|
|
|
Die gab es. In der Vorhölle für Kindern waren all die kleinen die vor ihrer Taufe starben, die ist aber neuerdings abgeschafft. Die Vorhölle für Väter, wie Abraham und Moses, ist nach Jesus Kreuzigung leer, da er alle mitgenommen hat. Sie waren dort, weil sie ja nicht den wahren Weg zu Gott, sprich Jesus, kannten. Bleibt noch das Fegefeuer und de Hölle an sich.
Das gilt selbstverständlich nur für die Katholizismus, obwohl ich weiß nicht, wie die orthodoxen zum Beispiel das sehen.
| Zitat: |
| es ist doch nur logisch, das jeder christe sagen wird, das ein nichtchrist in die hölle kommt! |
Ursprünglich kam jeder der in den Himmel der getauft war und jeder in die Hölle, der nicht getauft war. Das war das einzige Kriterium. Die Idee, dass man für seine Sünden bestraft wird, kam erst im 14 Jhd. auf.
|
|
|
|
Liebe Shanti,
da unterstellst du aber ganz schön viel. Der Buddhismus kennt zum Beispiel gar keine Hölle. Der Hinduismus denkt das auch andere Wege ins Paradies führen. Das geht sogar so weit das du zum Teil auf Hinduistischen Pilgerwegen Statuen von Jesus oder Maria kaufen kannst und manche Hindus das auch wirklich tun.
In der Bahá'í-Religion sehen wir Gott als Herren aller Religionen und die Hölle als fernsein von Gott nach dem Tod. Zwar denken wir das Bahá'u'lláh die Manifestation Gottes für dieses Zeitalter ist. Aber Gott kann man auch in einer anderen Religion näher kommen.
Auch die meisten christlichen Kirchen erkennen zum Beispiel das Judentum als funktionierenden Heilsweg an.
Deine Unterstellung stimmt also nicht. Selbst in fortschrittlichen Auslegungen des Islam ist das nicht immer so.
Es wäre auch gut, wenn du einmal Christentum und Katholizismus unterscheidest. Was für Katholiken gilt, darüber - verzeih den Ausdruck - lacht sich so mancher Evangele den Arsch ab.
Liebe Grüße, Tobias
|
|
|
|
Lieber Leer,
wobei man den Begriff "Vorhölle" vorsichtig verwenden muss. Diese entspricht nämlich der jüdischen Definition des Lebens nach dem Tod (Schattenwelt). Dort geschieht den Seelen absolut nichts. Kein Leid und keine Freude. Das schaut der Vorstellung eines Nirwanas ja gar nicht so unähnlich, oder?
Im Judentum gelangen dann nur wenige Menschen, oder nach langer Zeit, in den Himmel.
|
|
|
|
| Zitat: |
| wobei man den Begriff "Vorhölle" vorsichtig verwenden muss. Diese entspricht nämlich der jüdischen Definition des Lebens nach dem Tod (Schattenwelt). Dort geschieht den Seelen absolut nichts. Kein Leid und keine Freude. Das schaut der Vorstellung eines Nirwanas ja gar nicht so unähnlich, oder? |
Stimmt. Die Vorhölle ist sowas wie ein Wartesaal, im Gegensatz zum Fegefeuer.
Nirvana ist was ganz anderes: Buddhisten verneinen zunächst mal die Existenz einer Seele oder eines Dauerhaften physischem wie metaphysischem Ichs oder Selbst. Deshalb gibt es keinen Ort zu dem irgendetwas nach dem Tod gehen könnte.
|
|
|
|
Nun, das mit dem Wartesaal ist eine christlich-katholische Adaption dessen was man im Judentum als Schattenwelt kennt. Welche sich eben hauptsächlich dadurch definiert das man nicht in der Hölle ist aber auch nicht in de Himmeln Gottes.
Wie sehr sich das Ganze heutige Juden als direkten Ort vorstellen ist wieder etwas anderes. Fakt ist aber das sowohl im Nirwana als auch in der Schattelwelt die weltlichen Probleme der Leidenschaft gelöst sind. Sicher sind das keine Äquivalenzien, aber eine Ähnlichkeit besteht.
Liebe Grüße, Tobias
|
|
|