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Moralische Unterstützung












Hi hana, hi Astrella, hi all

Danke für die moralische Unterstützung . Ich habe diesen Thread auch deswegen aufgemacht um meinen Entschluss 'halböffentlich' und damit für mich greifbarer zu machen. Es ist nicht so ganz einfach - merke ich gerade *seufz* - das Vorhaben sang und klanglos abzubrechen, wenn andere davon wissen... *schämenmüsst*
(Wenn ein anderer aufhörwilliger Raucher sich mir hier anschliessen möchte, wäre ich natürlich auch überglücklich )

Mal was persönliches, damit wir wissen, worüber wir reden:
Ich hab mit den ersten Zigaretten angefangen als ich 12 war. Mit 14/15 hab ich angefangen regelmässig zu rauchen. Ich habe viel geraucht, meist ein Päckchen an Tag. Einschränken konnte ich mich nie (oder immer nur eine Weile), habe versucht Gelegenheitsraucher zu werden (war mein Traum!), hat nicht funktioniert. Ich rauchte hauptsächlich aus Nervosität.
Das Allerkomischste ist: ich hab zwischendurch aufgehört und zwar mit 18 und dann zwei Jahre nicht geraucht. (Ich habe mein Abitur ohne Kippe gemacht(!) und ich kann mich nicht entsinnen, dass mir was gefehlt hätte.) Dann kam die berühmte 'eine Zigarette', der 'extreme Notfall', die 'absolute Ausnahme' und _wumm_, ich rauchte wieder wie ein Schlot.
Das ist jetzt auch schon 4/5 Jahre her. Und ich kann nicht auf eine Schwangerschaft warten, weil meine Lunge schmerzt, ich manchmal das Gefühl habe, sie klebt zusammen, weil ich mich schlapp fühle und Kreislaufprobleme habe. Ich dürfte schon ewig nicht mehr rauchen, schon gar keine Schachtel am Tag...
Und dann verschworen sie sich allesamt gegen mich, ein richtiggehender Komplott:
Erst hörte meine Mum endgültig auf und fing an mich vollzulabern: "Das ist voll toll und lass es auch, dann machst du alles nur noch mit Links, weil du Energie hast und es dir gut geht... blabla."
Meine beste Freundin wendete sich 'gegen mich': "Die Lisken denkt, dass Rauchen 'cool' sei, doch Rauchen ist voll _uncool_! Ausserdem bist du nur so nervös, weil du total flach atmest..."
Mein bester Freund: "Wusstest du schon, dass Rauchen in Verbindung mit Alkohol die Krebsgefahr um das dreifache erhöht? Wusstest du schon, dass... Wusstest du eigentlich... ?"
Mein Freund: "... *anguck*..."

Aber das Allerheftigste sollte erst noch kommen... mein Vater... über 30 Jahre lang passionierter Kettenraucher (von einer Schachtel am Tag konnte man bei dem nicht mehr reden, er fing schon an sich die nächste zu drehen, kaum hatte er die letzte angezündet), ruft an und sagt in einem Nebensatz: "Das Rauchen hab ich übrigens auch gelassen. Hat nur Vorteile. Bist du gleich viel entspannter, ist dir nämlich egal, ob du rauchen darfst oder nicht. Die ersten zwei Wochen ist schlimm, dann denkst du nicht mehr dran. Also jetzt raff dich mal auf, irgendwann musst du eh aufhören, also ob du jetzt aufhörst oder später, ist doch egal."
Und die haben _alle_ recht! Buhuuu...! Wenn ich es kontrollieren könnte und nur so viel rauchen, wie ich will, was dann zwei bis drei Zigaretten am Tag wären, hätte ich gar kein Prob damit. Aber ich kann nicht, ich war normal schon heftig, in Stresszeiten wurd ich zum Kettenraucher, dann war ne Packung auch mal in drei Stunden weg. Bei mir heisst es 'ganz oder gar nicht'.
Und gestern war es plötzlich soweit, mir war kotzübel, ich hatte Kopfschmerzen und hörte ein Rasseln in meiner Lunge - dazu mein halbwütender Freund... Plötzlich riss etwas in mir und ich sagte nur: "Morgen hör ich mit dem Rauchen auf."

Also das wär er dann, der Tag X. Heute. Das ist irgendwas zwischen sich-nicht-konzentrieren-können, gespickt mit Momenten des Ich-geh-gleich-die-Wände-hoch! Aber bisher hat das Monster noch nicht ernsthaft versucht mich zu überreden... vielleicht liegt es nur auf der Lauer und wartet darauf, dass irgendwas unvorhergesehenes passiert...

LG
Lisken
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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