Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche

Gott quittiert den Dienst












@Isa
Zitat:
Nur das Gott eine Hilfskonstruktion sein soll, damit kann ich mich nicht anfreunden.


Warum solltest Du das auch? Das ist meine eigene Erfahrung oder Erkenntnis. Für mich selber ist dieses dargestellte Gottesbild in sich völlig überflüssig.

Kann fundierte Kritik nur innerhalb der christl. Darstellung üben:
Aus machtpolitischen Gründen wurde das ursprünglich Dargestellte z.T. völlig verformt, alleine mit dem Zweck, Menschen gefügiger und leichter kontrollierbarer zu machen. Damit waren sie leichter einsetzbar. Die Religion als Mittel zum Zweck.

Und das sehe ich nunmal auch in der muslimischen Glaubenswelt. Klar, da fehlt mir natürlich jetzt jegliche begründbare Basis, weil ich erst einmal damit angefangen, mich durch das - meiner Ansicht nach - chaotische Durcheinander durchzukämpfen!

Unabhängig davon, was mich angeht, mir sind eine Menge Parallelen zwischen den christl. Urgedanken und der buddh. fundierten Erkenntnislehre aufgefallen. In meiner eigenen Praxis (insbesondere nach eintsprechender Lebensumstellung) habe ich es für meine Lebensführung aus sehr positiv zu spüren bekommen. Daher auch, dass ich diesen "konventionellen" Gott als überflüssig ansehe. Wie andere Menschen damit umgehen oder umgehen wollen, ist eine völlig andere Sache.

Nur wenn sie diesen Gott als Alibi für eigenes Handeln und Denken benutzen, insbesondere wenn es zu Lasten bzw. zum Nachteil anderer Lebeweisen führt, dann kräuseln sich mir die Fußnägel und meine Stirnfalten werden unübersehbar

Gruß!
Hallo positiv!

Ich glaube ich verstehe was Du meinst. Und ich denke Du siehst das gar nicht so verkehrt. So lehnst Du den vom Menschen Ver- Institutionalisierten Gott ab. Das tut der Kern (mystische) Islam und Re-Islam auch. Von den Orthodoxen und den traditionalistischen sowie sektiererischen Islam auf den ganzen Islam und damit auf Gott zu schließen geht doch an einem Erfahrbaren transzendalen Sein vorbei.
Aber wer Gott missbraucht um den Menschen zu unterdrücken…., sollte sich fragen was er da Glaubt und an was er wirklich glaubt.

LG
Zitat:
Nur wenn sie diesen Gott als Alibi für eigenes Handeln und Denken benutzen, insbesondere wenn es zu Lasten bzw. zum Nachteil anderer Lebeweisen führt, dann kräuseln sich mir die Fußnägel und meine Stirnfalten werden unübersehbar.


Der Glaube an Gott an sich führt aber nicht zu dieser Art von Missbrauch, sondern erst Vorurteile und Vorstellungen von dem, was dieser Gott angeblich ist und was er/sie/es von uns Menschen will.
Sich einzubilden, man wüsste das, halte ich für pervers. Und Fundis kann ich darum nicht so gut ab... aber konsequenter- und fairerweise nicht nur die religiösen, sondern auch die wissenschaftlichen und die ethischen und die moralischen und die sozialen Fundis... Im Prinzip ist jeder, der einem anderen seine Vorstellung von dem, was gut und richtig ist, aufdrücken will ein Fundi... Einen Gott braucht man für diese Art von Verhaltensweise nicht zu bemühen, sie scheint auch so schon tief genug im menschlichen Verhaltensrepertoire verwurzelt zu sein...

@Isa:

Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: von überhaupt irgendeinem verbalen Erklärungssystem auf das schliessen zu wollen, was Gotteserfahrung (oder transzendentale Erfahrung) sei, ist absurd...
Diese Art von Erfahrungen sind so un-be-_schreiblich_, dass wir nur drumherum reden können. Das führt den Versuch Gottesbeweise anzutreten oder auch Gegenbeweise von Anfang an ad absurdum. Nicht Gott ist eine Hilfskonstruktion, der Begriff 'Gott' ist eine - unsere Sprache ist eine, schon das eine Hilfskonstruktion... Alles andere, meistens nur Definitionsschwierigkeiten und Missverständnisse.
Ansonsten lausche ich eurer Diskussion hier recht gern...

LG
@Isa
Richtig...
Zitat:
So lehnst Du den vom Menschen Ver- Institutionalisierten Gott ab. Das tut der Kern (mystische) Islam und Re-Islam auch. Von den Orthodoxen und den traditionalistischen sowie sektiererischen Islam auf den ganzen Islam und damit auf Gott zu schließen geht doch an einem Erfahrbaren transzendalen Sein vorbei.
Aber wer Gott missbraucht um den Menschen zu unterdrücken…., sollte sich fragen was er da Glaubt und an was er wirklich glaubt.

Und da fängt mein Problem mit dem Islam an:
Selbst in persönlichen Kontakten hatte ich noch nicht das Vergnügen, einen "Ur"-Islamisten kennen zu lernen. Über all da, wo es ein Gespräch gab, Verweis auf irgendwelche Nachwerke, die aber "eigentlich" tabu waren, sie in Zweifel zu ziehen.

Wenn ich tiefere Fragen gestellt habe, kam schlimmstenfals Ablenkung vom Thema, zwischendrin Verlegenheitsantworten und Nichtbereitschaft zum Gespräch bzw. Hinweis auf nicht revidierbare Traditionen.

Hier wird doch nicht nur von ganzen Gemeinschaften (Gemeinden etc) sondern von einzelnen Menschen eine Instrumentalisierung vorgenommen. Jüngster Gesprächsteilnehmer: 25 Jahre. Er ist im Alter meines Sohnes. Als er mitbekam, dass ich gut doppelt so alt bin, kam noch mehr Verlegenheit, weil er immerhin bemerkte, dass allein ein wenig Lebenserfahrung reichte, um ihn etwas fragwürdig anzusehen, bei dem, was er von sich gab. Da bleibt mir erst mal nichts anderes übrig, als wirklicher Glaubenshintergrund mächtig anzuzweifeln....

@Lisken
Zitat:
Der Glaube an Gott an sich führt aber nicht zu dieser Art von Missbrauch, sondern erst Vorurteile und Vorstellungen von dem, was dieser Gott angeblich ist und was er/sie/es von uns Menschen will.

Natürlich nicht. Aber wenn man ihn als Ersatz für seine sonst nicht erfüllbaren Wünsche an seine Seite zieht, dann fängt es an. Dazu braucht man übrigens kein Fundi zu sein, das setzt ja doch schon eine gewisse Ausseinandersetzung mit den ureigenen Aussagen der betreffenden Religion voraus.

Zitat:
m Prinzip ist jeder, der einem anderen seine Vorstellung von dem, was gut und richtig ist, aufdrücken will ein Fundi..

Seit wann denn das?

Das hat eher etwas mit intolerantem Fehlerhalten zu tun, was Du da beschreibst. Sonst würden "Fundi's" nicht voneinander lernen können. Sie lieben die extrem oder auch einseitig ausgelegte Auffassung. Wenn jemand da im Gespräch etwas Besseres als der Andere zu bieten hat, übernehmen sie das doch teilweise recht gerne, weil diese Einstellung (insbesondere diese Art der einstellung) ein Teil ihrer Profilierung ist. Sogenannte Hardliner haben doch da ihre eigene Auffassung.... und können recht selbstverliebt damit umgehen...

Gruß
Hallo Lisken!

Was Du schreibst, ist im Grunde mein Dilemmer. Denn ich schließe nicht aus einem verbalen Erklärungssystem auf eine transzendentale Erfahrung, sondern "ich" habe sie erlebt und bin im eigentlichen mittendrin. Und das was ich Erlebt habe versuche ich noch nach ungefähr 14 Jahren in eine hiesige Ordnung zu bringen. Ich bin mir sehr wohl Bewusst, dass es für dieses Erleben keine Worte gibt. Aber es ist einfach schwer zu akzeptieren, dass man nicht in der Lage ist davon irgendetwas mitzuteilen. In diesem Zustand des Erfahrens ist alles wunderbar klar, ja so einfach, das man alles in seinen Zusammenhängen Erlebt und dadurch Wahrhaft erkennt. Es gibt keine Fragen und keine Antworten und trotzdem alle Fragen die im gleichen Augenblick alle schon Beantwortet waren. Das „ich“ wird zum „wir“ und ist doch keines von beiden………. Du siehst schon jetzt fängt es an caotisch zu werden, deswegen werde ich erst gar nicht weitermachen. Viele Menschen Suchen diese Erfahrung und sind sich aber nicht Bewusst was es bedeutet. Bedeutet von der Liebe, der Freiheit getrennt zu sein. Es gibt nicht zu suchen und nichts zu finden. Denn alles ist da, jetzt und hier Absolut alles. Das Erdenleben scheint aus dieser Perspektive ein Joch zu sein mit den Begrenzungen der Materie und ist doch auch genau das Gegenteil. Das aber diese Erlebnisse sooooo unbeschreiblich sind möchte ich bezweifeln. Natürlich können diese Dinge nur umschrieben werden aber es gibt Seelen und Strömungen in allen Religionen die es sehr gut schaffen auch in dieser Realität, mir zu zeigen, dass gewisse Worte und Sätze den Punkt treffen können. Aber ob sie immer von allen und jeden verstanden werden ist zu bezweifeln. Ja und ich glaube Du hast Recht, wenn man das EINE welches ALLES ist, in das Wörtchen Gott packen will und dies zu dem noch in Religionen, ist dies eigentlich die größte aller Sünden. Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Wie jetzt schon…….Wie will man was in Sprache packen, was keine Sprache braucht und Definitionen erscheinen einen aus der Erfahrung wie Gestammel aus abermiliarden von Fragmenten eines zerschlagenen ganzen.
Und so bin ich im religiösen Sein dieser Materiellen Welt, in meinem scheinbaren „Selbst“, in abermiliarden Teile zerschlagen und versuche mich stück für stück in einer Illusion wieder zusammenzusetzen.

LG Isa
Forum -> Gott

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Ähnliche Themen
Gott würfelt nicht! -
Das Wort war Gott
Der einzige Gott der Amerikaner ist das Geld
GOTT & Einstein - Tod und Leben
Gott würfelt nicht! (beitrag schließen)
Wo ist Gott ?
Gott - Der BibelCode ...
Vorherbestimmung von Gott
was ist ein gott?
Gott zwischen uns