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| Ok, da sind wir einer Meinung oder Auffassung!
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Hallo galater319,
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Zitat:
Der Gott der Gnade jedoch erlöst ohne wenn und aber. |
Das ist eine Halb-Wahrheit, und Halbwahrheiten sind schlimmer als Unwahrheit, denn diese ist leicht zu erkennen.
Erlösung durch die Gnade des Herrn - ja, dem stimmt auch Shri Krishna in der Bhagavad-Gita zu.
Die Streitfrage aber ist „Wie empfangen wir diese Erlösung“ („und erlöse uns von unserem Übel“)?
Selbsterkenntnis ist eine unabdingbare Stufe zur Gotteserkenntnis. Wie sollen wir Gott verstehen/lieben wenn wir nicht zuerst lernen uns selbst zu verstehen?
Die Beschaffenheit des Ozeans kann in einem ersten Schritt verstanden werden durch die Analyse eines Tropfens aus dem Ozean. Wenn wir den Tropfen kennen haben wir eine erste Ahnung von der Beschaffenheit des Ozeans.
Gott ist jedoch nicht materiell. Eine Name Gottes in den Veden ist adokshaya, „Er ist nicht durch unsere materiellen Sinne wahrnehmbar“.
Die spirituelle, individuelle Seele ist ebenfalls nicht materiell noch ist sie ein Produkt der Materie.
Erkenntnis des Selbst, als ewiger, unsterblicher Diener des Herrn, setzt voraus, das ich erkannt habe, das ich nicht der zeitweilige Körper bin. Das Merkmal einer solchen Erkenntnis ist, das der in Selbsterkenntnis verankerte kein Bedürfnis mehr nach materieller Sinnenbefriedigung hat. Daran erkennen wir eine geheiligte Person. Eine solche Person kostet „das Brot des Himmels“ und ihm allein ist es möglich „das Brot der Erde“ loszulassen.
Daran kann man jemanden erkennen der Christus erkannt hat. Das Wesen einer solchen Person ruht in Wissen und Entsagung.
Shri Krishna gibt in der Bhagavad-Gita sehr präzise Auskunft darüber, was spirituelle und was materielle Erkenntnis ist.
GLAUBE ist ein erster Schritt zur Erlösung.
Aber GLAUBE ist nicht Erlösung, das ist barer Un-Sinn.
In den Veden verwendet man den Begriff „vimukti-maninah“ dafür, was so viel wie „eingebildete-Befreiung/Erlösung bedeutet.
Den waren Christen kann man an guna (Eigenschaften) und Karma (Handlungen) erkennen.
Shri Krishna hier zu in der Bhagavad-Gita im 16.Kapitel (Göttliche und Dämonische Eigenschaften):
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| "Furchtlosigkeit, Läuterung des Daseins, Kultivierung spirituellen Wissens, Mildtätigkeit, Selbstbeherrschung, Darbringung von Opfern, Studium der Veden, Entsagung, Einfachheit, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Freisein von Zorn, Entsagung, Ausgeglichenheit, Abneigung gegen Fehlerfinden, Mitleid mit allen Lebewesen, Freisein von Habsucht, Freundlichkeit, Bescheidenheit, feste Entschlossenheit, Stärke, Nachsicht, Standhaftigkeit, Sauberkeit und das Freisein von Neid und dem leidenschaftlichen Verlangen nach Ehre - diese transzendentalen Eigenschaften, o Nachkomme Bharatas (Arjuna), zeichnen heilige Menschen aus, die von göttlicher Natur sind.“ (BG 16.1-3) |
Jemand mag sich einbilden ein "Christ" zu sein, aber so lange er beispielsweise Fleisch isst, entlarvt er sich als Unbarmherzig und gewalttätig.
Der Herr ist nichts billiges und so sind es auch wir nicht, die wir Teile des Herrn sind. Wir sind keine Menschen die eine "spirituelle Erfahrung" machen, sondern Spirituelle Wesen die eine menschliche Erfahrung machen. Und um in das Königreich Gottes eingehen zu können, müssen wir wieder unsere ursprünglichen göttlichen Eigenschaften entwickelt haben.
Die Barmherzigkeit des Herrn zeigt sich darin in wie weit er seine Geweihten mit oben genannten Eigenschaften ausstattet. Der Herr kann uns nur so weit entgegenkommen wie wir bereit sind Ihm entgegen zu kommen. Die Beziehung zwischen dem Herrn und seinen Teilchen beruht auf einem liebenden Austausch und Liebe ist nicht erzwingbar.
Gruß
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| Das ist eine Halb-Wahrheit, und Halbwahrheiten sind schlimmer als Unwahrheit, denn diese ist leicht zu erkennen. |
Das setzt voraus, daß Jemand die ganze Wahrheit hat und nichts als die Wahrheit und die hat niemand. Deshalb ist der Spruch auch nur Halbwahrheit.
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| Selbsterkenntnis ist eine unabdingbare Stufe zur Gotteserkenntnis. Wie sollen wir Gott verstehen/lieben wenn wir nicht zuerst lernen uns selbst zu verstehen? |
So ist es, aber das seelische Erkennen bedeutet, sich so zu erkennen, daß man alle Facetten des Ich`s erkennt und alle Charakterlichkeiten annehmen, die man so an sich nicht gern sehen möchte. Insofern ist es eine schmerzliche Erfahrung und diese Erfahrungen sind schlimmer als körperliche, die man weitestgehend vergißt. Sich ganz anzunehmen, schaffen die Wenigsten. Es lobt sich Jeder über den Klee und die meistensind verletzt, wenn man ihnen wirklich dieAugen öffnet, aber dazu hat man selbst kaum ein Recht, denn die Selbsterkenntnis kommt langsam, aber sicher - infolge der Inkarnationen, denn wir vergessen in unserer Seele nie etwas. Es ist alles gespeichert und öffnet sich tröpfchenweise in den nächsten Leben. Welche Erfahrungen für das jeweilige kommende Leben sein müssen, das weiß allein Gott - wir sollte mit zwanghaften Mitteln nicht versuchen, sie hervor zu holen. Kann bei Unreife zur Verwirrung führen und bringt den Menschen völlig durcheinander. Multiple Persönlichkeiten.
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| Aber GLAUBE ist nicht Erlösung, das ist barer Un-Sinn. |
Ich kenne genügend Menschen, die nie an etwas geglaubt haben, aber weise und klug waren und die mir sehr geholfen haben im Leben. Ohne an Gott oder irgend etwas zu glauben, einfach aus ihrer Menschlichkeit heraus, aus ethischen Normen und gesellschaftlich geprägter Moral.
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Wir sind keine Menschen die eine "spirituelle Erfahrung" machen, sondern Spirituelle Wesen die eine menschliche Erfahrung machen. Und um in das Königreich Gottes eingehen zu können, müssen wir wieder unsere ursprünglichen göttlichen Eigenschaften entwickelt haben. |
Deshalb Reinkarnationstheorie - wir müssen alles erfahren, was in uns steckt und das Dunkle hervorholen, um es aufzulösen. Eher sind wir nicht rein, nicht geläutert und das braucht Zeit. Es gibt in der Welt nicht umsonst all diese Probleme. Sie sind für uns da - Gott hat sie nicht nötig. Aber für uns sind sie Entwicklungsschritte, um uns als Mensch beweisen zu können.
Unreife Seele ziehen Ballermann und Co vor. Es ist für sie wichtig, also ist es - jedes Kleinkind braucht auch seinen Kindergarten.
Um die Reinkarnationslehre überhaupt verstehen zu können, müssen wir die Grundlagen beherrschen wie wir hier auf der Erde auch das Alphabeth und das Einmaleins können müssen,um überhaupt weiter zu kommen im Wissen. Und das erlernte Wissen muß umgesetzt werden im täglichen Alltag und im Umgang mit Menschen, Tieren und der Umwelt.
Aber dazu braucht es die Erkenntnis, daß die Grundlagen auch für Jeden gültige Grundlagen sind - wer sagt, daß er an nichts glauben kann und nur das für sich annimmt, was er sieht und anfassen kann, wird es schwer haben, mehr zu erkennen. Aber das ist auch gut so und in jeder Entwicklung einbegriffen. Gott hat Zeit - unendlich lange Zeit, ehe die Seelen wieder heimkehren.
Was ist schon Zeit ?
http://www.bernhardpeter.de/Kalender/seite502.htm
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
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Hallo jivatma,
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| Aber GLAUBE ist nicht Erlösung, das ist barer Un-Sinn. |
Das habe ich an keiner Stelle gesagt. Da mußt du mich falsch verstanden haben.
Oder ich verstehe unter Glaube das, was du eher als Erkenntnis bezeichnen würdest.
Du suchst nicht die Fehler anderer, scheinst aber die Befürchtung zu haben, ich könnte an dem Symptom der "eingebildeten-Befreiung/Erlösung" leiden, da du mich darüber aufklärst. Das ist wohl gemeint von dir, aber als Christ leid ich nicht zwangsläufig unter dieser Krankheit.
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| "Furchtlosigkeit, Läuterung des Daseins, Kultivierung spirituellen Wissens, Mildtätigkeit, Selbstbeherrschung, Darbringung von Opfern, Studium der Veden, Entsagung, Einfachheit, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Freisein von Zorn, Entsagung, Ausgeglichenheit, Abneigung gegen Fehlerfinden, Mitleid mit allen Lebewesen, Freisein von Habsucht, Freundlichkeit, Bescheidenheit, feste Entschlossenheit, Stärke, Nachsicht, Standhaftigkeit, Sauberkeit und das Freisein von Neid und dem leidenschaftlichen Verlangen nach Ehre - diese transzendentalen Eigenschaften, o Nachkomme Bharatas (Arjuna), zeichnen heilige Menschen aus, die von göttlicher Natur sind.“ (BG 16.1-3) |
Wenn die Darbringung von Opfern ersatzlos gestrichen, und das Studium der Schriften auch akzeptiert wird, dann kann selbst ich mit meinem beschränkten christlichen Denken dem voll und ganz zustimmen.
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| Die Barmherzigkeit des Herrn zeigt sich darin in wie weit er seine Geweihten mit oben genannten Eigenschaften ausstattet. Der Herr kann uns nur so weit entgegenkommen wie wir bereit sind Ihm entgegen zu kommen. Die Beziehung zwischen dem Herrn und seinen Teilchen beruht auf einem liebenden Austausch .... |
Da stimmen wir vollkommen überein.
du hattest mich gefragt, was ich unter Christentum verstehe.
Meine Antwort war gewesen:
Jesus nachzufolgen. Gott zu suchen. Gott wahrzunehmen. Auf Gott zu vertrauen.
Jenen Gott, zu dem Jesus gesagt hat: Abba, Vater.
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| .... und Liebe ist nicht erzwingbar. |
Und du hattest von mir zitiert: Der Gott der Gnade jedoch erlöst ohne wenn und aber.
Ich betrachte es als ein Geschenk. Als eine Gnade.
Darauf hat kein Mensch einen "Rechtsanspruch"
Gerade das war doch das Fatale am Gesetz von JHWH.
Tue dies und das, und dann bist du ein "Gerechter" und Gott "wohlgefällig"
Ja, das Christentum ist noch in dieser jüdischen Tradition verhaftet.
Aber das hindert doch einen Christen nicht, Erlösung zu suchen und finden zu können.
Dazu gibt es viele Aussagen in der Bibel, insbesondere die Briefe des Paulus.
ceterum censeo, würde Cato jetzt sagen , die Erlösung ist nicht von einem Bekenntnis abhängig.
Röm 14,22 Die Überzeugung, die du selbst hast, sollst du vor Gott haben. Wohl dem, der sich nicht zu verurteilen braucht bei dem, was er für recht hält.
Bernhard
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Hallo Gabirle,
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@jivatma
Das ist eine Halb-Wahrheit, und Halbwahrheiten sind schlimmer als Unwahrheit, denn diese ist leicht zu erkennen. |
@Gabriele
Das setzt voraus, daß Jemand die ganze Wahrheit hat und nichts als die Wahrheit und die hat niemand. Deshalb ist der Spruch auch nur Halbwahrheit. |
Das setzt wiederum voraus das du der Meinung bist, das es keine bewusste Absolute Wahrheit (Gott in Person) gibt!
Nach der "Philosophie" "alles ist relativ" ...
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| So ist es, aber das seelische Erkennen bedeutet, sich so zu erkennen, daß man alle Facetten des Ich`s erkennt und alle Charakterlichkeiten annehmen, die man so an sich nicht gern sehen möchte. |
Die Transzendentale Seele ist ein Teilchen Gottes, Gott ist perfekt und so ist es auch die Seele.
Es ist lediglich die falsche Identifikation des Ichs, das sich irrtümlich mit dem zeitweiligen Körper und Geist identifiziert. Die Seele ist unveränderlich, absolut rein und transzendental. Sie ist unantastbar.
Maitreya Rishi gibt im 3. Canto des Shrimad-Bhagavatam folgendes Beispiel.
So wie der Mond der sich im Wasser spiegelt, so glaubt die Seele ein Teil des Wassers zu sein. Durch den Wind entstehen Wellen und der widergespiegelte Mond (die Seele) glaubt sie verändere sich und besäße materielle Eigenschaften (Hass, Zorn, Lust, Gier etc.) Aber in Tat und Wahrheit ist der Mond nicht im Wasser sondern am Himmel und ist vom Wasser und dessen Bewegungen vollkommen unberührt.
Ich sage es dir immer wieder, Gabriele, „du ließt Bücher von Leuten die keinerlei Ahnung von der transzendentalen Natur der Seele haben und darum tappst du ständig im Dunkeln.“ Lernen kann man nur von den Meistern, nicht von den Spekulanten.
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| Ich kenne genügend Menschen, die nie an etwas geglaubt haben, aber weise und klug waren und die mir sehr geholfen haben im Leben. Ohne an Gott oder irgend etwas zu glauben, einfach aus ihrer Menschlichkeit heraus, aus ethischen Normen und gesellschaftlich geprägter Moral. |
Da hast du nicht richtig „gelesen“. Wir alle Glauben an irgend etwas, auch der Atheist. Und Atheisten die sich an moralische Grundsätze halten kenne ich genug – allen voran meinen Vater.
Gruss
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