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Eine Welt ohne Religion (2.Versuch)












@Martin
Zitat:
Positiv, was das mit dem Thema zu tun hat ist, dass vietor fragte, was sei, wenn viele Menschen ein Wunder (Paranormale Fähigkeit) sehen, die nicht zu widerlegen ist.


Fürchte, kann nicht mehr ganz folgen... - Hatte eigentlich angenommen, ich hätte ihn durchaus verstanden. Sehe ja nach PN weiter...

Bis morgen! - Liebe Grüße!
Dann lese einfach das ganze Thread nochmal durch.
Zitat:
Würde es das Phänomen Religion nicht geben, gäbe es unter den heutigen (einschl. den gestrigen) Erziehungsmuster eine Welle von Suizidgefärdungen, die vermutlich nicht zu bewältigen gäbe.


Wenn das stimmen würde, dann würden sich unglaubliche viele Atheisten umbringen - müsste man mal überprüfen. Durch Selbstmorde sind bisher eher Sekten aufgefallen und Selbstmordattentäter. Ich denke der Selbsterhaltungstrieb ist im Allgemeinen stark genug.

Zitat:
1. schon mehrfach erwähnt, dss bei sofortigen Verschwinden ein *Vakuum* entstehen würde


Religion würde nicht einfach verschwinden, sie würde ersetzt werden, wie sie es schon immer war - durch Wissen.

Um ein wirkliches Vakuum zu schaffen, müsste Religion einen Sinn haben, der über Selbstzweck hinaus geht und nicht ersetzt werden kann.
Ich habe mich gerade gefragt, was für einen Sinn Wissen hat, das über Selbstzweck hinausgeht. Wir haben jetzt bereits sehr viel Wissen. Wenden wir es an? Wir wissen, dass wir mit unserem Verhalten die natürlichen Ressourcen dieses Planeten mehr als ausschöpfen, sind wir bereit dieses Verhalten zu ändern?
Ja sicher, aber nur bis zu einem gewissen Grad...

Vielleicht gibt es da gar nichts zu wissen. Es gibt keinen Grund, warum wir hier sind (jedenfalls keinen guten) und es ist egal wohin wir gehen, denn letztendlich werden wir aussterben irgendwann wie die Dinosaurier und das wars. Woher wir kommen ist auch irrelevant, denn jetzt sind wir nunmal da.
Vielleicht werden wir uns eines Tages so weit entwickelt haben, dass wir selbst Universen erschaffen können und was wäre, wenn bewusstes Leben in einem dieser Universen entstünde - würde sich das auch irgendwann fragen, warum es entstand und wozu - ? Und wüssten wir eine Antwort darauf?

LG
@Leer:

Zitat:
Aussagen, wie "Gott schuf, wollte, erwartet, verlang, liebt, gibt, erhört......" von vornherein sinnlos sind, denn sie alle benötigen Zeit, in ihrer 3 dimensionale Form. Gott kann keinen Plan haben, denn dafür bräuchte er Zeit, wie wir sie erleben, ansonsten gibt es ja kein vorher und nachher. Wenn er diese Perspektive hat, kann er aber nicht der Schöpfer des Universum sein...


Das ist richtig. Mit dem Logos ist Gott aber nicht zu fassen, das ist so, als würde man einen Elefanten mit einer Mückenpatsche erschlagen wollen...
(Und ja, das ist eine sehr unbefriedigende 'Antwort' auf deinen berechtigten Einwand - um nicht zu sagen, es ist gar keine Antwort... aber beim Glauben geht es auch nicht um Antworten, um die geht es beim Wissen.)


Zitat:
bleibt immer noch die Frage woher kommt so ein komplexes Wesen wie Gott?


Uff. Wenn ich das mal wüsste... Er wurde von einem anderen Gott erschaffen, dem Gott der 5ten Dimension... (Davon gibt es vermutlich unendlich viele, aber woher die kommen, weiss auch kein Mensch (und vielleicht auch kein Gott) - vielleicht von einer Quelle des Bewusstseins, die schon immer existierte (so paradox das auch klingen mag), auf dieser Ebene ist einfach alles Spekulation.

Zitat:
So ungewöhnlich finde ich die Entstehung von Leben gar nicht, irgendwo in diesem Universum musste es bei der vielen Zeit und den vielen Ressourcen fast schon zwangsläufig entstehen.


Da hast du wiederum recht. Wie kamen ein paar chemische Verbindungen bloss auf diese geniale Idee! Nein, ersthaft... es kommt darauf an, welches Weltbild man zu Grunde legt - ist es ein materielles welches, dann sind Eier aus der Legebatterie besser als welche aus Freilandhaltung... was ich damit meine: ich gehe davon aus, dass alles, was existiert einen Geist hat (oder Anteil am Geist, da bin ich mir (noch) nicht sicher), einen 'spirit', also Steine haben einen, Pflanzen, Tiere und auch Sternenstaub, das ist für mich die Erklärung für die Dynamik hinter der Entwicklung des Universums... Warum sollte sich irgendetwas verändern, wenn es pure Materie ist?

Ich bin als ich 15 war einem Philosophen begegnet, der folgendes z umir sagte:
"Ich weiss, dass wenn ich einen kleinen Samen in die Erde stecke, daraus nach ein paar Jahren ein Baum wird. Aber ich weiss nicht warum? Warum zum Teufel wird aus diesem Samen ein Baum? Ich habe sie alle gefragt, die Wissenschaftler und die Pfarrer, aber keiner wusste mir eine richtige Antwort zu geben.. die einen sagte bloss: 'Ist halt so, weil der genetische Code es so vorschreibt und der ist klein und im Samen drin...' und die anderen: 'Ist halt so, weil Gott es so will und sein Geist ist zwar gross, aber auch in dem Samen drin...'. Aber beide sagte nur: ist halt so.
Und so fing ich an eine eigene Antwort zu suchen, da die Autoritäten mir keine geben konnten."

Und so ist es: wir suchen nach einer ultimativen Antwort, gültig für alle, damit sich keiner mehr streiten muss und alle miteinander glücklich sind.
Ich aber hoffe heimlich, dass diese Antwort noch lange auf sich warten lässt...

Zitat:
dann gibt es in diesem Universum 1 Milliarde Planeten, die das können und wir reden hier nur erbähnlichen Leben in einem von vielleicht noch mehr Universen.


Allerdings! Cool, ne?

Zitat:
Zu behaupten oder anzunehmen, verlagert das Problem, wie oben beschrieben nur, und verkompliziert es dazu noch, vor allem erscheint sie mir unnötig.


Wie meinst du das?
Wer behauptet was?
Wir können doch nur annehmen und behaupten...
Archimedes sagte: 'Gebt mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln.' (Gott sei Dank gibt es keine festen Punkte, sonst könnte ja jeder kommen und massive Realitätsveränderung betreiben... Wenn wir wüssten, wie die Welt funktioniert, könnten wir da reinpfuschen und was es dann gibt, will ich gar nicht wissen... aber vielleicht sind wir eines Tages offener für neue Möglichkeiten, das wäre spannend.)

LG
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