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@Martin H.
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Dies ist das Beispiel einer Symbiose.
Hier verliefen zwei Entwicklungen parallel und zu einem Ziel hin, das beiden Spezies einen Vorteil einbringt. |
Parallelen berühren sich nicht. Hier sind sie aber Zusammen.
Sie existrieren von und durch ihre Berührungen...
| Zitat: |
| Die Biene ist nicht für die Pflanze geschaffen. |
Wer weiss es. Beweise mir das Gegenteil.
| Zitat: |
| Denn die Evolution verfolgt kein bestimmtes Ziel, außer natürlich dem Fortbestand einer Art. |
Das ist eine vom Menschen erdachte Erklärung. Eine Rationalisierung.
Etwas das nachhinein begründet wird.
Hast du die Evolution gesehen.
Und dann hast Du sie gefragt:
"Was für ein Ziel verfolgst du ?" und sie sagte "nee habe kein bestimmtes Ziel"
Hat irgendjemand die Evolution gefragt: "Hey was tust du da!"
Erklärungen werden zu Mutmassungen wenn sie als "Gewissheiten" der eigenen Vorstellung werden...
Gruss
Nasruddin
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Dann nenne mir ein anderes Ziel der Evolution.
Mutation und Selektion sind ihre Tiebfedern und eine hohe Fortpflanzungsrate einzelner Spezies zumindest bis zu dem Lebensalter, wenn der Nachwuchs flügge ist.
Natürlich berühren sich Parallelen nicht, aber was hat das denn mit der Tatsache zu tun, dass bei einer Symbiose Entwicklungen interdependent verlaufen?
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@Martin H.
Lieber Martin,
es gibt so unzählige Wunder und erstaunliche "Zufälligkeiten" beginnend bei der Entstehung unseres Universums aus physikalischer Sicht. Einzelne Naturkonstanten hätten nur in der x-ten Stelle hinter dem Komma anders lauten müssen, damit keine Materie entstehen konnte. Zufälligerweise entstand ein Überschuss von Materie gegenüber Antimaterie. Zufälligerweise kommt es nicht nur zu dieser Assymetrie, sondern auch zu Fluktuationen des uranfänglichen Plasmas, sodass sich Inhomogenitäten kosmischen Ausmaßes bilden, (die sich später zu Galaxienhaufen gruppieren). Zufälligerweise spaltete sich die Uranfängliche Einheitskraft in die uns bekannten physikalischen Kräfte wie Magnetismus, Gravitation, Elektromagnetismus, schwache und starke Kernkraft auf, die zufälligerweise jeweils über andere Entfernungen wirken und bewirken, dass sich nicht nur aus den Elementarteilchen Atome bilden, vor allem Wasserstoff und Helium, sondern sich diese auch noch zu größeren Gebilden wie Sternen zusammenballen können. Zufällig ist die dunkle Materie und die dunkle Energie genaus so gestaltet, dass sich Galaxien bilden, überhaupt die Voraussetzung für die Entstehung von Sternen und Planeten und zufälligerweise ist die Natur so gestalten, dass in den ersten Sternen bei der Fusion von Wasserstoff Engergie frei wird, so dass zum ersten Male Licht wird.
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Lange Zeit rätselten die Astrophysiker darüber, wie es sein kann, dass einzelne Atome sich im fast leeren Raum überhaupt zu festen Körpern zusammenfinden können. Zufällig ist so ein leuchtender Stern über Millionen Jahre im Gleichgewicht zwischen Gravitation und Strahlungsdruck. Zufällig enstehen durch Fusion auch höhrere Elemente, wobei bis zum Kohlenstoff diese "Verbrennung" exotherm ist und zufällig enden bei weitem die meisten Sonnen wie einmal unsere in einer Supernova, die damit die höheren Elemente in einer Galaxis verteilen und bilden die Grundlage für organische Moleküle, die bereits im interstellaren Raum entstehen. Zufällig entstehen fast zwangsläufig um einen Stern der zweiten Generation protoplantetare Scheiben aus kosmischem Staub, der sich (lange hat man gerätselt, welche Mechanismen dazu führen) fast zwangsläufig zu Planeten zusammenballt, die fast zwangsläufig unserem Planetensystem ähneln, erdförmige Planeten innen, Gasplaneten außen. Und zufällig schützen diese Gasplaneten die inneren indem sie wie ein Staubsauger Asteroiden und Kometen aus dem inneren Bereich heraussaugen. Zufällig sind Planetenbahnen über Milliarden Jahre hinweg stabile Systeme (auch das war anfänglich nicht logisch). Zufällig ist die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff ein Bipol mit erstaunlichen Eigenschaften, wie z.B. der Tatsache, dass sich in Wasser alle möglichen Dinge lösen können, es gibt eine Oberflächenspannung, Eis ist leichter als Wasser u.a.. Voraussetzungen für die Entwicklung von Micellen und ersten zellartigen Strukturen. Zufällig wird die Urerde aus dem Universum dosiert von kleinen Kometen voller oranischer Moleküle bombadiert.
Und um es kürzer zu machen, zufällig entsteht Leben, zufällig der Mensch, der schließlich über sich selbst nachdenkt und sich fragt, ob das alles einen Sinn macht, ob es einen Plan gibt.
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Alle diese Entwicklungen sind als einzelne Schritte erstaunlich, man mag sie noch genauer untersuchen und feststellen, dass jeder kleine Unterschritt nahezu zwangsläufig zu dem Ergebnis führt. In der Summe jedoch ist es mehr als vermessen zu denken, wir könnten tatsächlich mit unserem Verstand begreifen und unterscheiden, ob es einen großen Schöpfungsplan gibt oder nicht. Wir sind kleiner als Sandkörner, so unbedeutend. Unsere ach so großartigen naturwissenschaftlichen Errungenschaften (ich würde eher sagen, Geschenke an die Menschheit), sind in Anbetracht der Rätsel vor unseren Augen so erbärmlich, dass wir eigentlich vor Demut auf dem Boden kriechen müssten.
Übrigens sind die Astrophysiker und Kosmologen inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass unsere Erde bei weitem kein Einzelfall ist, sondern eher die Regel und dass es in unserer Milchstraße zwischen 5 und 1000 intelligente Lebensformen geben sollte. Da wir aber einige hundert Milliarden Galaxien in unserem Universum haben, mag man sich vorstellen dass es von intelligenten Wesen mit einem materiellen Körper nur so wimmelt. (Zufall?) Die Esoterik spricht allerdings davon, dass Leben in einem materiellen Körper eher die Ausnahme ist. Höher entwickelte spirituelle Wesen würden auf Planteten, bzw. Ebenen leben, die für einen menschlichen Körper unbewohnbar seien. Allerdings sei diese strenge Trennung von Materie und Geist auch nur das Produkt einer Illusion. Alles sei Geist und alles Bewußtsein und von Bewußtsein durchdrungen. Die Esoterik sagt, dass alles was wir im All sehen von Wesen bevölkert ist, meist Wesen, ohne Körper.
Diese naturwisschenschaftliche Welt, sei weit weniger als die Hälfte des Universums. Der weitaus größere Teil der Schöpfung, so sagen die Schriften, ist in uns. Und die wahre Aufgabe, das wahre Ziel der bewußten Wesen sei die Entdeckung, die Wiederentdeckung und die Rückkehr in den Anfang.
Lieber Gruß Vaijanath
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