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Eine Welt ohne Religion (2.Versuch)












Ich glaube, in einer Diskussion mit fundamentalen Hardcorecreationisten geht so ziemlich jeder unter.

So, zur Zeit.
Wir erleben die Zeit doch..hm..eindimensional.
Eine Richtung, kein zurück, kein zur Seite, kein nach oben.
Wenn es MEHR Zeitdimensionen geben sollte, heißt das doch nicht, daß die Zeit dann nicht mehr existiert.
Ich kann mir zwar eine "zweite Dimension" der Zeit nicht vorstellen und halte ihre Relevanz für Menschen auch ausgeschlossen, wir werden wahrscheinlich nie Zeitreisen machen können (sonst hätten wir ja schon Besucher aus der Zukunft hier), ausserdem würde das bedeuten, daß die Zukunft schon festgelegt ist - oder eine Zukunft von vielen, und alle anderen existieren auch?
*Gehirn verknot*
@Fridolin
Das, was wir am Sternehimmel sehen, ist tatsächlich "Vergangenheit".
Eigentlich ist alles, was man wahrnimmt, mehr oder weniger Vergangenheit. Guckst du einen Stern an, siehst Du das Licht, daß er zu Zeiten der Dinosaurier produziert hat.
Siehst Du zur Sonne, siehst Du das Licht, daß sie vor 8 Minuten ausgestrahlt hat. Die Spanne wird immer kürzer, je näher das Objekt ist - brauch ich dir wohl nicht zu erzählen..
@Zacharias
Ist die Theorie, daß sich das Universum immer weiter ausdehnt (und sich nicht vielleicht doch irgendwann zusammenzieht) wirklich bewiesen?

Astrella
Solange der Mensch/Seele nicht reif ist, sich menschlich zu verhalten, braucht es die Religionen. Sie leitet die Menschen dazu an, gewissen Werte und Normen einzuhalten. Es bräuchte beileibe keine Justiz, wenn der Mensch nicht morden und andere schlimme Taten ausführen würde - also muß ein Zuchtmeister her und deswegen muß es auch Menschen geben, die das unterscheiden können und Recht sprechen. Ließe man die Masse so laufen, würde das in Mord und Totschlag enden. Wir brauchen nur an Ruanda denken - wo sich die Menschen, die vorher friedlich zusammen lebten, sich gegenseitig erschlugen und das in Massen - oder an Jugoslawien, als die "strenge Hand" starb. Der Mensch braucht eine Führung, eine starke Hand, die ihm sagt, was richtig und was gut ist.

Zitat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_und_Macht

Masse und Macht ist das 1960 erschienene Lebenswerk des späteren Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti. „Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. […] Es ist die Masse allein, in der der Mensch von seiner Berührungsfurcht erlöst werden kann.“ Diese ersten Sätze aus Masse und Macht besagen nichts anderes, als dass der Mensch von Natur aus kein soziales Wesen ist. Nicht Empathie charakterisiert den Menschen, sondern die Furcht vor der Berührung diktiert sein Leben. Befindet sich der Mensch in der Öffentlichkeit, verlangen zufällige Berührungen mit anderen Menschen nach einer Entschuldigung. Steht der Mensch im Aufzug, drängt er sich in eine Ecke, um nicht in Kontakt mit den Anderen zu geraten. Und das Einschließen in die Häuser ist nichts anderes als ein Versuch des Menschen, sich dem bedrohlichen Fremden der Welt zu entziehen.

Einzig in der Masse, diesem von „Affekten“ geleiteten Gebilde verliert der Mensch seine Furcht vor der Berührung, kann es zu einem Zustand der „Entladung“ kommen, zu dem Moment, an dem alle „ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als gleiche fühlen“. Der Verlust jeder Individualität wird dabei als befreiender Akt betrachtet, da der Einzelne nicht mehr alleine der chaotischen Welt gegenüber steht. Jetzt, da sich alle gleich fühlen, ist die Furcht vor dem Fremden innerhalb der Masse zwar aufgehoben, doch das Andersartige der Welt da draußen wird der Masse umso deutlicher bewusst. Das Andersartige gefährdet das „Überleben“ der Masse, da es Alternativen zu dem Zustand der Gleichheit aufzeigt. Und so ist die auffälligste Eigenschaft einer Masse die „Zerstörungssucht“. Um ihr eigenes Überleben zu sichern, will sie das Andere vernichten.


Quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Dafür brauchen wir keine Religion.
Dafür braucht man eine gerechte Justiz.
Zitat:
....so denke ich immer an die Menschen der Vergangenheit die behaupteten - der Mensch könne niemals fliegen.
Wenn ich daran denke das es vor vielleicht zweihunder Jahren dem Menschen überhaupt unmöglich gewesen wäre, im Entferntestes auch nur daran zu denken das der Mensch einmal durch das Weltall fliegt, so halte ich deinen Behauptungen für absolut wiedersprüchlich.


Nein, da hast Du mich falsch verstanden. Ich meine das der Mensch eine bestimmte Art von Denken durch die Evolution entwickelt hat, die ihn einschränkt, genau wie unserer visuelles Wahrnehmungsvermögen uns einschränkt. Unser Gehirn hatte bis vor einigen Jahrzehnten nichts mit Quantenphysik und Lichtgeschwindigkeit zu tun und deswegen fällt es uns schwer in dieses Dimensionen zu denken oder wie Niels Bohr sinngemäß sagte: Wer meint die Quantenphysik zu verstehen, hat sie nicht verstanden.
Innerhalb dieses Radius können wir sicherlich wahre Wunder vollbringen und im Rahmen der Evolution werden wir auch vielleicht unsere Grenzen erweitern - aber das ist ein evolutionärer und deswegen nach menschlichen Maßstäben sehr langsamer Prozess.

Zitat:
Auf der einen Seite vertrittst du hier vehement die Evolution, auch und unbedingt des menschlichen Denkens, auf der anderen Seite sprichst du dem Menschen dieses sich entwickelnde, dieses voranschreitende Denken ab, siehe deinen Beitrag oben.


Ich hoffe es ist nun klar, das ich da nicht mache.


Zitat:
Du lebst in einer Welt der - vorwiegend wissenschaftlichen Theorien


Ach ja...ist das so?

Zitat:
...das beißt sich auf die Dauer, damit gehst du in einer Diskussion mit fundamentalen "Hardcorecreationisten" unter, glaube mir das, leer.


Je mehr 'hardcore' desto lächerlich wird es und so mehr Gelächter ernten sie von mir. Das einzige was einen Schöpfer noch schützt, ist, dass er nicht zu widerlegen ist, per Definition. Aber auch unsichtbare nicht-materielle Einhörner kann man nicht widerlegen, oder das Jesus nicht der Sohn aus einer Affäre von Allah, JHWH und Vishnu ist.....
Mehr haben sie nicht und das ist kaum mehr als gar nichts, wenn überhaupt.

Zitat:
Ist die Theorie, daß sich das Universum immer weiter ausdehnt (und sich nicht vielleicht doch irgendwann zusammenzieht) wirklich bewiesen?


Ausdehnen auf jeden Fall, dass es wieder zusammenfällt, ist noch Spekulation.
@ leer,

was soll das, hier schneidest du dir, wieder einmal mehr, in das eigene Fleisch:

Zitat:
Aber auch unsichtbare nicht-materielle Einhörner kann man nicht widerlegen, oder das Jesus nicht der Sohn aus einer Affäre von Allah, JHWH und Vishnu ist.....
Mehr haben sie nicht und das ist kaum mehr als gar nichts, wenn überhaupt.


Kommen wir zum wissenschaftlichen Dogma des Urknalls.
Dieser so oft strapazierte, immer wieder benutzte Begriff ist eine Theorie, eine Theorie die nie, aber auch niemals bewiesen werden kann, oder nicht?
Also ein Nichtnichts, von dem man Nichtnichts weiß, und dieses Nichtsnichts ruhte seit ewigen Nichtzeiten in sich selbst und auf einmal - ein Kawümmchen - und es Urknallte und siehe und staune - der erste Tag der wissenschaftlichen Schöpfung ward!

Und hieraus werden dann sehr oft die verschrobensten sowie haarsträubendsten Theorien zusammen phantasiert damit der alltägliche Mensch seine neureligiöse Genüge hat.
Die Wissenschaft als Ersatzreligion für Unbedarfte, als Lückenbüßer für die Sehnsucht des Menschen nach den unbestimmten Sehnsüchten.

Welch ein Unsinn.

(Diese Urknallerei ist ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand).
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