Intensivere Träume?


Ist das bei Euch auch so:

Wenn ich viel über Träume nachdenke, wenn ich darüber rede so wie jetzt hier im Forum, wenn ich viel darüber lese (im Internet oder hier) - dann habe ich den Eindruck, dass ich "mehr" und "intensiver" träueme oder man kann auch sagen mit einem höheren Bewußtsein, versteht Ihr?

Seit ein paar Tagen kann ich mich in der Früh an fast jeden Traum erinnern und es entsteht eine Art Kreislauf, der intensiver wird: zuerst denk man über die Träume nach, schreibt sie auf, denkt wieder darüber nach, liest etwas darüber irgendwo, vor dem Einschlafen sagt man zu sich selbst "Ich werde mich daran erinnern" und am nächsten Tag kann man sich an so viele Details erinnern-

Geht's Euch auch so?

Auf jeden Fall macht es sehr Spaß, wenn man sich an seine Träume gut erinnern kann - vor allem an Details! Und das Traumtagebuch ist eine sehr gute Idee, die einem dabei hilft!


Q
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"Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist." David Ben Gurion (erster israelischer Ministerpräsident)
Lieber Q,

Vor vielen, vielen Jahren, da habe ich auch mal Traumtagebuch geführt. Für mich sind Träume wichtig, aber ich schreibe sie nur auf, wenn der Traum eine Botschaft enthält, und es gibt jemanden, der dafür Empfänger sein könnte, oder dem ich fühle daß ich es mitteilen kann, dann wird es durch diese Mitteilung aufgeschrieben.
Ich kann mich an viele, viele Träume nicht erinnern. Manchmal sehne ich mich danach, über etwas zu träumen, und das vertraue ich dann meinem Schutzengel an. Das ist, wenn ich ein o.k. aus Sicht er Seele brauche, oder eine Bestätigung für einen eingeschlagenen Weg.
Ich bekomme aber auch sehr richtungsweisende Träume, die gelten dann für einen längeren Zeitraum, jeweils für den "nächsten Abschnitt" in meinem Leben. Diese Träume sind eine echte Herausforderung, und wenn ich sie verstanden habe, dann bekomme ich den nächsten Traum.

Ich habe ja noch etwa mit dir offen, also will ich dir jetzt einen dieser Träume berichten, es ist schon länger her. (Aus den letzten Tagen kann ich mich an keinen Traum erinnern, zumindestens nicht an etwas was für euch interessant sein könnte). Der Traum war wie folgt:

Mir wurde heiß, und ich hatte das Gefühl zu kochen. Mir wurde sehr heiß und es war richtig unangenehm. Ich wollte weg und ich konnte nicht. Da sah ich, daß ich Suppe bin. Ich war Suppe, die in einer Pfanne auf dem Feuer gekocht wurde. Ich wollte rausspringen, aber es ging nicht. Ich brodelte und ich kochte. Es war wirklich schlimm. Dann sah ich daß die Pfanne in einem Raum stand, in einem kahlen, schlichten Raum, ohne weiter Einrichtungen nennenswerter Art. Erst dann erblickte ich zu meiner großen Freude Bahá'u'lláh. Er stand an der Seite, beobachtete genau das Feuer unter der Pfanne in der ich kochte, und gab Anweisung wie es zu schüren war. Nach einer geraumen Weile kochen, wurde meine brodelnde Oberfläche auf einmal glatt, sie bekam einen silbernen Schimmer, und war plötzlich silber so glatt wie ein Spiegel. Und noch einen ganz kleinen Moment später, da bestand die Suppe aus Gold, es brodelte nicht mehr, die oberfläche absolut eben und gerade. Da wachte ich auf....

Wenn ich solche "Leitträume" bekomme, dann wache ich grundsätzlich auf. Diese Träume sind ein Geschenk des Himmels, und sie sind gesteuert. Und es ist sichergestellt, daß jedes wichtige Detail im Gedächtnis verbleibt. Sie sind extrem ausgeklügelt in ihrer Wirkung. Sie stimmen mit dem tags erlebten überein. Sie stimmen mit dem Verstand überein und mit den heiligen Schriften.

Der Lebensabschnitt der durch diesen Traum eingeleitet wird beginnt damit, daß ich weiß, daß alle Schwierigkeiten, die ich jetzt habe, von Bahá'u'lláh geschickt sind. Das gibt mir die notwendige Kraft, diese Zeit durchzustehen. Und es verheißt ein Ende, am Ende wird etwas sein, was den Zustand des Goldes bedeutet, das ist geistig gemeint. Die Tage vergehen, die Wochen, die Monate. Und das Leben ist wie brodelnder Geysir. Unbarmherzig treffen die Schwierigkeiten das Herz, und langsam, ganz langsam, enthüllt der Traum seine Geheimnisse. Ich verstehe mit einemmal was mit der Pfanne gemeint ist, ich sehe mit einemmal wie Bahá'u'lláh da ist, ich erkenne den kahlen Raum. Wie gesagt, über einen Zeitraum von vielen Monaten hinweg. Und ganz am Ende, da stehen Erlebnisse, erst schwach, das Herz sieht es, kann es aber nicht halten. Ich weiß es ist silber. Und silber "läuft an", wird wieder schwarz. Und dann, das alles entscheidende, das "Abitur" des Traumes, unsterbliches Gold, unauslöschbar ins Herz graviert für immer, die Botschaft, die dieser Traum mir bringt.

Und dann? In derselben Nacht, als ich dies erkannte, der nächste Traum, der nächste Abschnitt beginnt.............

So ist das Traumleben und das Wachleben eins. Es befruchtet und ergänzt sich gegenseitig. Es ist nicht immer "schön", aber sehr, sehr aufregend und sehr, sehr spannend

Alles Liebe von Yojo.
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Danke lieber Yojo, das ist ein sehr schöner und spannender Traum, ich lese so gerne Deine Texte!
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Diese Beobachtung über "intesivere Träume" kann ich nur bestätigen. bei mir läuft das in Phasen ab. Eine Phase, in er ich viel träume wechselt regelmässig mit einer Phase in der wenig von den Träumen am Tag "danach" hängen bleibt. Und wenn ich mehr träume denke ich mehr über Träume nach oder erzähle sie anderen, dadurch kommen noch mehr Tr#ume.

Im Augenblick bin ich eher in einer "schwachen" Phase, aber das ändert sich bestimt.


Vuli
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Der Jammer mit der Menschheit ist, daß die Klugen feige, die Tapferen dumm und die Fähigen ungeduldig sind. Das Ideal wäre der tapfere Kluge mit der nötigen Geduld. Truman Capote