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Die Suche nach Gott ist sinnlos...












Ehm Jesu Existenz ist historisch bewiesen, soweit ich weiss.
Tja Herby die Antwort der Religiösen dürftest du ja kennen:

e) er will uns testen
f) er tut es aber die Menschen tun zu viel böses
g) alles hat seinen Sinn
usw.

Aber zum Gottesbeweis:

Du kannst niemals sagen, was sein wird. Vielleicht gibt es irgendwann Methoden um so etwas nachzuweisen, aber das können wir eben jetzt nicht.

Aus heutiger Sicht ist aber wirklich zu sagen: Gott ist nicht beweisbar, eine Existenz "eines" solchen ist aber auch nicht widerlegbar (vor allem aber auch weil es keine wirkliche Definition von Gott gibt: Ist es ein Kerlchen das da sitzt, nur eine Urkraft die hinter allem steht, eine bewusste Kraft usw.)

für mich persönlich ist klar, dass es keinen Gott gibt, einfach weil es eine weitere sinnlose Instanz schafft - denn der Gedanke das etwas ewig sein kann ist mir suspekt und auch das etwas plötzlich existiert halte ich für unwahrscheinlich - also ist Gott eher ein verzweifelter Versuch, alles zu erklären. Aber dabei schafft man eben nur eine weitere Instanz die nicht erklärbar ist.

Das ist so als wenn ich auf die (mathematische) Frage X = ? die Antwort X = Y gebe (Natürlich ohne irgendeine weitere dazugehörige Gleichung). Es hilft mir einfach nicht weiter. Und ich muss nur eine weitere Variable herausfinden. Ich will X herausfinden, vielleicht zeichnen oder auch nur verstehen - und da hilft mir ein "Y" nicht sonderlich weiter...


Können die Amöben in einem Versuch feststellen, wer sie in unters Mikroskop gelegt hat? Oder wissen unsere Darmbakterien in wem sie da leben? Das wäre die "religiöse" Antwort... wir sind einfach zu klein um unseren "Schöpfer" zu sehen.


Na, und noch zur Bestätigung der Existenz Jesu': Es gibt außerhalb von religiös motivierten Texten nur eine einzige Objektive Quelle, einen römischen Geschichtsschreiber (dessen Name mir leider gerade nicht einfällt), der von einem "Jesus, Bruder des Jakobus" spricht. Aber das Jesus, sollte er überhaupt existiert haben, von Gott geschickt worden sein (geschweige denn sein Sohn sein....) soll ist in keinem Fall beweisbar, sondern eben wieder Glaubenssache. Und das gilt natürlich genauso für Moses, Adam und Eva, Buddha, Mohammed, ... - nur die Taoisten können von sich behaupten, dass ihr Religionsstifter sicher existiert hat. Nur der hat auch nicht behauptet Gottes Sohn zu sein.
Gott lässt Leid zu, weil das Leid so wertvoll ist wie das Glück. Leid ist eine wertvolle Erfahrung.
Nur wir Menschen urteilen moralisch und empören uns und denken, dass sowas nicht sein darf. Doch, es darf eben sein. Und das ist es, was unsere Wirklichkeit so interessant, vielfältig und vielschichtig macht.
Die meisten wollen das aber nicht sehen, sie meinen das Böse gehöre abgeschafft, sie meinen Gott müsse dies auch so sehen wie sie (wenn es denen ein "vernünftiger" Gott ist... was für eine Anmassung seine eigenen Masstäbe an Gott anzulegen) und es verhindern müsste, wenn er denn ein "guter" Gott sein will...
Gott ist aber weder gut, noch böse - er ist jenseits dieser Kategorien und das genau macht ihn göttlich. Und wir denken, fühlen und handeln innerhalb dieser Kategorien, wir sind angewiesen auf diese Kategorien, das macht uns menschlich.
Mit einem Test hat das ganze hier aber nichts zu tun... wer sowas denkt, der macht Gott wirklich kleiner, als dieser ist. Der allmächtige Gott, der ein Universum erschaffen hat, hat so einen Blödsinn wie Tests und Notenvergabe absolut nicht nötig. Gut und Böse gibt es für Gott nicht, warum also sollte er die Menschen oder deren Seelen in gut und böse einteilen? Das tun nur einige Leute, die sich besser fühlen wollen als alle anderen, weil sie 'nach Gottes Gebot' leben und andere nicht...

LG

p.s. Gott ist nicht beweisbar. Die Suche nach Gott halte ich aber nicht für sinnlos. Nur lebt er weder auf einem fremden Planeten, noch auf einer Wolke... insofern halte ich es für unwahrscheinlich, dass man ihn mit einem Fernrohr oder Messgerät 'entdecken' könnte (für unmöglich halte ich es indessen nicht *g*).
Herby, hierzu sagt Om C. Parkin folgendes:

Frage: Ich mache einen Unterschied, fällt mir gerade ein. Ich kann Naturgewalten, Tsunamis, total akzeptieren, ich kann das alles bejahen, annehmen, aber nicht von Menschen verursachte Greuel.

OM: Ja, und jetzt mußt du einen Schritt weitergehen, und in letzter Instanz das Konzept akzeptieren, daß selbst die von Menschen verursachten Greuel, daß das auch Naturgewalten sind. Sie kommen aus der gleichen Quelle. Und die Vorstellung, daß sie aus einer anderen Quelle kommen, diese Vorstellung ist letztlich begrenzt. Wenn du das akzeptieren kannst, dieses Konzept, dann kannst du eine neue Erfahrung machen. Du mußt nicht mehr die Menschen verurteilen, du mußt nicht mehr Gott verurteilen, deine Sicht weitet sich. Selbst wenn ein Mensch einen anderen Menschen tötet, wenn ich dieses Konzept konsequent verfolge, dann bedeutet das, daß es letztlich auch nur deshalb geschieht, weil es Gottes Wille war.

Wenn dann die Frage kommt: „Würde das dann bedeuten, daß Hitler ein Instrument Gottes war?“ dann muß diese Frage von einem Advaita-Lehrer letztendlich mit ja beantwortet werden. Das kannst du natürlich nicht sagen in der Öffentlichkeit. Da ist dann die Empörung groß über solch eine Aussage! Das Problem mit so einer Aussage ist, daß diese Aussage von denjenigen, die sich darüber empören, in keiner Weise auch nur ansatzweise verstanden wird. Es ist keine Aussage, die für das Über-Ich gedacht ist, für das selbstgerechte, wo es Empörung verursacht. Und es ist auch keine Aussage, die irgendetwas entschuldigen will. Das versteht das Über-Ich gleich falsch. Es geht nicht darum, die Abwegigkeiten, Irrtümer, Scheinheiligkeiten, Gewalttätigkeiten von Menschen in ihrem Geist zu entschuldigen. Und wir leben in einer Gesellschaft, wo diese Taten in der äußeren Welt ihre Konsequenzen haben werden und verfolgt werden müssen. Und das ist richtig und gut so. Und diese Widersprüchlichkeit scheint im logischen Denken nicht wirklich zu verstehen zu sein. Von innen betrachtet, von einem höheren Standpunkt aus betrachtet, ist das Wissen da, daß es trotzdem gut ist, wie es ist. Und daß der scheinbare Freiraum des freien Willens, den Menschen in ihrem Geist haben, um zu leiden, auch bedeutet, daß sie anderen Menschen aus Unwissenheit Leid zufügen. Paul Brunton, auch ein Advaita-Lehrer, hat den freien Willen und Gottes Willen beschrieben als zwei konzentrische Kreise. Der kleinere Kreis ist der Kreis des freien Willens, während Gottes Wille diesen Kreis umfängt und umfaßt, so daß von einer höheren Sicht aus betrachtet klar ist, daß es ist Gottes Wille ist, der die Illusion und den scheinbaren Freiraum des freien Willens in sich trägt und zuläßt.

Daher ist es möglich, daß Menschen Dinge tun, die Leid zufügen, und trotzdem ist das im Auftrag einer höheren Instanz. Und jeder Mensch ist letztlich nur eine Marionette und sonst gar nichts. So wie jedes Wesen.

Frage: Ich glaube, es ist zum ersten Mal die Bereitschaft in mir, das zuzulassen, daß es so sein könnte.

OM: Ja, laß einfach zu, daß es so sein könnte. Glaube nicht blind, daß es so ist, aber akzeptiere dieses Konzept. Ziehe in Erwägung, daß es so sein könnte, und sieh was geschieht. Und deine Sicht ändert sich.

Ich danke Dir.
Kleines Vorwort vorweg, ich bin seit Donnerstag krank, habe vorallem ständig Kopfschmerzen und fühle mich ausgepowert, habe wohl ein wenig zu viel Gas während meiner Arbeit gegeben. Darum auch keine Beiträge von mir die letzten Tage. Seit heute abend geht es wieder ein bisschen besser und wollte hier wieder aktiv werden, mir ist jedoch im Laufe dieses Postes klar geworden, dass noch einiges vorallem Konzentration fehlt, um diesen Post den gewünschten Schliff meinerseits zu geben, um zufrieden mit der Aussage zu sein, die ich eigentlich vermitteln wollte. Ich fand es aber auch irgendwie schade alles zu löschen, denn es handelt sich in meinen Augen um zwei absolut wichtige Themen, wo ich einfach Senf dazugeben musste.
Ich hoffe, spätestens in ein paar Tagen, finde ich wieder die nötige Präzision, um die Nägel effektiver auf die Köpfe zu schlagen.

Zum eigentlichen Post:

Teilweise vielleicht Off-Topic
hmm...interessante Entwicklung dieses Threats!
ich will mich mal ganz weit aus dem Fenster lehnen, denn sobald das Thema "Hitler" kommt sind ja viele Menschen aus verständlichen Gründen sehr sensibel.
Ich verurteile genauso, wie gottseidank die meisten Menschen, was damals passeirt ist. Ich bin politisch links gerichtet und hoffe nicht, dass durch nachfolgende Gedankengänge ein anderes Bild auf mich geworfen wird, jedoch...
... ich bin der Meinung, dass Hitler in viele Köpfen dieser Welt sehr viel bewegt hat und vorallem auch positive Dinge. Ich denke hätte es Hitler nicht gegeben, wäre ne Menge mehr Müll nach dem zweiten Weltkrieg passiert. Ok, klar die Zeit von damals bis heute war nicht Friede, Freude, Eierkuchen, jedoch gab es z.B. keine Kriege mit dem Ausmaß vom 1. und 2. Weltkrieg.
Ich weiß nicht wie die Kubakrise ohne den 2.Weltkrieg verlaufen wäre.(wäre es vielleicht zum atomaren Weltkrieg gekommen? dann wären weitaus mehr Menschen negativ beeinflust worden als durch den 2.WK (ohmann, ich weiß das klingt krank, zig Millionen Opfer, um vielleicht Hunderte von Millionen zu retten, erklär das mal bitte den Menschen, die soviel verloren haben in der Zeit, dennoch fühle ich mich genötigt, diese Gedankengänge aufzuschreiben) Ich weiß nicht wie der Durchschnittserdenbürger zu der *Ausländerfrage* stehen würde, wie die politischen System im allgemeinen aussehen würden... ich weiß nicht, was ich für ein Mensch wäre ohne Hitler, ohne diesen Teufel in Menschengestalt, ohne alle darauf gemachten Diziplin-Untersuchungen(z.B. das Verhalten ausloten von Menschen wie weit sie gehenwürden, wenn sie der Auffasung wären, dass die Endverantwortung für ihr Handeln nicht bei ihnen selbst liegt/ Milgram ist wohl das passendste und vorallem bekannteste Beispiel dafür, wie auch viele andere Untersuchungen mehr), Bücher wie "Die Welle" würde nicht so viele Jugendliche und Erwachsene in den Bann ziehen und zum Nachdenken bringen.
Es waren vorallem die Umstände damals , die damals soviel Nährboden für solch eine schreckliche Wendung gegeben hat. Die Menschheit ist natürlich nicht gefeit, hat aber dennoch gelernt. Viele Menschen sind kritischer geworden gegenüber Autoritäten und dem blinden Gehorsam.
Klar, man könnte auch sagen, vielleicht hätten wir jetzt ohne Hitler paradiesische Zustände auf der Erde. Ich jedoch bin der Meinug, dass erst solch ein Monster auf Erden wandeln und wirken musste, um gewisse Tendenzen in viele Köpfe der Menschen zu hämmern. Später wäre es sowieso irgendwo eskaliert, denn die Menscheit hatte eben noch nicht diese Erfahrung gemacht und wenn ich mir vorstellen würde, so ein Mensch wie Hitler würde in USA heutzutage an die Macht kommen, läuft es mir kalt den Rücken runter. Zugegeben G.W.Bush ist nicht das Gelbe vom Ei, aber ihn ernsthaft mit A.Hitler vergleichen zu wollen halte ich doch für Unsinn.
Lange Rede kurzer Sinn, die menschliche Geschichte brauchte so einen zu diesem Zeitpunkt, um richtig zu eskalieren, um das damals herrschende Pulverfass zur Explosion zu bringen und Sensibilität, Angst, Tatendrang und Respekt vor weiteren Pulverfässen zu entwickeln, um dann mit diesen intelligenter umzugehen. Die Pulverfässe sind heute qua Sprengkraft bei weitem größer als früher, aber gottseidank wollen die, die diese besitzen im Grunde genommen, diese nicht zünden (Lerneffekt) und die die das tun würden, haben gottseidank (noch) keine so großen.
peace

Topic:
Ich sehe die Sache ähnlich wie Lisken: wer sagt denn das das Leid schlecht/böse ist? Wir wissen nicht, was in zig Jahren ist, eins ist sicher, Wut ist einer der besten Motoren, um Veränderungen herbeizuführen (berbeiführen zu wollen). Harmonie ist Stillstand und die Menscheit hat bei weitem noch nicht einen solchen Status erreicht, in dem Stillstand erwünschenswert wäre. Stillstand meine ich in diesem Sinne vorallem auf Wissen bezogen. Spannungen rufen den Wunsch bei Menschen hervor nach Antworten. Wenn die Basis geklärt ist: woher? warum? wohin? und was sind die theoretischen Grenzen des Menschen (körperlich wie geistig wie von der Seele)?, dann wird Harmonie eintreten jedoch ohne Stillstand, denn alle Grenzen der Möglichkeiten der Menschen in der Praxis zu erreichen ist unmöglich und es geht weiter...
kdas: gebe ich auch teilweise Recht, besonders mit seiner zweiten Annahme (x=?, warum dann nicht eben einfach x=y , einfach so aus der Luft gegriffen!)
Ich weiß natürlich auch nicht, ob Gott existiert oder nicht. Ich kann aber gut, mir die meisten Dinge auf dieser Welt jedenfalls im Groben ohne Gotteseinfluss erklären. Ok, die Frage, woher kommen wir(im Sinne von alles)? Also was war vor dem Urknall? kann ich absolut nicht so beantworten, dass ich auch nur einigermaßen zufrieden wäre mit der Antwort, aber darüber zerbreche ich mir im Moment einfach nicht weiter den Kopf oder erfinde mir irgendwas Göttliches als Erklärung, sondern warte einfach ab, was die Zukunft bringt, denn wie schon in einem anderen Threat erwähnt, der Schlüssel für die Vergangenheit liegt in der Zukunft und falls wir in Zukunft unwiderlegbar auf Gott stoßen, ist das natürlich auch gut so, aber bis dahin, raus aus den ganzen Vermutungen und Verkrampfungen/Rechthabereien und nach vorne gucken und zwar langfristig.
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