|
|
|
Das Lied is zwar OffTopic, doch es stellt das Wesen von Glauben, Überzeugung, Wissen und Realität sehr schön dar:
Im Wissen, das Motiv für ein unbezahlbares Bild vor sich zu haben beginnt der Maler sein Werk vorzubereiten und vergisst dabei, dass die Vorlage nicht stabil ist, sondern sich verändern könnte.
Solches geschieht in Wirklichkeit sehr oft:
Ich höre irgendwann dass mein geliebter Mitmensch einen bestimmten Gegenstand gerne hätte und ihn sich aber nicht selber leisten will.
Ich fange an zu sparen und kratze die Groschen zusammen um in einem dreiviertel Jahr das bewusste Geschenk machen zu können.
Inzwischen ist das Ziel meiner Liebesgabe zu einer Wandlung gekommen und hat jede Verwendung für dieses einst heiß begehrte Objekt verloren, beispielsweise zur gipfelnden Betonung der Tragik einer solchen Liebestat ist der Empfänger meiner Digitalkamera inzwischen anlässlich eines Schlaganfalls erblindet.
Wenn ich nun das Pech habe, mich nicht darüber informiert zu haben, wie es diesem lieben Menschen nun gehe und ihm die Kamera schenke (ich habe sie, damit sie sicher zeitig zum Geburtstag ankommt schon vor geraumer Zeit abgeschickt) dann wird ihn sein Schicksalsschlag umso härter treffen an den ich ihn damit erinnere und aus meiner Liebeshandlung wird eine teuflische Gemeinheit.
So kann es gehen und so geht es gar nicht mal so selten.
Ich denke, so lange wir uns über das Dasein außerhalb der körperlichen Existenz nicht ein Bild machen können, sondern nur auf Phantasien und Gerüchte angewiesen sind, ist geraten, damit nicht zu begründen, ob ein Lebewesen ein recht habe auf diesem Planeten zu leben oder nicht.
|
|
|