|
|
|
Schönen guten Abend Träumerin,
Ich hatte einmal eine Depression und beneidete regelrecht jeden, der in meinem Umkreis starb und somit meiner festen Überzeugung nach ins Jenseits gehen durfte. Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich nie Angst vor dem Tod.
Eine liebe gute alte Freundin lag eins Morgens auf dem Teppich. Als sie die Männer der Rettung auf die Tragbahre gelegt hatten, um sie abzutransportieren, machte sie mir je ein Kreuzzeichen auf Stirn, Mund, Herz und sagte: "Heute werde ich sterben, du wirst es sehen. Sei ohne Sorgen, wir sehen uns im Jenseits wieder." So war es auch - und ich war sehr lange traurig.
Ich machte aber die Erfahrung, dass sich diese Traurigkeit nicht immer in gleicher Intensität einstellt. Als meine Eltern starben, spürte ich sie fast überhaupt nicht. Zudem war ich gut abgelenkt. Und im Voraus traurig und angstvoll zu sein - das bringt nichts. Ich würde dir raten, deinen Freund schnell Vater von mindestens einem Kind werden zu lassen. (Wenns nicht klappt: eine Adoption) Besser wären mehrere Kinder - du bist abgelenkt und all deine Liebe verteilt sich. Du kannst mit größter Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass deine Kinder dich überleben und dass du vielleicht sogar einmal Großmutter werden kannst.
Und nicht zuletzt: Übergib deine Sorgen einfach Gott. Sei jeden Tag gut aufgelegt - lache und scherze mit Leuten deines Umfelds.
Sinnbelebung Geistkultur Lebensbalance sind meine Worte fürs Herz und Google-Web.
Liebe Grüße, reinwiel
|
|
|
|
| Zitat: |
| Ich würde dir raten, deinen Freund schnell Vater von mindestens einem Kind werden zu lassen. (Wenns nicht klappt: eine Adoption) Besser wären mehrere Kinder - du bist abgelenkt und all deine Liebe verteilt sich. |
Der Spruch war ja mal richtig gut....
|
|
|
|
Hallo miteinander.
Ich habe meinen Vater vor elf Jahren durch einen Autounfall verloren, er war auf der Stelle Tod. Es war und ist immer noch ein grosser Verlust für mich.
Angst vor dem Tod? Nein sollte man nicht haben, ist ein ganz natürlicher Vorgang - sowie die Natur im Winter "stirbt" - stirbt auch unser Körper, um in einem nächsten Körper oder Bewusstseinszustand, in einen neuen Frühling hinein geboren zu werden.
Angst plötzlich alleine zu sein, solche Gedanken sollten uns nicht beherrschen, wenn es einmal passiert, können wir so oder so nicht ändern noch beeinflussen.
Liebet euch in jeder Minute denkt an eine wunderbare Zukunft macht etwas aus eurem Leben. An den Tod zudenken für das habt ihr später, wenn ihr den Lebensabend geniesst immer noch Zeit. Macht euch doch nicht mit solch negativen Gedanken kirre.
Die Zukunft ist so oder so
Supercalifragilisticexpialigetisch
Mit Grüssen Gralsbote
|
|
|
|
Hallo Julia,
wie ich deinem Beitrag entnehmen kann, hast du Angst davor einen geliebten Menschen zu verlieren. Das du dabei in die Zukunft schaust, vergrößert deine Angst im Hier und Jetzt.
Das Glück, dass ihr heute zusammen habt, wird getrübt von den Wolken an einem zukünftigen Tag. Klingt doch albern, oder?
Ist es auch, denn du wirst weder seinen, noch deinen natürlichen Tod voraussagen können. Der Tod kann jeden ereilen, ohne Ausnahme und jederzeit. Er ist Teil des Lebens, wie ein Punkt hinter einem Satz.
Und der Verlust ... ihn gibt es nicht. Denn obwohl wir Besitz und Eigentum um uns scharren, gehört uns im Grunde gar nichts. Nicht mal unser Leben ist unser eigen. Weder wurden wir gefragt, noch hat man es uns geschenkt. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern
Darum kann ich dir nur eins raten: "Lebe!" Denn das Leben findet in dieser Minute statt. Weder Vergangenheit, noch Zukunft sind von Bedeutung. Die Vergangenheit kannst du nicht ändern und die Zukunft läßt sich nicht kalkulieren.
Wenn du mit deinem Freund gestern glücklich warst, sei es heute auch.
Es mag nicht jeder Tag im Leben ein sonniger Tag sein, doch auch nach dem schlimmsten Gewitter geht die Sonne auf. Und wenn das Gewitter mal länger dauert, wirst du die sonnigen Tage doch nie vergessen.
Grüße
Arti
|
|
|
|
Ihr habt ja alle so Recht. Ich weiß, dass ich eigntlich in meinem Alter nicht ständig darüber nachdenken sollte.
@Lisken: was die Therapie betrifft, hab ich eigentlich keine Probleme. Ich hab schon mal eine Therapie gemacht, danach war ich 8 Wochen stationär und jetzt mache ich auch wieder eine Therapie. Das Problem ist nur, dass es nach den Therapien kurzfristig besser wurde, dann aber jedesmal wieder zurück kam. Jetzt mache ich gerade eine psychoanalytische Therapie und ich hoffe, dass diese tiefergehende Methode mir mal dauerhaft hilft.
Also vielen Dank für Eure Beiträge.
Lg T.
|
|
|