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@Lisken
*gröhl*
Selten so gelacht.
Wenn es nur nicht so traurig wäre.
Es ist - da stimme ich dir 100% zu - eben auch ein "Preis" für Gemeinschaft zu zahlen: den der Unterordnung, der Individualität und der Unabhängigkeit. Und die wenigsten Gemeinschaften sind so aufgebaut wie eure Wohngemeinschaft, sonder eher hirachisch, und wer ganz "unten" ist, versucht auch, ganz schnell da rauszukommen - meistens die jungen Frauen - um dann in eine andere hirachische Struktur zu schlüpfen. Es hat Vor- und Nachteile. In solchen Ländern, in denen wir jetzt Leben, können die Menschen ohne einen solchen Zusammenhalt nicht leben. Es gibt nun mal keine Absicherung. Eine alleinstehende Frau mit 6 Kindern ist gut beraten, ein gutes Verhältnis zu ihrer Familie zu haben, andernfalls verhungert ihr Nachwuchs in der Zeit, in der sie halb bewußtlos gegen ihre Malaria kämpft und nicht das Bett verlassen kann. Auf der anderen Seite gibt es diese Fürsorge eben nicht umsonst: Man erwartet genau den gleichen Einsatz von ihr.
Individualität ist ein Luxus. Man muß ihn sich leisten können. Ich meine auch nicht, daß Gemeinschaft die einzig glückseligmachende Gesellschaftsform für jeden ist.
Es ist ein bißchen so wie mit Essen: Manchmal bevorzugen wir das, von dem wir eigentlich genau wissen, daß es und nicht guttut und vielleicht sogar krank macht. Die Wahl zu haben ist schon Luxus.
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