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Warum ist das Gesetz so pingelig?












Warum ist das jüdische Gesetz so pingelig?
Frage:
Warum ist die jüdische Religion so von unwichtigen Details besessen? Wie viel Mazzot dürfen wir essen, welchen Löffel habe ich für die Milch benutzt und welchen für das Fleisch, wie binde ich meine Schnürsenkel richtig ... Mir scheint, das größere Bild geht verloren, wenn man so viel Wert auf Nebensächliches legt. Ist es nicht Kleinlichkeit, was die Juden Spiritualität nennen? Übrigens habe ich Ihnen diese Frage vor einer Woche schon einmal geschickt, aber keine Antwort erhalten. Haben Sie endlich einmal eine Frage bekommen, die Sie nicht beantworten können?

Antwort:..........
http://www.chabad-baden.de/library/.....e-Gesetz-so-pingelig.html
Huhu mendy

Ich finde die Antwort dieses Juden ziemlich weise.

Also ich bin zwar kein Jude, sondern Bahai, aber die Logik der Gesetze ist in jeder semitischen Religion die selbe:

Durch Entsagung der eigenen Vortstellungen und Opfer der eigenen Lust den Geist trainieren und die damit verbundenen Aufgaben erledigen !

Durch Disziplin und sich widersetzen gegen den eigenen Determinanten kann man seinen freien Willen wieder in Vorschein bringen und somit verhindern sich an das materielle Leben zu binden. Das beste Beispiel ist das Fasten. Es gibt keine vernünftigen Gründe zu fasten oder kein Schweinefleisch zu essen. So ist es auch mit dem Koscher-Essen Diktat.

Wenn man sich allerdings trotz aller Determinanten des Hungers und sämtlicher fehlenden Lust und Logik beherrscht und Kontrolle über den Körper hat, erzeugt es beim Gläubigen höchste mystische Erfahrungen. Selbst die Enthaltung von Wasser, die normalerweise gegen jede Vernunft sprechen würde, führt zu feinsten Erfahrungen auf geistiger Ebene.

Es gibt zum Beispiel auch in der Tantra Lehre des Hinduismus die Praxis des Mannes beim Geschlechtsverkehr, trotz Orgasmus, seine Ejakulation zu verhindern, obwohl sämtliche Determinanten dafür sprächen der Ejakulation freien Lauf zu lassen. Die Chakren (Energiekanäle des Körpers) setzen dann große Energien frei, die dem Tantra Praktiker höchste göttliche Nähe geben.

Das Widersetzen gegen die reine Vernunft und der Natur verleiht uns die nötigen Flügel uns Gott zu nähern.

Ein anderes Beispiel ist die Arbeit: Bahaullah (der Gründer der Bahai Religion) erhob beispielsweise die Ausübung eines Berufs und die Arbeit auf die Stellung des Gottesdienstes. Dieses Gebot gilt aber selbst für Milliardäre ! Es steckt also kein rationaler Grund dahinter, sondern ein geistiger.

So ist also die Arbeit mindestens genauso viel Wert wie ein ganztägiges Gebet. Der Widerstand gegen die Trägheit und Faulheit, welche beide in der menschlichen Natur höchst determiniert auftauchen können, ist ein heiliger Weg Gott näher zu kommen.

Die Gesetze Gottes sind eben Aufgaben, die höchste Opferbereitschaft benötigen. Opfert man sich selber für diese Gesetze auf wird man durch spirituelle Erfahrungen belohnt.

Was denkst du selber denn über die Gesetze ?

Gruß,
Rahiym
Hallo Mendy,

das Gesetz an sich ist nicht pingelig sondern das, was jüdische Gelehrte daraus gemacht/ausgelegt haben. Hier wären die Pharisäer und Sadduzäer zu nennen.

Das Gesetz an sich ist nicht dazu da, es dem Menschen/Gläubigen zur Last zu machen. Das was die Pharisäer und Sadduzäer daraus aber gemacht haben, ist eine Last für den Gläubigen.

Adios
Forum -> Gott


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