Beten für Griechenland!


Zitat:
Das antike Olympia steht in Flammen


Griechenland bekommt die Waldbrände, die inzwischen 56 Menschen das Leben gekostet haben, nicht in den Griff. Jetzt haben die Flammen auch auf eines der wichtigsten Zeugnisse der Antike übergegriffen.

„Olympia brennt! Helft uns! Die Front kommt auf die antike Stätte zu. Wir müssen weg“, schrie der Direktor der Museumsanlage, Christos Giannaras, ins Telefon, berichtet die Deutsche Presseagentur. Auch das Gebäude des Internationalen Olympischen Komitees werde von den Flammen bedroht, sagte ein Augenzeuge.

Ein Reporter berichtete von brennenden Pinienbäumen auf dem Hügel über dem Heiligen Hain, wo traditionell das Zeremoniell zur Entfachung des Olympischen Feuers stattfindet. Das automatische Löschsystem der Anlage habe nach ersten Berichten wegen niedrigen Wasserdrucks nicht richtig funktioniert. Das antike Stadion sei zunächst nicht zerstört worden. Ein Hubschrauber versuchte immer wieder, durch das Abwerfen von Meerwasser die Flammen einzudämmen. Dutzende Feuerwehrleute und freiwillige Helfer kämpften verzweifelt gegen das Inferno.

Kurz zuvor berichtete ein Radio-Reporter: "Der Brand ist außer Kontrolle. Die Flammen werden regelrecht in Richtung Olympia gedrückt.“ Er meldete sich aus dem Dorf Plátanos, das nur etwa zwei Kilometer nördlich von Olympia liegt.

Am Schauplatz der Olympischen Spiele der Antike herrschte Ausnahmezustand. Der griechische Kulturminister Giorgos Voulgarakis eilte in die Kleinstadt, um den Kampf gegen die Flammen zu koordinieren, berichtete der staatliche Rundfunk. „Wir haben alle zur Verfügung stehenden Kräfte inklusive mehrerer Soldaten mobilisiert“, hieß es in einer Erklärung des Kulturministeriums.

In der Nähe von Olympia riefen verzweifelte Einwohner und Behördenvertreter bei Fernsehstationen an, um Hilfe zu erbitten. „Wir werden lebendig verbrennen“, sagte eine Frau aus dem Dorf Lambeti. Die Bewohner versuchten mit Gartenschläuchen, ihre Häuser vor den Flammen zu retten. „Die Feuer sind sehr groß. Sie können nicht vom Boden aus bekämpft worden“, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Ileia, Panagiotis Platanias. Jetzt müssten Löschflugzeuge geschickt werden. Die Stätte des antiken Olympia sei mit einem automatischen Brandschutzsystem ausgerüstet. Doch es sei nicht klar, ob dieses ausreiche, wenn die Feuer sich weiter ausbreiteten.

Die meisten Brand-Toten können nur schwer identifiziert werden. Die Leichen seien nach Aussagen von Ärzten bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. „Verwandte haben Schwierigkeiten, die Opfer zu identifizieren“, sagte der Direktor des Krankenhauses in Tripolis, Giannis Koumboúros, am Sonntag im Rundfunk. „Wir haben hier acht Leichen. Keine konnte erkannt werden. Wir brauchen DNA-Tests zur Identifizierung“, erklärte er. Die Leichen seien in eine Klinik der nahe gelegenen Stadt Nafplion gebracht worden, die DNA-Tests durchführen könne.

Für die Waldbrände nennen Umweltschützer, Feuerwehrexperten und Behörden inzwischen drei Hauptursachen:

Bodenspekulation: Ganz oben auf der Liste der Verursacher von Waldbränden stehen kriminelle Bodenspekulanten. Die Methode ist in Griechenland seit Jahrzehnten bekannt: Wenn der Wald brennt, lässt er freies Land zurück. Monate nach den Feuern errichten Bodenspekulanten bei Nacht und Nebel die Fundamente von Häusern. Kurze Zeit später legalisieren Bürgermeister der betroffenen Regionen die Neubauten, meistens mit der Begründung, „diese Leute sind arm. Man muss ihnen unter die Arme greifen“. Als Gegenleistung werden bei Kommunalwahlen die Stimmen der Familienmitglieder erwartet. Die griechische Regierung setze Belohnungen zwischen 100.000 und einer Million Euro für Hinweise aus, die zur Festnahme von Brandstiftern führen.

Müllhalden: In Griechenland gibt es mindestens 400 offene Müllhalden. Bei Temperaturen, die im Sommer oft auf über 40 Grad ansteigen, wird aus weggeworfenen Gasflaschen, Glasscherben und faulen Essensresten ein explosives Gemisch. Mehrmals wurde das Land von den EU-Behörden aufgefordert, diesen Zustand zu beenden. Doch statt moderne Müllerverarbeitungsanlagen zu bauen, zahlt die griechische Regierung Jahr für Jahr lieber Strafen in Millionenhöhe.

Fahrlässigkeit: Häufig entstehen Waldbrände auch durch fahrlässiges Handeln, aber nicht nur durch das Wegwerfen glühender Zigarettenkippen. Das Feuer auf Euböa, der zweitgrößten Insel Griechenlands, brach während Schweißarbeiten in einem Haus der kleinen Hafenstadt Styra aus. In Kalamata wurde am Sonntag eine 75-jährige Frau festgenommen. Sie hatte ein offenes Feuer entfacht, um Müll zu verbrennen, berichtete der griechische Rundfunk.


Artikel vom 26. August 2007


Sehr bedauerlich ich möchte alle die das hier lesen bitten und auffordern für Griechenland zu beten, damit es nicht noch mehr Flammenopfer geben muss und damit die Brände so schnell wie möglichst
gestoppt werden können.

In Griechenland ist es also momentan sehr trocknen, es hat lange nicht geregnet, es könnte sehr helfen, wenn man betet, dass viel Regen fällt!
bitte helft!
bin dabei Sakos.

Jade
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Vor lauter Steinen über die man stolpert, verliert man den Blick für die Felsen in der Ferne. Lievre