zumal man heute wieder wie folgt las:

Zitat:
Swat Tal
Rückkehr des Steinzeitislams

Wie einst in Afghanistan werden Buddha-Reliefs und Mädchenschulen gesprengt, CD-Verkäufer hingerichtet, die Frauen unter Burkas versteckt. Im Norden Pakistans haben die Taliban das Swat Tal übernommen. Pervez Musharrafs Truppen haben in dieser unregierbaren Region keine Chance. Von Nils Rosemann mehr...
www.stern.de


Zitat:
EXTREMISTEN IN PAKISTAN
Im Schattenreich der Scharia-Krieger

Aus dem Swat-Tal berichtet Matthias Gebauer

Es war Pakistans Touristen-Idyll - jetzt kontrolliert eine brutale Taliban-Truppe das malerische Swat-Tal. Der berüchtigte Kommandeur Fazlullah hat ein Scharia-Emirat installiert, Präsident Musharraf ließ ihn lange gewähren. Zu lange.
www.spiegel.de


und ob sich die Menschen in diesen Ländern solcher Art Behandlung ewig und immer gefallen lassen werden, bezweifle ich. Eines ist sicher: die Globalisierung führt dazu, daß auch die Menschen in den Ländern "erwachen", die in solchen Ländern geknechtet werden und immer mehr Menschen, die auf der Flucht vor desolaten Zuständen ihres Landes sind, werden zum ersten Mal ein "anderes" Leben kennen lernen und ihr bisher gelebtes Leben daran messen.

Und die Menschen lernen dazu und merken: Hallo, was war das - wie haben wir gelebt, wie leben diese Menschen hier - und sie werden sich besinnen.

Eine Welt im Aufbruch - es ist wieder eine Zeit der Völkerwanderung - sicherlich auch von Gott gewollt - damit wir mehr erfahren - damit wir vergleichen können - es gibt nie einen Stillstand - alles ist Bewegung.

In die Schweiz und nach Österreich kommen immer mehr Menschen aus Indien und China - Religionen fliegen so durch die Welt - werden immer bekannter - und allen Menschen nahe gebracht - Sekten folgen und andere religiöse oder was sich religiös nennt - Gruppen - es wird schon eine bunte Welt werden - wenn wir uns einmal in 1000 Jahren wieder begegnen, können wir uns darüber austauschen.

Es wird wohl nie nur eine einzige Religion geben, gab es gestern nicht und wird es auch in 1000 en von Jahren nicht geben - alles ist da - alles ist vorhanden - alles ist in Bewegung - aber das sagte ich ja schon

liebe Grüße
Gabriele
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