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Aber die Bibel, gerade das AT mit seinen Meucheleien über die 10 Gebote mit dem Gebot "Du sollst nicht töten" zu stellen und über die Botschaft von Jesus ist - allerhand.
Das muß man dann auch wirklich wollen. |
Soweit ich mich erinnern kann, sind die 10 Gebote aus dem AT , da sieht man halt, dass das Ding nicht unbedingt aus einem Guss ist - ein paar Zeilen weiter fließt das Blut in Strömen. Deswegen würde ich das Christentum per se nicht zur friedvollen Religion erklären. Der Gott, der die 10 Gebote verfasst hat ist der selbe Gott, der Menschen umgebracht hat oder zum Morden angestiftet hat, ist der selbe Gott der seinen Sohn gesandt hat, der Nächstenliebe und Vergebung predigt, aber richten wird und Menschen in die Hölle schickt. Insofern ist die Bibel widersprüchlich und man pickt sich halt die guten Sachen raus - 10 Gebote, aber die sonstigen Gesetze zum Beispiel nicht. Völlig legitim (und wünschenswert) wie ich finde.
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Also mit Verlaub Astrella, aber einige Dinge kann ich so nicht stehen lassen...
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| Ist natürlich nicht schön, mit Leuten wie mit Bush in einem Boot zu sitzen, |
mir persönlich ist Bush egal. Ich bin Christin, und vielleicht solltet ihr mal Leute fragen, die Christen sind, wie sie ihren Alltag leben. Das wäre angebrachter, als Sprüche wie Waffen zu benutzen und sich gegenseitig fertigzumachen.
Für mich persönlich ist die Institution Kirche nicht wichtig. Ich praktiziere meinen Glauben an Jesus für mich und habe einen persönlichen Dialog mit ihm, auch wenn sich das für un-oder andersgläubige Menschen merkwürdig anhört.
Zu der Frage, ob man an die Bibel glauben soll, kann ich nur folgenden Sprüch (aber nicht als Waffe, sondern als Gedankenanstoss) hinstellen:
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Joh. 1
Somit wird das Wort Gottes Gott gleichgestellt.
Dass es im Laufe der Zeit Veränderungen gab, sieht man auch an seinem Wort. Seit Jesu Zeiten und nach Luther ist die Bibel insgesamt verändert, d.h. sie ist im Grunde eine andere als zu Zeiten des Alten Testaments.
Das heisst nicht, dass alles aus dem ersten Testament verworfen werden sollte, sondern nur, dass man AT und NT als ein zusammengesetztes Werk betrachten sollte.
Ich bin evangelisch, für mich persönlich ist das NT wichtiger als das alte. Das AT zeigt mir den Ursprung, das NT die Folgen...
Mit jedem anderen Buch ist es doch auch so: kein Mensche definiert ein Buch nach seinem ersten Kapitel!
Habt ihr ein Buch schon mal nach dem ersten Kapitel beurteilt? Ich glaube kaum...
Nehmen wir einen Krimi, wo es einen Mord gibt. Ihr starrt doch dann nicht auf den Mord, oder wieviel Morde im Krimi vorkamen, sondern ihr beurteilt einen Krimi nach seiner Spannung, wie er geschrieben ist usw...Wie die Personen agieren, wie der Autor das Gesamtwerk gestaltet hat usw...
Ich möchte noch etwas hinzufügen, was sehr wichtig, gerade im Zusammenhang mit der Bibel ist:
Man sollte die Bibel (und zwar nicht nur die ersten Passagen) mit dem Herzen lesen. Um den heiligen Geist bitten, auch wenn sich das jetzt für euch lächerlich anhört.
Dann werden einem die Augen geöffnet und man erkennt Offenbarungen, die einem sonst geheim bleiben.
Ich betreibe keine Exegese, bin keine Theologin. Ich kann das nur mit meinen eigenen Worten beschreiben, dass mir schon wundersame Dinge mit der Bibel geschehen sind.
ja, ich weiss, das wirkt auf aussenstehende lustig, aber es geht anderen Menschen anderer Konfessionen mit ihrem Werk vielleicht ebenso.
Man kann stundenlang theologisch streiten, alle möglichen Wissenschaftler die Bibelforschung betrieben haben heranziehen und alle möglichen Bibelkritiker.
Was bleibt denn?
Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.
Wie heisst es im kleinen Prinzen: Das wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar!
Der Kern, die Essenz kommt mit dem Glauben und dem heiligen Geist.
Ihr könnt euch ruhig darüber lustig machen, ich habe es erfahren. Es ist mein persönlicher Glaube.
Jade
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Ich denke, für einen christlichen Menschen sollten die 10 Gebote und das NT einen höheren Stellenwert haben als der Rest.
Das AT, glaube ich, ist mehr im kulturellen Zusammenhang zu sehen, als eine Religion, die sich gegen andere Religionen durchsetzen wollte. Und da wird ein Gott sicher ernster genommen, wenn es heißt, er sei SOOO machtvoll, daß er jeden Erstgeborenen der Ägypter töten kann um seinen Willen zu kriegen.
Im AT wird auch nicht die Existenz anderer Götter ausgeschlossen.
Es wird lediglich verboten, sie anzubeten.
Erst später ist man dazu übergegangen, die Existenz anderer Götter per se zu negieren.
NT und At stehen zwar in einem Buch, aber haben doch relativ wenig gemein.
Jesus revidiert weite Teile des AT.
Und wenn Jesus am Kreuz gewagt hat, an Gott zu zweifeln - hat er damit seine zutiefst menschliche Seite gezeigt.
Erst durch Jesus mit seinen menschlichen Zügen und Gefühlen und seinem Aufgehen in die Dreifaltigkeit ist dieser Gott zu dem geworden, was er jetzt ist: Liebend und barmherzig. Nur die Liebe macht vollkommen.
Der Weg zum Christengott führt nur über Jesus. Keine Frage.
Aber damit ist sicher nicht das Zitieren von Bibelstellen gemeint, sondern das Leben seiner Botschaft. Das Lieben. Die Menschen zu lieben.
Vom Wesen her ist dieser Gott sehr viel mehr als ein schlechter Abklatsch von Justitia mit Augenbinde, Schwert und Waage.
Seit Christus macht er etwas vollkommen Neues, etwas, was es meines Wissens nach noch nie in der Götterwelt davor gegeben hat: Vergeben.
Das ist nicht nur "eine Hälfte".
Man kann nicht nur halb lieben.
Vergeben ist das Gegenteil von Strafen.
Astrella
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| Vielleicht lernt Gott ja. Nicht im esoterischen Sinne, sondern Gott als Individuum lernt, wie wir es tun Gutes zu tun und schlechtes zu unterlassen.
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| Astrella hat folgendes geschrieben: |
| Seit Christus macht er etwas vollkommen Neues, etwas, was es meines Wissens nach noch nie in der Götterwelt davor gegeben hat: Vergeben. |
Astrella, grundsätzlich bin ich mit Deiner Meinung konform.
Hier sehe ich aber einen Unterschied:
Denn einer Vergebung muss immer eine Verurteilung vorausgegangen sein. Eine Verurteilung beruht aber auf der Illusion, das Unwirkliche als Wirklichkeit anzusehen. Das, was wir wirklich sind, bleibt von dem was wir nicht sind unbetroffen.
Seelenwachstum bedeutet nicht, sich Vorwürfe für seine „Sünden“ zu machen (das hast Du natürlich auch nicht gesagt, sondern es ist die Weiterführung dieses Themas) , sondern allmählich zu seiner wahren Größe heranzuwachsen. Gott kennt diese Größe bereits, denn Er/Sie steht außerhalb der Täuschung.
Somit ist auch die Vergebung eine Illusion, sie unterscheidet sich aber von den andern Illusionen darin, dass sie uns von der Illusion wegführt anstatt uns hineinzuführen. .
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