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Mama ist tot. Wie kann ich sie ganz loslassen?












Lese gerade troja. Was ist das denn?
Eijeijajei
Hallo, ich habe meine Mutter vor eineinhalb Jahren bei einem Autounfall verloren. In der Zeit danach war ich viel alleine und hab mit kaum jemandem über meinen Verlust geredet. Jetzt bin ich 16 und beginne langsam zu begreifen, einen geliebten Menschen nie wieder zu sehen. Ich hoffe sehr bei euch jemandem zum reden und zuhören zu finden. Das wäre mir sehr viel Wert! Liebe Grüße
hallo macgirl,

und wie geht es dir so im moment? Jetzt ist ja schon etwas Zeit verstrichen. Hilft die Zeit denn tatsächlich?

Bis denn
Gaabi
Meine Lieben!

Oh wenn diese Trauer nicht wäre! Ich weiß aus Erfahrung, wie die Trauer einfach von innen hoch kommt. Aber es ist schon lange her, dass mich Trauer so schwer überfallen hat.

Diese Trauer kommt manchal stark, dann wieder schwach. Sie wie eine selbstständige Kraft. Ich habe es z.B. erlebt, dass ich nach dem Hinscheiden einer lieben guten alten Dame sehr intensiv und sehr lang niedergeschlagen war, während dies beim Tod naher Verwandter duchaus nicht so der Fall war. Nicht einmal beim Tod meiner Eltern.

Es gibt da kein einfaches Rezept gegen die Trauer. Ganz gewöhnliche Arbeit, die volle Konzentration auf das Berufsleben und den Alltag, das ist meist sehr erfolgreich. Aber Gebete für Verstorbene, innere Hingabe und Zwiesprache mit Gott und die lebendige Vorstellung, dass die Verstorbenen sozusagen nur in ein fernes Land ausgewandert sind, wo sie in einer guten Umgebung bei voller Lebenskraft weiterleben, das alles sind natürlich auch ganz gewaltige Stützen, den Abschiedsschmerz zu überwinden.

Meiner Meinung nach ist es sehr wesentlich, alles nur als einen vorübergehenden Abschied zu sehen. Ist es zuerst nur eine Vorstellung, seine Lieben einmal wieder zu sehen, so wandelt sich das mit der Zeit zu einer das Leben stützenden Gewissheit. Aber dafür muss man leider sehr viel Geduld aufbringen, meint mit lieben Grüßen - reinwiel
Hallo Gaabi!

Mir geht es gut. Ja, die Zeit hilft.

Im Nachhinein gesehen war der Abend des Todes und die folgenden Tage das Schlimmste. Ich habe die Zeit genutzt, um zu trauern und das war wichtig und hat gut getan. Die folgenden Wochen waren auch nicht immer einfach, es fehlt halt ein Mensch, die Realität ist verändert. Ich habe aber schon vor ihrem Tod akzeptiert, dass sie nicht mehr da sein wird. Es ist halt so. Es gehört zu unserem Leben hier dazu.

Ich habe nur ein einziges Mal von meiner Mutter geträumt seit ihrem Tod. Sie war im Traum aber auch tot, ist dagelegen wie am Abend ihres Todes, nur ohne Band um den Kopf. Ich habe dann zu den anderen Anwesenden gesagt: "sie lebt", innerlich habe ich ganz genau gewusst, dass sie lebt, ich war mir 100% ig sicher, nur der Körper ist trotzdem tot dagelegen (irgenwie kann ich das Gefühl jetzt hier nicht so rüberbringen, wie es im Traum war, ich hoffe, ihr versteht). Jedenfalls wollte ich den anderen auch vermitteln, dass meine Mama lebendig ist, und hab sie geschüttelt, dass sie doch aufwacht, dass die anderen auch sehen, dass sie lebt. Aber es ging nicht.

Naja... ich weiß für mich, dass sie "lebt", woanders halt. Wenn ich bete, dann nicht mehr nur zu Gott, sondern immer zu "Gott und Mama". Die beiden gehören für mich jetzt zusammen.

Viele Liebe Grüße
macgirl
Forum -> Leben nach dem Tod

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