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Hohe Sphären












Guten Morgen allseits!

@ Martin H.

Ich glaube nicht, dass Gottes absolute Transzendenz erfahrbar ist außer für das höchste Bewusstsein in Gott selbst.

Ich denke, das was die Menschen äußerst selten erfahren können ist ein Ausfluss des Göttlichen aus den ganz hohen Sphären des immanenten Gottes, also jenes Teils von Gott, den Gott aus seiner Unendlichkeit als uns nächsten Ausdruck zu uns von sich selbst erfahrbar werden lässt. Das ist aber so gewaltig, dass der Überflutete meint, das Absolute erfahren zu haben, wenn er sich in einem solchen Lichtmeer befunden hat.

Gott ist der Künstler, der das kann und macht. Er ist auch der Künstler, der es schafft, sich in der Immanenz zu verschenken. Ich halte sehr viel von dem Gedanken, dass Gott nicht aus der absoluten Transzendenz, sondern im Wirken seiner Immanenz Leben gibt und erhält. Meiner Meinung nach erweckt er in seiner Immanenz seine von ihm gefassten Ideen in sein selbständiges Leben - eigenständige Götter (ihr seid Götter!), lässt so seine Kinder entstehen, und das in einem zeitlichen Ablauf. Wohlgemerkt: Gott hat die Idee, die in selbständiges Leben geschickten Ideen wurden Wesen, die weitere Nachkommen hatten.

Ich schöpfe aus dem Gedanken, dass Gott seine geformten Ideen nie zerstört und dass ihre Entwicklung in seinem Willen liegt. Sie sollen immer mehr und mehr erfahren. So liegt das Du in Gottes Sinn. Das Du Gottes zum Menschen und umgekehrt. Ich kann Du zu einem anderen Menschen sagen - ich darf mich aber auch an Jesus Christus wenden.

Das ist meine Freude - hier und im Jetzt. Ich freue mich an meinem eigenständigen Sein.

Ich habe aber zur Kenntnis genommen, dass es für viele Menschen widersinnig scheint, die Dualität zu denken. Gott kann und darf nur eine untrennbare Einheit sein. Gott ist Unteilbares Sein. Gott ist das Wirkliche, alles andere ist Schemen, Schein, Täuschung.

Manches wird auch so empfunden: Gott der Unteilbare, der Wahre, das Meer der unfassbaren Kraft und des eigentlichen, einheitlichen Bewusstseins, diesem Gott beliebt es zu träumen. Es entstehen Traumbilder, die an Ihm vorbeigleiten, sich aber als blinde Materie manifestieren. Materie ist deshalb aus sich heraus Täuschung, nichts Wahres, Schatten. Materie ist Maya, ist eigentlich nichts. Und deshalb ist es unbedingt nötig, sich von dieser Materie zu distanzieren, mit dem Eigentlichen eins zu sein, das eine Einheit ist.

Wenn der Mensch stirbt, löst sich der Mensch aus der Maya, dem Schein, und geht ein in das Wahre, gelangt er ins Nirwana, kehrt er in die Heimat, dem einheitlichen Gott zurück. Gott ist die Einheit, etwas anderes Wahres ist nicht wahr.

Was mich angeht, ich fühle mich von dieser Einheit überhaupt nicht angezogen. Mir kommt vor, in dieser Einheit liegt Statik. Mal hinaus in den Traum, die Maya, dann wieder zurück, ohne Bereicherung, ohne eigentliches eigenes Bewusstsein. Meine Liebe gilt dagegen dem fortschreitenden, variantenreichen Leben, in dem ich zu anderen Menschen und besonders zu Jesus Christus eine Beziehung aufbauen kann.

Oh, heute ist das ein langer Beitrag geworden.
Wünsche allen viele viele segensreiche Gedanken.

reinwiel
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