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@Vaijanath
Mein Lieber Freund.
Ich betrachte die Welt so wie sie ist. Gott-gegeben.
"Du sollst nicht töten" bedeutet für mich nicht, das man nicht töten darf.
Diese Haltung ist unsinnig, insbesondere dann, wenn in Notwehr ein Angreifer getötet werden müsste.
Dieses ist eine Extrem-Beispiel. Aber kann vielleicht zur Klärung der Sache beitragen.
Wieso wird es nicht wie folgt interpretiert:
"Du sollst nicht töten um des tötens Willen!"
Gerade die Bhagavad Gita gibt das Beispiel dazu. Aber diesem Thema wird immer wieder ausgewichen!
Arjuna ist im Kriegszustand. Also. Bereit zum Töten und wird durch Krishna dazu aufgefordert!
Dies muss doch nun einfach akzeptiert werden.
Was hindert euch daran, diese Situation anzuerkennen und sich Gedanken zu machen, was Töten und Essen gemeinsames haben?
Auch die Vegetarier Töten! Liegt der Kopfsalat nicht am Sterben wenn es von ihrer Wurzel geköpft wird!
Die Jainisten sind dabei wenigstens die Konsequentesten.
Einige mehr andere weniger...
Aber nur Vegetarier zu sein Aufgrund einer Vorstellung dass Tiere mehr Leben haben als Pflanzen und dann auf eine Ameise zu treten ist für mich nicht Konsequent.
Meine Frau ist eigentlich eine Vegetarierin. Lebt mit einem Fleischfresser zusammen. Wir diskutieren gelegentlich diese Situation.
Die Feststellung, dass ich mehr Fleisch brauche ist für sie OK.
Die Feststellung, dass sie gar kein Fleisch braucht ist für mich OK.
Wir haben uns zusammengefunden.
Aber nur dadurch, das keine Vorurteile existieren und mit dem Wissen, das das Leben eigentlich ein Sterben ab dem Beginn der Zeugung ist.
Ich habe mir Gedanken gemacht, wenn ich ein Nutztier wäre. z.Bsp. ein Schaf und mir meiner Situation bewusst.
Was glaubt ihr würde ich mit meiner jetzigen Inneren Haltung tun?
Mich so gut wie es nur möglich ist ernähren. Meine Wolle pflegen und schön wachsen lassen. Schauen dass mein Fleisch zart und schmackhaft wird.
Warum diese Schönmacherei und sich Vorbereiten auf den Tag der Schlacht. Und mit Freude an die Schlachtbank.
Weil der Herr der mich Erschaffen hat, mich mit einem Zweck erschaffen hat. In diesem Falle als Nahrung für ein anderes Geschöpf. Dieser Zweck ist mein vorgegebenes Ziel. So zu werden, wofür Gott mich geschaffen hat.
Und so dass Gott seine Freude an mir hat.
Diese Haltung ist dann Karmafrei, wenn das Töten nicht Verurteilt wird.
Wenn das Töten mit einem Zweck und so schmerzfrei wie nur möglich erfolgt. Also so natürlich und schmerzlos wie nur möglich.
Wenn nur wegen des Tötens, Fleisch nicht gegessen wird, das ist für meine Begriffe Unsinn und völlig am Zweck vorbei.
Denn getötet wird immer.
Es kommt nur darauf an wozu und wie.
Gruss
Nasruddin
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@nasruddin
Lieber Seelenfreund,
auch ich esse Fleisch, weil ich es nicht lassen kann. Mit einem schlechten Gewissen! In der Situation der Notwehr, oder einer vergleichbaren ist es zweifellos erlaubt, das höhere Prinzip zu schützen und zu bewahren. Das kann bedeuten, den Angreifer zu töten oder den eigenen Tod in kauf zu nehmen. Wie alle Entscheidungen kann uns diese niemand abnehmen.
Doch nur um der Lust der Zunge willen, höher bewußtes Leben zu töten, ist wohl in fast allen Fällen unmoralisch und ein Verbrechen gegen die Natur. In unserer heutigen Zeit erleben wir allerdings noch eine perverse Steigerung, wenn wir uns die heutige Massentierhaltung ansehen, die Schlachthöfe und gefüllte Supermarktregale. Bewußtes Leben wird auf die materielle Grundlage reduziert und zur Ware. Eigentlich ist es wie ein Besuch im Bordell. Wir suchen Liebe und erhalten nur Körperlichkeit. Sorry für diese drastischen Worte.
Doch natürlich sind wir alle nicht frei von "Sünde". Jede Sekunde die wir ichbezogen denken, wenn wir über andere Schlechtes denken, wenn wir über uns selbst schlecht denken, wenn wir sagen "Ich" und damit unseren Körper meinen und nicht das All-Ich, zelebrieren und zementieren wir die Trennung vom Ganzen.
Es ist also nicht so wichtig, ob man Fleisch ißt, oder nicht. Hier und Jetzt danach zu streben, die Einheit der Dinge zu erkennen, in dem Menschen mir gegenüber in der S-Bahn das Göttliche zu sehen, oder noch schwieriger, in unserem nervigen Nachbarn zu sehen, zu erkennen wir sind Ein Bewußtsein, alles ist aus Bewußtsein gemacht, alles ist Bewußtsein, Ich bin Das, Tat Tvam Asi, Ich bin der Ich bin, das ist wichtig. Ein menschliches und moralisches Leben zu führen. Das ist das höhere Prinzip und das ist wichtig. Alle Religionen und Philosophien sind wie die Bücher, die uns in der Schule begleiten. Sie bereiten uns nur vor auf das Leben. Wie wir dieses Leben dann tatsächlich leben, das ist "wahre Religion" und gleichzeitig keine Religion. Unsere wahre Auseinandersetzung mit Religion, ist das reale Leben. Deshalb gibt es so viele Religionen wie Menschen und keine einzige "wahre Religion".
Lieber Gruß Vaijanath
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| nasruddin hat folgendes geschrieben: |
| Auch die Vegetarier Töten! Liegt der Kopfsalat nicht am Sterben wenn es von ihrer Wurzel geköpft wird! |
nasruddin, jeder zieht seine Grenzen wo anders.
Wenn Du pflanzliches Leben mit tierischem Leben gleichsetzt, nach dem Motto: "wer Pflanzen tötet, kann auch Tiere töten" dann wäre die weitere Schlussfolgerung: "wer Tiere tötet der kann auch Menschen töten."
Eine Pflanze lässt sich mit einem Tier insofern nicht vergleichen, denn eine hat Pflanze kein Gehirn und somit auch kein Bewusstsein. Wer aber behauptet: Pflanzen fühlen und haben Ängste, der muss die Frage beantworten: "mit welchem Denkorgan?"
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| Zitat: |
| denn eine hat Pflanze kein Gehirn und somit auch kein Bewusstsein. Wer aber behauptet: Pflanzen fühlen und haben Ängste, der muss die Frage beantworten: "mit welchem Denkorgan?" |
Diese Aussage solltest Du aber keinem Floristen stellen, wenn Du anschließend "überleben" willst. Dass Pflanzen fühlen können, ist angeblich von Biologen nachgewiesen worden. Unds wozu sollte dafür ein Denkorgan in der form notwenig sein?
Gruß
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@Martin H.
Lieber Martin.
| Zitat: |
nasruddin, jeder zieht seine Grenzen wo anders.
Wenn Du pflanzliches Leben mit tierischem Leben gleichsetzt, nach dem Motto: "wer Pflanzen tötet, kann auch Tiere töten" dann wäre die weitere Schlussfolgerung: "wer Tiere tötet der kann auch Menschen töten." |
Das ist aber so. Der Blödel-Spruch im Krimi heisst nicht umsonst:
"Der Gärtner ist der Mörder"...
*** Spasseshalber. Aber auch die Dümmsten Sprüche haben irgendwo noch ein Zipfelchen Wahrheit drin ***
Ich setze jegliches Leben gleich! Ich versuche keinen Unterschied zu machen... ( Manchmal gelingt es mir aber auch nicht immer ) Ob Pflanze, Tier oder Mensch. Auch Steine sind Lebendig. Da alles aus dem EINEN ist.
Sagte nicht Jesus im "Vater Unser" - wie im Himmel so auf Erden...
| Zitat: |
Eine Pflanze lässt sich mit einem Tier insofern nicht vergleichen, denn eine hat Pflanze kein Gehirn und somit auch kein Bewusstsein. Wer aber behauptet: Pflanzen fühlen und haben Ängste, der muss die Frage beantworten: "mit welchem Denkorgan?"
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Wenn für das Bewusstsein ein Gehirn benötigt wird, sind Tiere ohne Gehirn dann was? Ich Denke an Quallen, Schnecken, Würmer und andere.
Wenn eine Bewusstsein ein Gehirn benötigt, dann haben Tiere ein Bewusstsein. Demzufolge müssten diese ihre wahre Natur erkennen und auch zielgerichtet dem Schicksal zu entrinnten versuchen. Indem Sie z.Bsp Werkzeuge bauen...
Einerseits machen wir Unterscheidungen und Abstufungen zwischen den Lebewesen. Katelogisieren sie dann als Essbar oder bei Tieren Fressbar.
Und denken wir seien dann ganz oben.
Manchmal denke ich, wenn ich die Wälder anschaue, über Wiesen wandere, dass wir Menschen und Tiere eigentlich für die Pflanzen geschaffen wurden und nicht umgekehrt.
Denken wir an die Bienen...
Gruss
Nasruddin
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