Weltreligionen: Zoroastrische Religion


Zoroastrische Religion

Der Zarathustrismus (auch: Mazdaismus oder Parsismus) ist eine um 1200 v. Chr. entstandene, 560 v. Chr. reformierte, monotheistische Religion. Sie wurde im Gebiet des heutigen Irans begründet, auch heute noch finden sich dort Anhänger des Zarathustrismus.

Der Begründer des Zarathustrismus war Zarathustra (griech. Zoroaster). Im Zentrum des Glaubens steht der Schöpfergott Ahura Mazda. Er wird begleitet von unsterblichen Heiligen (Amesha Spenta) sowie von bösen Dämonen (Ahriman).

Die Religion ist dualistisch geprägt: "Und im Anbeginn waren diese beiden Geister, die Zwillinge, die nach ihrem eigenen Worte das Gute und das Böse im Denken, Reden und Tun heißen. Zwischen ihnen haben die Guthandelnden richtig gewählt."

Es ist eine Schriftenreligion und basiert auf der heiligen Schrift "Avesta". Gebete, Gotteshäuser und Gottesbilder sind dem Zarathustrismus fremd. Statt jener steht die Eigenverantwortlichkeit im Vordergrund.
Lehre

Die zuverlässigste Quelle für unsere Kenntnis der Lehren Zoroasters ist die in der Avesta (auch Zendavesta), dem religiösen Buch der Zoroastrier, enthaltene Sammlung der Gäthas oder Lieder, welche entweder von ihm selbst oder doch von seinen Jüngern verfasst sind. Es bestand ursprünglich aus 21 Büchern. Als Yasna bezeichnet man die überlieferten 72 Kapitel des Awesta (die heute noch bei den Parsen im Gottesdienst verwendet werden), wobei sich 16 Kapitel, die Gathas (Gesänge), direkt auf Zarathustra zurückverfolgen lassen.

Hiernach ist der Gott, welcher die Welt geschaffen hat und erhält, Ahura Masda (Ahura Mazdā) (daraus später Ormuzd); er wird der Herr, der Herrscher, der Starke, am häufigsten aber der segenspendende und heilige Geist genannt. Von ihm gehen aus sechs gute Geister (Engel), die späteren Amshaspands ("Unsterbliche, Heilige"), welche, wie ihre Namen sagen, die Tugend, die Wahrhaftigkeit oder Heiligkeit, die gute Gesinnung, die Demut oder Weisheit, die Herrschaft oder den Besitz, die Gesundheit und die Langlebigkeit oder Unsterblichkeit bedeuten. Sie sind reine Allegorien und werden oft, besonders die beiden letzten, als Güter angerufen, welche Ahura Masda gebeten wird den Frommen zu verleihen.

Dem Ahura Masda wird Anramainyu (später Ahriman), d. h. der böse Geist, gegenübergestellt (siehe: Teufel, Satan, Lucifer !), der ihm in Gedanken, Worten und Werken entgegengesetzt ist. Die beiden zusammen werden als die "Zwillinge" dargestellt, welche das Gute und Böse erschaffen haben, und es treten den sechs guten Geistern ebenso viele böse, von Anramainyu geschaffene gegenüber, von denen jedoch nur die "Lüge" und die "böse Gesinnung" bereits in den Gäthas erscheinen, während die übrigen erst ein Produkt der späteren Ausbildung der Zarathustrischen Lehre sind.

In der Menschenwelt stehen sich ebenso schroff Menschen, die sich für das Gute entschieden haben, die Frommen oder Gläubigen, und die Götzendiener gegenüber, die sich für das Böse entschieden haben. Letztere, die auch als "Blinde und Taube" bezeichnet werden, soll man auf jede Weise angreifen, aus ihrem Besitz treiben und ums Leben bringen. Der Fromme, der auf den Pfaden der Weisheit wandelt, erlangt in diesem Leben Reichtum, Nachkommenschaft und Macht, Gesundheit und langes Leben. Nach dem Tod gelangen die Seelen an die Činvat-Brücke. Hier wird Gericht über Gute und Böse gehalten (siehe auch: jüngstes Gericht der Offenbarung des Johannes). Für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad, für den anderen schmal wie eine Messerspitze. Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), des "Orts der Lobgesänge" (siehe auch: Himmel); die Seele des Bösen aber gelangt an den "schlechtesten Ort", das heißt in die Hölle. Parallelen zur späteren christlichen Lehre vom Jüngsten Gericht und zur Eschatologie im Islam sind unverkennbar.

Der Kampf zwischen Gut und Böse dauert vier Perioden zu jeweils 3000 Jahren. Das Reich des Ahura Mazdas steht am Ende des Kampfes. Ein Weltgericht wird stattfinden, das die Bösen bestrafen und die Guten belohnen wird. Und dereinst, wenn die Welt untergeht, wird das Jüngste Gericht stattfinden, der böse Geist verschwinden und ein neues, ewiges Reich des Ahura Mazdas entstehen. Die Grundlagen dieser Vorstellungen lassen sich durchgehends schon in der Urzeit nachweisen, als die Iranier mit den stammverwandten Indern noch ein einziges Volk bildeten, so namentlich die Namen der sechs guten Geister, der Name der Lüge (im Zendavesta Drudsch, in den Wedas der Inder Druh, das deutsche Trug) etc.

Ahura Masda entspricht seinem ganzen Wesen nach dem indischen Varuna und ist wohl ein Reflex des Himmelsgottes, der schon von den Indogermanen verehrt wurde. Auch der Kampf zwischen den guten Mächten des Lichts und den bösen der Finsternis und der Trockenheit ist eine uralte Vorstellung und wurde im Iran nur potenziert, indem die letzteren unter ein Oberhaupt gestellt und dieses mit einem ähnlichen Hofstaat wie das Oberhaupt der guten Schöpfung umgeben wurde.

Andere Gottheiten oder Dämonen des primitiven Naturdienstes der Urzeit fanden in der spiritualistischen und von philosophischen Tendenzen getragenen Lehre Zarathustras keinen Platz, so:

der Sonnengott Mithra, der in der Urzeit der unzertrennliche Genosse des Himmelsgottes gewesen war;
der Gott Haoma (Soma), die Personifikation des Trankes, welcher den Göttern im Opfer dargebracht wurde, um sich damit zu berauschen;
die Fravashi oder Seelen der Abgestorbenen, deren uralter Gottesdienst sich auch bei den Römern in dem bekannten Manenkultus noch erhalten hat;
die Wolkenschlange Aschi (Ahi), welche von dem Gotte des Lichts mit seiner Blitzwaffe gezwungen wird, das befruchtende Wasser des Regens, das sie entführt hat, zurückzugeben.
Diese und andre sinnlich-realistischen Gottheiten der Urzeit machten jedoch ihre Rechte wieder geltend in dem späteren Zarathustrismus, wie er in den jüngeren Teilen des Zendavesta und den Angaben der Griechen über die Religion der Iranier vorliegt, indem die Priesterschaft es vorteilhaft fand, dem mit den ererbten derberen Vorstellungen angefüllten Volksgeist zu schmeicheln.

Auch Personifikationen der reinen Elemente, vor allen des Feuers, das in verschiedenen Formen verehrt wird, und des Wassers, das sich in der später mit der vorderasiatischen Mylitta vermischten Ardvisura Anahita verkörpert, spielen in dem reichbevölkerten Götterhimmel des späteren Zarathustrismus eine hervorragende Rolle. Wegen ihrer Verehrung des Feuers war sie in der griechischen Welt (Herodot) als "Feueranbeter" bekannt.

Kaum minder zahlreich sind die bösen Geister, welche Daeva, Drudsch, Pairikas (Peri) genannt und teils als Unholdinnen gedacht wurden, die mit bösen Menschen in fleischlichem Verkehr stehen und die Guten zu verführen trachten, teils als tückische Dämonen, welche Trockenheit, Misswuchs, Seuchen und andere Plagen über die Welt verhängen.

Eine systematisierende Richtung, welche in den Schulen der Priester aufkam, führte zu einer vollkommenen Verteilung der Schöpfung bis auf die Tiere herab unter die beiden Oberhäupter der guten und der bösen Schöpfung. Daher gilt es für eine der wichtigsten Pflichten namentlich der Priester, die zu diesem Zweck mit einem besonderen Instrument versehen waren, die Tiere des bösen Geistes, Schlangen, Mäuse, Ameisen, zu vertilgen, während dagegen die absichtliche oder unabsichtliche Tötung von Tieren des guten Geistes, wie Biber, Hunde u. a., mit schweren Bußen gesühnt werden musste.

Die ganze Weltgeschichte besteht nach der Lehre der Parsen, von der schon Plutarch unterrichtet war, in einem großen Kampf zwischen Ahura Masda und Anramainyu, der im ganzen 12.000 Jahre andauern soll.

Die Schöpfungsgeschichte des Zarathustrismus besagt, dass Ahura Mazdā in den ersten 3000 Jahren durch einen langherrschenden Windhauch zuerst den eiförmigen Himmel und daraufhin die Erde und die Pflanzen erschuf. In dem zweiten Zyklus von 3000 Jahren entstanden die Urstiere und danach der Urmensch. Dann ist der Einbruch des Anramainyu erfolgt, welcher den Urmenschen und den Urstier tötet und eine Periode des Kampfes eröffnet, die ihr Ende erst mit der Geburt des Zarathustra erreicht. Dieses Ereignis fällt in das 31. Jahr der Regierung des Königs Vistaspa. Und von da an werden wieder 3000 Jahre vergehen, bis der Heiland Saoschjant geboren wird, welcher die bösen Geister vernichten und eine neue, unvergängliche Welt herbeiführen wird; auch die Toten sollen dann auferstehen.

Statt des einen Messias werden an anderen Stellen deren drei genannt, wodurch sich also diese Lehre von der entsprechenden des Alten Testaments unterscheidet. Dagegen stimmt die Lehre von der Auferstehung sogar in Details mit der christlichen überein, so dass die Annahme einer Entlehnung der letzteren aus der Religion der den Hebräern benachbarten Zarathustristen eine nicht unbedeutende Wahrscheinlichkeit für sich hat.
Die Kultus des Zarathustrismus

Die Ethik des Zarathustrismus scheint ursprünglich von großer Reinheit gewesen zu sein, abgesehen von der allen alten Religionen anhaftenden Intoleranz gegen Andersgläubige: Wahrhaftigkeit und Heiligkeit in Gedanken, Worten und Werken, insbesondere auch Heilighaltung des gegebenen Wortes, galten für die Haftpflichten des Mazdayasna (Verehrer des Ahura Masda).

Doch stellten die Priester, Athravan ("Feuerpriester", in Persien Magier genannt), welche früh die Vorrechte eines privilegierten Standes erlangten, einen sehr komplizierten Kanon von Vorschriften über Reinhaltung auf, der eine Menge der abergläubischsten Vorschriften enthielt und durch die Bußen, welche von den Priestern vorgeschrieben wurden, und die ihnen teilweise zugute kamen, den Laienstand in Abhängigkeit von ihnen bringen musste. Besonders bei Geburten und Todesfällen gehen die erforderlichen Reinigungen ins Endlose.

Hiermit hängt auch die eigentümliche Art der Totenbestattung bei den Parsen zusammen, die sich noch heute erhalten hat. Da das Feuer und die Erde als reine Elemente durch die Berührung mit Leichnamen verunreinigt würden, so dürfen dieselben weder verbrannt noch begraben werden, sondern man setzt sie auf Türmen, die an einsamen Plätzen errichtet werden und Dakhmas heißen, den Vögeln zum Fraß aus.

Der Kultus war einfach, ohne Bilder und Tempel; die üblichen Feueropfer wurden unter freiem Himmel, am liebsten auf Anhöhen, von den Priestern dargebracht, die sich dabei das Gesicht verhüllten, um das heilige Feuer nicht mit dem unreinen Hauch ihres Mundes zu berühren. Bei den Tieropfern wurde das Opfertier nicht verbrannt, sondern der Zweck war nur der, geweihtes Fleisch zu erhalten.

Besonderes Gewicht wurde auf das Haomaopfer gelegt, wobei die Haomapflanze in einem Mörser gestoßen und der ausgepresste Saft in einer Schale den Göttern dargebracht wurde, während die Priester, heilige Tamarindenzweige emporhaltend, ein langes Gebet aus dem Zendavesta absangen.
Die weitere Entwicklung und Ausbreitung des Zarathustrismus

In der spätesten Epoche des Zarathustrismus bildeten sich mehrere Sekten, welche den Gegensatz zwischen Ormuzd und Ahriman in einer höheren Einheit aufzulösen suchten, indem sie als die gemeinsame Quelle beider die Zeit oder das Schicksal oder das Licht oder den Raum annahmen.

Die bekannteste darunter ist die der Zrvaniten, deren Lehrmeinung, dass die Zeit (zrvan) das Urprinzip der Dinge sei, im 5. Jahrhundert n. Chr unter König Yezdegerd (Iesdegerd) die Staatsreligion des neupersischen Reiches der Sassaniden wurde; die "unermessliche Zeit" (zrvan akerene) wird schon im Zendavesta angerufen. Der Zeitgott Zrvan wird als ein viergestaltiger Gott (Ahura Mazdā, Güte, Religion und Zeit) dargestellt. Er steht über Gott und Teufel, die seine Söhne sind. Zrvan ist der unendliche Raum und die unendliche Zeit. Durch die Entstehung von Gott und dem Bösen wird das Licht von der Finsternis geschieden.

Belege für den weitreichenden Einfluss des Zarathustrismus auch auf die Religionen benachbarter Völker liefern der Mithraismus, der sich über Vorderasien zur Zeit des römischen Reichs bis ins Abendland verbreitete, und die Religion des Mani, der Manichäismus, der im 3. Jahrhundert n. Chr. aus einer Verschmelzung der Zoroastrischen mit christlichen und buddhistischen Lehren entstand und eine Zeitlang von Italien bis nach Spanien und Südfrankreich verbreitet war.

Zarathustras Lehren sind über das Judentum (babylonische Gefangenschaft) auch in das Christentum eingeflossen und sind von ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Speziell die Begriffe Himmel und Hölle sind vorher im Judentum nicht bekannt. Das Ausbreiten des Engel-Wesens greift sicher auch auf Zoroaster zurück (Engelgestalten und der Glaube an sie finden sich bereits in den archaischen Hochkulturen, zum Beispiel in Babylonien, Assyrien etc.).

Der Zarathustrismus war die Staatsreligion des alten Perserreichs bis zu seinem Sturz durch Alexander dem Großen. Im neupersischen Reich der Sassaniden (3. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) wurde er als Staatsreligion erneuert, verschwand aber von dem Boden Irans infolge der Eroberung des Landes durch die Araber und der Einführung des Islam fast vollständig. Nur das auf Zarathustras zurückreichende "Frühlingsfest" wird heute noch im schiitischen Iran gefeiert.

Mit der Ausbreitung des Islams im Iran wurde der Zarathustrismus zunehmend unterdrückt, wodurch viele Zarathustrier vor ca. 1000 Jahren ins Ausland, vor allem nach Indien, emigrierten, wo man ihnen den Namen Parsen (d. h. Perser) gab. Vom Zarathustrismus trennten sich in der Antike mehrere Seitenströmungen ab, darunter der Mithras-Kult, der sich, als Mysterienkult besonders unter den Soldaten, westwärts über das gesamte Römische Reich ausbreitete.

Bekannt wurde Zarathustra in der westlichen Welt durch Nietzsches Buch "Also sprach Zarathustra" und Richard Strauss' gleichnamige symphonische Dichtung (hat aber kaum Bezug auf den historischen Zarathustra).

Die Religion der Parsen umfasst heute weltweit zwischen einer halben und zwei Millionen Menschen, die meisten von ihnen leben in Indien, insbesondere in Bombay. Einer der bekanntesten Anhänger in jüngster Zeit war der Queen-Sänger Freddie Mercury ("The Prophet's Song" von 1974). Die Anhänger sind durchschnittlich für indische Verhältnisse recht wohlhabend. Ihre Kultur ist heute von französischen Eleganz-Vorstellungen beeinflusst. Durch ihre sehr niedrige Geburtenrate sowie die Tatsache, dass sie keine Konvertiten zulassen, auch nicht Kinder aus Mischehen, schrumpft ihre Zahl zur Zeit merklich.
Sehr interessante und aufschlussreiche Links dazu:

http://www.goetter-und-mythen.de/ps13.htm
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Michael.Luetge/Diss2a.htm
(besonders 1.4.4.)

Liebe Grüsse
Umay Hatun
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* Der Heuchler sucht nach Fehlern;
der Gläubige nach Entschuldigungen.*
Hier auch noch eine Seite über den Manichäismus.

http://www.forumkultus.de/informati.....rische-quellen/index.html
Zitat:

Wie könnte heute ein wiederbelebtes manichäisches Christentum aussehen? Fühlen Sie sich da persönlich als Lehrer berufen, als ein Electus unserer Zeit? Immerhin haben Sie ja nach eigener Aussage schon Erleuchtungserlebnisse gehabt.
Ich selber habe noch vor meiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Manichäismus einen eigenen Weg zum Christus gesucht. Eine große Hilfe war dabei für mich die von mir so bezeichnete "Ungeteilte Aufmerksamkeit", eine wirksame Methode auch mit dem Bösen umzugehen - auch in mir. Dabei geht es nicht darum, das Böse zu verurteilen, sondern vielmehr darum, in Geistesgegenwart mit liebevollem Interesse zu beobachten, was in und um einen herum in jedem Augenblick geschieht. Auch zu verstehen, dass Liebe für den Christus opfernde Liebe für die ganze Menschheit und Natur ist. Nach intensivem Üben erfasste mich dann, als ich 23 Jahre alt war, ein sehr starkes Geistesfeuer. Da erlebte ich den Geist des Christus, der mich völlig durchdrang, hatte also eine Art Erleuchtung. Später habe ich dann bei der Rekonstruktion des Manichäismus dieses Geistesfeuer in starkem Maße wiedergefunden, was man auch die Tröstung durch den Paraklet nennen könnte. Vor diesem Hintergrund finde ich es gerade in unserer Zeit wichtig, aus dieser geistigen Substanz, die sich mir durch die innere Entwicklung offenbart hat, mit Menschen zusammenzuarbeiten und auch deren persönliche Entwicklung zu fördern, aber ebenfalls unsere äußere Kultur, damit wir eine Schale sein können für den Christus-Geist und sich auch das Christentum weiter entwickeln kann.


Religionen waren bereits früher stark verbunden, weil sie sich immer weiter entwickelten. Siehe auch der Manichäismus. Entstehen und vergehen, wenn die Zeit gekommen ist. Oder die Kraft haben, in sich Veränderungen herbei zu rufen, den Grund bewahren, aber sich dem Zeitgeist stellen - das ist hier die Aufgabe.

Zitat:
In manchen Psalmen der Manichäer scheint es aber auch eine Art Weltflucht gegeben zu haben, wie wir sie von vielen gnostischen Werken her kennen. Absolut bejahend wird die Materie und das Böse als Diener des Guten in vielen mir bekannten manichäischen Texten jedenfalls nicht geschildert. Warum?
Auf der Ebene der Kosmologie ist der Manichäismus ein gemäßigter Dualismus. Das Böse ist zugelassen in der Welt, weil es eine Funktion hat für die Entwicklung der Liebe, die das Böse dann wiederum überwinden kann. Auf der Ebene der Seele hingegen findet sich in manichäischen Texten eine weitaus stärkere dualistische Tendenz. Das liegt daran, weil es für Mani wichtig war, einen Unterschied zwischen Gut und Böse in der eigenen Seele zu machen. Keinesfalls sollte der Schüler zu früh sägen: "Ah, das Böse gehört eigentlich zum Guten als eine Funktion des Guten". Denn sonst hätte eine Art moralische Perversität die Folge sein können. Lediglich gegenüber den manichäischen "Auserwählten", den sogenannten "Electi", die als Eingeweihte für derartige Erkenntnisse reif genug waren und offensichtlich eine übersinnliche Schau besaßen, hat Mani sich differenzierter ausgedrückt. Zunächst muss also auf einer Ebene der Unterschied zwischen Gut und Böse in der eigenen Seele erkannt werden - wie dies ja auch in den johanneisch gefärbten Psalmen der Manichäer, dass man die Welt ablehnen muss, zum Ausdruck kommt. Doch dann kann auf einer weiteren Ebene davon gesprochen werden, dass es das tiefere Geheimnis des Bösen ist, eine positive Funktion für die weitere Entwicklung des Guten zu haben.


Zitat:
Insgesamt gibt es sieben große Kosmoi. Unsere Welt ist davon die vierte, von deren Schöpfung die Genesis erzählt. In der Zeit vor der Genesis hat es nach manichäischer Auffassung bereits einen Lichtkosmos gegeben, der von der Welt der Finsternis bedroht wurde, die vom geistigen Vater zugelassen worden war.

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zarathustra hat auch versprochen wieder zu kommen,
Eugen Heckeroth ( Weiss nicht ob ich den Namen richtig geschrieben habe) schreibt am Anfang seines Buches folgendes Zitat von ihm:
" Wisse oh Jahmasb ( einer seiner Apostel ) dass ich da bin wenn die Menschen wie Vögel durch die Lüfte fliegen, wenn die Menschen durch das Berühren der Wände und ohne Feuer Lichter anzünden, wenn Fahrzeuge ohne von Tieren gezogen zu sein durch eigener Kraft sich fort bewegen."
^^ Habe gerade gemerkt, dass meine Links, welche ich 2005 gepostet hatte, garnicht mehr existieren
Na toll XD
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