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Eine Frage an das Christentum












Zitat:
ich kann zwar nicht für das "Christentum" antworten, aber für mich selbst tue ich das sehr gerne.
Das ist jetzt meine persönliche Meinung als gläubiger Christ.

Jesus ist der Sohn Gottes.
Jesus ist nicht Gott.
Jesus ist Christus der Erlöser.
Jesus Christus ist von den Toten auferstanden.

Ich finde es bedauerlich, daß Jesus Christus von den Muslimen nur als ein Prophet angesehen wird. Denn würde man ihn wirklich als Prophet akzeptieren, dann sollte man doch auch seine Worte bedenken, wenn er sagt:

Lk 10,22
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Joh 3,35
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.

Joh 5,19-26
19 Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet.
21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
22 Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
24 Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.
25 Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben.
26 Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

Und Johannes schreibt:
1Joh 2,23 Wer leugnet, dass Jesus der Sohn ist, hat auch den Vater nicht; wer bekennt, dass er der Sohn ist, hat auch den Vater.

Wobei letztere Aussage nicht zwangsläufig bedeutet, der einzige Weg zu Gott führe nur über Jesus, denn der Apostel Paulus zeigt eine andere Möglichkeit auf:

Röm 2,14-16
14 Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
15 Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich -
16 an jenem Tag, an dem Gott, wie ich es in meinem Evangelium verkündige, das, was im Menschen verborgen ist, durch Jesus Christus richten wird.

Es ist mir beweßt, daß ich jetzt einige Punkte sehr komprimiert dargestellt habe.

Vielleicht ist deine Frage dadurch aber beantwortet.


Hallo, mein Freund

ich habe grad gedacht, dass dein Beitrag von mir ist weil ich so einen auch mal geschrieben habe ich stimme dir vollkommen zu!
Ein kleines Problem gibt es da noch: Jesus wurde erst später zum Sohn Gottes erklärt, ich meine 300 Jahre später im Zuge der Kanonisierung der Evangelien, er selber hat sich wohl selber nicht so genannt.

Das war damals eine riesige Streitfrage damals, heute wird es leider mehr so hingenommen....Chance leider verspielt.
Zitat:
Ein kleines Problem gibt es da noch: Jesus wurde erst später zum Sohn Gottes erklärt, ich meine 300 Jahre später im Zuge der Kanonisierung der Evangelien, er selber hat sich wohl selber nicht so genannt.

Das war damals eine riesige Streitfrage damals, heute wird es leider mehr so hingenommen....Chance leider verspielt.


Stimmt nicht

sowas höre ich jetzt zum 1. Mal

die Evangelien wurden 30-90 n Chr. Aufgeschrieben (evtl auch früher!)

In jeden Evangelien wird er "Sohn Gottes" genannt, und auch in den Briefen. Historiker werden dir klar widersprechen!
Ja Leer, hier wird an einigen Stellen an der Realität vorbei gegangen. Interessant ist auch, welche Antwortdauer erwartet wird. Wer nicht sofort antwortet, hat dann keine Antwortet gegeben und das gilt dann offensichtlich als nicht erbrachtes Gegenargument. Reichlich intolerant.

Aber offensichtlich sind Leute, die sich darin ereifern, ein Zitat nach dem anderen zu bringen, da auch so eifrig! Langsam amüsisieren mich gewisse Verhaltensweisen nur noch...
Zitat:
In jeden Evangelien wird er "Sohn Gottes" genannt, und auch in den Briefen. Historiker werden dir klar widersprechen!


Nein, das werden sie nicht. Wenn es dich interessiert dann kannst Du mal nach dem Konzil von Nikäa 325, Konstantinopel 381 und Chalcedon 451 suchen. Dort wurde er für göttlich erklärt. Sohn Gottes oder auch Kinder Gottes und ähnliches findet sich zwar in der Bibel, aber das lässt nicht automatisch den heutigen Rückschluss zu. Der Kirche nach sind wir ja nicht alle automatisch gottgleich, nur weil wir Kinder Gottes sind. Jesus selber hat sich nicht als göttlich im heutigen Sinne gesehen.
Kirchen - bzw. Religionsgeschichte ist schon was spannendes, das Christentum hat in vielerlei Hinsicht theologischen 180° Wenden gemacht(552 n. Chr.) die wie ich finde sehr nachteilig waren. Wenn es Dich interessiert, lies nach, deinetwegen, mir musst Du mit hier nicht Gegendarstellungen und ähnliches um die Ohren hauen, ist ja nicht meine Religion.
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