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Ist das Christentum eine gewalttätige Religion ?












Hallo Gabriele,

danke für deine Ausführungen !

Zitat:
2. Das Weltganze als Superhirn?
Geist ist der Definition nach immateriell. Aber kann es eine immaterielle Welt unabhängig von der materiellen geben?


Laut Bhagavad-Gita ist Geist/Verstand, mana, eine feinstofflich materielle Energie. ---> Denken, Fühlen, Wünschen
der Geist ist nicht beständig, er wechselt ständig seine "Stimmung" - fröhlich, traurig, zornig, lustvoll etc.

noch feinstofflicher (ebenfalls materiell) ist Intelligenz, buddhi ---> Unterscheidungsvermögen

noch feinstofflicher ist das falsche Ego, ahankara ---> die irrige Annahme "ich bin der Körper oder "ich bin der Geist"

Das Lebewesen (die spirituelle Seele) hingegen ist transzendental / antimateriell.

All die Tätigkeiten und Wechselwirkungen der groben Materie, des Geistes, der Intelligenz und des falschen Ego werden von der Höchsten Persönlichkeit Gottes erschaffen, gelenkt und kontrolliert.

Shri Krishna in der Bhagavad-Gita:
Zitat:
"Jedoch gibt es noch eine andere, unmanifestierte Natur, die ewig ist und zur manifestierten und unmanifestierten Materie in transzendentaler Stellung steht. Sie ist über alles erhaben und vergeht niemals. Wenn alles in der Welt vernichtet wird, bleibt dieser Teil, wie er ist." (BG 8.20)


Mit "unmanifestierte Natur" (Sanskrit, avyaktah) in der ersten Zeile, ist "transzendentale Natur" gemeint.

Zitat:
"Das, was die Vedantisten als unmanifestiert und unfehlbar beschreiben und was als der höchste Bestimmungsort bezeichnet wird, der Ort, von dem man, wenn man ihn erreicht, nie wieder zurückkehrt - dies ist mein Reich." (BG 8.21)


Zitat:
"Der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, der grösser ist als alle, kann durch ungetrübte Hingabe (bhaktya) erreicht werden. Obwohl Er Sich in Seinem Reich aufhält, ist Er alldurchdringend, und alles ruht in Ihm."
(BG 8.22)


Zitat:
"Dieses Mein höchstes Reich wird weder von Sonne noch vom Mond, noch von Feuer oder Elektrizität erleuchtet. Diejenigen, die es erreichen, kehren nie wieder in die materielle Welt zurück." (BG 15.6)


Zitat:
"Es gibt zwei Arten von Lebewesen, die unfehlbaren und die fehlbaren. Jedes Lebewesen in der materiellen Welt ist fehlbar, und jedes Lebewesen in der spirituellen Welt wird unfehlbar genannt." (BG 15.6)


Als fehlbare Lebewesen können wir die materielle Schöpfung niemals auf eigenen Pfaden verlassen.
Alles Forschen ist zwecklos solange sich das Lebewesen dem Höchsten Herrn nicht ergibt.

Gruss
@jivatma
Schade, also doch Populismus und "Sprüche". Konkrete Antworten bleibst Du nach wie vor "schuldig". Oder hast du gewisse Fragen übersehen oder gar vergessen?

Deine Art der Antworten auf andere Postings lassen jedenfalls andere Verdachstmomente aufkommen... und dann sind wir wieder beim Populismus angelangt, auch wenn du in fetter Schrift aber leider ohne Inhlat dagegen schreibst.

Gruß

P.S. Als Deutschleher (keine Sorge, bin ich nicht ) würde ich glatt schreiben, 6 Thema verfehlt!
Hallo, jivatma,

Was ich befürchte, ist, daß, wenn alles Illusion ist, man davon abkommt, sich auf die Probleme der jetzt erscheinenden Realtität zu konzentrieren und den Menschen in der Welt zu helfen, sich zu befreien und daß somit Hilfe für Andere anscheinend nicht notwendig sind.
Das hört sich ein bißchen wie Flucht an.
Es ist gut und schön, die Interpretation zu hören, was Gott und Geist ist, aber wie sieht es denn mit konkreter Hilfe für andere Menschen, die im Elend stecken, aus ? Welche Anweisungen gibt es dazu in den von Dir bevorzugten Ansichten ?

Wenn alles Illusion ist, kann einem doch alles Elend der Welt egal sein ?
Gibt es eine Anleitung zur Nächstenliebe und was besagt sie ?

Danke für die Antwort.
Hallo Gabriele,
sorry das ich erst jetzt antworte ...

Zitat:
Es ist gut und schön, die Interpretation zu hören, was Gott und Geist ist, aber wie sieht es denn mit konkreter Hilfe für andere Menschen, die im Elend stecken, aus ? Welche Anweisungen gibt es dazu in den von Dir bevorzugten Ansichten ?
Wenn alles Illusion ist, kann einem doch alles Elend der Welt egal sein ?
Gibt es eine Anleitung zur Nächstenliebe und was besagt sie ?

Danke für die Antwort.


Nächstenliebe beginn bei uns selbst. Wenn wir uns nicht lieben, wie wollen wir dann andere lieben?

Ein Beispiel:
Ich sehe jemanden der am Ertrinken ist, ich selber kann aber leider nicht schwimmen ....

Du sprichst das Elend unzähliger Tiere und Menschen in dieser Welt an.

Das grösste Elend der Welt ist das Lebewesen das in Unwissenheit um sein wahres Selbst lebt.
Die grösste Wohltätigkeit ist, dem Lebewesen beizubringen wie es frei werden kann von Alter, Krankheit, Tod und Geburt.
Aber um das tun zu können, muss man selbst zuerst von Alter, Krankheit und Tod befreit sein.
Sich selbst wirklich zu lieben, bedeutet Selbsterkenntnis anzustreben.

Einen Ertrinkenden zu retten und sich nur um seine "Kleider", seinen materiellen Körper zu kümmern, bringt nichts.

Das Elend dieser Welt entsteht aus Unwissenheit.
Das Lebewesen geht unzähligen Tätigkeiten nach die nicht in Bezug zur spirituellen Seele, dem waren Selbst, stehen. Daraus entsteht das Elend der Welt.
Der Glaube "ich bin der Körper", ist die Wurzel der Unwissenheit.

Physische Hilfe ist gut, wenn sie jedoch ohne die Hilfe zur Selbsterkenntnis für den Leidenden geleistet wird, ist sie WERTLOS. Da sich das Leid immer wieder wiederholen wird.
Je weniger wir hören wollen, je mehr werden wir leiden ...

Aus diesem Grund nennt Shri Krishna das was Er uns in der Bhagavad-Gita lehrt, "den König des Wissens".
Zitat:
"Dieses Wissen ist der König der Bildung und das geheimste aller Geheimnisse. Es ist das reinste Wissen, und weil es durch Erkenntnis eine direkte Wahrnehmung vom Selbst vermittelt, ist es die Vollkommenheit der Religion. Es ist immerwährend und wird mit Freude praktiziert. (BG 9.2)


"Helfen wollen" ist ein Urbedürfnis des Lebewesens, aber um anderen Helfen zu können muss man zuerst sich selbst geholfen haben. Um andere lieben zu können muss man sich selbst lieben. Ich spreche eben nicht vom Körper und körperlichem Leid, denn das wird sich endlos wiederholen solange man nicht sein eigenes Problem gelöst hat:
Wer bin ich selbst?

Du kannst diese Welt überschütten mit Hilfsaktionen, aber solange der Mensch nicht seine ursprüngliche transzendentale Natur erkannt hat, wird sich nichts ändern - im Gegenteil das Elend wird durch die Ignoranz sich diesem eigentlichen Hauptübel der Welt ("kein Interesse an Selbsterkenntnis"), nichts ändern.

Grüsse
Nächstenliebe ist nicht möglich, wenn man sich nicht selber ohne "aber" annimmt. Das hat nichts mit egoismus zu tun, sonder mit unvoreingenommener Hingabe. Im Buddhismus wird es sehr abstrakt dargestellt, Jesus v.N. hat es verstanden, in plastischen Bildern vorzustellen. - Was ist daran so schwierig?
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