Was passiert nach einem Selbstmord?


Hallo!

Ich interessiere und befasse mich erst seit kurzem mit dem Tod. Ich hatte niemals Angst vor dem Tod, obwohl schon früh in meinem Leben mein Vater verstarb und ich auch meine Großeltern niemals kennen lernte. Ein guter Freund von mit hat sich nun vor ein paar Monaten selbst das Leben genommen, und nun frage ich mich, was nun mit ihm ist.

Ich habe „Leben nach dem Tod“ von Raymond A. Moody gelesen und glaube definitiv an ein Leben nach dem Tod. Ich selbst bin getaufte Christin, jedoch lehne ich das Christentum ab und bin momentan auf der Suche nach einem Glaube, bzw. bin keines Glaubens. Seitdem jedoch mein Freund starb, hab ich ein wenig Angst vor dem Tod, weil ich mich frage, ob es eine „Sünde“ ist, sich zu töten und ob man nach einer Selbsttötung ein „weniger schönes“ Leben nach dem Tod lebt. Ich glaube nicht an eine Hölle, in der alle bösen Menschen, bzw. die Menschen, die sich selbst töteten, leben, sondern sehe für mich Selbstmord als nichts Schlimmes, wie einen "normalen" Tod wie den durch z.B. einen Unfall. Damit will ich sagen, dass Selbstmord eine Entscheidung für die jeweilige Person selbst ist und dass sie deshalb natürlich weiter das Recht hat, nach dem Tod im „Paradies“ weiterzuleben.

Ich weiß zwar nicht, was genau passiert, wenn man stirbt – eben nur das, was man in den Büchern lesen kann - , ich weiß nur, dass es eine unglaubliche Erleichterung sein muss. Doch was ist, wenn man nicht eines natürlichen Todes stirbt?

In vielen Religionen ist es verboten sich zu töten, da nur allein der jeweilige Gott die Erlaubnis hat, über das Leben zu bestimmen. Mein Freund war, wie ich es bin, keines Glaubens, jedoch auch getaufter Christ. Ich möchte gerne beruhigt sein, dass es meinem Freund gut geht.
Lebt man ein weniger schönes Leben nach dem Tod, wenn man sich selbst tötet? Lebt man überhaupt weiter? Gibt es Nahtoderfahrungen, die auf Selbsttötungen bestehen? Was passiert im Buddhismus nach einem Selbstmord? Wird man trotzdem wiedergeboren? Meint ihr, das Leben nach dem Tod ist immer unterschiedlich, es gibt verschiedene „Paradiese“, geordnet nach Glauben, Sünden und Wünschen? Wie seht ihr die ganze Sache?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße,
Joko
Hallo Joko,

zu Deinen ersteren Fragen kann ich leider nichts sagen, dass musst Du für Dich selber entscheiden oder Dir eine Religion suchen, die Dir die Antworten darauf gibt. Ich persönlich glaube das Selbstmord ebenso wie Völlerei mit der Hölle belegt worden ist, weil es damals zu den schlimmsten Sachen gehörte, die man damals seinen Menschen antun konnte.


Zitat:
Gibt es Nahtoderfahrungen, die auf Selbsttötungen bestehen?


Die Nahtoderfharungen nach Selbstmord unterschieden sich im Schnitt nicht von den nach einem natürlichen Tod, nichts spezifisches.

Zitat:
Was passiert im Buddhismus nach einem Selbstmord? Wird man trotzdem wiedergeboren


Im Buddhismus wird geraten sich nicht selber zu töten, weil man die Gelegenheit, einen menschlichen Körper zu haben verspielt und weil man sein Leid nur gegen das Leid der anderen eintauscht.
Unter bestimmten Umständen, fällt diese Empfehlung jedoch weg.
Wiedergeboren wird man solange, wie man nicht die Erleuchtung gefunden hat.


Zitat:
Meint ihr, das Leben nach dem Tod ist immer unterschiedlich, es gibt verschiedene „Paradiese“, geordnet nach Glauben, Sünden und Wünschen? Wie seht ihr die ganze Sache?


Ein alter Text der vedischen Religion, 1500 Jahre v. Chr. sagt: Es gibt nur eine Weisheit, die Weisen nennen sie nur anders. Daran halte ich mich i. d. R.

Alles Gute
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
Zitat:
Ich habe „Leben nach dem Tod“ von Raymond A. Moody gelesen

In diesem Buch stehen eigentlich die Antworten auf Deine Fragen. Es sind auch Suizid-Nahtoderlebnisse geschildert, zumindest kann ich mich an eines noch erinnern.
Da war ein Mann, dessen Frau gestorben ist, und der deswegen auch nicht mehr leben wollte. Also versuchte er, sich umzubringen. Das Erlebnis, daß er dabei hatte, empfand er als sehr unangenehm. Er berichtete später "...Ich kam nicht dorthin wo meine Frau war..." und er mußte erkennen, daß es einem Menschen absolut verboten ist, sich selbst oder jemand anderen zu töten.
Menschen, die Selbstmord begehen bzw. es versuchen, weil sie für sich und ihre Sorgen und Probleme keinen Ausweg mehr sehen, müssen erkennen, daß sie ihren Problemen auf diese Art und Weise nicht entkommen können. Sie sind nach wie vor vorhanden, nur daß sich der Betroffene durch seinen Suizid jede Möglichkeit nimmt, diese Probleme noch lösen zu können, und er muß erkennen, welche Auswirkungen seine Tat nach sich zieht, auch für andere (z. B. Familienangehörige, die er dann mit seinen Problemen alleine lässt).
Es gibt da wohl aber auch Ausnahmefälle, z. B. wenn man sich selbst tötet, um durch den eigenen Tod andere zu schützen, anderen das Leben zu retten etc.

Zitat:
Doch was ist, wenn man nicht eines natürlichen Todes stirbt?

Solange man ihn nicht selbst absichtlich herbeigeführt hat, hat man nichts zu befürchten.
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Und eine Stimme sprach zu mir: "Lächle und sei fröhlich, denn es könnte schlimmer kommen..."
Und ich lächelte, und ich war fröhlich...und es kam schlimmer
Ja, In Ramond Moodys „Leben nach dem Tod“ steht folgendes:

>> Haben Sie jemals einen Menschen interviewt, der ein Todesnähe-Erlebnis hatte in Verbindung mit einem Selbstmordversuch? Wenn ja, hat sich dessen Erlebnis von den anderen unterschieden?

Ich kenne einige wenige Fälle, in denen ein Selbstmordversuch die Ursache für den offensuichtlichen „Tod“ gewesen ist. Diese Erfahrungen wurden einhellig als unangenehm dargestellt.
Eine Frau drückte das so aus: „Wer hier eine betrübte Seele zurückläßt, wird drüben selber eine betrübte Seele sein.“ Kurzu gesagt, diese Menschen berichten, dass die Konflickte, denen sie durch einenen Selbstmord ausweichen wollten, immer noch existiert haben, wenn sie tot waren, und zwar in noch stärkerer Form. In ihrem körperlosen Zustand waren sie außerstande, aktiv an der Lösung ihrer Probleme zu arbeiten, vielmehr mussten sie ohnmächtig mit ansehen, welche unheilvollen Konsequenzen ihre Tat nach sich zog.
Ein Mann versank nach dem Tod seiner Ehefrau in so tiefe Verzweiflung, dass er sich mit einer Kugel das Leben nehmen wollte. Er drückte ab und „starb“ - und konnte doch noch einmal gerettet werden. Er sagte: „Ich bin nicht dahin gekommen, wo meine Frau war. Ich kam an einen schauervollen Ort... Ich erkannte sofort, was für einen großen Fehler ich begangen hatte... Ich dachte: 'Ach, hätte ich es doch nur nicht getan!' "
Von anderen, die diesen unerträglichen Aufenthalt in der „Vorhölle“ durchgestanden haben, war zu hören, sie hätten das Gefühl gehabt, dort für eine lange Zeit bleiben zu müssen. Das war die Strafe für ihren „Verstoß gegen die Regeln“, der darin bestand, dass sie vorzeitig vor etwas davonlaufen wollten, was eigentlich ihre „Bestimmung“ war, nämlich ihr Leben zu einem gewissen sinnvollen Abschluss zu bringen.
Solche Äußerungen stimmen überein mit dem, was mir verschiedene Leute berichtet haben, die aus anderer Ursache „gestorben“ sind. Die erzählten, es sei ihnen während dieses Zustandens kundgetan worden, dass Selbstmord ein sehr unheilvoller Akt sei, der mit einer schweren Bestrafung geahndet werde. Ein Mann mit Todesnähe-Erfahrung nach einem Unfall sagte aus: „Während ich da drüben war, bekam ich das Gefühl dafür, dass mir zwei Dinge absolut verboten waren, nämlich mich selbst umzubringen oder einen anderen Menschen zu töten... Wenn ich Selbstmord verübte, würde ich damit Gottes Geschenk Ihm vor die Füße werfen... Einen anderen töten bedeute, die Pläne Gottes für den Betreffenden zu durchkreuzen.“
Derartige Ansichten, wie sie mir mittlerweile aus zahlreichen Berichten unabhängig voneinander bekannt geworden sind, decken sich genau mit uralten theologischen und sittlichen Gründen gegen den Freitod. Ein Argument dagegen findet sich in unterschiedlicher Gestalt in den Werken so verschiedener Denken wie Thomas von Aquino, John Locke und Immanuel Kant. Noch Kant handelt ein Selbstmörder gegen die göttliche Versehung und gelangt auf die andere Seite als einer, der sich gegen seinen Schöpfer empört. Thomas von Aquino sieht den Grund darin, dass wir das Leben als Geschenk von Gott haben und dass es Gottes Vorrecht ist, nicht des Menschen, das Leben wieder zurückzunehmen.
Mit dieser Darstellung möchte ich jedoch keine moralischen Verurteilung des Selbstmordes ausgesprochen haben, Ich berichte nur, was mir andere erzählt haben über ihre Erfahrungen. In meinem nächsten Buch über Todesnähe-Erlebnisse werde ich mich unter anderem mit diesem Thema sehr viel gründlicher auseinandersetzten. <<

Nun, das ist für mich sehr erschreckend, denn da ich gottlos bin, also nicht an einen Gott glaube. Ich bin mir nicht im Klaren, ob die Menschen, die diese Erlebnisse hatten, zu einem Glauben gehörig waren. Es wird ja gesagt, dass das Leben "Gottes Geschenk" ist und dass es nur "Gott erlaubt ist", das Leben zu nehmen.

@ HCL1: Meinst du nun, es ist besser, sich durch sein Leben zu quälen, anstatt einfach "Schluss zu machen"? Ich meine, sollte man sich wirklich lieber quälen und auf seinen wirklichen Tod warten, als sich selbst zu töten?

Ihr seid also der Meinung, dass Selbstmord mit der "Hölle" bestraft wird? Ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen... Meine Zweifel tun mir sehr weh, da ich vor allem immer dachte, wenn man tot ist, geht es einem besser, egal wie man gestorben ist.
Das ist wirklich seltsam...

Was meint ihr?
Zitat:
Meinst du nun, es ist besser, sich durch sein Leben zu quälen, anstatt einfach "Schluss zu machen"?

Ich würde sagen, diese Frage beantwortet sich hierdurch selbst:
Zitat:
Kurzu gesagt, diese Menschen berichten, dass die Konflickte, denen sie durch einenen Selbstmord ausweichen wollten, immer noch existiert haben, wenn sie tot waren, und zwar in noch stärkerer Form. In ihrem körperlosen Zustand waren sie außerstande, aktiv an der Lösung ihrer Probleme zu arbeiten, vielmehr mussten sie ohnmächtig mit ansehen, welche unheilvollen Konsequenzen ihre Tat nach sich zog.


Ich kann verstehen, daß Du das vielleicht nicht nachvollziehen kannst bzw. keinen Sinn darin erkennen kannst, wenn Du an keinen Gott glaubst.

Aber sieh mal, wenn es so wäre, daß Selbstmord keinerelei negative Konsequenzen nach sich ziehen würde, sondern es jedem danach besser geht, und wenn das bekannt werden würde, was glaubst Du, wie viele Menschen sich dann das Leben nehmen würden? Weswegen sollten wir dann noch hierbleiben und es uns unnötig schwer machen, wenn wir es viel einfacher haben könnten?

Weißt Du, bevor mir dieses Buch in die Hände gefallen ist, war ich absoluter Atheist. Ich habe an keinen Gott geglaubt, an kein Leben nach dem Tod, kein Jenseits und nichts. Aber dieses Buch hat damals meine Lebenseinstellung verändert. Ich habe zwar nach wie vor nichts mit Religion am Hut, aber ich bin vom Leben nach dem Tod überzeugt und ich glaube an so etwas wie einen Gott oder Schöpfer. Ich habe keine Ahnung, wer oder was er/sie/es sein könnte. Aber das ist auch nicht so wichtig, entscheidend für mich ist, daß erst so alles einen gewissen Sinn ergibt.

Der allgemeine Sinn des Lebens besteht meiner Ansicht nach darin, zu lernen. Nämlich lieben zu lernen und das Leben genießen zu lernen und innerlich zu reifen. Oder ich könnte es auch so ausdrücken, daß ich das Leben für einen Lernprozeß, eine Art Prüfung halte.

Möglich, daß ich mit meinen Ansichten auch falsch liege. Das kann ich nicht ausschließen. Aber die Berichte der Nahtoderfahrungen halte ich schon für sehr glaubwürdig, und sie sind ein wesentlicher Bestandteil meines heutigen Weltbildes.

Ich kenne Dich zwar nicht, aber ich würde Dir sehr gerne irgendwie mehr Zuversicht vermitteln. Ich kann und will Dir aber auch nicht mein Weltbild aufzwingen. Du mußt selber entscheiden, welche Erkenntnis Du aus alldem ziehen möchtest. So wie Du Dich offenbar dazu entschieden hast, an ein Leben nach dem Tod ohne einen Gott und ohne irgend einen Sinn für unser Leben hier zu glauben. Ich kann Dir nur einen Denkanstoß geben, daß das alles vielleicht doch nicht ganz so sinnlos ist und es sich lohnt zu leben, auch wenn es einem oft nicht leicht fallen mag, und da spreche ich auch aus Erfahrung.
Vor Jahren war ich auch mal an dem Punkt, wo ich kurz davor stand, mir das Leben zu nehmen und auch bereit war, all die negativen Konsequenzen "drüben" zu (er)tragen. Ich habe dann doch noch irgendwie die Kurve gekriegt. Das Leben wirft mir zwar immer noch eifrig Knüppel zwischen die Beine, aber ich stehe jetzt auf dem Standpunkt, mich nicht unterkriegen zu lassen. Auch wenn ich deswegen zeitweilig auch schon mal verdammt sauer auf "Gott" werde und ihm zuweilen liebend gerne mit einem genüßlichen Grinsen im Gesicht den Hals - wenn er denn so etwas wie einen Hals hätte - umdrehen würde. Aber ich laß mich nicht unterkriegen und versuche, das beste aus der jeweiligen Situation und mir das Leben den Umständen entsprechend so angenehm wie möglich zu machen.
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Und eine Stimme sprach zu mir: "Lächle und sei fröhlich, denn es könnte schlimmer kommen..."
Und ich lächelte, und ich war fröhlich...und es kam schlimmer
Hm, das sind ja rosige Aussichten... Ehrlich gesagt, komm ich mir nun etwas verarscht vor, da ich eigentlich mein Leben lang daran geglaubt habe, dass es mir, wenn ich mich umbringe, besser geht und das stimmt ja nun nicht. Ich mag es einfach nicht einsehen, dass man für den Freitod bestrfat wird, da ich an einen Gott nicht glaube und immer dachte, man lebt dann im "Paradies" mit den Menschen, die man liebt.
Ich dachte immer, meine Probleme wären weg, wenn ich "auch weg wäre". Also ich dachte, dass es im Jenseits keine Probleme gibt und sich alle lieb haben usw.

Ja stimmt, du hast recht. Weswegen sollten wir hierbleiben, wenn es auch durch Selbsttötung in ein Paradies kommt.
Hm, wenn man dieses Buch von Moody gelesen hat, muss einem ja klar werden, dass es sowas wie einen Gott gibt. Schon allein deswegen, was diese Menschen nach dem Suizidversuch gesagt haben.

Weißt du, mein Leben selbst war niemals einfach, bei wem ist es das schon. Doch ich hab mich immer in der Sicherheit gewiegt, dass ich, wenn ich einmal nicht mehr kann, mich umbringe und dann bei meiner Familie bin. Ich dachte, dort werden meine Träume wahr. Ich hatte niemals Angst davor zu sterben, denn ich hatte meinen Traum von einem Paradies. Dann kamen die Zweifel. Dann kam das Buch von Moody und nun hab ich wahnsinnige Angst mit umzubringen, wobei ich den Suizid immernoch als meinen Tod sehe. Denn ich wollte schon als kleines Kind nicht, dass "Gott" bestimmt, wann und wo und wieso ich sterbe. Ich denke: "Gott, du kannst mich nicht feuern, ich kündige." Ich hab das niemals ernst gesehen, da ich, wie gesagt, Atheist bin... Doch mittlerweile... Ich hab echt Angst.
Wenn ich das nun so sage, dass ich Angst vor dem Selbstmord, bzw. davor, was danach kommt, habe, dann sagst du, "na dann bring dich doch nicht um." Aber das ist nicht so einfach.
Und außerdem quält mich der Gedanke an meinen Freund, was mag nur mit ihm sein? Werde ich ihn wieder sehen, auch wenn ich eines natürlichen Todes sterbe?

Klar lohnt es sich zu leben. Das weiß ich. Mir fällt es oft nicht leicht, ich denke im Grunde jeden Tag an Suizid, leide selbst an SVV und bin depressiv. Ich denke nicht, dass ich mich wirklich töten wollte, schon gar nicht, nachdem ich weiß, was nach einem Selbstmord passiert. Ich vertraue sehr in die Nahtoderfahrungen und halte sie auch für wahr, aber die Tatsache, was ich über Selbstmordversuche mit Nahtoderfahrung gelesen habe... Da zweifle ich auf einmal. Ich denke, es liegt daran, dass ich das nicht für wahr halten will, da es nicht das ist, was ich will.

Ich denke, es ist ungerecht, wenn diese Geschichten über die Suizid-Nahtoderfahrungen war sind. Ich meine, du bist verzweifelt, möchtest nur weg von den Menschen, und dann wirst du dafür bestraft. Ich kann es leider nicht ändern, ich weiß nicht, ob es wirklich stimmt, aber ich hab nun echt Angst. Wenn es wirklich einen Gott gibt, der Menschen dafür bestraft, dann haben sich meine Ansichten bestätigt. Er/sie/es ist ein verdammtes Zensur.
Immer ruhig.

Zitat:
"Gott, du kannst mich nicht feuern, ich kündige." Ich hab das niemals ernst gesehen, da ich, wie gesagt, Atheist bin... Doch mittlerweile... Ich hab echt Angst.



Merkst Du was, Angst. Man sollte nicht jeder psychologischen Studie glauben, nur weil sie Studie heißt und jemand seinen Namen mit nem Titel drunter gesetzt hat. In der Psychologie kann man die tollsten Dinge 'nachweisen', allein was manche mit ein paar statistischen Tricks aus ein paar einfachen Daten machen ist schon faszinierend. Abgesehen davon reden wir hier von der Parapsychologie, da sollte man noch mal so genau hingucken.

Ich habe mal eben versucht zu recherchieren, wer dieser Herr denn genau ist, was sein Einstellung zum Leben ist. Wenn der man irgendwo christlich motiviert ist, ist es kein Wunder dass der einen Nachweis für die Hölle oder sowas im Nahtod findet.

Der Mann hat 150 Menschen untersucht, wahrscheinlich alle aus seinem Kulturkreis, da ist es kein Wunder, dass die meisten von einer Hölle berichten, denn jeder hat davon schon mal gehört und sich davor mit seinem Tod nochmal auseinader gesezt. Das sowas die NTE prägt, ist bekannt, Wiki:

Das Alter, das Geschlecht, die berufliche Laufbahn des Einzelnen, sein kulturelles Umfeld oder seine Religion können für die Nahtod-Erfahrungen eine Rolle spielen: So gibt es zum Beispiel Berichte über kulturell bedingt unterschiedliche Arten der Fortbewegung durch den Tunnel.

Und natürlich hat man auch Untersucht, ob die Todesursache ein Rolle spielt, Wiki:

In den Anfängen der Nahtod-Forschung bestand immer wieder die Sorge, bei suizidgefährdeten Menschen könnten sich durch diese Berichte die Schwelle zur Suizidhandlung gesenkt werden. (Hierzu liegen allerdings keine Belege vor.) Deshalb wurde sozusagen als „Warnhinweis“ formuliert, dass Suizidanten keine solche angenehme Erfahrung des Überganges hätten. Nahtod-Forscher wie z. B. der US-amerikanische Psychologie-Professor Kenneth Ring (vgl. Ring, K.: Den Tod erfahren – das Leben gewinnen. Scherz-Verlag, Bern, 1985) haben schon früh nachweisen können, dass zwischen Menschen, die nach einem Suizidversuch gerettet werden konnten und denen, die aus einem anderen Grund „fast“ gestorben sind, kein wirklicher Unterschied hinsichtlich der Nahtod-Erfahrungen besteht. Tatsächlich berichtet Ring, dass erlebte Nahtod-Erfahrungen eher einen suizidpräventiven Effekt haben.


Vielleicht, aber nur vielleicht können NTEs uns sagen ob das was nach dem Tode ist. Sicherlich können sie uns nicht sagen, was genau da ist, Himmel oder Hölle, gar nichts oder etwas außerhalb unseres Vorstellungsvermögen. Dazu müsste man eine weltweite Studie, durch alle Kulturen hindurch machen und die gibt es bisher nicht.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass Gott uns so geschaffen hat, dass wir uns umbringen können und uns dann dafür bestraft.


Ich persönlich glaube nicht an einen Sinn des Lebens, wie Lernen oder Gott zu dienen oder was auch immer. Ich glaube der Geist ist schon erleuchtet und weis und kann alles, er hats nur dummerweise vergessen, bzw. muss zu sich selber finden. Ich glaube aber nicht, dass ist der Sinn Lebens, so wie ich nicht glaube, dass wenn ich ins Wasser falle, das den Sinn hat, dass ich schwimmen soll.

Alles Gute
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
@joko
Wenn Du meine Empfehlung hören möchtest, dann würde ich sagen: Lebe! Lebe Dein Leben, allen Widrigkeiten zum Trotz, und versuch das Beste daraus zu machen. Ich weiß, das ist nicht so einfach, aber ich habe selber erfahren, daß es geht. Laß Dich nicht unterkriegen...

Der Glaube an Gott...das ist so eine Sache für sich. Wenn Du nicht an ihn glaubst bzw. nicht an ihn glauben möchtest, dann ist das auch Dein gutes Recht. Und ich habe nicht vor, Dich von etwas anderem überzeugen zu wollen. Aber ich denke, der Glaube an einen Gott kann durchaus hilfreich und motivierend sein, und das auf unterschiedlichste Art und Weise.
Man kann zum Beispiel sagen:
Mein Leben ist zwar hart und schwer, aber ich ziehe es durch, denn wenn Gott mich eines Tages zu sich holt, weiß ich ja, daß ich dann im Paradies für alle Entbehrungen belohnt und entschädigt werde.
So, das war eine Möglichkeit. Man kann aber auch ebensogut sagen:
Ich hasse mein Leben, alles geht schief, und Gott ist Schuld daran! Aber ich lasse mich nicht unterkriegen, nein, diesen Triumph gönne ich ihm nicht! An mir beißt er sich die Zähne aus! Dem zeig ich's, jetzt erst recht!
Das ist z. B. eher meine Methode. Wenn ich diesen Glauben an sowas wie einen Gott nicht hätte, dann würde ich jetzt vermutlich auch völlig apathisch dasitzen und mich fragen, was das alles überhaupt für einen Sinn macht.
Ich glaube nicht deswegen an einen Gott, weil ich an ihn glauben will, sondern weil seine Existenz für mich eine logsiche Schlußfolgerung ist. Wie gesagt, ich bin kein bißchen religiös. Vielmehr bin ich wissenschaftlich orientiert. Ich "mystifiziere" Gott auch nicht.

Zitat:
Wenn es wirklich einen Gott gibt, der Menschen dafür bestraft,

Ist tatsächlich Gott derjenige, der Menschen bestraft? Oder bestrafen sich die Menschen nicht eher selber durch solche Taten wie Selbstmord?
Schon die "klassischen" NTEs belegen ja, daß der Mensch nicht gerichtet oder bestraft wird, sondern daß er sein eigenes Leben selbst bewerten muß.
Beim Selbstmord ist es doch in der Regel so, daß jemand vor seinen Sorgen und Problemen fliehen will, alles hinter sich lassen und einfach nur noch endgültig seine Ruhe vor der Welt haben will. Aber das ist der falsche Weg, und um diese Erkenntnis kommt man offenbar auch oder gerade durch Suizid nicht herum.
Also kurz gesagt, so wie ich es verstehe: Selbsmord ist keine Erlösung, sondern eine Bestrafung, und zwar nicht durch Gott sondern durch sich selbst.

@_Leer_
Zitat:
Ich habe mal eben versucht zu recherchieren, wer dieser Herr denn genau ist, was sein Einstellung zum Leben ist. Wenn der man irgendwo christlich motiviert ist, ist es kein Wunder dass der einen Nachweis für die Hölle oder sowas im Nahtod findet.


Tatsache ist aber auch, daß die weitaus meisten Menschen nach einem NTE weniger dogmatisch bzw. religiös sind und daß die Spiritualität im weiteren Sinne für sie viel wichtiger wird.

Zitat:
Der Mann hat 150 Menschen untersucht,

Das Buch von Moody dürfte nun schon um die 30 Jahre alt sein. Seit damals sind nun zu den 150 Fällen doch noch etliche hinzu gekommen, und es ist ja nicht nur Moody, der sich mit diesem Phänomen beschäftigt.

Zitat:
wahrscheinlich alle aus seinem Kulturkreis, da ist es kein Wunder, dass die meisten von einer Hölle berichten, denn jeder hat davon schon mal gehört und sich davor mit seinem Tod nochmal auseinader gesezt. Das sowas die NTE prägt, ist bekannt, Wiki:

Das Alter, das Geschlecht, die berufliche Laufbahn des Einzelnen, sein kulturelles Umfeld oder seine Religion können für die Nahtod-Erfahrungen eine Rolle spielen: So gibt es zum Beispiel Berichte über kulturell bedingt unterschiedliche Arten der Fortbewegung durch den Tunnel.

Es stimmt schon, daß NTEs nicht eins zu eins übertragbar sind und es Abweichungen gibt, wie eben beispielsweise die unterschioedliche Art und Weise der Fortbewegung durch den Tunnel. Aber der Tunnel selbst ist fester Bestandteil eines NTEs. Der Ablauf eines NTEs ist bei allen Menschen gleich, kann aber unterschiedlich wahrgenommen werden. Wie z.B. manche Betroffene das Lichtwesen für sich als Jesus identifizieren, für andere ist es wiederum einfach ein fromloses Licht. Aber die Empfindung von Wärme und grenzenloser Liebe ist wieder bei allen gleich.

Zitat:
Ich persönlich glaube nicht an einen Sinn des Lebens, wie Lernen oder Gott zu dienen oder was auch immer. Ich glaube der Geist ist schon erleuchtet und weis und kann alles, er hats nur dummerweise vergessen, bzw. muss zu sich selber finden.

Hast Du mit dieser Aussage nicht gerade dem Leben einen möglichen Sinn gegeben...?

Zitat:
Ich glaube aber nicht, dass ist der Sinn Lebens, so wie ich nicht glaube, dass wenn ich ins Wasser falle, das den Sinn hat, dass ich schwimmen soll.

Ich weiß nicht, ob man das so einfach miteinander vergleichen kann...
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Und eine Stimme sprach zu mir: "Lächle und sei fröhlich, denn es könnte schlimmer kommen..."
Und ich lächelte, und ich war fröhlich...und es kam schlimmer
Ich hab das Buch damals auch gelesen, und "gottseidank" hatte ich wegen diesem Buch auch genau davor Angst, daß es nach dem Tod eben nicht besser wird, sondern sich immer wiederholt oder ich vielleicht sogar zurückmüsste *schluck*.
Ich habe trotzdem einen Suizidversuch hinter mir, aber hab in letzter Minute den Zensur eingeklemmt eben aus dieser Angst heraus.
Heute kann ich nur sagen: Schwein gehabt.
Ich hatte damals eine handfeste Depression, wie sie nun einmal oft vorkommt, wenn man heranwächst und seinen Weg noch nicht gefunden hat.
Die Depression ist schon lange weg, aber ich kann mich noch so gut an die Zeit erinnern, als alles Grau in Grau war und sich die Tage nur hinschleppten.
Es hat sich so gelohnt, daß ich "durchgehalten" habe, und ich bin vom Leben so reich beschenkt worden und bin glücklich um jeden Tag.
Jeder Mensch muss seinen privaten Sinn finden (oder wird von ihm gefunden wie bei mir).
Kann halt ein bißchen dauern.
Ich bin auch lange Zeit planlos durch die Gegend gelatscht...
Zitat:
Also kurz gesagt, so wie ich es verstehe: Selbsmord ist keine Erlösung, sondern eine Bestrafung, und zwar nicht durch Gott sondern durch sich selbst.


Eine Erlösung ist es glaube ich auch nicht, egal wohin man geht, die Konsequenzen einer Handlung holen einen früher oder später immer wieder ein, auch gerne mal im nächsten Leben - glaube ich.

Deswegen würde ich es auch nicht unbedingt als Bestrafung sehen, von wem auch immer, sondern als ein selbst gewählter Pfad und der kann in der Tat steinig und schwer sein und ich glaube durch einen Suizid macht man ihn nicht einfacher, was jetzt nicht heißen soll, dass danach alles zur Qual wird.


Zitat:
Tatsache ist aber auch, daß die weitaus meisten Menschen nach einem NTE weniger dogmatisch bzw. religiös sind und daß die Spiritualität im weiteren Sinne für sie viel wichtiger wird.


Wenn sie das, was sie sehen für real halten, kein Wunder.

Zitat:
Das Buch von Moody dürfte nun schon um die 30 Jahre alt sein. Seit damals sind nun zu den 150 Fällen doch noch etliche hinzu gekommen, und es ist ja nicht nur Moody, der sich mit diesem Phänomen beschäftigt.


Die Frage ist, hat er sein Buch erweitert und kann man überhaupt Stück für Stück neue Fälle sammeln. Die USA vor 30 Jahren waren eine andere Kultur als die heute, sind die Fälle also vergleichbar?
Außerdem um wirklich die Studie zu bewerten, müsste man die originalen Daten sehen und seine Methoden. Der kann sich sonst was zusammen rechnen und dann nachher sagen es ist so und so. Wenn man sich nur auf diese Aussage verlässt, hat man leider nicht viel davon. Wie Du schon erwähnt hast, es gibt andere Leute, die sich damit beschäftigen und die haben konträre Ergebnisse.

Zitat:
Es stimmt schon, daß NTEs nicht eins zu eins übertragbar sind und es Abweichungen gibt, wie eben beispielsweise die unterschioedliche Art und Weise der Fortbewegung durch den Tunnel. Aber der Tunnel selbst ist fester Bestandteil eines NTEs


Zum einen lassen sich NTE wie 'Tunnel' und 'Der Film des Lebens' durch die Vergabe von Drogen reproduzieren, zum einen wird gerne verschwiegen, dass die meisten Menschen überhaupt keine NTE haben.
Zum anderen müsste man eine wie weit große Studie machen um wirklich brauchbare Zahlen zu haben. So sagt die leider null Komma gar nichts aus.

Zitat:
Hast Du mit dieser Aussage nicht gerade dem Leben einen möglichen Sinn gegeben...?


Eben das wollte ich nicht.

Zitat:
Ich weiß nicht, ob man das so einfach miteinander vergleichen kann...


Man vielleicht nicht, ich in meiner Welt schon Von meiner Sicht der Dinge, bin ich vor dem Kreislauf der Wiedergeburten der/das gleiche, was ich danach bin. Ich persönlich gehe davon aus, dass mein Geist schon alle Qualitäten und Wahrheiten besitzt, ihm kann nichst hinzugefügt oder entfernt werden. Deshalb glaube ich auch nicht, dass ich lernen soll, den Gedanken finde ich persönlich abwegig. Aber jeder wie er will, das ganze Leben ist ein Quiz und letztendlich kommt vielleicht alles doch anders als wir denken, weil wir es uns aus menschlicher Perspektive gar nicht vorstellen können.
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.