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Hallo Zusammen,
vor kurzem habe ich geträumt, dass mein zweieinhalbjähriges Patenkind gestorben ist. Ich war total am Ende und bin mit voller Angst aufgewacht. Im Traum haben alle zu mir gesagt, ich solle mich nicht so anstellen, das Leben ginge schließlich weiter. Was kann das bedeuten? Wieso träume ich solche Sachen? Hat jemand eine Idee?
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Was bedeutet für Dich Dein Patenkind?
Wie ist Deine eigene Haltung zum Tod?
Deuten kann man es so, dass eine liebgewonnene Idee oder ein Plan, den Du ins Auge gefasst hast nicht durchführbar ist. Vielleicht muss Du den Urlaub absagen oder ein Stellenwechsel klappt nicht, oder eine Pflanze die Du im Garten setztest kommt nicht, oder sonst was in der Richtung.
Der Möglichkeiten sind unendlich viele.
wenn der traum tatsächlich Dein Patenkind meint, wird das bedeuten, dass Deine Einstellung zu diesem Kind sich demnächst verändern könnte, z.B. könnte aus dem Baby zum Knutschen, drücken und wiegeln ein selbständig herumpfurrender lieber Schatz werden, dem man schon auch mal böse sein muss und den man nicht immer nur hätscheln kann.
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Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Mein Patenkind Christopher bedeutet mir unglaublich viel. Im Moment habe ich sehr viel mit ihm zu tun und passe auch oft auf ihn auf, wenn seine Eltern arbeiten. Du hast Recht, es ist im Moment tatsächlich so, dass er gerade einen richtigen Dickkopf entwickelt und sehr stark versucht, seine Grenzen auszutesten, aber das ist ja normal. Er ist 2 1/2 und somit gerade voll in der Trotzphase.
Was meine Einstellung zum Tod betrifft, ich habe große Angst davor. Vor meinem eigenen Tod nicht mehr so sehr, aber davor, dass ich eines Tages meinen Freund und meine Eltern verliere. Ich weiß, dass der Tod eine Realität ist, mit der ich leben lernen muss, aber das fällt mir eben sehr schwer. Ich glaube, wenn mein Freund eines Tages vor mir stirbt, möchte ich auch nicht mehr leben. Vielleicht drückt sich meine Angst auch in meinen Träumen aus
Vielen lieben Dank jedenfalls
Gruß Julia
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Vermutlich ist weniger Deine Einstellung zum Tod, sondern eher die allgemeine Einstellung zu Beziehungen und Bezugspersonen korrekturbedürftig.
Ich weiß schon, dass es eine stehende Wendung ist, dem Tod anderer als einem Verlust zu begegnen, nur denke ich eben, man kann nichts verlieren was man nicht besitzt.
Und Personen, Lebewesen als Besitz zu betrachten ist eine Unsitte, welche abzugewöhnen schwer fallen dürfte.
Der Umgang mit Verlusten will auch gelernt sein und ist in vielen Träumen ein Thema.
Die Sprache sagt, vielleicht entlehnt aus der Filmbranche, "gestorben" für ein Thema, an dem es nichts mehr zu ändern gibt, aber eine "gestorbene" Szene ist nicht ein Verlust, sondern ein Zeichen sich mit was anderem zu befassen, die geleistete Arbeit zu ehren und die entsprechende Energie, den "Raum" und die Zeit im Bewusstsein anderweitig zu nutzen.
Vielleicht nur eine Sache des Ausdrucks, vielleicht aber für viele auch eine grundlegende Strukturwandlung im Beziehungs(er)leben.
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