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Lebensqual












Hallo, da ich mich im Internet schon umgesehen hab und nur Leute fand die sogar für Hilfe-Chats Kohle kassieren wollen hoffe ich dass ihr mir wenigstens den Weg weisen könnt!

Ich bin mit meinem Leben nicht unzufrieden, ich weiss dass es mir gut geht, aber ich empfinde fast jeden Tag als würde ich eine Strafe im Gefängnis absitzen.

Ich bin jetzt 23 Jahre alt, habe seit 4 Jahren eine Freundin die ich über alles liebe und eingentlich eine tolle Familie, wenn auch nicht reich, aber wen interessiert schon Geld.

Ich habe irgendwie festgestellt, dass ich mich zur Zeit in einer Phase befinde in der sich entscheidet was aus mir wird, vielleicht werde ich Erwachsen und meine Persönlichkeit wird fertig ausgebildet.

Ich habe gehofft, dass ich mir irgendwie selber durch das Erkennen dieser Situation einen Schubs in die richtige, wieder positive Richtung geben kann, aber es wurde nur noch schlimmer.

Von klein auf hatte ich eine gewisse Angst bzw. Angstattacken, z.B. wenn ich die Schule wechselte oder auch dann später wenn ich Ferienjobs annahm. Ich weiss die Ursache dafür nicht. Jedoch suchen mich solche Angstzustände oft heim, z.B. heute wieder, da ich morgen ein 18-wöchiges Praktikum fürs Studium antreten muss. Ich habe anscheinend generell große Angst vor Veränderungen.
Generell habe ich bei solchen Situationen Angsattacken, kann 3-20 Tage vorher nicht mehr richtig schlafen, an nichts anderes mehr denken als: "oh mein gott, das wird so schlimm" - fragt mich nicht wieso ich es als schlimm empfinde, mein Gehirn sagt mir dass ich mich nicht fürchten muss.
Hinzu kommt, dass ich in diesem Fall das Praktikum weiter weg von Zuhause abzuleisten habe, an meinem Studienort. Dort wohne ich zusammen mit meiner Freundin die auch studiert, jedoch wird meine Angst fast verdoppelt, allein dadurch, dass Sie (und somit keine Bezugsperson) nicht bei mir ist, ich praktisch alleine bin.

Weiterhin sehe ich mich ca. ab der Pubatät als Verlierer - obwohl ich 1er Schnitt hatte und auch sportlich der Beste an der Schule an der ich die Mittlere Reife ablegte. Ich war auch in den Vereinen in denen ich WAR eigentlich fast überall der Beste, Führungsperson - jetzt bin ich aus Allem raus.

Früher hatte ich große Erwartungen an meine Zukunft, ich wollte wer sein auf den man stolz ist, sportlich, familiär und im Beruf.

Heute ist irgendwie alles anders - ab dem Alter von ca. 16 bis 17 Jahren ging alles bergab, ich war nicht mehr zufrieden mit mir, ich traute mir nichts mehr zu, glaube heute gar nichts mehr schaffen zu können, Studium schon gar ned, obwohl ich mir sicher bin dass ich auch hier einen 1er-Schnitt hinkriegen könnte, wenn ich nicht so "gestört" wäre.

Ich denke dass ich für meine Freundin nur noch eine Belastung bin, gehe kaum mehr aus dem Haus, habe fast sämtliche Freundschaften abgetötet indem ich alle lings liegen ließ.
Ich wünschte fast den ganzen Tag ich wäre tot, mache mir Gedanken wie es wohl wäre wenn ich tot wäre.

Erst gestern hat mir meine Freundin gesagt dass sie nicht mehr weiss ob sie mich richtig liebt, was ich auch verstehen kann, so wie ich mich verhalte - durch die Emotionen die dabei bei mir durchkamen dachte ich: Wenn sie schluss macht, bringst du dich um - und gestern waren die so stark, ich hatte Angst dass ich es wirklich tun könnte.

Ich habe zugenommen (war vorher total sportlich), man könnte sagen dass ich "frust-fresse", z.B. jetzt wo ich mir ne pizza in den ofen geschoben hab, wegen der Angst vor morgen.
Ich habe keine Träume mehr, keine Erwartungen, wenn wer aus meiner Verwandschaft stirbt denke ich nur: "warum nicht ich".
Ich habe Angst vor der Zukunft, schaffe ich mein Studium? Krieg ich einen Job? Bin ich später in der Lage eine Familie über Wasser zu halten?
Das alles und viel mehr sehe ich im Moment mit Nein beantwortet.

Ich habe auch eine Art "Droge", wenn ich vor irgendwas fliehe, dann setz ich mich vor den Computer und "zocke". Ich bin kein Kind ich kann differenzieren, aber es ist wohl mein Alkohol, es lenkt mich ab, die Angst geht weg.

Gibt es für mich eine Chance aus dieser Teufelsspirale von Angst, Abschottung, wieder mehr Angst und weiteren Rückzug rauszukommen?

Ich denke wenn ich meine Freundin verliere ist es aus, dann kann mein "Verstand" meine "Seele/Emotionen" nicht mehr kontrollieren.

Ich traue mich auch nicht mit wem darüber zu reden, schon gar nicht mit meiner Freundin - was bin ich denn für ein Mann...?

Ich schäme mich schon irgendwie dafür was für ein Verlierer ich geworden bin, gegenüber meiner Familie, Freunden und allen Anderen.

Hi!

Ich könnte jetzt Romane schreiben, aber das wird auch nicht unbedingt helfen. Wenn man sich den Arm bricht, geht man zu nem Arzt, wenn man sich das Herz bricht oder die Seele schmerzt, geht man zum einem Psychotherapeuten - das würde ich dir einfach nahe legen.

Ansonsten - habe Mut!
Ich habe mich über Psychotherapeuten noch nicht informiert, bezahlt die Krankenkasse solche Behandlungen oder muss ich selber dafür aufkommen?

Wie können die mir helfen? Hat wer nützliche Links dazu?

Vielen Dank dass du mir weiterhilfst @ Leer
Hi Essenz !

Man müste sich bei Therapeuten erkundigen, bei den meisten bezahlt die Krankenkasse die Therapiestunde. Das wichtigste ist das Vorgespräch, wo man feststellt ob die Chemie stimmt. Wenn nicht, weiter suchen ! Die Fachbereiche sind enorm ausgeprägt. Die Krankenkassen können Dir da auch weiter helfen um einen Therapeuten zu finden oder du gehst zu deinem Hausarzt.
Ich denke es ist besser du holst Dir Hilfe von einen Therapeuten, nur er kann Dir sagen warum du dich als Verlierer verurteilst.
Ich denke das du keiner bist , aber das hilft Dir auch nicht weiter.
Ich bin selbst auch nicht normal , deshalb weiß ich auch nicht weiter was ich dir noch sagen könnte.

Liebe grüsse Diana
Ich würde direkt bei der Krankenkasse anfragen, denn nicht alle Therapeuten haben eine Kassenzulassung, wo Du hingehen kannst. Ansonsten Gelbe Seiten und dann anrufen und fragen ob die Dich nehmen.
Wie Diana schon gesagt hat, guck ob die Chemie stimmt und wenn Du merkst es geht nicht, such weiter.

Du schaffst das schon, immerhin hast Du gemerkt, dass Du Hilfe brauchst, dass ist schon mal ein wichtiger Schritt und Du machst Dich auf die Suche, der nächste wichtige.

Es gibt viele Menschen, die denken, wer psychologische Hilfe braucht, ist nicht ganz richtig im Kopf und trauen sich deswegen nicht, dabei ist sowas ganz normal. Es gibt sogar Psychologen, die zum Psychologen gehen, wenn sie ne depressive Phase haben.

Vielleicht sagst Du Deinen Mitmenschen einfach wie es in Dir aussieht, dass Du damit begonnen hast, Dir Hilfe zu suchen und dann geben sie Dir sicher auch die Unterstützung die Du brauchst.

Hilf Dir selbst, dann helfen Dir auch andere

Alles Gute
Forum -> Psychologie und Psyche


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