|
|
|
| Zitat: |
Says who? Wer bestimmt, was meine Verantwortung ist - und das ich sie tragen muss? Und wer sagt das ich mir nicht das Leben nehmen darf? Im Gegenteil, ich finde es ist jedes Menschen 100%iges Recht, sich das Leben zu nehmen, sich selbst SEIN EIGENES Leben zu beenden.
Selbstmord ist ein Recht. Punkt. |
Eine Mutter oder ein Vater bringt sich um und die zurückgelassenen Kinder verhungern, weil sich keiner mehr um sie kümmert. Ist das ok? Doch sicher nicht. Das ist jetzt zwar ein extremer Fall aber so ein Tod hat in den allermeisten Fällen eine negative Auswirkung auf Mitmeschen (mal mehr, mal weniger), und das ist nicht mehr gut zu machen, weil der Tod endgültig und absolut ist. Wenn man sich selber umbringt, dann nimmt man dieses Leid anderer ganz bewusst in kauf.
Wenn da keine Menschen oder Tiere sind, denen du was bedeutest, die von dir abhängig sind oder denen dein Tod Probleme machen könnte und wenn du dafür sorgst, dass dein Ableben keinen traumatisiert, dann - und nur dann - hast du das Recht dich umzubringen!
In allen anderen Fällen ist ein Selbstmord ein Zeichen von Schwäche, Gedankenlosigkeit und/oder Egoismus...
|
|
|
|
moin
bisher sind doch alle Menschen gestorben, warum dem Tod vorausgreifen? (es gibt vielleicht Ausnahmen wie Krankheit oder dass man Menschen das Leben rettet ducrh den eigen Tod (s. gesunkendes russisches Atom-U-Boot) oder man lebt nach Schlingensief´s Theorie "Rettet die Welt - begeht Selbstmord" ), aber im allgemeinen finde ich Selbstmord äußerst sinnlos.
lg
|
|
|
|
Hehe, na das jeder gestorben ist ist doch kein Grund das nicht zu beschleunigen...? Warum erst wieder Windeln tragen müssen bevor man stirbt?
Tja, Nebulös nennt natürlich den einzigen Grund, warum es "unmoralisch" sein könnte, sich selbst zu töten: Probleme für andere. Das lässt sich natürlich schwer vermeiden... wobei ich persönlich eher die Position vertrete: Lieber die Kinder weggeben als sie in dem Bewusstsein zu erziehen, dass man ein schlechtes Vorbild ist bzw. ihnen die falschen Dinge beibringt (z.B. wenn die Eltern drogensüchtig, im kriminellen Milieu etc. sind..) und ob die Eltern nun sterben oder die Kinder "nur" ins Heim geben ist auch egal (natürlich sollten die Kinder die Leichen nicht sehen und vor allem nicht den Suizid selbst...
Also: Der Tod kann negative Auswirkungen auf andere haben, es muss aber nicht so sein... - hier müsste man eben wieder eine Interessenabwägung machen. Aber sei ehrlich: Jeder Mensch ist Egoist... - manche mehr, manche weniger. Und wer weiß, was noch alles passiert, wenn man weiterlebt? es kann viel gutes, aber genauso gut viel schlechtes passieren! Oder ich werde von der Mafia verfolgt - wenn sie mich erwischt tötet sie auch meine Familie. Aber vielleicht nicht wenn ich ihnen zuvorkomme...? Es gibt auch selbstlose Gründe für den Selbstmord.
Also: In vielen Fällen ist
| Zitat: |
| Selbstmord ein Zeichen von Schwäche, Gedankenlosigkeit und/oder Egoismus... |
- aber bei weitem nicht immer!
aber wie gesagt: Du hast dich bisher immer für das Leben entschieden, auch ich habe das getan - aber ich interessiere mich eben aus reinem Interesse dafür:
Warum haben sich Leute für den Tod entschieden?
- dafür wurde bisher leider noch nichts geliefert...
soll heißen: eigentlich war keine Meinung, moralische (Ver)urteilung o.Ä. gefragt, sondern ich bat nur um Texte von denen, die eine andere Entscheidung trafen - einfach um mal zu sehen, was sie denn dazu bewog. Und ich bin auch kein Selbstmordkandidat und sehe derzeit keinen Grund mich umzubringen. Sondern wie gesagt: Ich interessiere mich einfach für die Motive.
|
|
|
|
Guten Abend,
Ich versuche nun einmal, einige Motive aufzuzählen, die mir bekannt sind. Allerdings ohne jegliche Bewertung.
Dieser Tage wurde bei uns ein Mann bei Gericht vom Vorwurf zur Beihilfe zum Selbstmord frei gesprochen, der mit seiner Gattin auf ihr dringendes Verlangen in die Schweiz fuhr, wo dann aktive Sterbehilfe geleistet wurde. Nach Gesetz hätte er das nicht nur nicht tun dürfen, er hätte ihr lediglich zu bei einem medikamentös schmerzfreien Dahinsiechen zuschauen dürfen. Die Frau wäre ohnedies recht bald einen Erstickungstod gestorben.
Meine Schwester brachte sich um, um früher in die Nähe Gottes zu kommen. Mein Großvater brachte sich um, weil eine schwerwiegende Enteignung bevorstand und er deswegen monatelang keinen Schlaf fand.
Ein Arbeiter einer Fabrik ging in den Fluss, weil ihn die Leute "So anschauten". Eine früher bei uns bekannte Schriftstellerin ging in den See, weil sie so große Todessehnsucht hatte, wie aus ihren Dokumenten hervorging.
Ein junges Mädchen schnitt sich die Adern auf, weil es plötzlich nicht die Schule abschließen wollte. Ein anderes vergiftete sich mit Drogen, weil sein Freund verhaftet wurde.
Zwei anstehende Fälle: Ein junger Nigerianer, voll in seinem Wohnort integriert, stach sich mit Selbstmordabsicht in den Bauch, weil er abgeschoben werden sollte. Ein Mädchen droht sich umzubringen, weil es ebenfalls ins Herkunftsland zurück geschickt werden sollte.
Ich sage nur: Es gibt sehr viele Motive und Problemsituationen. Ich wünsche sehnlich, dass möglichst wenig Menschen diesen Weg gehen.
Liebe Grüße, reinwiel
|
|
|
|
| Zitat: |
| Hehe, na das jeder gestorben ist ist doch kein Grund das nicht zu beschleunigen...? Warum erst wieder Windeln tragen müssen bevor man stirbt? |
Das stimmt natürlich, wenn es eh irgendwann mit absoluter Sicherheit passieren wird, warum es dann hinauszögern? Es könnte ja sogar sein, dass das eigene Leben in Zukuft anderen Menschen noch mehr schaden wird, als wenn man sich jetzt einfach umbringen würde, damit hätte man sogar eine moralische Rechtfertigung. Das Problem an der Sache ist nur, dass man durch einen Selbstmord aktiv eingreift und damit sofort alle Verantwortung auf sich nimmt! Und diese Verantwortung zu übernehmen, ohne die Folgen abschätzen zu können (denn man kann ja nicht in die Zukuft sehen), ist Wahnsinn!
Es sollte also nicht die Angst vorm Tod sein, die einem am Selbstmord hindert, sondern die Angst vor den Folgen des Todes.
| Zitat: |
| Also: Der Tod kann negative Auswirkungen auf andere haben, es muss aber nicht so sein... - hier müsste man eben wieder eine Interessenabwägung machen. |
Ja, so eine Interessenabwägung ist sogar gut möglich, kann aber sehr aufwendig und langwierig sein, in ungünstigen Situationen.
| Zitat: |
| Es gibt auch selbstlose Gründe für den Selbstmord. |
Gibt es auch, ist aber sehr selten so eine Situation.
| Zitat: |
| soll heißen: eigentlich war keine Meinung, moralische (Ver)urteilung o.Ä. gefragt, sondern ich bat nur um Texte von denen, die eine andere Entscheidung trafen - einfach um mal zu sehen, was sie denn dazu bewog. Und ich bin auch kein Selbstmordkandidat und sehe derzeit keinen Grund mich umzubringen. Sondern wie gesagt: Ich interessiere mich einfach für die Motive. |
Solchte Texte habe und kenne ich nicht
Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass in solchen Texten immer durchscheinen wird, dass die Person (wie ich oben schon sagte) schwach, egoistisch und/oder gedankenlos war...
|
|
|