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[size=12]1. Der Koran selber zu seiner eigenen Widersprüchlichkeit
Es gibt keine Widersprüche im Koran:
Wollen sie denn nicht über den Koran aufmerksam nachdenken? Wäre er nicht von Allah, so müßten sich viele Widersprüche darin finden 4,83
Es gibt Widersprüche im Koran:
Verwerfen wir gegebene Zeichen des Buches (im Koran) oder heißen wir sie vergessen, so gibt unsere Offenbarung gleich Gutes dafür oder Besseres. Weißt du denn nicht, daß Allah allmaächtig ist? 2,107
Wenn wir eine Vers im Koran hinwegnehmen und einen anderen an dessen Stelle setzen - und Allah muß doch wahrlich die Richtigkeit seiner Offenbarungen am besten kennen -, so sagen sie, daß dies eine Erfindung von dir sei; doch der größte Teil von ihnen vesteht nichts davon 16,102
Vergleichbar auch die Verse 87,8 und 14,40
Umgang mit dieser Widersprüchlichkeit:
"Über 200 Verse wurden auf Allahs Geheiß einer neuen Rechtssituation angepaßt und abgeändert" heißt es in der Anmerkung meiner Koranausgabe zum Vers 2,107. Diese zeit- oder besser situationsgebundene Gültigkeit offenbarter Verse verpflichtet den Ausleger, nicht nur die Übertragbarkeit auf heutige Verhältnisse sorgfältig zu prüfen, sondern auch die Sinnhaftigkeit der betreffenden Änderungen anhand der in Koran und Sunna überlieferten jeweiligen historischen Situationen nachzuvollziehen. Damit wird die Koranauslegung ein klein wenig von der weniger autoritativen Sunna bzw. vom "gesunden Menschenverstand" abhängig.
[size=18]2. Zwang im Glauben
Zwang ist untersagt:
Zwingt keinen zum Glauben, da die wahre Lehre vom Irrglauben ja deutlich zu unterscheiden ist. ... 2,257
Weitere Zitate siehe tolerkor.htm
Zwang ist möglich?
Allah verehrt, freiwillig oder gezwungen, was in Himmeln und was auf Erden ist, ja selbst ihr Schatten dient ihm des Morgens und des Abends. 13,16 (ähnlich: 3,84)
"gezwungen" ist vielfältig deutbar: Bezieht sich dieses Attribut lediglich auf den unbelebten Teil der Schöpfung, wie zum Beispiel den Schatten, der morgens und abends sich zur Gebetszeit - den Naturgesetzen folgend - wie ein Betender lang auf den Boden legt?
Zwang ist geboten:
Sind aber die heiligen Monate, in welchen jeder Kampf verboten ist, verflossen, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie auch finden mögt; oder nehmt sie gefangen oder belagert sie und lauert ihnen auf allen Wegen auf. Bereuen (bekehren) sie (sich) dann, verrichten das Gebet zur bestimmten Zeit und geben Almosen, dann laßt sie frei ausgehen; denn Allah ist verzeihend und barmherzig. 9,5
Hier ist die historische Situation von Bedeutung für die Interpretation. Wie man den Versen 3 oder 28 entnehmen kann, ist der Anfang der neunten Sure kurz vor oder kurz nach der Eroberung Mekkas durch die Muslime offenbart worden; einem Eroberungsfeldzug, den die Muslime übrigens nach einem Vertragsbruch seitens der Ungläubigen (vgl. Vers 9,4 oder 9,7 - Vertrag von Hudaibiya, einen Waffenstillstandsvertrag) unternahmen. -
Von einem freiwilligen Übertritt zum Islam kann natürlich keine Rede sein, wenn der Ungläubige den Tod durch die muslimischen Kämpfer als Alternative vor Augen hat. Auf der anderen Seite ist es für die Muslime aber auch nicht möglich, in so einem Fall zwischen einem opportunistischen Scheinübertritt und einem Übertritt aus Überzeugung so einfach zu unterscheiden. Denn in die Herzen schaut nur Allah (vgl. 4,95 6,53 und 9,64 oder 49,15), und die Tötung eines Gläubigen ist nicht erlaubt. vgl.
4,93f: Tötung eines Gläubigen nicht erlaubt
4,95 / 6,53 / 9,101 / Buhari 56,77: die hinter Handlungen stehende Gesinnung ist nicht zu beurteilen
9,64 / 9,101 / 49,15 / Buhari 56,77: Allah schaut dagegen in die Herzen
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3. Ist eine Diskussion mit Andersgläubigen über Religion erlaubt?
Ja:
Mit den Schriftbesitzern (Christen und Juden) streitet nur auf die anständigste Weise, nur die Frevler unter ihnen seien ausgenommen, und sagt: "Wir glauben an das, was uns, und an das, was euch offenbart worden ist. Allah, unser Gott und euer Gott, ist nur einer, und wir sind ihm ganz ergeben." 29,47
Rufe mit Weisheit und milder Ermahnung die Menschen auf den Weg deines Herrn, und wenn du mit ihnen streitest, so tu es auf die sanfteste Weise; ...16,126
Nein:
Wenn ihr die Zeichen Allahs hören werdet, so werden sie (die Juden) nicht daran glauben, sondern sie nur verspotten. Darum setzt euch nicht zu ihnen, oder nur dann, wenn sie sich von anderen Dingen unterhalten, denn sonst werdet ihr wie sie. 4,141
Siehst du Leute, die über unsere Zeichen streiten, so entferne dich von ihnen so lange, bis sie eine andere Unterhaltung beginnen... 6,69
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Ich bin wirklich sprachlos.
Hatten wir nicht schon mal solche Themen? Wie wärs, wenn jeder 2 Thread zu den Widersprüchen in der Bibel und im Quran aufmacht. ~.~
Sakon, du bist doch immer der erste der sagt, dass man keine Religion "angreifen" sollte, wenn Widersprüche zu dem Christentum gepostet werden. Und nun machst du weiter. Sei doch ein besserer Mensch als die, die Reigionen angreifen.
EDIT: Teilweise werden die Verse aus dem Kontext gezogen (siehe 1. Video von Sakon.).
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| Drüber diskutieren kann man ja, aber dieses Auge um Auge.....
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