Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

Eine Welt ohne Religion (2.Versuch)












Hallo Leer,

Zitat:
Zitat:
Die Definition von GOTT ist = der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen
Gott = hat keinen Ursprung, da es sonst nicht Gott sein könnte

@Leer
Das ist recht haben per Definition. Ich könnte genauso sagen Gott ist perfekt und zu Perfektion gehört Existenz und -bumm- haben wir einen Gott.


Nein, das ist Logik.
Es geht mir in diesem Punkt nicht um die Beweisbarkeit Gottes.
Hier geht es nicht darum OB Gott existiert, sondern „WENN Gott existiert, dann nur unter der oben gegebenen Definition“. Also kein „wischi-waschi-Gott“.
Ich erhebe kein Dogma.
Zitat:
@Leer
Du willst mir weiß machen, dass einfach so ohne Grund aus dem Nichts ein hochkomplexes Wesen entstanden ist ?


Am besten schiebst du einfach mal „deine Vor-stellungen“ von GOTT beiseite und bleibst bei der Logik.
Nochmals, die Definition von Gott ist, das Gott selbst keinen Ursprung hat – sonst könnte man nicht sagen Gott, sondern müsste sagen Schöpfung.
Die Veden unterscheiden zwischen Energieursprung Shaktiman (Gott) und Shakti (Energie/Materie) die von Gott ausgeht. Nach dieser Aussage hat jede Energie zwingend auch einen Energieursprung.
Als Vergleich wird die Sonne genommen. Den Sonnenplanet (Shaktiman) und die Lichtteilchen (Shakti) die von der Sonne ausgehen, beides zusammen ist die Sonne. Man kann beides voneinander nicht trennen, und doch sind sie verschieden (zwei Aspekte des Gleichen).
In diesem Sinne hat Energie immer auch einen Energieursprung.
So beginnt das Vedanta-sutra, das die ganze Thematik rein nur von der Ebene der Logik (Sanskrit Niyaya) angeht.
---> "wo shakti ist, da ist auch shaktiman", "wo Energie ist, da ist auch Energieursprung"
Beides ist eins, und doch verschieden voneinander.
Diese Sidhanta, Schlussfolgerung, wird acintya bedha-abedha tattva genannt, "das unbegreifliche eins und verschieden sein von Gott mit allem". Wir (Energieteilchen) sind verbunden ("qualitativ eins") mit Gott, dem Energieursprung = "wir sind göttlich, aber nicht Gott (quantitativ nicht gleich). Obwohl von Gott unendliche Energie ausgeht bleibt Gott unverändert, advaita.
Ich schreibe das Ganze um dir verständlich zu machen, das man den Energieursprung, Gott, nicht von Seiner Energie trennen kann.
(da oben ist der Gott und ich armer Sünder sitze hier unten) So einen "Gott" gibt es laut vedischer Aussage nicht.


Zitat:
Zitat:
Das Yoga-System der Veden kann in dem Sinne auch nicht als „Religion“ bezeichnet werden, da es DEN EINZELNEN zur Gotteserkenntnis führt (kein blinder Glaube, sondern aktives Handeln des Einzelnen, gemäß der vedischen Unterweisungen, ist gefragt)

@Leer
Ich habe letztens ein gutes Buch gelesen, vllt. kennst Du es: Autobiographie eines Yogi. Ich kann mich gut damit anfreunden, dass jedes Wort davon wahr ist, sogar, dass die Erleuchteten Gottesschau erreichen. Aber woher will man wissen, dass dies wirklich das Ende von Samsara ist und nicht nur ein weiterer Kreislauf, dass man wirklich den Schöpfer trifft und nicht nur irgendeinen Gott?


Sehr gute Frage. (das Buch kenne ich leider nicht)
Die Antwort ist; „das ist abhängig von deiner inneren Ehrlichkeit/Entschlossenheit“.
Sucht jemand die „absolute Wahrheit“, oder nur „seine eigene Versionsbestätigung“. = "hab doch schon immer gewusst das ich recht hatte" (das gilt sowohl für die Theisten als auch für die Atheisten)
Denn laut Veden gibt es unter den Führenden "Theisten" im Kali-yuga, dem heutigen Zeitalter, SEHR VIELE Atheisten, also Manipulatoren die nur unter dem Deckmantel der "Religiosität" agieren. Sie nützen die "Bequemlichkeit" des Einzelnen aus, um die Masse zu manipulieren.
Das einfache Prinzip lautet; "derjenige der Betrogen werden will (bewusst/unbewusst), wird auch einen Betrüger finden".

Zitat:
Zitat:
Ja, natürlich – die deduktive Methode gemäß Vedanta
.
@Leer
Das ist zwar eine wissenschaftliche Disziplin, Logik führt jedoch nicht zwangsläufig zur Wahrheit.

Ja richtig, Logik alleine nicht, ABER die Wahrheit kann auch nicht unlogisch sein. Selbsterkenntnis und später Gotteserkenntnis ist zu 80% gesunder Menschenverstand.
Die Veden erklären das Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis auf der Ebene von Logik, Philosophie und Offenbarung basiert.
Aus diesem Grund warnen die Veden auch vor blindem Glauben. 1.die Aussage der Veden, 2.die Erklärungen des Spirituellen Lehrers und 3.die Aussage der Heiligen (erfahrene Transzendentalisten) sollten sich nicht widersprechen. (3 Wissens-Quellen = eine Aussage aus verschiedenen Blickwinkeln, die sich nicht widersprechen)

Es gibt vier Arten die Veden zu verstehen:
pratyaksha = direkt
anumana = hypothetisch
aitihya = historisch
shabda = durch Klang

letztere ist die beste Methode ---> Shabda-brahman, transzendentale Klangschwingung. Denn die Veden erklären, das die Schöpfung durch Schwingung (Klang) entstand.

Gruss
@jivatma
mmm .. also bevor man sich da enorm über die Logik Gedanken macht, welche in deinem Fall mehr als Fraglich ist.... sollte man genau diese nutzen um zu der Frage zu gelangen "Welche Belege gibt es für Gott!" .... Es macht keinen sonderlich grossen Sinn sich über die mögliche Gestalt zu unterhalten wenn man abgesehen von der Existenz Gottes ... in alle Richtungen spekulieren kann und dies dann in der Beliebigkeit endet.

Es liegt an den Gläubigen Gott zu belegen ...und nicht andersherum.
@Zacharias:

Das wird dir nicht gefallen, aber 'Glauben' nennt sich die Chose, weil es dabei nicht ums belegen geht. Ums belegen geht es bei den Wissenschaftlern (sowie bei Brötchen und Volkshochschulkursen). Wenn du also einen Belag... äh... Beleg haben möchtest, solltest du dich an die wenden und nicht an die Gläubigen.

LG
@Lisken .... dann sollten die Gläubigen auch sich so verhalten, als täten sie an etwas glauben und nicht ständig behaupten sie würden die Wahrkeit kennen.

Dies wäre schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Spätestens wenn man sein Handeln von etwas geglaubten und wie du sagst nicht belegbaren Dingen abhängig macht, ist das die grösste Heuchelei immer nur zu sagen, wir glauben nur, wir müssen nichts belegen oder gar begründen.

So wie du sagst, muss es dann, wenn man das glauben Ernst nimmt, z.B. in der Kirche nicht mehr "Amen - So ist es" heissen sondern ... so könnte es sein!

Es sollte dann auch bei einem Glauben bleiben .....
Die Wahrheit... kennt keiner. Auch die belegten Brötchen nicht.
Und ein 'wir' gibt es schon gar nicht. Ich kann nur für mich sprechen. Und ich gehe gar nicht in die Kirche.

LG
Forum -> Gott

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32  Weiter
Ähnliche Themen
Eine kurze Einleitung zum Verrichten des Gebetes
Mal eine Frage zum Forum
Eine seltsame Beziehung
Religion - Gott - Ersatz für unerfüllte Wünsche?
Sind Autos für Christen eine gute Sache?
Ohne Gnade Gottes ...
Ist das mit der Baha'i Religion vereinbar?
Religion und Sexualität
Brauche Infos zur Bahai-Religion
Glaube ohne Zwang