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Nach dem Papst richten












Es ist doch im Grunde alles Auslegungssache oder? Ich persönlich finde es anmaßend sich als Stellvertreter Christi auf Erden zu bezeichnen, aber ich bin auch nicht katholisch.
Wer sich wirklich nach dem Papst richten möchte und glaubt, dass Petrus die Kirche nach dem Willen Jesu gegründet hat - bitte, soll jeder so machen und glauben wie er meint.

Zitat:
Das Thomasevangelium ist eine "Fälschung" mit Hellenistischen Einflüssen. http://www.thomasevangelium.de/


Daraus greife ich mal was auf:

Das Prädikat des Thomasevangeliums lautet: Jeder kann sich nur selbst erlösen.
Das ist falsch, denn:
Das Neue Testament der Bibel (NT) hingegen sagt, dass Jesus Christus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, denn der Mensch kann sich nicht selbst erlösen. Er kann dies nur durch Gott erfahren. Jesus ist das göttliche Opfer (Gott opfert sich selbst) für den Menschen. Und Gott hat dieses Opfer aus Liebe für uns Menschen erbracht.
Jesus als göttliches Opfer für den Menschen, das ist die Grundaussage des Urchristentums. Ein Mensch kann einen anderen Menschen nicht von den Sünden erlösen, das stimmt, aber Gott kann dies tun. Und Gott tat dies durch seinen Sohn Jesus. Jede christliche Gemeinde wird dies bestätigen können.

Schöne Begründung, ist auch richtig, aber meiner Meinung nach nicht zuende gebracht und sehr oberflächlich!

Denn Röm 3, 28

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werk, allein durch den Glauben.

Rechtfertigung allein aus Glauben!
Das ist in meinen Augen das Kernstück des Christentums und der Bibel und denke da werden mir die Meinsten zustimmen. Das heißt für mich aber auch, dass ich allein entscheide, ob ich erlöst werde. Denn ich muss glauben. Gott hat uns die Gnade zuteil werden lassen, dass wir vor ihm gerecht sind, aber ich muss mich zu ihm bekennen und ich muss meinen Weg zu Gott finden. Das heißt für mich, ich kann an Gott und meinem Glauben zweifeln, ich kann an ihn glauben oder nicht, ich kann an Christus glauben und an seine Auferstehung. Das wichtige ist, dass ich mich mit Gott und meiner Beziehung zu ihm und damit gleichzeitig mit mir selbst und meinem Sein auseinandersetze. Das macht doch gerade einen reflektierten Glauben aus.
Ich denke in diesem Punkt nimmt das Thomasevangelium nicht den wichtigsten Glaubensinhalt, sondern gibt ihn ganz klar wieder.

Was die philosophischen Einflüsse beim Thomasevangelium angeht, sollte man hier aber auch bedenken, dass Paulus eine stoische Schule besucht hatte und sich somit auch Einflüsse der stoischen Philosophie in seinen Briefen wiederfinden. Das ist aber kein Grund sie aus dem NT-Kanon auszuschließen. Vielmehr bilden ja gerade die Paulinischen Brife den historischen Kern des NT.

Außerdem denke ich, dass man sagen kann, dass das Thomasevangelium falsch ist. Genausowenig kann man das von einem anderen Evangelium sagen. Es liegen einfach viel zu wenige Erkenntnisse vor.
Diese Homepage ist einfach eine Meinung und kein Beweis!
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