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Nun ich glaube an einen Gott.
Ob Gott dieses Universum erschuf, ob diese Natur, die für die einzelnen Wesen ein ständiger Kampf ums überleben bedeutet, von Gott gebildet wurde , das ist für mich zweifelhaft. Das sehe ich lieber so, wie bei "ein Kurs in Wundern" es ist eine Illusion, die begründet in der Illusion der Trennung von Gott ihren Anfang nahm.
Ansonsten:
Höchstwahrscheinlich sind von einer Milliarde Universen 999 999 999 Universen Totgeburten. Höchstwahrscheinlich sind von allen Planeten nur ein Promillsatz Bewohnbar. Aber was wundert es, dass ausgerechnet auf einem Bewohnbaren Planeten in einen Bewohnbaren Universum das Leben sitzt und sich wundert, warum Alles ausgerechnet so ist und nicht anders.
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@ Martin H.
| Zitat: |
| Höchstwahrscheinlich sind von einer Milliarde Universen 999 999 999 Universen Totgeburten. Höchstwahrscheinlich sind von allen Planeten nur ein Promillsatz Bewohnbar. |
Lieber Martin,
das ist die Begründung der Naturwissenschaften für die Unwahrscheinlichkeit unseres Daseins. Die Milliarde reicht da sicher nicht. Es gibt einen Satz in der Physik, dass von zwei Modellen immer das recht hat, das einfacher ist und direkter.
Aus dieser Sicht ist das Modell von Aberzigbillionen toten Universen um eines mit intelligentem Leben zu erklären sicherlich wesentlich weniger einfach und direkt, als das eines Schöpfers.
Lieber Gruß Vaijanath
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Das sehe ich nicht so, denn wo liegt das Problem, wenn es noch so viele Milliarden tote Universen gäbe? Irgendwann stimmen die Naturkonstanten eben.
Ich glaube ja an einen Gott, aber ich glaube nicht daran, dass Gott sich durch irgendwelche Rechenmodelle herleiten lässt. Gott findet man in der Tiefe des Herzens und nicht im Taschenrechner.
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@ Martin H.
Ja, dem stimme ich zu. Bei genauer Betrachtung kann ein objektiver (naturwissenschaftlicher) Ansatz ja zwei Dinge per Grundannahme gar nicht untersuchen und daher auch zu keiner Aussage finden, die "wahr" ist (s.u.).
1) das Ganze. Denn im Ganzen ist immer auch das Subjekt, der Untersucher enthalten und damit die Untersuchung/Betrachtung nicht mehr objektiv (Grundaxiom ist ja, dass der Untersucher, das Subjekt, das Objekt seiner Untersuchung nicht beeinflussen darf, bzw. von diesem streng getrennt sein muss.)
2) das Subjekt. Den Untersucher, das Ich. (Paradebeispiel Psychologie. Ein Psychologe braucht immer einen Supervisor.)
Das deckt sich mit der Aussagenlogik, die nur dann von einer Aussage spricht, wenn diese eindeutig in die Kategorie wahr oder falsch einordenbar ist. Z.B: Der Himmel ist (im Moment) blau. Ich kann Leute bitten, nach draußen zu schauen und sie werden mir das bestätigen, oder eben nicht.
Bei Aussagen allerdings, die sich auf das Ganze (die ganze Aussage) beziehen oder auf das Subjekt (den Kern) der Aussage, haut das nicht mehr hin. Z.B.: Ich bin der ich bin. Ich denke also bin ich. Oder die andere Kategorie: Diese Aussage ist falsch. Diese Aussage ist wahr. (Nehme ich im ersteren Falle an, dass sie wahr ist, dann muss sie also falsch sein. Im zweiten Falle führt weder die Wahrheitsannahme, noch die Falschheitsannahme zu einem Widerspruch und damit sind sie nicht eindeutig in entweder wahr oder falsch einordenbar. Es sind eben keine Aussagen im Sinne der Aussagenlogik.)
Aussagen über Gott, das Ganze, die Schöpfung mit uns einschließlich oder über die Seele kann die Naturwissenschaft also gar nicht treffen, ohne gegen das Grundaxiom der Objektivität zu verstoßen.
Lieber Gruß Vaijanath
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@Martin H.
| Zitat: |
| Dann nenne mir ein anderes Ziel der Evolution. |
Ich habe die Evolution nicht getroffen. Deshalb konnte ich sie bisher nicht Fragen. Somit kann ich Dir nur folgendes Sagen:
Welches Ziel die Evolution hat, können wir im jetzigen Zeitpunkt nicht Erkennen....
Aber die Mutmassung, dass die Evolution aufgrund unserer derzeitigen Erkennisunfähigkeit kein Ziel verfolgt, kann ich auch nicht erstellen.
| Zitat: |
| Mutation und Selektion sind ihre Tiebfedern und eine hohe Fortpflanzungsrate einzelner Spezies zumindest bis zu dem Lebensalter, wenn der Nachwuchs flügge ist. |
Gut beobachtet.
Daraus ein gesamtevolutionäres Ziel oder Un-Ziel herzuleiten bleibt aber eine Mutmassung...
| Zitat: |
| Natürlich berühren sich Parallelen nicht, aber was hat das denn mit der Tatsache zu tun, dass bei einer Symbiose Entwicklungen interdependent verlaufen? |
inter = innerlich, voneinander
dependent (von dependere ) = abhängig
Symbiose hat für mich mit Berührungen und nicht mit unberührbarer Abhängigkeit zu tun. Es ist ein abwechselndes Ziehen, Stossen und Nachfolgen, ein Geben und ein Nehmen. Es ist nicht parallel sondern wie etwas Einzelnes das Getrennt ist. Es ist erst eins, wenn beides existieren...
Gruss
Nasruddin
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