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Hallo gallater319,
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Das habe ich an keiner Stelle gesagt. Da mußt du mich falsch verstanden haben.
Oder ich verstehe unter Glaube das, was du eher als Erkenntnis bezeichnen würdest. |
Glaube ist Glaube, Erkenntnis ist Erkenntnis.
Die Deut-sche Sprache ist eine sehr deut-liche Sprache.
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| Du suchst nicht die Fehler anderer, scheinst aber die Befürchtung zu haben, ich könnte an dem Symptom der "eingebildeten-Befreiung/Erlösung" leiden, da du mich darüber aufklärst. Das ist wohl gemeint von dir, aber als Christ leid ich nicht zwangsläufig unter dieser Krankheit. |
Das freut mich und ich meins Ernst.
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| Wenn die Darbringung von Opfern ersatzlos gestrichen, und das Studium der Schriften auch akzeptiert wird, dann kann selbst ich mit meinem beschränkten christlichen Denken dem voll und ganz zustimmen. |
1. Du hast eine falsche Vor-Stellung von „Opfer“.
In unserem Zeitalter, dem Kali-yuga ist das Höchste Opfer das wir darbringen können, die Verherrlichung des Herrn durch seine Heiligen Namen ---> Harinam Sankirtan
2. Im Vers wird ja das „Studium der Veden“ (Heilige Schriften) erwähnt.
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Und du hattest von mir zitiert: Der Gott der Gnade jedoch erlöst ohne wenn und aber.
Ich betrachte es als ein Geschenk. Als eine Gnade.
Darauf hat kein Mensch einen "Rechtsanspruch" |
Das erklärt Shri Krishna in der Bhagavad-gita differenzierter.
Das Wesen der Seele ist, Gott zu lieben, so wie das Wesen von Wasser es ist flüssig zu sein, so wie das Wesen von Feuer Licht und Wärme ist, so ist das Wesen der Seele "transzendentale Gottesliebe" (sannskrit; prema). Aber wir haben einen freien Willen. Wenn die Seele von Gott getrennt geniessen will, selber Gott sein will, fällt sie in die materielle Welt wo sie durch die illusionierende Energie des Herrn getäuscht, ihre Wünsche ausleben kann.
http://www.amazon.de/Bhagavad-Gita-.....m_b_1/028-3047182-5881317
Gruss
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Hallo jivatma,
ich zitiere aus einem deiner vorangegangenen Beiträge:
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Erkenntnis des Selbst, als ewiger, unsterblicher Diener des Herrn, setzt voraus, das ich erkannt habe, das ich nicht der zeitweilige Körper bin. Das Merkmal einer solchen Erkenntnis ist, das der in Selbsterkenntnis verankerte kein Bedürfnis mehr nach materieller Sinnenbefriedigung hat. Daran erkennen wir eine geheiligte Person. Eine solche Person kostet „das Brot des Himmels“ und ihm allein ist es möglich „das Brot der Erde“ loszulassen.
Daran kann man jemanden erkennen der Christus erkannt hat. Das Wesen einer solchen Person ruht in Wissen und Entsagung. |
Ich denke, daß ich Bücher von Leuten lese, die eine Ahnung von der transzendentalen Natur der Seele haben .
Das Merkmal einer solchen Erkenntnis ist, das der in Selbsterkenntnis verankerte kein Bedürfnis mehr nach materieller Sinnenbefriedigung hat.
Diesem Punkt deiner Aussage möchte ich etwas hinzufügen. Du beschreibst einen Idealfall, sozusagen den wünschenswerten Endzustand, nach dem wir alle streben sollten. Aber selbst wenn ich danach strebe, falle ich immer wieder in meine menschlich-materialistische Natur zurück. Habe ich dann, wenn ich zurückgefallen bin, Christus nicht mehr erkannt? Aber ich falle doch immer wieder zurück. Werde ich deshalb Christus niemals erkennen können? Das wäre schon deprimierend.
Paulus beschreibt diese Situation sehr treffend:
Röm 7,18-24
18 Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. 19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will. 20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde. 21 Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will. 22 Denn in meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes, 23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden. 24 Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten? 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit meiner Vernunft dem Gesetz Gottes diene, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
Und Paulus weiß, wovon er redet, denn über sich selbst sagt er:
2. Kor 7-9
7 Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. 8 Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. 9 Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
Paulus sieht den Ausweg aus dieser Situation auch hier in der Kraft Christi.
Deine Aussage aber habe ich so verstanden, daß ich erst im Zustand der Vollkommenheit erlöst bin.
Die Aussage von Paulus verstehe ich so, daß ich durch Christus erlöst bin, obwohl ich den Zustand der Vollkommenheit nicht erreicht habe, weil ich diesen Zustand aufgrund meiner menschlichen Natur nicht erreichen kann.
Das ist der Kern des Evangeliums, das ja auch "frohe Botschaft" genannt wird. Und zwar aus genau diesem Grund.
Um es mal überspitzt auszudrücken:
Als Christ bin ich dann erlöst, wenn ich nach der Vollkommenheit strebe, und auf die Gnade Gottes hoffe.
Also immer.
Als Buddhist bin ich dann erlöst, wenn ich die Vollkommenheit erreicht habe.
Also eigentlich nie.
Wir Christen haben es doch sehr einfach.
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| Aber selbst wenn ich danach strebe, falle ich immer wieder in meine menschlich-materialistische Natur zurück. |
Hinduismus und Buddhismus sehen das Ich, das Ego als eine Illusion an. Dieses Ich besitzt eine menschlich-materialistische Natur, da es sich von materiellen Dingen Glück versprich, das ist jedoch ebenso illusionistisch. Das eigene Ich aufzulösen und eine überpersönliche Sichtweise ist der Weg. Einmal geschafft, ist ein Rückfall nicht möglich.
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Als Christ bin ich dann erlöst, wenn ich nach der Vollkommenheit strebe, und auf die Gnade Gottes hoffe.
Also immer.
Als Buddhist bin ich dann erlöst, wenn ich die Vollkommenheit erreicht habe.
Also eigentlich nie.
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Als Buddhist ist man erleuchtet, wenn man die wahre Natur des Geistes erkannt hat, sein Ego und sein Karma aufgelöst hat. Ob ich das Vollkommenheit nennen würde, weiß ich nicht.
Jeder Mensch trägt in sich die Buddhanatur, ist im Prinzip erleuchtet, einfach ausgedrückt weiß er es schlechtweg einfach nicht. Mit den richtigen Methoden kann man jedoch innerhalb eines Lebens Erleuchtung, im Hinduismus gibt es das sicherlich auch. Einfach ist es jedoch nicht.
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| Als Buddhist ist man erleuchtet, wenn man die wahre Natur des Geistes erkannt hat, sein Ego und sein Karma aufgelöst hat. |
Ein weiter Weg....
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Als Buddhist ist man erleuchtet, wenn man die wahre Natur des Geistes erkannt hat, sein Ego und sein Karma aufgelöst hat.
Ein weiter Weg.... |
hmmm...vielleicht bis wahrscheinlich, jedoch ist es zum Schluss "nur" ein einziger Gedankengang, ein Erlebnis, ein Gefühl sprich eine Schlüsselszene, die ein Mensch haben muss, um allen Nebel zu klären.
hmmm...ok setz wohl wahrscheinlich ne Menge mehr Gedankengänge, Erlebnisse und Gefühle sprich zurückgelegten "Weg" vorraus.
Warum poste ich dann überhaupt, wenn ich ja auch der Meinung bin, dass es sich um einen langen Weg handeln würde. Ich poste, weil ich der Meinung bin, dass die Erkenntnis im Endeffekt nur durch Taten erreicht werden kann und nicht durch Worte und Wissen. Weisheit lässt sich ja bekannterweise im Gegensatz zu Wissen nicht vermitteln, jeder Mensch muss es sich erarbeiten, also tun.
Also was muss man/ ich tun, um zu weisen und schließlich zu erkennen?
lg
the pathsearcher
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