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Geist getrennt vom Körper?












Zitat:
_Leer_ man kann über die Intelligenz von Tieren verschiedener Meinung sein, aber dass Heuschrecken das wissentlich tun, das bezweifle ich erheblich.


Insofern hast Du recht, mir ging es auch mehr darum, dass die meisten Tiere allg. ihre Existenzgrundlage vernichten würden. Ob der Mensch der einzige ist, der es wissentlich macht - muss ich nochmal drüber nachdenken....

So mein erster Gedanke wäre, dass er es nicht wirklich wissentlich macht - kognitive Dissonanz: Je näher mir ein Problem ist, desto mehr ignoriere ich es, bis ich es einfach umdeute oder verdränge. Nur so als kleiner Gedanke, denn wer denkt denn schon wirklich, dass die paar Kilometer mit dem Wagen, das Klima töten....eigentlich sind doch die Chinesen schuld, denn selbst wenn die Europäer kein CO2 mehr emittieren, dann würde die Chinesen immer noch im Alleingang das Klima kippen.

Zitat:
Ok solution_1 dann erweitere ich meinen Begriff Intelligenz um den Zusatz "kognitive", denn diese Intelligenz habe ich gemeint.


Den Zusatz kannst Du dir sparen, Kognition ist im weitesten Sinne einfach nur Informationsverarbeitung.

Zitat:
Vieleicht meinst du zukunftsgerichtetes Bewustsein?
D.h die hoechste Stufe des Bewustseins, die es dem modernen Menschen ermoeglicht in die Zukunft hinein zu planen und, nach Blume, Ursache fuer jedweden Glauben ist.


Das können Katzen auch. Wenn man unter einen umgedrehten Käfig eine Portion Futter stellt und diese auf ein Tuch oder etwas vergleichbares, zieht die Katze daran um das Futter unter dem Käfig hervor zu ziehen - was dafür an Planungsvermögen und anderen kognitiven Fähigkeiten notwendig ist!

@nebulös

Am Aufbau, des menschlichen Gehirns kann man de Evolutionsprozess noch nachvollziehen, bis zu den Amphibien....wie kann das sein?
Zitat:
Das ist so nicht ganz richtig. Anatomie hat keine Intelligenz erzeugt und Intelligenz keine Anatomie bedingt, eher ist es ein Wechselspiel von beiden.


Sicher, ein gewisses Wechselspiel ist immer vorhanden, aber man kann sagen, was einen größeren Einfluss hat und was zuerst aufgetreten ist! Und so relativ kleine anatomische Änderungen sind sicher eher eine Folge als ein Auslöser der ungewöhnlich großen Intelligenz. Es gibt viel viel größere körperliche Unterschiede zwischen den Arten und die hatten nie einen großen Einfluss auf die Intelligenz, darum ist relativ offensichtlich, dass unsere anatomischen Unterschiede eher eine Folge der Intelligenz sind.


Zitat:
Wenn ich jetzt schreibe es hat nur 120'000 Jahre gedauert, wirst Du schreiben: "Ja, eben - dass ist ja das verwunderlich".....


Es gibt 2 vorstellbare Möglichkeiten, wie die menschliche Intelligenz entstanden ist, es kann schnell passiert sein oder langsam. Langsam wäre typische für die normale Evolution, aber in dem Fall müssten, wie gesagt, wenigstens Ansätze davon bei anderen Arten vorhaben sein, weil in so einer langen Zeit die Entwicklung nicht bei allen anderen völlig stehengeblieben sein kann! Und wenn es schnell gegangen wäre, dann wäre es zwar sehr untypisch, aber in dem Fall müssten mehrere Arten so eine voll ausgebildete Intelligenz haben, denn wenn es schnell geht, kann es nicht sein, dass alle anderen ausnahmslos davon verschont geblieben sind. Du siehst also, beide Fälle wären nicht mit dem aktuellen Zustand vereinbar


Zitat:
Vielleicht hast Du eine falsche Vorstellung von Evolution, es überleben die am besten Angepassten, nicht die 'besten', wenn Intelligenz nicht von nutzen ist, dann gibt es sie nicht und anscheinend ist sie das nicht.
Ultraschall hat sich auch nicht bei allen durchgesetzt oder überragende Hörfähigkeiten wie bei Hunden sind auch nicht bei uns angekommen.


Jedes Tier besitzt eine rudimentäre Intelligenz und sie ist absolut notwendig und jedes Tier würde von mehr profitieren. Und wenn Intelligenz wirklich nicht nützlich bzw. nicht nötig sein sollte, dann hätten wir auch zu viel davon. Das ist ja sogar eines meiner Argumente, wir brauchen diese Intelligenz gar nicht, sie ist völlig übertrieben und das kann man daran erkennen, dass wir dank dieser Intelligenz sämtliche Grenzen überschritten haben. Also, entweder profitieren alle davon oder keiner und in beiden Fällen dürfte nicht nur eine Art diese besondere Intelligenz entwickelt haben, sondern entweder alle oder keiner...

Und Fähigkeiten wie besseres Hören oder Ultraschall sind immer nur Ausgleichserscheinungen. Tiere, die besonderes gut oder speziell hören, haben andere Defizite, meist können sie einfach schlechter sehen, siehe die Fledermaus...



Zitat:
Ich finde es nebenbei bemerkenswert, wie Du die kognitive Archäologie so links liegen lässt. Dass sich Zwischenstufen entwickelt haben, dass auch andere Rassen Intelligenz entwickelt haben, die zwischen der menschlichen und der eines Affen und eines Mensch liegt, dass wenn Neandertaler, homo erectus und Australopithecus nicht ausgestorben wäre, sie ein sehr lebendiges Beispiel wären, dass deine Aussagen widerlegt - so sind sie ein totes.


Das ist mir viel zu spekulativ und auch nicht beweisbar. Andere Rassen, die angeblich wirklich intelligent waren aber komischerweise alle ausgestorben sind, sollen die fehlenden Stücke sein, die nötig sind um die Evolutionstheorie zu retten? Das hört sich alles sehr verzweifelt an
Außerdem: Den sonderbaren Neandertaler könnte man eher als eine Art gescheitertes Experiment sehen (das würde noch viel mehr darauf hindeuten, dass dort irgendwie manipuliert worden ist). Aber da man das alles halt nicht mehr überprüfen kann, will ich nicht damit anfangen, halten wir und lieber an Fakten…


Zitat:
Das können Tiere auch, ansonsten wären Löwen nicht in der Lage zu jagen.


Das ist instinktives Verhalten, leicht erkennbar daran, dass ein Löwe in für ihn artfremden Situationen keinen Plan mehr haben würde.



Zitat:
Ja, ich baue sie. Es ist simulierte Intelligenz, wenn überhaupt, aber keine tatsächliche. Das sollte man nicht durcheinander bringen.

Das hab ich auch nicht behauptet, aber selbst diese Netze können schon in einfachen Formen etwas hervorbringen, das kaum noch zu durchschauen ist und wie Intelligenz wirkt, obwohl es nichts mit echter Intelligenz zu tun hat. Darum sollte man vorsichtig sein, wenn man behauptet, Tiere seinen intelligent, weil das, was sie tun, so wirkt!


Zitat:
Das ist mit Verlaub Quatsch. Das ist die zuvor erwähnte Theorie, die unter dem Namen Behaveiourismus bekannt ist - sie ist mit recht schon lange widerlegt.


Ich rede nicht vom Behaviorismus, sondern von der Ebene drunter. Der Behaviorismus kann gar nicht funktionieren, weil man nie alle Reize kennen kann, trotzdem ist es aber so, dass nur Reize für alle Reaktionen verantwortlich sind, der Unterschied ist halt, dass der Mensch nicht in der Lage ist, alle Faktoren zu bestimmen!
Hallo _Leer_

Zitat:
Zitat:
Vieleicht meinst du zukunftsgerichtetes Bewustsein?
D.h die hoechste Stufe des Bewustseins, die es dem modernen Menschen ermoeglicht in die Zukunft hinein zu planen und, nach Blume, Ursache fuer jedweden Glauben ist.
Das können Katzen auch.

Nein, hier verwechselst du etwas.
Das was du meinst, hat zwar durchaus etwas mit Intelligenz zu tun, nicht aber mit zukunftsgerichtetes Bewustsein.

Wuerden Katzen beispielsweise individuell (also nicht artspezifisch/nicht instinktgesteuert) fuer den morgigen Tag vorausplanen, indem sie Nahrung bevorraten, weil das Fressen morgen ausnahmsweise nicht so lecker sein wird, so koennte man von solch einem Bewustsein sprechen. Das aber koennen nicht einmal unsere nahesten Verfandten (Primaten).
Selbst Menschenkinder erlangen diese Art des Bewustseins erst nach ein par Jahren.

LG
Zitat:
Lassen wir mal dahingestellt, was Regenwürmer mit Intelligenz anfangen sollten, da eine große Gehirnkapazität ja nun auch Unmengen an Energie verbraucht.


Regenwürmer mit unserer Intelligenz, würden früher oder später die Welt regieren. Sie würden sich rapide weiterentwickeln. Dass Regenwürme schon seit Ewigkeiten da sind, wo sie sind, ist Beweis dafür, dass sie dumm sind, sie sind so dumm, dass es gerade reicht zum Überleben. Was glaubst du, warum der Mensch in Wolkenkratzern wohnt, nicht, weil er zwei Arme hat, sondern weil der die Intelligenz dazu hat.


Zitat:
Genauso gut könnte ich behaupten, die Fähigkeit zu fliegen ist doch von so überragendem Nutzen, und trotzdem können wir es nicht.


Unsere Intelligenz ist weit mächtiger als die Fähigkeit zu fliegen. Und obwohl das Fliegen vergleichsweise lächerlich ist, wäre es doch äußerst sonderbar, wenn nur eine einzige Art diese nützliche Sache entwickelt hätte, aber zum Glück müssen wir uns da ja nicht wundern, den fliegen können sehr viele Tiere!
Und wie ist das mit der bewussten Intelligenz? Die ist noch nützlicher als das Fliegen, sie ist sogar so nützlich, dass sie das Fliegen irgendwann überholt! Hätte nur eine einzige Art so etwas Unglaubliches entwickelt, dann würden wir uns aber alle wundern, oder? Ach nee, hier wundert sich keiner, keiner außer mir!


Zitat:
Rein körperlich ist der Mensch eher eine Nullnummer. Kein Tier ist auch nur annähernd so wehr- und schutzlos wie der Mensch. Kein Fell, keine Krallen. Nicht fliegen, nicht schnell laufen, kein überragendes Gehör oder einen aussergewöhnlichen Gesichtssinn - da konnten nur die überleben, die das eben kompensieren konnten, und eine der Nischen, die noch unbesetzt war, war eben die der Intelligenz.


Der Mensch ist zu einer körperlichen Nullnummer geworden, weil er es sich leisten kann, dankt seiner Intelligenz hat er sich dahin entwickelt, jetzt nützen ihm andere Dinge als Kraft und Klauen.


Zitat:
Und was du so schön als antrainierte Intelligenz postulierst - es ist doch beim Menschen genau das gleiche. Stämme, die keinen Handel treiben, haben mitunter kein Zahlenverständnis über die Zahl drei hinaus, weil sie es einfach nicht brauchen und Rechnen nicht tradiert wird. Sichen, sie können es lerne - genauso wie Raben und Affen, eben nur schneller.
Die wenigsten Menschen lernen ohne Hilfe rechnen schreiben und lesen - oder ist es dan auch nur ein "Kunststückchen"?


Dressieren und Lernen ist ein großer Unterschied.
Zitat:
Am Aufbau, des menschlichen Gehirns kann man de Evolutionsprozess noch nachvollziehen, bis zu den Amphibien....wie kann das sein?


Meine Rede! Der Gesamte Körper des Menschen passt perfekt in die Evolutionskette. Er ist ja praktisch nur einer der Affen am Ende der Evolution. Darum kann es nicht sein, dass so ein "Tier" wie alle anderen, so eine unnatürliche Intelligenz entwickelt hat! Wäre der Mensch völlig anders und hätte sich körperlich auch völlig anders und weiter entwickelt, dann könnte man wenigstens noch sagen, dass hier eine besondere Entwicklung abgelaufen ist, die schließlich zu einer besonderen Form des Denken geführt hat (auch wenn man sich dann fragen müsste, warum eine Art sich so abgespalten hätte), aber da der Mensch nicht anderes ist, dürfte er auch nicht diese enorm andere Intelligenz haben!


Zitat:
Jedes Tier würde bei sich bietender Gelegenheit alle Ressourcen bis auf das letze ausnutzen - Paradebeispiel: Heuschrecken. Es gibt auch Ausnahmen, sicher, aber ob Lemminge einen besseren Weg gehen, lasse ich mal dahingestellt.


Tiere handeln da rein instinktiv. Wenn sie Hunger haben und sie nichts hindert, dann fressen sie mehr, als gut ist. Wenn sie hingegen keinen Hunger haben, dann kann es auch passieren, dass sie weniger fressen als gut ist (und das übrige Fressen einfach verkommt und die morgen dann vielleicht verhungern). Tiere teilen sich nichts mit Bedacht ein, es ist ein rein instinktbasiertes Verhalten.
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