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Über Mohammed, lasst unser Urteil gerecht sein












@Tobias
Zitat:
Das ist leider wahr, deshalb sendet Gott ja auch neue Propheten.

Letzteres ist aber nur eine Annahme von Menschen, die es gerne so sehen...!
Zitat:
Woran leitest du dein Leben? An den noch viel fragwürdigerinnen Verhaltensweisen unserer Gesellschaft?

Natürlich habe ich mich sehr lang mehr oder weniger an den traditionellen christlichen Vorstellungen orientiert. Danach kamen die Vorstellungen verschiedener sonstiger spiritueller Richtungen bzw. Philosophien, immer gesprenkelt mit den Erfahrungen, die das Leben bietet. Heute ist mein Hauptmaßstab die persönliche Verantwortung für das Wohl von mir und meiner Umgebung sowie möglichst hohe persönliche Integrität. Komisch, ich merke doch, ob eine Handlung in Ordnung ist oder nicht -- offenbar das Kantsche moralische Gesetz in mir, oder so etwas.

Was die Prophetinnen angeht, so sind genießen die genannten Frauen zwar ein gewisses Ansehen, aber kann man sie als Prophetinnen bezeichnen?

Zitat:
... leidet das Kind immer mehr unter einer Scheidung.

Ich dachte an eine Gesellschaft, in der es weder eine festgerammelte Ehe noch eine Scheidung gibt. Etwa nach Art der vorchristlichen Polynesier, bei denen -- angeblich, denn so genau weiß ich das nicht -- sich jeder um die Kinder kümmert, und die Erwachsenen zeitweilig zusammenleben und sich auch wieder trennen können, wobei das Haus der Mutter ein eher vager Zentralpunkt für deren Kinder ist. Das sind natürlich erst einmal Luftgebilde und in unserer Art von Gesellschaft vorerst nur schwer zu verwirklichen. Andeutungsweise hatte oder hat man das auch in den israelischen Kibbuzim, wo die Kinder alle zusammen aufwachsen und die Bindung an die Eltern nicht gar so eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Es wären schon passable Modelle dieser Art vorstellbar, auch in unserer Gesellschaft.
Zitat:
Was die Prophetinnen angeht, so sind genießen die genannten Frauen zwar ein gewisses Ansehen, aber kann man sie als Prophetinnen bezeichnen?


Fatima gehört zu den 14 Unfehlbaren, ihre Aussagen gelten als göttlich inspiriert. Ihre Stellung im Islam ist etwa mit der eines Kirchenvaters im Christentum zu vergleichen, welche von Gott oder Jesus direkt inspiriert worden seien soll. Nur das eben ihre Unfehlbarkeit außer Frage steht. Sie ist zwar kein Prophet, aber nicht so weit davon ab.

Maria soll nach christlicher Ansicht Gott in diese Welt geboren haben. Sicher ist sie keine Prophetin, aber eben sehr verehrt.

Zum Thema Prophetinnen im Juden - und Christentum schaue einmal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Prophet#Weibliche_Propheten
s
Zitat:
Natürlich habe ich mich sehr lang mehr oder weniger an den traditionellen christlichen Vorstellungen orientiert. Danach kamen die Vorstellungen verschiedener sonstiger spiritueller Richtungen bzw. Philosophien, immer gesprenkelt mit den Erfahrungen, die das Leben bietet. Heute ist mein Hauptmaßstab die persönliche Verantwortung für das Wohl von mir und meiner Umgebung sowie möglichst hohe persönliche Integrität. Komisch, ich merke doch, ob eine Handlung in Ordnung ist oder nicht -- offenbar das Kantsche moralische Gesetz in mir, oder so etwas.


Mit anderen Worten du baust dir aus komplexen Systemen, wie Offenbarungen und Philosophien eine eigene Lebensweise zusammen, wie es dir gerade passt. Besteht da nicht die Gefahr, dass du dir nur das nimmst, was dir aus Bequemlichkeit passt? Desweiteren ist diese Methode, auf eine Gesamtgesellschaft bezogen, durchaus gefährlich. Ein wichtiger Teil einer Gesellschaft ist nämlich die gemeinsame Allokation von Werten.

Zitat:
Ich dachte an eine Gesellschaft, in der es weder eine festgerammelte Ehe noch eine Scheidung gibt. Etwa nach Art der vorchristlichen Polynesier, bei denen -- angeblich, denn so genau weiß ich das nicht -- sich jeder um die Kinder kümmert, und die Erwachsenen zeitweilig zusammenleben und sich auch wieder trennen können, wobei das Haus der Mutter ein eher vager Zentralpunkt für deren Kinder ist. Das sind natürlich erst einmal Luftgebilde und in unserer Art von Gesellschaft vorerst nur schwer zu verwirklichen. Andeutungsweise hatte oder hat man das auch in den israelischen Kibbuzim, wo die Kinder alle zusammen aufwachsen und die Bindung an die Eltern nicht gar so eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Es wären schon passable Modelle dieser Art vorstellbar, auch in unserer Gesellschaft.


Das ist, mehr oder weniger nicht praktikabel. Solch ein System mag vielleicht, auch daran zweifle ich, in kleinen Dorf oder Stammesgemeinschaften funktionieren. Sowie es die Gesellschaften Städte, Polis oder gar ganze Staaten hervorbringt bildet die Gesamtgemeinschaft keine direkt zusammenhängende Versorgungsgemeinschaft.

Das zwischen Mutter, Vater und Kind eine besondere Beziehung besteht, welche sich eben sowohl moralisch auf der ganzen Welt durchgesetzt hat, als auch evolutionär und biologisch nachvollziehbar ist, daran besteht, außer in einigen Sonderideologien kein Zweifel.

Dieses Modell ist weder passabel noch für unsere Gesellschaft geeignet.


Liebe Grüße, Tobias
Die Idee von Fipps ist doch gar nicht mal so schlecht, wenn auch kaum gesellschaftsmäßig praktikabel, zuviele andere Interessen stehen dagegen, aber so als Gedanke...!

Was steht dagegen, sich aus vielen Vorstellungen das Positive herausnehmen und praktizieren, wenn es einem selber und der Umwelt dienlich ist?

Warum in einem starren Muster verbleiben, wenn die Flxibilität Vorteile für das Allgemeinwesen in sich birgt?
Lieber positiv,

warum all diesen Dingen ist habe ich doch gerade eben dargestellt. Aber du kannst es auch gern wiederlegen.


Liebe Grüße, Tobias
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