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Lieber Ankebut,
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| aber wenn ihr doch nicht nach Mekka pilgert, dann ist dass doch ein wiederspruch zum Islam! |
Bahá'í sind keine Muslime, wie Muslime keine Christen oder Buddhisten sind. Die Bahá'í Religion ist (mit dem Bábismus) die Erfüllung des Islam und der Prophezeiungen Mohammeds (und der anderen Propheten).
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| Die, die an Mohammed glauben (Islam) müssen nach Mekka pilgern...und wenn ihr in Richtung Akka betet, dann ist das wieder ein wiederspruch weil der Prophet sas. erst nach Mescidi - Aksa danach nach in richtung Mekka gebetet hat...das alles ist doch ganz anders im Islam....abgesehen vom Christentum und Judentum... |
Nicht alle die an Mohammed glauben sind Muslime. Die Bábi und Bahá'í glauben ebenfalls das Mohammed ein Prophet für sein Zeitalter war. Doch Bahá'u'lláh brachte ein neues Gesetz Gottes zu den Menschen. Das Gesetz für diese Zeit. Wie du schriebst unterscheiden sich Judentum, Christentum und Islam auch. Glauben deswegen Muslime eigentlich doch nicht an Moses und Jesus?
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| Ich weiss nicht es geht einfach nicht wenn man eben mal muslim, Christ, Jude und Buddhistisch ist...weil die Lehren ganz verschiedene Riten und Gebete haben...wenn ich z.b nicht wie ein Moslem nach Mekka bete und nicht nach Mekka Pilgere und nicht wie ein Moslem in Ramadan faste, dann kann man doch überhaupt nicht sagen, dass man die Lehre des Islams, die Lehre Mohammeds sav. ausübt? |
Bahá'í sind nicht all diese Dinge zusammen. Doch die Bahá'í Religion ist die Erfüllung all dieser Religionen. Im Kern sind alle Religionen Lehren Gottes für ihre Zeit. Sie bestehen aus einem unveränderlichen geistigen Teil und aus einem veränderlichen sozialen Teil. Und eben diesen sozialen Teil änderte Gott durch Bahá'u'lláh und legte einige neue geistige Lehren offen.
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| Und ausserdem der Prophet Mohammed sav sagt "es wird kein neuer Prophet mehr kommen...und GOtt sagt im Koran dass er die Religion für die Menschen vervollständigt habe...warum dann diese Bahai Religion? Das wiederspricht doch de Koran! |
Das sagt der muslimische Klerus. Aber nicht der Koran. Was sind bitte der Mahdi und der Al-Qa'im, wenn nicht neue Propheten?
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| Juden z.b warten immer noch auf einem Propheten doch Moslems sagen der Prophet ist Mohammed sav. |
Der Messias der Juden war wohl Jesus und nicht Mohammed soweit ich weiß. Wobei man sich nun Fragen kann ob Mohammed die Wiederkunft Christi für alle Christen war. Wie dem auch sei. Bahá'u'lláh ist genauso der Messias der Juden, wie er die Wiederkunft Christi ist. Wie er eben auch der 10. Avatar Krishnas ist und so weiter...
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| Was machen Bahais in dieser Situation? Glauben Sie nun an Mohammed sav. oder nicht? In eurem Fall JA, aber das wiederspricht doch dann dem Judentum,... |
Nein tut es nicht. Religiöse Wahrheit ist relativ, auf ihre Zeit bezogen, nicht absolut, wie es der muslimische Klerus lehrt.
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| Alles sehr komisch weil ich finde dass die Bahai Religion die am meisten wiedersprüchligste ist...tut mir leid es ist nur meine meinung ich habe absoulut nichts gegen andere Religionen. |
So sprachen auch die Juden über Jesus und die Christen über Mohammed und die Hindus über Buddha...
Die Geschichte wiederholt sich...
Liebe Grüße, Tobias
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Hallo Ankebut
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Im Aválim¹, einem maßgeblichen, wohlbekannten Buch, ist verzeichnet: »Ein junger Mann aus den Baní-Háshim² wird sich offenbaren, Er wird ein neues Buch enthüllen und ein neues Gesetz verkünden.« Dann folgen die Worte: »Die meisten Seiner Feinde werden Geistliche sein.« An einer anderen Stelle wird von Sádiq, dem Sohne Muhammads,³berichtet, daß er sprach: »Es wird ein Jüngling aus den Baní-Háshim erscheinen, Er wird das Volk auffordern, Ihm Treue zu geloben. Sein Buch wird ein neues Buch sein, zu dem Er die Menschen aufrufen wird, ihren Glauben zu bekennen. Streng ist Seine Offenbarung für die Araber. Wenn ihr von Ihm höret, so eilet Ihm entgegen.«
¹ Shí'itische Traditionssammlung; siehe Glossar
² Familie, der Muhammad entstammte
³ Ja'far as-Sádiq, der sechste Imám der Shí'iten
(Kitab-i-Iqan, Baha'u'llah) |
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Und nun sieh, wie in der anderen Tradition alle diese Geschehnisse vorausgesagt sind. Im Arba'in¹ steht geschrieben: »Aus den Baní-Háshim wird ein Jüngling erscheinen, der ein neues Gesetz offenbaren wird. Er wird das Volk zu sich laden, doch niemand wird auf Seinen Ruf achten. Die meisten Seiner Feinde werden Geistliche sein. Seinem Befehl werden sie nicht gehorchen, sondern Ihm also widersprechen: 'Dies widerspricht dem, was uns von den Imámen des Glaubens überliefert ist.'« Heute wiederholen sie diese Worte und sind sich dessen gar nicht bewußt, daß Er den Thron des »Er tut, was immer Er will« einnimmt und auf dem Sitze des »Er befiehlt, was immer Ihm gefällt«² weilt.
¹ Traditionensammlung; siehe Glossar
² vgl. Qur'án 2:253; 14:28; 22:14, 18
(Kitab-i-Iqan, Baha'u'llah) |
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| "Er ist von edler Abstammung. Er ist ein Abkomme des Propheten Gottes aus der Familie der Háshim. Er ist jung an Jahren und besitzt ein angeborenes Wissen. Sein Wissen kommt nicht von den Lehren des Shaykh Ahmad, sondern von Gott. Mein Wissen ist nur ein Tropfen im Vergleich zur Grenzenlosigkeit Seines Wissens; meine Kenntnisse sind nur ein Körnchen Staub angesichts der Wunder Seiner Gnade und Macht, nein, unermeßlich ist der Unterschied. Er ist von mittlerer Größe, enthält sich des Rauchens und ist von äußerster Demut und Frömmigkeit."(Siyyid Kazim über den Bab) |
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"Tage und Nächte werden nicht eher enden, als bis Gott einen Mann aus Meinem Hause senden wird, der denselben Namen trägt wie Ich (Muhammad). Er wird die Erde mit Gerechtigkeit und Billigkeit füllen, wie sie zuvor voll Bedrückung und Tyrannei war." (Kitabi'l Irshad, Shaykh al-Mufid) -> Die sunnitische Variante findet sich in der Hadith-Sammlung des Abu Dawud. |
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| "Er wird aus den Leuten meines [=des Propheten] Hauses sein; aus meiner Verwandtschaft; aus meinem Volke; aus der Nachkommenschaft Fatimas sein; er wird eine kahle Stirn haben, er wird eine Hakennase, eine hohe Nase haben. Er wird in der Welt nichts als Bosheit und Unterdrückung und Mangel an Güte finden; wenn ein Mensch 'Allah! Allah!' ruft, so wird er getötet werden. Er wird der Welt Gerechtigkeit zurückgeben; er wird die Menschen schlagen, bis sie sich zu Allah zurückwenden. Die Muslime werden sich unter seiner Herrschaft eines bis dahin unerhörten Wohlstandes freuen; die Erde wird ihre Früchte spenden und die Himmel werden ihre Regen herabsenden; Geld wird in jenen Tagen sein wie Dinge, über die man mit Fuß hinweggeht und wird nicht zu zählen sein; ein Mann wird aufstehen und sagen: 'O Mahdi, schenke mir' und er wird sagen; 'Nimm!' und er wird so viel in sein Gewand hineinwerfen, dass er es kaum hinwegtragen kann. Er wird fünf, sieben oder neun Jahre herrschen. Es gibt Anspielungen auf sein Kommen in einer Zeit der Streitigkeiten. Sie werden so furchtbar sein, dass eine Stimme vom Himmel nötig ist, um sie zu beenden." (Shaykh al-Mufid, Kitabu'l-Irshad) |
All diese Punkte treffen auf den Bab (Siyyid Ali Muhammad) zu. Der Bab erhob den Anspruch der Verheißene zu sein im Jahre 1260 d.H. (1844 AD).
Der Bab selbst über den, der nach ihm kommen sollte:
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„Ehe nicht neun (Jahre) vom Beginn dieser Sache an vergangen sind, wird das Wesen alles Erschaffenen nicht offenbart werden... Habe Geduld, bis du eine neue Schöpfung schaust.“
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„Im Jahre neun werdet ihr alles Gute erlangen.“ |
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| „Im Jahre neun werdet ihr in die Gegenwart Gottes gelangen.“ |
Baha'u'llah wurde im Zuge einer weiteren Verfolgungswelle in ein abscheuliches Verließ geworfen.
In diesem Gefängnis erfuhr im Jahre 1269 Bahá’u’lláh, was Er selbst wie folgt beschreibt:
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| "Eines Nachts im Traum waren von allen Seiten diese erhabenen Worte zu hören: ‘Wahrlich, Wir werden Dich durch Dich selbst und durch Deine Feder siegreich machen. Sei nicht traurig über das, was Dir widerfahren ist, und fürchte Dich nicht, denn Du bist in Sicherheit. Binnen kurzem wird Gott die Schätze der Erde offenkundig machen - Menschen, die Dir beistehen werden durch Dich selbst und durch Deinen Namen, durch welchen Gott die Herzen derer belebt, die Ihn erkannt haben’."… „…Siehe, da wehten die Lüfte des Allherrlichen über Mich hin und lehrten Mich die Erkenntnis all dessen, was war. Dies ist nicht von Mir, sondern von Einem, der allmächtig und allwissend ist. Und Er gebot Mir, Meine Stimme zwischen Erde und Himmel zu erheben… Das hier ist nur ein Blatt, das die Winde des Willens deines Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, bewegt haben. Kann es ruhen, wenn der Sturmwind weht?“ |
Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass der Glaube an die Endgültigkeit der prophetischen Sendung Muhammads in den frühen Tagen des Islam keineswegs Allgemeingut war. Der Kommentator Abu Ubayda erklärte in einer Auslegung des Ausdrucks khayr al-khawatim (der Beste der Siegel) aus den Naqa'id: "Er [der Dichter] meint, der Prophet... sei das Siegel der Propheten und das bedeutet, Er ist der beste der Propheten." (Naqa'id 349) Auf ähnliche Weise interpretiert Abu Riash al Qaysi in seinem Kommentar zu al-Kumayts Hashimiyyat einen anderen Vers, in dem der Prophet als khatam (oder khatim) alanbiya bezeichnet wird. Abu Riash meint, khatam alanbiya bedeute jemanden, der die Reihe der Propheten besiegelt, während khatim alanbiya "Schönheit der Propheten" oder "der beste unter ihnen" bedeute. Es gibt eine in der Hinsicht eindeutige Überlieferung, die auf A'isha zurückgeht und die diese These stützt. A'isha soll gesagt haben: Sag (, der Prophet ist das) Siegel der Propheten und sage nicht, es gebe nach Ihm keinen Propheten mehr". (Al-Suyuti)
Der Ausdruck khatam an-nabiyyin (Siegel der Propheten) kann hier nicht als "der letzte Prophet" verstanden werden, sondern wird im Sinne eines besten Propheten verständlich. Auch al-Tha'lad, der Grammatiker ersten Ranges aus Kufa, war der Ansicht "al-khatim (sei) derjenige, der die Reihe der Propheten besiegelt, und al-khatam der beste der Propheten hinsichtlich Charakter und körperlicher Erscheinung." (Al-Ayni)...
So gibt es beispielsweise einen Auspruch von Imam Ali, der lautet: "Muhammad ist das Siegel der Propheten [khatam al-anbiya] und ich bin das Siegel der Nachfolger [khatam wasiyyin]."
Wenn "Siegel" bloß "Schlusspunkt" bedeutete, wie könnte man dann Ali als Besiegelung der Nachfolgerschaften verstehen, wo es doch nach schiitischer Auffassung elf Imame nach ihm gab und nach sunnitischer Auffassung das Kalifat als Weiterführung?
Liebe Grüße
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