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| nasruddin hat folgendes geschrieben: |
Ich habe die Evolution nicht getroffen. Deshalb konnte ich sie bisher nicht Fragen. Somit kann ich Dir nur folgendes Sagen:
Welches Ziel die Evolution hat, können wir im jetzigen Zeitpunkt nicht Erkennen....
Aber die Mutmassung, dass die Evolution aufgrund unserer derzeitigen Erkennisunfähigkeit kein Ziel verfolgt, kann ich auch nicht erstellen. |
Ich sehe die Auswirkungen der Evolution tag-täglich.
Alles in der Natur basiert auf ihr.
Alle Schmetterlinge, Käfer, Mäuse, Katzen, Hunde, Fliegen, Blumen und auch Du und ich.
Die Evolution hat ein Ziel, aber natürlich nicht im Sinne eines End-Ziels.
Mutation und Selektion ergeben stets neue Ziele.
Die Evolution plant nicht, sie arbeitet vielmehr nach Versuch und Irrtum.
Eine Mutation lässt sich nicht vorplanen.
Es kommt immer darauf an, welcher Teil der Erbanlage durch Umwelteinflüsse verändert wird.
Man muss nicht mutmaßen, denn wir sehen ja bereits die Erfolge der Evolution innerhalb mehr als einer Milliarde Jahre.
Neue Spezies werden entstehen.
Und irgendwann wird wohl auch der Mensch aussterben.
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@Martin
... und es geht noch weiter:
Unnatuerliche Mutatonen sehen wir bei saemtlichen Zuechtungen, egal ob Aepfel, Mais, Tulpen, Maeuse, Hunde, Katzen oder Schweine.
Bei allen hat sich das natuerliche Erbgut veraendert.
| Zitat: |
| Und irgendwann wird wohl auch der Mensch aussterben. |
Waere Schade drum. Ich glaube eher an eine Mutation, die vielleicht nicht einmal natuerlich sein muss. (-> Zukunftsvisionen der Prothetik)
lg
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@ Martin H.
@ nasruddin
Liebe Freunde,
Naruddins "Symbiosegedanke" hat mich noch zu folgender Ergänzung veranlasst.
Wenn in der Aussagenlogik nur das eine Aussage ist, was eindeutig in wahr oder falsch zu klassifizieren ist, entsprechend dem Grundaxiom der Objektivität der Naturwissenschaften, dann kann man sehr leicht Argumente finden, dass es niemals Aussagen gibt, die eindeutig wahr oder falsch sind, oder dass es niemals eine ewige und 100% Objektivität gibt.
Wenn ich nämlich sage: Der Himmel ist blau, so müsste ich eigentlich daraus machen: Ich sehe den Himmel blau. Oder: Ich denke der Himmel ist blau. Damit ist dieser Satz aber keine Aussage mehr. Das Ich ist nämlich immer Teil des "Statements" wie auch des Begreifens. Damit gibt es letzlich keine echten Aussagen. Es ist immer ein Teil: Ich denke also bin ich dabei.
Auf die Naturwissenschaften übertragen bedeutet das, es gibt letztlich keine absolute Objektivität, bestenfalls eine realtive, was aber letztlich nicht genügen kann um zu sicheren Behauptungen über die Welt vor unseren Augen zu kommen. Denn alles ist tatsächlich mit allem verbunden, und wie uns die Chaostheorie mit ihren Attraktoren und Mandelbrotmengen erklärt, geringste Änderungen der Ausgansposition können dramatische Änderungen im Ergebnis bewirken. Der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings kann letztlich einen Orkan verursachen.
So, nun habe ich in der Sprache der Naturwissenschaften argumentiert, um zu zeigen, dass man auch systemimmanent in den Naturwissenschaften eigentlich auf so ein Ergebnis kommen kann. Auf allgemein verständlichere Weise können wir wie Nasruddin einfach von der Symbiose der Dinge sprechen, von dem sich immer gegenseitig beeiflussenden Miteinander, sodass wir die Komplexität und Großartigkeit des Ganzen, von dem wir ja Teil sind, objektiv und auch in der Betrachtung, von innen heraus gar nicht überblicken können.
Doch sollte es uns zu denken geben, dass das Ganze immer mehr ist als die Summe seiner Teile. Und so ist für mich Gott dieses Ganze, das eben mehr ist als Materie, Erde, Geist, Mensch. Unbegreifbar und Erhaben.
Der Geist jedoch hat die Fähigkeit zu sein und zu werden. Wir können das Ganze, Gott zwar nicht verstehen oder begreifen, aber wir können unsere inneren Grenzen niederreissen und zu Ihm werden, zu dem Werden was wir schon immer und ewig sind, Das Ganze, so wie in der Chaostheorie und der Mandelbrotmenge das sog. Apfelmännchen Teil und gleichzeitig das Ganze ist. Das ist die Selbstähnlichkeit. Gott schuf uns nach seinem Bilde.
Ich bin der ich bin. Wir sind Allein, sind All-eins.
Lieber Gruß Vaijanath
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Gut Vaijanath, ich habe bereits an Deinen Namen geahnt, dass in Dir der Advaitagedanken vorherrscht.
Daher: Willkommen im Club!
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@vaijanath
Lieber Seelenfreund.
Ich bin hoch erfeut wenn ich Deine Ausführungen lese.
Sie sind immer klar und deutlich.
Wir Mystiker haben die Angewohnheit alles auf die Nachvollziehbarkeit in dem täglichen einfachen Leben, das jeden Menschen umgibt zu reduzieren.
Davon ist immer die Vereinfachung für gewisse Erfahrungen betroffen.
Die eine Gefahr ist, das man sich in den Begriffen vertut...
Die andere Gefahr an den Begriffen ist, dass diese unkritisch eingenommen und dann zur Gewissheit werden, ohne zu erkennen, dass es immer Analogie, ein Sinnbild für etwas ist, das sich letztendlich in seiner Ganzheit nicht mit menschlichem Ermessen ergründbar lässt.
Hier wurde der wissenschaftliche Begriff "Evolution", ein Resultat des Göttlichen Wirkens, mit einer Aktion oder Bildnis zusammengeführt. Die "Evoution" wurde als etwas Aktives, als etwas das erwirkt oder bewirkt, etwas das wohl Handelt aber kein Ziel hat dargestellt.
Evolution wurde zu Gott. Sie hat ein eigenleben Entwickelt...
Das ist die Gefahr bei Begriffen, die einmal ausgesprochen, zu einem einzig wahren "Weg" zur Erkenntnis werden.
In der Wissenschaft wird diese mit immerwährendem "Zweifel" und der dazu nachfolgenden Kontrolle des Gültigkeit einer Aussage, auf den jetztigen Stand des Wissens, "State of the Art" - angewandt.
In der Mystik wir diese Gefahr durch eine gewisse Unschärfe - Verschleierung wird des genannt - seiner Kraft beraubt.
Dadurch ist der Weg in die nächste "relative Wahrheit" in eine neue Verifikation geebnet und das Individuum hat die Freiheit auszubrechen oder sich damit nicht identifizieren zu können, falls das Verständnis zur Sache fehlt.
Der Mystiker ist sich der symbiotischen Unschärfe bewusst und kann dadurch die Erfahrung in die jeweilige Situation, die den Faktoren Zeitgeist, Umgebung und Bewusstsein unterstehen, anwenden.
Gruss
Nasruddin
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